Wenn jemand den Kreis verlassen möchte?

sberka

Mitglied
Registriert
31. Mai 2004
Beiträge
96
Ort
Deutschland
Hallo,

ich habe eine Frage: Was bedeutet es, wenn ein Stellvertreter in einer Aufstellung den Kreis verlassen möchte? Ist es immer Todessehnsucht? Was kann es sonst bedeuten? Dass er mit der Situation überfordert ist, sich nicht einlassen kann? Oder eben immer Todessehnsucht?

Danke!
 
Werbung:

Christoph

Neues Mitglied
Registriert
15. Januar 2004
Beiträge
1.488
Ort
Kiel, Schleswig-Holstein (D)
Hi sberka!

Bitte welchen "Kreis" meinst du? *blödguck*

Falls du damit eine Familienaufstellung meinst (sehr selten in einem Kreis - zumindest am Anfang) so kann ich zumindest aus meiner Erfahrung sagen, dass es tatsächlich in der Regel so ist: die Stellvertreter-Person, welche einen Impuls spürt, "hinaus" (i.d.R. aus dem Raum) gehen zu wollen, deren Originalperson will auf jeden Fall das System verlassen. "Aus-dem Raum-gehen" ist meistens eine Bewegung "zu-den-Toten" bzw. zu einem ausgeblendeten Toten. Wen es "wegzieht in den Tod", den zieht es meist zu jemand anderem hin.

In Familienaufstellungen hab ich es noch nie anders erlebt, als dass es der Zug in den Tod war, der sich so zeigte.

Allerdings auf der Ebene der Organisationsaufstellungen heißt es meistens, dass die Person einfach "nur" die Firma/Organisation verlassen will.

Gruß
Christoph
 

sberka

Mitglied
Registriert
31. Mai 2004
Beiträge
96
Ort
Deutschland
Hi Christoph,

Danke für die Antwort!!
Doch, bei uns war es ein Kreis und innerhalb des Kreises fanden die Aufstellungen statt. Es war eine Familienaufstellung.
Wenn dann die Person den Kreis verlassen möchte, also wahrscheinlich Todessehnsucht hat, ist es dann zwingend so, dass sie zu jemanden anders möchte oder kann auch etwas anderes dahinter stecken (traumatische Erlebnisse anderer Art)? Es war auch so, als innerhalb des Kreises etwas umgestellt worden war (innerhalb seiner "aktuellen" Familie), da wollte der Stellvertreter gar nicht mehr raus aus dem Kreis, sondern konnte innerhalb des Kreises mit einer gewissen Distanz aus den Seinen zuschauen. Also war es dann doch keine Todessehnsucht, was er hatte, wollte er bloß nichts mit seiner aktuellen Familie zu tun haben (Überforderung?/Bindungsverweigerung?)? Es ist so, dass nach der Hochzeit und vor der Geburt der Kinder (die er eigentlich nicht wollte - wahrscheinlich wegen des traumatischen Erlebnisses) dieses traumatische Erlebnis war.
Ich würde mich freuen, wenn du mir mit der Deutung helfen könntest. Mir ist klar, dass es keine abschließende Deutung gibt, aber ich würde es gern etwas besser verstehen. Vielen Dank für deine Hilfe!

P.S. Irgendwie habe ich das gefühl, dass es mir etwas klarer wird. aber kann auch täuschen ;) deshalb freue ich mich auf deine Antwort.
 

Christoph

Neues Mitglied
Registriert
15. Januar 2004
Beiträge
1.488
Ort
Kiel, Schleswig-Holstein (D)
Lieber sberka

also ich vermute mal, ihr habt in einem Kreis gesessen, ja? Oder haben die Leute grundsätzlich in einem Kreis gestanden (Letztere Vorstellung hat mich etwas irritiert)?

Was das hinaus Streben angeht, so habe ich zweierlei beobachtet bisher (wie es grundsätzlich ist kann ich allerdings nicht sagen / man muss immer den Einzelfall anschauen):

  • Es gibt eine Person (z.B. das Opfer eines Vorfahren), die tot und ausgeklammert ist, zu der es denjenigen zieht, damit der gesehen wird
  • Es geht um eigene Schuld am Tod eines Menschen, der ausgeklammert ist. Täter zieht es oft zu ihren Opfern und wenn sie mit den Opfern im Grab liegen und beide geachtet sind, kehrt Ruhe und Kraft im System ein.
Wies es bei der von dir genannten Aufstellung war, kann ich dir ncith sagen, den ich warnicht dabei.

Was ist dein Anliegen bei deiner Frage?
Was würde sich für dich ändern, wenn du "es wüsstest"?

Gruß
Christoph
 
W

Wirbelwind

Guest
kann es nicht ganz einfach sein, wenn wer vorzeitig eine veranstaltung, eine show, eine aufführung, eine sitzung, oder gar eine behandlung verläßt, das der jenige GEMERKT hat, das es nicht (in diesem fall die aufstellung) sein ding ist. ihm nichts bringt, ihn langweilt, oder ganz einfach nicht sein interessengebiet ist.

so gesehen macht es mehr sinn, alles gleich so dramatisch zu denken das es ein todeskandidat ist.
 
W

Wirbelwind

Guest
christoph ich habe gar nicht gelesen was du geantwortet hast. ich lese zur zeit nur den ausgangsbeitrag, von allem anderem nur den ersten satz, wenn ich sehe wie bei deinen, das es im gleichen stil wie immer anfängt, dann lese ich das nicht. wenn ich sehe das ein wenig anders geschrieben steht, wie in deinem letzten beitrag, dann wiedme ich mich dem.

warum beziehst du alles auf dich, das ist ja schon paranoid.

außerdem darf ich überall was dazu sagen, oder ist der raum mit familienaufstellungen gepachtet ???
 

Eberesche

Sehr aktives Mitglied
Registriert
14. Mai 2004
Beiträge
2.176
Ort
vielleicht ein bisschen näher dran
Das Thema hier ist in der Sparte Familienaufstellung eingetragen.
Und sberka hat eine Frage gestellt. Kannst du sie beantworten oder etwas sinnvolles dazu beitragen Wirbelwind? Oder kannst du nur andere angreifen?
Entschuldigung sberka, mein Beitrag hilft dir leider auch nicht weiter, aber laß dir nicht die Antwort, die du bekommen hast madig machen.
LG Tarot
 
Werbung:
W

Wirbelwind

Guest
OK!

tarot auf deinen hinweis/beitrag hin muß ich wohl meine antwort anders formulieren:

hier die frage :"Ist es immer Todessehnsucht? "

ok, mein text von vorhin sollte dann so formuliert werden.

NEIN muß es nicht imemr sein, es kann ganz einfach sein, wenn wer vorzeitig eine veranstaltung, eine show, eine aufführung, eine sitzung, oder gar eine behandlung verläßt, das der jenige GEMERKT hat, das es nicht (in diesem fall die aufstellung) sein ding ist. ihm nichts bringt, ihn langweilt, oder ganz einfach nicht sein interessengebiet ist.

so gesehen macht es mehr sinn, alles gleich so dramatisch zu denken das es ein todeskandidat ist.

anmerkung: eine veranstaltung, eine show, eine aufführung bezieht sich nicht auf familienstellung , sondern ist auf andere lebensbereiche gleich in einem aufwasch erwähnt. weil ja auch andere behandlungen, oder desgleichen oft mal vorzeitig verlassen werden, weil eben der jenige merkt es ist nicht sein ding.
 
Oben