Partnerrückführung einmal anders herum

jackolinio

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Es ist wieder mal so weit, ich kann nicht schlafen, wälze mich nur immer von der einen Seite auf die andere. Bin beim Durchstöbern auf dieses Forum aufmerksam geworden und bin schwer beeindruckt.

Aber zuerst mal Guten Morgen, :morgen:

das Thema Partnerzusammenführung oder Partnerrückführung beschäftigt mich bereits eine geraume Zeit. Auch wenn bei diesem Thema die Meinungen weit auseinander gehen, ist es doch ein breit diskutiertes Thema.
Ich selber möchte keine PRF durchführen lassen, denn ich befürchte, dass man es bereits mit mir macht.
Das ist jetzt mal der umgedrehte Fall.
Mein Freund/Partner und ich, wir haben das Problem, das wir einfach nicht voneinander loskommen. Wir schaffen es aber auch nicht, eine harmonische Beziehung zu führen.
Wenn wir zusammen sind, dann läuft es so ca. 5,6... Monate super und dann kommt es meistens wieder zu einem großen Knatsch und es ist aus und vorbei. (Sollte man meinen, aber das ist es dann doch nicht)
Aus irgend einen Grund kommen dann nach einigen Wochen wieder diese Liebesgefühle in mir hoch und bei ihm ist es scheinbar genauso, denn kurz darauf sind wir wieder ein Paar.
Und das Drama beginnt erneut. Das geht jetzt schon über 4 Jahre so. Ich selber bin auch nicht in der Lage, mich auf etwas Neues in Sachen Beziehung zu konzentrieren, es geht einfach nicht, weil ich ihn einfach nicht aus meinen Kopf bekomme. Kann es sein, das er vielleicht eine PRF durchführen lässt bzw. selber immer wieder etwas mit Magie veranstaltet?? Ich weiß, dass er sehr an mir hängt und sich auch viel mit dem Thema Magie auseinandersetzt.
Kann man das irgendwie heraus bekommen?? Das ganze kostet mich nämlich sehr viel Kraft. Irgendwie liebe ich ihn, aber irgendwie auch nicht. Mein Kopf sagt mir, er ist nicht der Richtige für mich, aber mein Bauch und mein Herz sind da ständig ganz anderer Meinung.
Wer von Euch kann mir da weiter helfen??
Ich selber habe auch schon an eine Familienaufstellung gedacht, kenne sogar jemanden der das wohl super gut macht, jedoch scheue ich mich sehr davor. Denn in meinem Leben ist das bisher noch nicht mein aller größtes Problem, da gibt es nämlich unzählige, angefangen von meinem Verhältnis zu meinen Eltern, über meine Gesundheit, bis hin zu Beruf und Privatleben. Ich habe große Angst vor den Emotionen, die dort hochkommen, weiß auch nicht, ob ich das dann alles verkrafte und auch verstehe und dann damit umgehen kann.
Gibt es denn nicht noch eine andere Möglichkeit das heraus zu finden???
Bzw. kann mir jemand erklären, was mit mir los ist, warum ich so an diesem Sch....kerl hänge, mich nach ihm sehne und doch nicht mit ihm glücklich bin/werde? :(

Vielen lieben Dank für Eure Antworten.
Ciao
Jackolinio
 
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Seelenfluegel

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Hallo jackolinio,

das Problem, dass Du ansprichst, ist sehr haeufig. " mit geht nicht und ohne auch nicht", nenne ich das.

Das passiert in Beziehungen, die in einer Problematik behaftet sind, die dergestalt ist, dass sie auf der Ebene dieser Beziehung in dieser Form nicht einloesbar ist. Gruende dafuer koennen mannigfaltig sein. Die Beziehung tendiert zur Trennung, doch es sind emotionale Anhaftungen, die gleichzeitig diese (moeglicherweise gesunde) Trennung verhindern. Hier ist tatsaechlich willentlicher, progressiver Eingriff gefragt; nur die Richtung dieses Eingriffs, die legt jeder anders aus.

Die Einen kommen mit Trennen gar nicht klar, sie sind dermassen emotional verhaftet, dass sie nicht gewillt sind, den Weg der Trennung zu gehen. Hierbei spielen etliche Gruende, auch Aengste eine Rolle. Diese Menschen haben Angst, sich den Schmerz zu stellen und entscheiden sich lieber, anders zu leiden, in dem sie nicht loslassen. Und sie tun ALLES, um nicht loslassen zu muessen, da wird jedes Mittel recht,

Die Anderen spueren die Destruktion und sind gewillt, sich zu trennen. Ja, die emotionalen Anhaftungen zu durchtrennen kostet Willenskraft und bringt Schmerz, aber wir muessen lernen, auch mit Emotionen, die mit Trauer und Trennung einher gehen, fertig zu werden. Wir koennen vor ihnen nicht wirklich davonlaufen. Auch das Leiden will "gelernt" sein. Man kann auf psychischer, bzw. spirituellen Ebene an dieser Abtrennung arbeiten. Es ist so, wie wenn man sich einer krankhaften Suchtverhaltens entledigt; es geht in Liebe (in Liebe loslassen) und mit der Kraft des Willens.

