Wenn die Trauer einen immer tiefer zieht

GabiPeters

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18. April 2026
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Guten Abend ihr lieben Seelen,
Zur Zeit befinde ich mich in ein tiefes Loch aus Schmerz . Der Verlust meines Herzenmenschen ist so Überdimensional, ich schaffe keinen richtigen Tagesablauf mehr. Ich versuche zu meditieren, positive Gedanken heran zu ziehen, es klappt einfach nicht. Gespräche mit anderen helfen nur für den Moment. Habt ihr vielleicht hilfreiche Tipps? Den Kontakt zu meinen Sellenpartner bekomme ich wahrscheinlich auf Grund der Trauer nicht hin, Zeichen gegenüber sehe ich mit Zweifel entgegen obwohl ich eigentlich in der Hinsicht immer offen und feinfühlig war.
Ich danke euch schon mal Gabi
 
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Guten Abend ihr lieben Seelen,
Zur Zeit befinde ich mich in ein tiefes Loch aus Schmerz . Der Verlust meines Herzenmenschen ist so Überdimensional, ich schaffe keinen richtigen Tagesablauf mehr. Ich versuche zu meditieren, positive Gedanken heran zu ziehen, es klappt einfach nicht. Gespräche mit anderen helfen nur für den Moment. Habt ihr vielleicht hilfreiche Tipps? Den Kontakt zu meinen Sellenpartner bekomme ich wahrscheinlich auf Grund der Trauer nicht hin, Zeichen gegenüber sehe ich mit Zweifel entgegen obwohl ich eigentlich in der Hinsicht immer offen und feinfühlig war.
Ich danke euch schon mal Gabi
Was Du fühlst ist normal. Du musst da nicht alleine mit sein. Ich empfehle Dir, Hilfe zu holen bei Menschen, die im Umgang mit Trauernden geschult sind und Erfahrung haben.
Gibt es in Deiner Gegend eine Lebens-und Trauerbegleitung? Ich würde mal im Internet schauen oder beim nächstliegenden Hospiz anfragen.
Von Herzen alles Gute Dir!
 
Ersteinmal mein Beileid zu deinem Verlust. Da ich mich auch gerade in Trauer befinde, kann ich nur sagen, was für mich gilt: Die Trauer braucht Raum. Die Gefühle brauchen Raum.
Man setzt sich doch nur zusätzlich unter Druck, wenn man noch versucht sich positives Denken abzuringen, dort, wo erstmal nur ein tiefer Schmerz und die unbegreifliche Endgültigkeit des Verlustes sitzt.
Es ist ein seelischer Ausnahmezustand.

Gespräche sind gut und wichtig. Wenn man mit den richtigen Menschen spricht, ist das sehr hilfreich. Aber durch den Schmerz kann man nur alleine gehen.

Jeder verarbeitet Trauer unterschiedlich, aber für mich kann ich sagen dass es nur so geht. Und dass man den anderen wieder spürt, kann auch ein wenig länger dauern. Ich bin jetzt an dem Punkt. Vorher war da auch nur ein eiserner Vorhang, der undurchdringlich war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Den Kontakt zu meinen Sellenpartner bekomme ich wahrscheinlich auf Grund der Trauer nicht hin, Zeichen gegenüber sehe ich mit Zweifel entgegen obwohl ich eigentlich in der Hinsicht immer offen und feinfühlig war.

Ich würde nicht versuchen auf Zeichen zu gucken. Sondern auf dich. Was würde dein verstorbener Partner nun für dich wünschen? Bestimmt weißt du es. Und ich kann mir gut vorstellen, dass dir mit der Zeit immer mehr einfällt. Es muss nichts Großes sein. Vielleicht helfen im Alltag Kleinigkeiten.

Was meinst du mit "Du schaffst keinen richtigen Tagesablauf mehr"? - Das musst du auch nicht. Die Bügelwäsche kann auch mal stehenbleiben und wenn die Fenster mal ungeputzt bleiben macht das auch nichts. Vielleicht können dir auch Freunde helfen - nicht nur mit Gesprächen, sondern ggf. auch bei alltäglichen Dingen?
 
Guten Abend ihr lieben Seelen,
Zur Zeit befinde ich mich in ein tiefes Loch aus Schmerz . Der Verlust meines Herzenmenschen ist so Überdimensional, ich schaffe keinen richtigen Tagesablauf mehr. Ich versuche zu meditieren, positive Gedanken heran zu ziehen, es klappt einfach nicht. Gespräche mit anderen helfen nur für den Moment. Habt ihr vielleicht hilfreiche Tipps? Den Kontakt zu meinen Sellenpartner bekomme ich wahrscheinlich auf Grund der Trauer nicht hin, Zeichen gegenüber sehe ich mit Zweifel entgegen obwohl ich eigentlich in der Hinsicht immer offen und feinfühlig war.
Ich danke euch schon mal Gabi
Liebe Gabi,

als meine Mutter gestorben ist war das für mich der Weltuntergang.
Vier Nächte lang war ich im Leichenhaus und habe am offenen Sarg Totenwache gehalten.

Als die Beerdigung vorüber war hatte ich noch am gleichen Tag den Eindruck das meine Mutter wieder zuhause war. Dieses Gefühl war derartig deutlich das ich mich auf dem Sofa nur sparsam auf eine Seite gelegt habe damit meine Mutter neben mir liegen konnte. Ich wusste genau sie ist noch bei mir. Das ging über Monate.

Es wird bei dir, liebe Gabi, sicherlich nicht anders sein. Wenn ein lieber Mensch stirbt, dann ist er nicht wirklich weg, wir können ihn nur nicht sehen oder fühlen weil unsere grobstoffliche Dimension das nicht zulässt. Lasse dich von der Trauer nicht überwältigen dann wirst du bald bemerken er ist noch da.

Noch heute, nach 12 Jahren, spreche ich mit meiner Mutter, auch wenn das Gefühl der unmittelbaren Nähe nicht mehr da ist.

Alles Liebe dir.
Tiefensucher
 
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Ich empfehle dir auch Hilfe zu suchen.
Gerade, wenn du keinen Tagesablauf mehr schaffst. Hier ist die Frage "was heißt es"? Die Wäsche kann auch mal warten und ungebügelt in den Schrank. Wenn du jedoch nicht mal mehr aufstehen kannst (vielleicht nicht mal mehr zur Toilette), die Hygiene völlig fehlt und die Essensreste schon anfangen zu leben - dann such dir Hilfe.
Es ist keine Schande! eine Therapie zu beginnen; sofern es keine Trauerbegleitung gibt. Psychologische Kliniken nehmen Notfälle auf und dürfen dich nicht abweisen, wenn du dort um Hilfe / Aufnahme bittest.
Du musst erst wieder halbwegs klar werden und, ich bin sicher, dann wirst du auch deine Feinfühligkeit wieder erlangen. Aber versteife dich nicht darauf. Erstmal die Trauer generell verarbeiten.
 
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