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Wenn jemand Nahrung verweigert weil er sterben will.

Dieses Thema im Forum "Sterben, Tod, Leben nach dem Tod" wurde erstellt von Daydreamer, 5. September 2020.

  1. Daydreamer

    Daydreamer Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. September 2005
    Beiträge:
    969
    Ort:
    Rastatt
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    Ist das dann Selbstmord?
    Meine Schwiegermutter liegt im Krankenhaus Die Ärtzte sagen sie ist gesund .
    Bis auf einer Gastritis und ihre Demenz hat sie nichts und ihre Werte sind für ihr Alter auch gut.Sie will nur nichts essen und trinken weil sie beschlossen hat dass sie sterben will.
    Ich weiß dass Menschen die sterben am Ende nicht mehr essen wollen.
    Mein Mann seine Oma wollte am Tag als sie gestorben ist auch nichts mehr.
    Daran habe ich dann auch gemerkt das was nicht stimmt.
    Und bei meinen Eltern war es auch so.
    Aber die sind ja nicht daran gestorben,weil sie nichts mehr gegessen haben.
    Meine Vater vl. Schon dem wollten sie sogar eine Magensonde legen aber da er eine Patientenverfügung hatte haben wir nein gesagt weil wir wussten,das er das nicht will.
     
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  2. Yogurette

    Yogurette Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Kassel, Berlin
    Wie alt ist sie denn?
    Wenn du knapp 60 bist, dürfte sie etwa 90 sein.
    Und sie hat Demenz? Das IST eine Krankheit, das ist NICHT gesund.

    Wie ist es denn bislang bei ihr verlaufen? Ist sie schon lange dement?
    Was kann sie denn noch selber bzw was kann sie alles nicht mehr?
    Ich meine, kann sie noch gehen, sich sogar selber versorgen, muß sie gewaschen
    werden, kann sie noch selber zur Toilette bzw könnte sie all das, wenn sie wollte?

    Meine Mutter war mehrere Monate bettlägerig und pflegebedürftig zuhause,
    als sie dann irgendwann nicht mehr essen und auch kaum noch trinken wollte.
    Erst haben wir uns noch bemüht, daß sie wenigstens ein paar Löffel Brei aß
    und einigermaßen Wasser getrunken hat, aber bald darauf war sie kaum noch
    bei Bewußtsein, so daß man sie immer seltener überhaupt wach bekam.

    Ist es bei deiner Schwiegermutter auch so, oder ist sie ansprechbar?
    Und warum liegt sie im Krankenhaus, wenn sie doch gesund ist, wie es heißt?

    Du siehst, viele Fragen.
    Interessiert mich. Erzähl gerne mehr.
     
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  3. Daydreamer

    Daydreamer Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. September 2005
    Beiträge:
    969
    Ort:
    Rastatt
    Meine Schwiegermutter ist 92 Jahre.Wir haben sie ins Krankenhaus eingeliefert weil wir festgestellt haben,das sie im Bett gelegen war und sich erbrochen hat.
    Wir wussten ja nicht was es ist in ihrer Küche standen verschimmelte Lebensmittel herum.
    Die Ärzte stellten eine Gastritis fest,sie kann noch selber laufen aber durch ihre Demenz ist sie halt doch eingrschränkt.
    Dass sie sterben will erzählt sie schon lange.Meine Schwägerin hat ihr länger Essen nach Hause getragen (sie lebt alleine).Aber irgendwann hat sie ihr gesagt,sie will das nicht mehr. Mit meinen Mann hat sie auch gestritten Er hätte sich bestohlen.
    Mein Mann sagt sie war schon immer Mistrauisch.Durch ihre Demenz ist das noch schlimmer geworden.
    Die Ärzte und die Schwestern sagen wenn sie essen und trinken würde,würde es ihr besser gehen.
     
  4. Yogurette

    Yogurette Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Juli 2009
    Beiträge:
    13.554
    Ort:
    Kassel, Berlin
    Das klingt, als wäre sie zwar schon länger hilfebedürftig und viel allein, und daß die Demenz schon seit einer ganzen Weile besteht, mindestens seit einigen Monaten.

    Unterstellungen, man hätte was gestohlen usw sind normal. Der Demente verkramt etwas, um es zu verstecken, eben damit es nicht gestohlen wird, und dann findet er es nicht wieder. Dann kommen solche Anschuldigungen, und die Person kann richtig unangenehm werden.

    Seid ihr denn ausreichend informiert über Demenz?
    Tut das, denn da kommt noch Einiges auf euch zu.
    Verhungern lassen werden sie sie im Krankenhaus kaum.
    Aber sie werden sie auch nicht lange dort bleiben lassen können, und was kommt dann?
    Sie können sie doch nicht einfach nach Hause entlassen, wo sie sich selbst überlassen ist.

    Wenn sie ansonsten recht gesund ist, wird sie wohl kaum in kurzer Zeit wegen oder an der Demenz sterben. Aber so hilfebedürftig wie sie ist, könnt ihr sie auch nicht alleine lassen, und bloß mal was zu essen bringen oder so reicht nicht. Da braucht es täglich quasi rund um die Uhr Betreuung oder einen Platz im Alten- oder Pflegeheim, den man meist nicht von heut auf morgen bekommt.

