Ähnliche Konzepte existieren im Buddhismus. Dort werden die drei Körper
1. nirmanakaya (grobstofflicher Körper)
2. sambhogakaya (feinstofflicher Körper)
2. dahrmakaya (äusserst feinstofflicher Körper)
genannt.
Ich hege seit längerem die Vermutung, dass auch im Christentum mit der Dreifaltigkeits-Lehre ursprünglich dieses Konzept gemeint war. Liest man sich jedoch heute durch die entpsrechenden Wikipedia-Einträge, dann muss man einmal mehr zur Kenntnis nehmen, wie sehr sich hier unterschiedliche Schulen und Sichtweisen streiten.
Gemäss der Lehre der Dreifaltigkeit erscheint Gott als drei Personen:
1. Der Vater,
2. Der Heilige Geist,
3. Der Sohn.
Alle drei sind Gott, sie sind gewissermassen seine verschiedenen Ausdrucksweisen. Darüberhinaus wird gelehrt, dass der Sohn aus dem Vater hervorgegangen ist, der Vater aber aus nichts hervorgegangen ist. Der Heilige Geist wiederum wirkt vom Vater aus zum Sohn.
Es ist möglich, diese Dreifaltigkeit im Sinne unseres drei Welten/Körper/Bewusstsein-Modells auszulegen. Der Vater als die äusserst feinstoffliche Realm, der Heilige Geist als die feinstoffliche Realm, der Sohn als die grobstoffliche Realm.
Es ist wichtig zu verstehen, dass im "normalen Tagesbewusstsein" ausnahmslos zu jedem Zeitpunkt ein bewusstes Wahrnehmen jeder der drei Körper/Welten möglich ist. Es sind alle drei Welten gleichzeitig völlig manifest und können darum zum Gegenstand der Wahrnehmung gemacht werden. Dies klingt vielleicht merkwürdig, ist aber de facto dermassen einfach und unkompliziert, dass es schwierig ist, überhaupt zu verstehen, was gemeint ist.
Ein Beispiel:
1. Der grobstoffliche Körper ist das, was im allgemeinen als "der fleischliche Körper" bezeichnet wird. Er besteht aus Knochen, Sehnen, Muskeln, den Organen usw.
2. Der feinstoffliche Körper ist das, was im allgemeinen als "Geist" bezeichnet wird. Oft wird dieser Geist noch in mehrere Ebenen unterteilt, beispielsweise den folgenden:
i) Emotion,
ii) Intellekt (sprachliches und logisches Denken),
iii) höheres Denken (hauptsächlich bildlich),
iv) Intuition.
Zusammengenommen kann man diese, wie bereits mehrfach erwähnt, als den feinstofflichen Körper bezeichnen. Sie sind Objekte auf die gleiche Art, wie auch der grobstoffliche Körper bloss ein Objekt ist, wenn auch geistiger Natur.
Es ist offensichtlich, dass diese beiden im Wachzustand gleichzeitig vorhanden sind. Es ist somit kein "Entweder-Oder", also dass der Mensch in erster Linie entweder ein materielles oder ein geistiges Wesen ist, sondern es ist ein "Sowohl-als-auch", also er ist sowohl ein materielles Wesen als auch ein geistiges zur gleichen Zeit. Er besitzt, mit anderen Worten, sowohl einen grobstofflichen als auch einen feinstofflichen Körper zur gleichen Zeit.
Als drittes kommt noch der äusserst feinstoffliche Körper hinzu. Dieser ist schwieriger zu verstehen als die ersten beiden:
3. Der äusserst feinstoffliche Körper ist weder materiell noch geistig. Er ist jenseits davon. Weil er weder einen materiellen noch einen geistigen Inhalt hat, kann er mit dem Verstand nicht mehr erfasst werden, denn der Verstand ist einzig eine Funktion oder ein Inhalt der feinstofflichen Welt, nicht jedoch der äusserst feinstofflichen.
Wieso können wir trotzdem wissen, dass es ihn gibt? Die Antwort lautet: Wir können es nicht wissen. Nicht im Sinne der herkömmlichen Vorstellung von "Wissen", sehr wohl aber im Sinne einer erweiterten Vorstellung dieses Begriffs.
Dazu ist es nötig, zuerst die Frage zu klären, ob es eine Art von Wissen geben kann, die ohne jegliche geistige Inhalte (innere Bilder, logische Schlüsse, innere sprachliche Inhalte etc.) auskommt.
Die Antwort lautet: ja. Wenn wir für einen (kurzen) Moment die Gedanken vollständig anhalten, dann verschwindet dennoch die Welt nicht ganz. Was bleibt ist reine Wahrnehmung der Welt ohne konkrete Inhalte. Wir sehen zwar vielerlei, aber besitzen kein (geistiges) Wissen darüber, was wir sehen. Dennoch können wir unmöglich bezweifeln, dass wir etwas wahrnehmen. Dieses inhaltslose Wissen ist völlig unmittelbar und evident, es ist überaus einfach.
Und das ist die dritte Welt - die Welt reiner Wahrnehmung, die äusserst feinstoffliche Welt, in der einzig der äusserst feinstoffliche Körper und das entsprechende Bewusstsein existiert. Es dürfte klar sein, dass es sich hierbei um reichlich ungenügende Begriffe handelt, aber Begriffe sind nicht so wichtig für den, der aus eigener Erfahrung ummittelbar weiss, wovon ich spreche.
Im Wachbewusstsein sind also gleichzeitig alle drei Körper und Bewusstseine vorhanden:
1. Der fleischliche Körper,
2. Geistige Inhalte,
3. Reine Wahrnehmung.
Daraus kann geschlossen werden, dass wir nicht in einer, sondern gleichzeitig in drei Welten leben. Jede mit ihren eigenen Naturgesetzen.
