Schlippe und seine Kritiker, ich muss einfach mal ganz offiziell amüsiert lachen !

Dagmar

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Vielleicht kennt ihr die Kritik von Arist von Schlippe ?

Hier:

http://www.syst-strukturaufstellungen.de/schlippe_hellinger.htm


ein Kritiker schrieb ihm dazu:


Von Elch zu Elch

Lieber Kollege v. Schlippe!

Erst jetzt ist mir zufällig Dein offener Brief an Herrn Hellinger in die Hände gekommen.

Gleich eingangs gestehe ich: Ich kenne weder Hellinger, noch seine von Dir kritisierte Lehre. Beides ist mir auch ziemlich wurscht. Deine "systemische Szene" ist mir ebenfalls nicht bekannt. Und auch die ist mir ziemlich egal. In meiner Vorstellung sind wir Psychotherapeuten einzig und vorrangig dazu ausgebildet, in Lebensbedrohung oder Krise geratenen Menschen beizustehen und ihnen möglichst zu helfen. in Deinem offenen Brief kommt aber dieser wirkliche, konkrete Mensch als Patient, Klient oder wie immer er in Deiner "Szene" heißt, überhaupt nicht vor. Du benennst nicht, welchen Schaden dieser Hellinger mit seinem Tun eventuell anrichtet. Du warnst auch Niemanden! Habt Ihr "Systematiker" den Einzelnen so weit aus dem Blick verloren? Sei's drum.

An meinem Psychologischen Institut prangte der weiseste Spruch des Studiums als Graffiti an den Wänden: "Die größten Kritiker der Elche, sind selber welche". Du rückst den Herrn Hellinger in die Nähe des NS. Was ist aber NS? Goebbels hat es kurz und prägnant so ausgedrückt: "Wen interessiert es schon in 500 Jahren, ob Fräulein Schulz heute glücklich ist oder nicht.“ Bezogen auf Deinen entlarvend offenen Brief: Was kümmern Dich die einzelnen Menschen ( geschädigte Patien-ten?), wenn es um die große heilige Sache der Systemischen Therapie geht! Du machst aus Deiner geliebten Lehre gar ein fühlendes Wesen: "Weißt Du, was Du der Systemischen Therapie damit angetan hast“, fragst Du Hellinger. Ich höre sie förmlich schreien, Deine geliebte Therapie, wie sie sich unter Hellingers Missbrauch vor Schmerz windet!

Weil Dir in Deinem offenen Brief die Reinheit und Unbeflecktheit Deiner Lehre über das Schicksal der betroffenen Menschen geht, deshalb bist Du ein Elch und stehst selbst in einer unsäglichen Tradition! Oder kommt in Hellingers Arbeit niemand zu schaden? Dann ist Deine Aufgeregtheit pure Eitelkeit oder "Vatermordgetue“!

Die einzigen Menschen, außer Deiner Lehre, die in dem Brief vorkommen sind Hellinger, Hitler, Du und ein Jude.

Wo es um große und gute Sachen geht, muss ein Jude als Zeuge herhalten. Wer sonst? Ist Dir überhaupt aufgefallen, wie schlecht dieser Zeuge bei Dir wegkommt? Er ist einer, der zwar das Band nicht zu Ende sieht, aber ein Urteil fällt. "So sind sie halt" oder was soll das? Und einmal in Fahrt, beleidigst Du gleich noch die Eltern. Sie sind "polnische KZ-Opfer". Diese Polen; was haben sie nur den Juden angetan. Wäre ich der jüdische Freund, so würde ich mich für diese ganze Alibi-Judenzeugen-schaft mehr als bedanken. Warum meine Wortklauberei? Weil wir uns immer einig waren, dass es beim. Gesamtkomplex "Nationalsozialismus" gerade wegen dem Verschweigen, dem Lügen und der Gefahr durch politische Faktenverdreher (Au-schwitzlüge) in jedem Detail auf extreme Genauigkeit ankommt. Deshalb noch ein


