sturz von brücke...

kalypso

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14. Januar 2004
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somewhere over the rainbow
ich träume immer wieder mal von einer flusslandschaft, ich kann mich an träume in dieser landschaft erinnern, wo ich gespielt, gebadet und gelacht habe. vorgestern nacht träumte ich wieder davon, allerdings diesmal etwas anders :dontknow: :

ich ging spazieren und sah, dass das ufer neu verbaut wurde. es standen viele maschinen herum, auch arbeiter waren da, neue bäume und blumen wurden gepflanzt. es war ein herrlicher tag, das wasser ganz ruhig. plötzlich entdeckte ich eine brücke. sie war ganz neu, strahlend weiß und komplett überdacht. da sah ich eine frau die stufen hinaufsteigen und dachte bei mir, dass ich auch gerne rübergehen wollte.also ging ich die stufen hínauf. innen war es kühl und feucht und irgendwie "düster". ich sah, dass die frau in der mitte stand und nicht weiter ging. doch ich ging weiter bis auch ich in etwa der hälfte der brücke war.plötzlich drehte ich mich um und sah, dass die brücke brach, ich spürte wie sie unter meinen beinen nachgab, ich spürte das fallen und das herabgleiten der decke auf mich. ich spürte wie mir die luft langsam wegblieb, wie beton immer mehr auf mich fiel,wie mein atem stockte und schließlich das wasser, das mich gänzlich umschloss. ich spürte wie ich langsam starb.

da wachte ich mit einem sehr beklemmenden gefühl auf. :(
doch das war noch nicht alles, ich träumte weiter, nachdem ich wieder eingeschlafen war.

ich war in einer fremden stadt, es war aber sicher nicht unsere zeit, vielleicht war es im mittelalter, da viele in derbe leinenfetzen gekleidet waren und es keinerlei fahrzeuge gab. ich stand in einer ecke, beleuchtet von einer fackel. plötzlich griff ich an einen meiner eckzähne und er fiel mir heraus. ich weinte, weil ich den zahn nicht verlieren wollte, aber als ich wieder in meinen mund griff, hatte ich plötzlich alle meine zähne in der hand.

ich wachte auf und dieses dumpfe, beklemmende gefühl war immer noch da. ich rief sofort meinen freund an, ob bei ihm alles in ordnung sei...(was zum glück der fall war). aber was veranlasste mich dazu?

kann mir jemand helfen, was diese träume zu bedeuten haben? :confused:
 
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Eine mögliche Deutung:

Obwohl nichts ganz sicher ist, dass die beiden Träume zwingend was miteinander zu tun haben, vermute ich wie du auch einen inneren Zusammenhang. Alleine schon die Tatsache, dass du selbst automatisch beide Träume in Beziehung zueinander setzt, weist darauf hin, dass du intuitiv die beiden Träume miteinander in Verbindung setzt. Auch das beklemmende Gefühl nach beiden Träumen ist anscheinend dasselbe.

Persönlich glaube ich, dass die Träume sich mit dem Thema Vergänglichkeit, und also im Endeffekt Tod, auseinandersetzen. Im ersten Traum gehst du durch eine dir eigentlich wohlbekannte Landschaft. Doch du bemerkst, dass an ihr die Zeit nicht einfach vorübergegangen ist. Da ist Neues, da ist vor allem Veränderung, es gibt neue Bäume, neue Gebäude usw. Das Alte vergeht und Neues entsteht, so ist der Lauf der Zeit. So ist das Altbekannte gleichzeitig auch Neues und Fremdes für dich, das bringt eine gewisse Unsicherheit mit sich.
Als du dann auf der Brücke steht, stürtzt symbolisch alles ein. Ich glaube, das ist ein wirklich starkes Symbol für den Tod oder zumindest für Angst vor Vergänglichkeit/Veränderung. Brücken schaffen Verbindung, man könnte sagen, die Brücke könnte die Verbindung zwischen dem Alten und dem Neuen, zwischen der Vergangenheit und der Zukunft sein. Das Einstürzen kann wirklich deinen eigenen Tod, das Sterben und das damit verbundene Angstgefühl bedeuten (oder es könnte alternativ ev. auch bedeuten, dass du mit der passierenden Veränderung nicht klarkommst, dir alles über den Kopf hinauswächst und "zuviel wird", bis du schliesslich vom Lauf der Dinge buchstäblich begraben wirst).

Vor allem im zweiten Traum wird das Gefühl der Angst vor der eigenen Vergänglichkeit durch die ausfallenden Zähne noch deutlicher. Hier ist es nicht mehr nur die Vergänglichkeit der Umwelt, die dargestellt ist, sondern die unmittelbare Vergänglicheit des Körpers. In jedem Moment altert unser Körper, unser Leben ist eine langsame Reise in den Tod. "We're all on a highway to death." (Übrigens sind es gerade die Zähne und den Zahnarzt, wo viele Menschen grosse Ängste auszustehen haben, mich eingeschlossen. Aus irgendeinem Grunde habe ich mehr Angst vor Zahnschmerzen als vor einer Lungenentzündung, obwohl diese ja vielleicht sogar gefährlicher ist.)

Das Telefonat mit deinem Freund ist vermutlich eher eine Rückversicherung gegenüber dir selbst. Du versicherst dich, dass du noch gesund und munter und am Leben bist, indem du mit einem Freund sprichst.
 
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