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Unsere persönlichen Erinnerungen ...

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von KingOfLions, 22. Mai 2018.

  1. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. März 2012
    Beiträge:
    8.548
    Ort:
    Wien
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    Kaum jemand denkt darüber nach. Wir vertrauen bereits seit geraumer Zeit unsere Persönlichen Erinnerungen, mithin unsere persönliche Geschichte, Medien an, die eine sehr kurze Lebensspanne haben.
    Hier einmal ein Vergleich:

    Fotoplatte ............................................. Fotoplatten sind noch aus dem 18. Jhdt. erhalten.
    Papierfotos ........................................... vergilben zwar, sind aber nach über 100 Jahren noch erkennbar.
    Videoband ............................................ wird durch den magnetischen Abdruck des Bandes immer schlechter,
    nach 15-20 Jahren ist eine Bildsynchronisation meistens nicht mehr
    möglich (und dann nur, wenn jährlich konsequent umgespult wird).
    Elektronische Fotos:
    (Selbst-)Gebrannte CD's, DVD ........... maximale Lebensdauer 10-20 Jahre, alle Erinnerungen können

    Speicherkarten, Solid State Disks ...... derzeit unbekannte Lebensdauer, vermutlich um die 30 Jahre

    Wir sehen also, wir verlieren unsere Erinnerungen heute bereits innerhalb einer Generation. Bereits verstorbene Familienmitglieder lernen wir dadurch nie kennen, verlieren den Bezug zu unserer eigenen Geschichte.

    Welche Konsequenzen hat das für unsere Psyche, wenn wir unsere Wurzeln verlieren?
    Welche systemischen Konsequenzen können sich dadurch ergeben?
     
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  2. Tarbaby

    Tarbaby Guest

    Unsere Psyche kann dadurch instabil werden, denn wir sind die Summe unserer Erfahrungen und Erinnerungen, verlieren wir diese, verlieren wir Anteile unseres Selbst. Wir werden zu Lebewesen ohne Vergangenheit, ohne Geschichte und dann wird es schwer sich selber zu definieren.

    Auch wird der Lerneffekt, sich sehr verringern, denn lernen kann man nur aus Erfahrungen und Erinnerungen, verblassen die, verblassen Teile von uns selbst.
     
  3. Garfield

    Garfield Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Dezember 2007
    Beiträge:
    11.856

    Keine, da das einfach die ganz normale Vergänglichkeit ist die zum Leben dazugehört.

    Das Problem ist, dass wir von mündlicher Überlieferung weggekommen sind hin zur Verschriftlichung und jetzt zu den neuen Medien und es daher keine Kultur der mündlichen Überlieferung mehr gibt wie sie in nichtschriftlichen Kulturen üblich ist, wo Überlieferung auswendig gelernt wurde und zB von Barden aber auch Priestern oder Stammesälteren weitergegeben wurde.
     
  4. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    8.548
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    Wien
    Jein, bisher nicht, sondern erst mit den neuen Medien. Also noch nicht einmal 50 Jahre. Die Folgen für die Gesellschaft sind daher heute kaum abzuschätzen.

    ... oder auch in religiöser Form, natürlich. Aber diese Überlieferungen betreffen vor allem die Gesellschaft insgesamt und nicht die einzelne Person. Ist also noch einmal eine andere Qualität, welchen Einfluss es dann insgesamt auf die Gesellschaft haben wird (z.B. im Umgang mit den Alten, aber auch mit dem Alten (überliefertem Wissen und Traditionen, Dingen) ).
     
  5. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Na ja, ich denke da eher an die Bindung, an die Verbundenheit und die Energie die aus dem Familiensystem aus systemischer Sicht kommt.

    Aber Du hast natürlich auch recht damit, dass die Lernzyklen wahrscheinlich instabiler werden, weil der stabilisierende Faktor Vergangenheit und Erfahrung aus der Vergangenheit fehlt. (Sieht man ja heute schon, wie leicht die Leute auf politische Agitation hereinfallen, weil sie Geschichte nicht interessiert oder sie nicht verstehen).
     
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