    Wie gesagt, informiert euch, denn ich kann unmöglich soviel herschreiben, und ich weiß ja auch gar nicht, was genau ihr schon wißt und wo es evtl noch fehlt. Einige Erfahrung mit alten Angehörigen habt ich ja schon.
     
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  5. Lagerfeuer

    Lagerfeuer Sehr aktives Mitglied

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    Beiträge:
    679
    Daydreamer

    Es bleibt schwierig, aus gesetzlichen Gründen darf man jemanden nicht sterben lassen, doch was ist mit dem Selbstbestimmungsrecht ?
    Denken wir nicht alle mal daran, was wäre wenn, wie wollen wir im Alter leben und sterben ?
    Wir wollen doch alle friedlich und selbstbestimmt leben, solange das Leben das zulässt, im Alter ist es nicht einfacher diesen Weg zu finden.

    Es ist möglich dass ein Fastenprozess ihren Zustand verbessert, zumindest wird der Körper entsäuert und Medikamentenrückstände werden ausgeschieden, was sich auch positiv auf die Psyche auswirken kann, natürlich wird es die Demenz nicht heilen, es kann aber die Ängste lindern.

    Habt Vertrauen in die Heilungsinstinkte des Körpers, nach ein paar Tagen ohne Nahrung stellt sich der Hunger von selbst wieder ein.

    Ich dachte grad was ein Tïer in der Natur tun würde, wenn es Probleme mit dem Verdauungstrakt hat, natürlich würde es sofort aufhören zu essen damit der Körper die Möglichkeit hat die Selbstheilungsprozesse ungehindert durchzuführen.
    Was ihr aber tun könnt ist sie zu einem guten Naturheilpraktiker zu bringen, der mal schauen kann mit welchen natürlichen Mitteln ihre körperlichen Systeme gereinigt und die Schwachpunkte wieder etwas aufgebaut werden können.
    Und dann mal schauen auf welche Entspannungsmethoden sie anspricht, für den einen ist es Musik aus jungen Tagen, welche positive Erinnerungen weckt, jemand anders spricht auf fernöstliche Methoden wie Akupunktur gut an.
    Auf jeden Fall fachliche Hilfe suchen, aber nicht die Art Hilfe, die zu sehr auf Zwang basiert weil es die existenziellen Ängste verstärkt.

    Liebe Grüsse
     
  6. Najada

    Najada Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. März 2020
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    Wer alte Menschen über längere Zeit beobachtet kann zu dem Schluß kommen, daß das Beschriebene ab einem gewissen Alter normal ist. Das muß mir nicht gefallen, ist aber so. Die Mentalität ändert sich mit dem Alter und der Sterbeprozeß gehört dann dazu. Mir hatte ein etwas Dementer mit leuchtenden Augen erzählt, das er mit 90 ja nicht mehr hierhin gehört. Mir war klar, der meint das so und ist glücklich damit.
     
  7. petrov

    petrov Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Oktober 2013
    Beiträge:
    1.120
    Ort:
    Venlo Holland
    Auch ""gesunde"' altere leute haben ein recht zu sterben.
    Loslassen also.
     
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  8. flimm

    flimm Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2008
    Beiträge:
    25.170
    es ist schwierig für ältere Menschen, wenn sie keinen Sinn mehr im Leben haben oder finden.
    Gesund sein, was kann es geben was deine Schwiegermutter glücklich machen kann?
    Finde Musik , die sie gerne hörte,
    finde Filme die sie gerne sah
    alles was bei ihr positive Gefühle wecken kann, ist von Vorteil.

    bei Demenzerkrankten mittlerweile auch festgestellt, das sie aufleben können dadurch.
     
  9. Luca.S

    Luca.S Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. September 2016
    Beiträge:
    7.143
    Als junger Mensch kann man es sich nicht vorstellen, irgendwann ohne Partys, Sport etc. zu leben. Wird man dann älter, stellt man fest, dass das Leben nicht nur aus Partys und Sport besteht und durchaus immer noch lebenswert ist.
    Selbstbestimmungsrecht? Dazu muss man aber bei klarem Verstand sein.
    Und das ist ein Selbstmörder eben nicht, der Verstand wird ausgeschaltet, die Ängste übernehmen die Führung und damit ist die Entscheidungsfähigkeit nicht mehr gegeben.
    Wie würden denn hier die Beiträge aussehen, wenn die Dame nicht 92 sondern 29 Jahre alt wäre und das Essen verweigert?

    Gruß

    Luca
     
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  10. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    5. August 2007
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    20.782
    Ort:
    Saarland
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    Demenz (nehme an Alzheimer oder vergleichbar, nicht nur "alt") ist eine terminale Diagnose mit katastrophalem Ausgang aus meiner Sicht. Ich würde da (Stand jetzt) auch Suizid begehen, bevor ich ins dunkle Chaos falle. Ist für mich logisch, dass man sich das nicht antun will. Sterbehilfe würde ich da auch erlauben.
     
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