Ich sage immer wieder: wir bekommen keine Aufgabe, der wir nicht gewachsen sein koennen. Alles, was uns auf unserem Weg begegnet, will aufgenommen, gelernt und integriert werden, unbeachtet dessen, ob es sich um "positive" oder "negative" Aspekte handelt.

Fazit: Beide Wege sind leidvoll: das Trennen, als auch das Nicht-Loslassen.
Wobei ich sage: nicht der Zweck heiligt die Mittel, sondern vielmehr heiligen die Mittel den Zweck.


lg
Chris
 
T

two6

Guest
Ha! ich kann dich genau verstehen, aber ich glaube nicht dass da irgendeine magie im spiel ist, sondern dass ihr beide vielleicht altlasten habt die ihr noch in euch habt und noch nicht verarbeitet habt. deswegen kommt ihr nicht miteinander zu recht. ihr liebt euch und es passt auch super wenn ihr halt eben nicht streitet!

ich bin seit 4 jahren in einer ähnlichen beziehung und momentan ist wieder "schluss" keine ahnung wie lange es diesmal dauern wird bis wir wieder zu einander finden, aber um es FÜR MICH angenehmer zu machen, habe ich angefangen eine therapie zu machen um viele altlasten die nicht mich sondern auch die beziehung und somit auch meinen partner belastet haben zu verabeiten und somit lernen damit umzugehen und loszulassen.

vielleicht solltet ihr euch überlegen warum ihr nicht miteinander könnt und versucht rauszufinden was man daran ändern könnte, da ihr offensichtlich nicht ohne einander könnt.

Ich kenne das, ich kenne das so gut und glaube mir da ist keine magie im spiel, wenn du dir immernoch nicht sicher bist ob da magie im spiel ist oder nicht... FRAG IHN, soviel vertrauen solltest du schon zu deinem partner haben dass du ihn fragen kannst. sag ihm er soll ehrlich zu dir sein wenn er dich liebt.
wenn er dich liebt wird er dich auch gehen lassen und es akzeptieren dass echte liebe nur aus freien stücken geschieht.

aber glaube mir, bei uns ist es bestimmt nicht magie, sondern einfach usere aufgabe aus unseren fehlern zu lernen, von einander zu lernen und zu wachsen. leider erkenne ich das erst jetzt nach den 4 jahren, aber bis man zu dieser erkenntins kommt dauert es eben so lange wie es dauert und lieber zu spät als nie und man ist sowieso ständich in einem lern prozess.
grüsse!
 

Lotusz

Sehr aktives Mitglied
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10. Oktober 2002
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3.338
Hallo Jackolinio

...da gibt es nämlich unzählige Probleme, angefangen von meinem Verhältnis zu meinen Eltern, über meine Gesundheit, bis hin zu Beruf und Privatleben

Das ist für mich der Schlüssel. Du hast es eigentlich selber recht gut erkannt. Natürlich kann man auf psychologischer Ebene oder durch Familienaufstellung einiges an Problemen offenlegen und therapieren. Das wäre vielleicht einen Versuch wert.

Vielleicht aber sind Autogenes Training, Meditation oder Yoga ein besserer Ansatz. Mir persönlich sind die letzten drei Methoden angenehmer.

Alles Liebe. Gerrit
 
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Eberesche

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14. Mai 2004
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2.176
Ort
vielleicht ein bisschen näher dran
jackolinio schrieb:
... Ich selber habe auch schon an eine Familienaufstellung gedacht, kenne sogar jemanden der das wohl super gut macht, jedoch scheue ich mich sehr davor. Denn in meinem Leben ist das bisher noch nicht mein aller größtes Problem, da gibt es nämlich unzählige, angefangen von meinem Verhältnis zu meinen Eltern, über meine Gesundheit, bis hin zu Beruf und Privatleben. Ich habe große Angst vor den Emotionen, die dort hochkommen, weiß auch nicht, ob ich das dann alles verkrafte und auch verstehe und dann damit umgehen kann.
...

Vielen lieben Dank für Eure Antworten.
Ciao
Jackolinio
Hi Jackolinio,
du kannst eine Aufstellung versuchen. Mir persönlich hat eine weitergeholfen (allerdings habe ich gleichzeitig auch eine 2-jährige Therapie gemacht). Ich habe meinen Partner erst bei dieser Aufstellung richtig kennengelernt. Weil ich dort sein wahres Ich sehen konnte. Und das hat mir vieles erleichtet. Es kommt darauf an ob du eine für die Gegenwart oder eine für die Vergangenheit machst (entscheidet sich während der Aufstellung) wobei ich denke, daß die Letztere auf alle Fälle bedeuten emotionaler ausfallen wird. Es kann mächtig anstrengend werden, aber wenn du einen Guten kennst, wir er dich auch gut leiten. Ich hatte eine für die Gegenwart und sie kam ein halbes Jahr danach zum Wirken. Ich bin auch am überlegen ob ich noch eine für die Vergangenheit mache, aber da habe ich eigentlich auch die gleichen Bedenken wie du.
Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.
LG Tarot
 
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