1. nirmanakaya (grobstofflicher Körper)
2. sambhogakaya (feinstofflicher Körper)
2. dahrmakaya (äusserst feinstofflicher Körper)
genannt.
Ich hege seit längerem die Vermutung, dass auch im Christentum mit der Dreifaltigkeits-Lehre ursprünglich dieses Konzept gemeint war. Liest man sich jedoch heute durch die entpsrechenden Wikipedia-Einträge, dann muss man einmal mehr zur Kenntnis nehmen, wie sehr sich hier unterschiedliche Schulen und Sichtweisen streiten.
Gemäss der Lehre der Dreifaltigkeit erscheint Gott als drei Personen:
1. Der Vater,
2. Der Heilige Geist,
3. Der Sohn.
Alle drei sind Gott, sie sind gewissermassen seine verschiedenen Ausdrucksweisen. Darüberhinaus wird gelehrt, dass der Sohn aus dem Vater hervorgegangen ist, der Vater aber aus nichts hervorgegangen ist. Der Heilige Geist wiederum wirkt vom Vater aus zum Sohn.
Es ist möglich, diese Dreifaltigkeit im Sinne unseres drei Welten/Körper/Bewusstsein-Modells auszulegen. Der Vater als die äusserst feinstoffliche Realm, der Heilige Geist als die feinstoffliche Realm, der Sohn als die grobstoffliche Realm.
Es ist wichtig zu verstehen, dass im "normalen Tagesbewusstsein" ausnahmslos zu jedem Zeitpunkt ein bewusstes Wahrnehmen jeder der drei Körper/Welten möglich ist. Es sind alle drei Welten gleichzeitig völlig manifest und können darum zum Gegenstand der Wahrnehmung gemacht werden. Dies klingt vielleicht merkwürdig, ist aber de facto dermassen einfach und unkompliziert, dass es schwierig ist, überhaupt zu verstehen, was gemeint ist.
Ein Beispiel:
1. Der grobstoffliche Körper ist das, was im allgemeinen als "der fleischliche Körper" bezeichnet wird. Er besteht aus Knochen, Sehnen, Muskeln, den Organen usw.
2. Der feinstoffliche Körper ist das, was im allgemeinen als "Geist" bezeichnet wird. Oft wird dieser Geist noch in mehrere Ebenen unterteilt, beispielsweise den folgenden:
i) Emotion,
ii) Intellekt (sprachliches und logisches Denken),
iii) höheres Denken (hauptsächlich bildlich),
iv) Intuition.
Zusammengenommen kann man diese, wie bereits mehrfach erwähnt, als den feinstofflichen Körper bezeichnen. Sie sind Objekte auf die gleiche Art, wie auch der grobstoffliche Körper bloss ein Objekt ist, wenn auch geistiger Natur.
Es ist offensichtlich, dass diese beiden im Wachzustand gleichzeitig vorhanden sind. Es ist somit kein "Entweder-Oder", also dass der Mensch in erster Linie entweder ein materielles oder ein geistiges Wesen ist, sondern es ist ein "Sowohl-als-auch", also er ist sowohl ein materielles Wesen als auch ein geistiges zur gleichen Zeit. Er besitzt, mit anderen Worten, sowohl einen grobstofflichen als auch einen feinstofflichen Körper zur gleichen Zeit.
Als drittes kommt noch der äusserst feinstoffliche Körper hinzu. Dieser ist schwieriger zu verstehen als die ersten beiden:
3. Der äusserst feinstoffliche Körper ist weder materiell noch geistig. Er ist jenseits davon. Weil er weder einen materiellen noch einen geistigen Inhalt hat, kann er mit dem Verstand nicht mehr erfasst werden, denn der Verstand ist einzig eine Funktion oder ein Inhalt der feinstofflichen Welt, nicht jedoch der äusserst feinstofflichen.
Wieso können wir trotzdem wissen, dass es ihn gibt? Die Antwort lautet: Wir können es nicht wissen. Nicht im Sinne der herkömmlichen Vorstellung von "Wissen", sehr wohl aber im Sinne einer erweiterten Vorstellung dieses Begriffs.
Dazu ist es nötig, zuerst die Frage zu klären, ob es eine Art von Wissen geben kann, die ohne jegliche geistige Inhalte (innere Bilder, logische Schlüsse, innere sprachliche Inhalte etc.) auskommt.
Die Antwort lautet: ja. Wenn wir für einen (kurzen) Moment die Gedanken vollständig anhalten, dann verschwindet dennoch die Welt nicht ganz. Was bleibt ist reine Wahrnehmung der Welt ohne konkrete Inhalte. Wir sehen zwar vielerlei, aber besitzen kein (geistiges) Wissen darüber, was wir sehen. Dennoch können wir unmöglich bezweifeln, dass wir etwas wahrnehmen. Dieses inhaltslose Wissen ist völlig unmittelbar und evident, es ist überaus einfach.
Und das ist die dritte Welt - die Welt reiner Wahrnehmung, die äusserst feinstoffliche Welt, in der einzig der äusserst feinstoffliche Körper und das entsprechende Bewusstsein existiert. Es dürfte klar sein, dass es sich hierbei um reichlich ungenügende Begriffe handelt, aber Begriffe sind nicht so wichtig für den, der aus eigener Erfahrung ummittelbar weiss, wovon ich spreche.
Im Wachbewusstsein sind also gleichzeitig alle drei Körper und Bewusstseine vorhanden:
1. Der fleischliche Körper,
2. Geistige Inhalte,
3. Reine Wahrnehmung.
Daraus kann geschlossen werden, dass wir nicht in einer, sondern gleichzeitig in drei Welten leben. Jede mit ihren eigenen Naturgesetzen.