Wir lieben die Dinge nicht um der Dinge willen

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maiila

Guest
Wir lauschen immer nur die auf die Form
starren die Noten an, während wir doch eigentlich
was über die Zwischentöne erfahren möchten.
Wir interessieren uns nicht für die Musik,
wir interessieren uns für das, was in der Zeit zwischen den
Tönen geschieht.

Während wir komponieren, ruhen wir uns in der Stille aus
die zwischen zwei Noten entsteht....
Nicht die Töne entzücken uns eigentlich;
es ist das Wohlgefühl, das entsteht, wenn Musik schweigt

Worte
lesen wir nicht um der Worte willen, denn kein Wort
kann uns etwas geben.
Wir lesen sie, weil manche Worte Ruhe in uns schaffen können,
und es gibt Zeiten, in denen wir nur solche Worte lesen können,
alles Laute bleibt draußen.

Alles, was nur gesagt wird, damit weiter geredet wird,
bleibt draußen.

Wir lieben nicht die Sonnenuntergänge, auch wenn wir sie
eine Millionen Male fotografieren
Wir lieben die Stille, die unser Herz beim Betrachten erreicht.
Endlich, darf das Herz still sein.
Endlich, gibt es nichts mehr zu tun.
Endlich, darf nur gestaunt, darf nur geliebt werden.

Selbst das Staunen dient nicht seinem eigenen Zweck;
es braucht sich nicht selbst...
sondern dient nur dazu, dass das Herz zur Stille schlägt

Wir lieben die Dinge nicht um der Dinge willen;
wir lieben sie, weil wir uns durch sie dem Dinglosen
widmen können.
Und das lieben wir.
 
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