Gestern bzw. heute hatte ich eine Erfahrung gemacht, die innerlich in mir sehr viel in Bewegung gebracht hat. Ich saß unfreiwillig des Nachts in einer Stadt fest, von der ich eigentlich am späten Abend wieder Richtung Heimatstadt fahren wollte. Da aber der Zug weg war, ging das halt nicht, und so hatte ich 5 Stunden auf den ersten Zug am Morgen zu warten.
Zuerst war da das Gefühl von Trauer, Verzweiflung, Machtlosigkeit, und ich hab mir die Seele aus dem Leib geheult, als ich realisiert hatte, dass ich festsitze in einer Stadt, in der ich mich überhaupt nicht auskenne, und das um die Mitternachtszeit. Wie ein kleines Kind, das verlassen wurde und sich nirgends festhalten kann.
Dann kam die Wut hoch; auf diese scheissbeschissenen Straßenbahnen, die einen nicht dahin bringen, wo man hin will. Im Nachhinein auch auf mich selbst, weil ich so verpeilt war, und deshalb nicht aufgepasst hatte.
Irgendwann hab ich mich dann an den vorangegangenen Abend erinnert und an den Hinweis, einfach alle Gefühle zu fühlen, die aufkommen, und so hatte ich ja dann genug Zeit, das jetzt mal zu machen. Da war dann irgendwann ein Punkt erreicht, an den ich innerlich irgendwie beruhigt war. Ich hatte gezittert vor Kälte, ich hatte leichten Hunger, ich war vollkommen übermüdet, aber fühlte phasenweise so eine innere Ruhe und Akzeptanz da, dass ich jetzt und hier die Gelegenheit hab, das alles in Ruhe mir anzuschauen.
Als ich dann am frühen Morgen zuhause angekommen bin, kam mir spontan die Analogie zu dem Film "Schlaflos in Seattle". In meinem Falle eher "Schlaflos in Dresden", mit mir in der Hauptrolle. Das ging mir die ganze Zeit irgendwie nicht mehr wirklich aus dem Kopf, weil ich es auch irgendwie komisch und witzig fand, und es fiel mir dann ein, dass wir ja alle irgendwo nur Schauspieler sind, die bestimmte Rollen spielen. Die Rolle an sich ist ja nicht schlimm, und wir sollten unsere Rollen genau so spielen, wie sie uns zugedacht wurden. Wenn wir an unserer Rolle was auszusetzen haben oder nicht mit ihr einverstanden sind, dann bringt das den Film durcheinander und der Regisseur wird vielleicht ärgerlich werden, weil er seinen Plan nicht erfüllen kann, und wir leiden dann wiederum auch darunter. Die Akzeptanz unserer Rolle entscheidet, wie gut am Ende der Film wird, und wenn wir die Rolle gut gespielt haben, können wir sie auch ablegen, damit wir nach Hause gehen können. Man kann allerdings auch seine Rolle ablehnen, ohne sie je gespielt zu haben, aber dann stellt sich nicht das Glücksgefühl ein, das man spürt, wenn man seine Rolle gut ausgefüllt hat. Nur durch die vollkommene Annahme der Rolle ist man dann irgendwann auch bereit, sie abzulegen.
So sind wir im Grunde alle hier Schauspieler im Weltentheater, und wenn der Film zuende ist, brauchen wir auch unsere Rollen nicht mehr.
Zuerst war da das Gefühl von Trauer, Verzweiflung, Machtlosigkeit, und ich hab mir die Seele aus dem Leib geheult, als ich realisiert hatte, dass ich festsitze in einer Stadt, in der ich mich überhaupt nicht auskenne, und das um die Mitternachtszeit. Wie ein kleines Kind, das verlassen wurde und sich nirgends festhalten kann.
Dann kam die Wut hoch; auf diese scheissbeschissenen Straßenbahnen, die einen nicht dahin bringen, wo man hin will. Im Nachhinein auch auf mich selbst, weil ich so verpeilt war, und deshalb nicht aufgepasst hatte.
Irgendwann hab ich mich dann an den vorangegangenen Abend erinnert und an den Hinweis, einfach alle Gefühle zu fühlen, die aufkommen, und so hatte ich ja dann genug Zeit, das jetzt mal zu machen. Da war dann irgendwann ein Punkt erreicht, an den ich innerlich irgendwie beruhigt war. Ich hatte gezittert vor Kälte, ich hatte leichten Hunger, ich war vollkommen übermüdet, aber fühlte phasenweise so eine innere Ruhe und Akzeptanz da, dass ich jetzt und hier die Gelegenheit hab, das alles in Ruhe mir anzuschauen.
Als ich dann am frühen Morgen zuhause angekommen bin, kam mir spontan die Analogie zu dem Film "Schlaflos in Seattle". In meinem Falle eher "Schlaflos in Dresden", mit mir in der Hauptrolle. Das ging mir die ganze Zeit irgendwie nicht mehr wirklich aus dem Kopf, weil ich es auch irgendwie komisch und witzig fand, und es fiel mir dann ein, dass wir ja alle irgendwo nur Schauspieler sind, die bestimmte Rollen spielen. Die Rolle an sich ist ja nicht schlimm, und wir sollten unsere Rollen genau so spielen, wie sie uns zugedacht wurden. Wenn wir an unserer Rolle was auszusetzen haben oder nicht mit ihr einverstanden sind, dann bringt das den Film durcheinander und der Regisseur wird vielleicht ärgerlich werden, weil er seinen Plan nicht erfüllen kann, und wir leiden dann wiederum auch darunter. Die Akzeptanz unserer Rolle entscheidet, wie gut am Ende der Film wird, und wenn wir die Rolle gut gespielt haben, können wir sie auch ablegen, damit wir nach Hause gehen können. Man kann allerdings auch seine Rolle ablehnen, ohne sie je gespielt zu haben, aber dann stellt sich nicht das Glücksgefühl ein, das man spürt, wenn man seine Rolle gut ausgefüllt hat. Nur durch die vollkommene Annahme der Rolle ist man dann irgendwann auch bereit, sie abzulegen.
So sind wir im Grunde alle hier Schauspieler im Weltentheater, und wenn der Film zuende ist, brauchen wir auch unsere Rollen nicht mehr.