Zweites: Es gab und gibt in Berchtesgaden keine ehemalige Reichskanzlei, in die dieser Hellinger einziehen könnte. Aber was zählt das alles schon, bei Deiner Betrof-fenheit wegen Deiner Systematik!?
So lieber Elch; ein wenig Scham wäre angebracht.
In der Hoffnung, dass Deine Systemische Therapie trotz der Hellingerschen Preisgabe an Lächerlichkeit und Zwielichtigkeit, nicht zu stark erkrankt ist, verbleibe ich von Elch zu Elch

Mit kollegialem Gruß
********************

ich musste sooo lachen !
Das wollte ich dann doch mit euch teilen.
Muss ich die Quelle angeben oder ist das Walter nicht recht ??

Statt Quelle ein Hinweis:
Hm, also alle ca. 100 Briefe die Schlipe so an Reaktionen auf seinen Brief an Bert bekommen hat, sind bei Thies Stahl auf der Seite.

Liebe Grüße Dagmar
 
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Merkur-Uranus

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Mein Gegner
Mein Gegner, das bin ich selbst. Was mir von außen entgegentritt, brauche ich, weil ich nur so, das in mir Verheimlichte in den Blick und das Gefühl bekomme. Wenn ich es bekämpfe, wird das in mir Verheimlichte noch heimlicher und mir als Teil von mir entzogen. Und so macht der Feldzug gegen das, was sich mir entgegenstellt, mich in meiner Seele eng. Ich gerate außer mich in dem besonderen Sinn, dass ich mich von etwas, das mir zugehört, wegbewege. Je mehr ich außer mich gerate und das andere, was mir zuwider ist, bekämpfe, desto mächtiger nimmt es mich im Lauf der Zeit gefangen, mit dem Ergebnis, dass ich mich, je länger desto mehr, mit ihm verbünde und ich am Ende vielleicht mit Schrecken seiner inne werde als ein Teil von mir, ja als ich selbst. Dann komme ich in meinem Gegner zur Besinnung, werde in ihm vielleicht mit mir versöhnt und werde durch ihn erst der Mensch, der ich schon war, doch jetzt geläutert und bescheiden, dem anderen willig gleich.
 

Dagmar

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merkur.uranus

ich weiß, ich finde den auch sehr schön.
danke für die erinnerung !

liebe grüße dagmar
 
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Christoph

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Lieber Merkur-Uranus,

Merkur-Uranus schrieb:
Mein Gegner
Mein Gegner, das bin ich selbst. Was mir von außen entgegentritt, brauche ich, weil ich nur so, das in mir Verheimlichte in den Blick und das Gefühl bekomme. Wenn ich es bekämpfe, wird das in mir Verheimlichte noch heimlicher und mir als Teil von mir entzogen. Und so macht der Feldzug gegen das, was sich mir entgegenstellt, mich in meiner Seele eng. Ich gerate außer mich in dem besonderen Sinn, dass ich mich von etwas, das mir zugehört, wegbewege. Je mehr ich außer mich gerate und das andere, was mir zuwider ist, bekämpfe, desto mächtiger nimmt es mich im Lauf der Zeit gefangen, mit dem Ergebnis, dass ich mich, je länger desto mehr, mit ihm verbünde und ich am Ende vielleicht mit Schrecken seiner inne werde als ein Teil von mir, ja als ich selbst. Dann komme ich in meinem Gegner zur Besinnung, werde in ihm vielleicht mit mir versöhnt und werde durch ihn erst der Mensch, der ich schon war, doch jetzt geläutert und bescheiden, dem anderen willig gleich.

bei allem Dank für die Erinnerung an dieses wichtige Zitat, wäre ich dir dankbar gewesen, wenn du es auch als solches gekennzeichnet und die Quelle angegeben hättest. Es handelt sich um einen Auszug aus Bert Hellingers "Gottesgedanken - Ihre Wurzeln und ihre Wirkung" (Seite weiß ich jetzt nicht auswendig - ich bin grad nicht im eigenen Büro, wo ich das Buch habe) erschienen im Kösel-Verlag 2004.

Gruß
Christoph
 
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