Mit der Seele im Einklang sein

Achtsamkeit ist im Idealfall die logische Steigerung von Aufmerksamkeit, denn wie kann ich auf etwas achten, wenn ich vorher nicht darauf aufmerksam wurde?
Das ist ein guter Gedanke

Was mir auffällt ist, dass Achtsamkeit etwas zu tun hat mit "achtsamer Umgang" also man geht mit diesem oder jenem achtsam um, es is ein eher aktiver Prozess, während die Aufmerksamkeit kann nicht verbunden werden mit "aufmerksamer Umgang" da die Aufmerksamkeit einfach nur ein wacher, aber passiver Zustand ist und kein Prozess.

LGInti
 
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Das Zentrum wird nicht gemacht, es IST. Sonst wäre es kein Zentrum.
Ein anderer Gedanke dazu: Das Zentrum ist nicht das Ganze, sondern das Zentrum ist die Mitte von etwas Größerem, also ist das Zentrum nicht das Eigentliche, sondern nur die Mitte des Eigentlichen. Und nun zum "Eigentlichen", das wir vielleicht Gott nennen können. Wenn es ein Zentrum gibt, dann gibt es auch eine Peripherie und wo eine Peripherie ist, gibt es auch Grenzen, sonst würde man es nicht Peripherie nennen. Wenn dieses Eigentliche/Gott aber begrenzt ist, dann entspricht es nicht dem was Gott für mich ist, der ist für mich unberenzt und steht auch dem Unendlichen des En soph entgegen.

Und bitte seht das jetzt nicht als eine rationale Spitzfindigkeit, die man abhaken kann, sondern als Betrachtungsmöglichkeit.

LGInti
 
Ein anderer Gedanke dazu: Das Zentrum ist nicht das Ganze, sondern das Zentrum ist die Mitte von etwas Größerem, also ist das Zentrum nicht das Eigentliche, sondern nur die Mitte des Eigentlichen. Und nun zum "Eigentlichen", das wir vielleicht Gott nennen können. Wenn es ein Zentrum gibt, dann gibt es auch eine Peripherie und wo eine Peripherie ist, gibt es auch Grenzen, sonst würde man es nicht Peripherie nennen. Wenn dieses Eigentliche/Gott aber begrenzt ist, dann entspricht es nicht dem was Gott für mich ist, der ist für mich unberenzt und steht auch dem Unendlichen des En soph entgegen.

Und bitte seht das jetzt nicht als eine rationale Spitzfindigkeit, die man abhaken kann, sondern als Betrachtungsmöglichkeit.

LGInti
In der Genesis wird beschrieben, wie Adam und Eva sorglos und glücklich im Paradies lebten. Zu dem bekannten Menschen als Ebenbild Gottes fehlte also nur noch die Erkenntnis, um gottgleich zu sein. Wie allseits bekannt, konnten die beiden diesem Wunsch nicht widerstehen, also naschten sie von den Früchten der Erkenntnis.

Was hatte ihnen das aber genützt, sie wurden nicht glücklicher – im Gegenteil. Sie verloren damit die Unsterblichkeit, wurden aus dem Paradies verbannt und mussten nun ein mühsames Dasein fristen.

Damit wird deutlich, dass nicht ein Mehr an Erkenntnis ins Paradies führt, sondern ein Mehr an Menschlichkeit. Wem würde es nützen oder was könnte sich für ihn verändern, wenn meine verklärte Seele irgendwo in der Ewigkeit neben Gott auf einem Sofa säße?

Bei unseren Mitgeschöpfen ist die Erkenntnis sicherlich weniger oder nur rudimentär dominant und dennoch sind sie mit Leben erfüllt und verfügen über ein Wesen. Sind sie Mangels an Erkenntnis also weniger glücklich? Sollte es hier nicht um den Einklang mit der Seele gehen und weniger um den Einklang mit der Erkenntnis?

Ich fürchte fasst, dass wir als vergeistigtes Wesen völlig nüchtern und emotionslos als Androiden auf dem Weg in die Zukunft sind. Zumindest mit der Sprache scheinen wir ja schon einmal ein gutes Stück vorangekommen zu sein. Mich erinnert das an den Androiden Lt. Data von der Enterprise, der auch immer auf der erfolglosen Suche nach den Gefühlen und Emotionen war.


Merlin
 
da die Aufmerksamkeit einfach nur ein wacher, aber passiver Zustand ist und kein Prozess.
Die Seele, verstanden als Aufmerksamkeit, ist immer lebendig und daher immer aktiv.
Selbst das berühmte Nichtstun ist ein aktiver kommunikativer Ausdruck, der Anderen zeigt ”Ich will vorübergehend in Ruhe gelassen werden.“
 
Anschaulich gesagt ließe sich sagen:

Der Unterschied zwischen Aufmerksamkeit zu zielgerichteter Achtsamkeit ist gleichbedeutend mit dem Unterschied zwischen der Fähigkeit des Malens zu bestimmten zielgerichteten Malstilen (wie z.B. dem des zeitgenössischen Surrealismus). Die Fähigkeit des Malens ermöglicht sämtliche Malstile, so wie die Aufmerksamkeit sämtliche zielgerichteten Achtsamkeiten ermöglicht.

Oder noch eine Analogie:

Moderne Taschenlampen ermöglichen mit dem vorderen Teil, an dem das Licht austritt, ihn zu drehen und es so in einem eng fokussierten Strahl auf etwas ganz Konkretes zu richten. Das entspricht einer zielgerichteten Achtsamkeit. Jedoch das, was die Taschenlampe einschaltet, ist Aufmerksamkeit.

Das, was mich jeden Morgen aufwachen lässt, ist noch keine Achtsamkeit, sondern Aufmerksamkeit.
Denn ich muss ZUERST aufwachen, um anschließend achtsam und mit irgendwas in Einklang sein zu können. Vorher geht das nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ich kann sagen was die Seele nicht ist:


Die Seele ist kein Element aus dem Periodensystem,
so wie man sagt 1 Wasserstoff (H)

oder

2 Helium (He),
13 Aluminium (Al),
15 Phosphor (P),
17 Chlor (Cl).

Auch nicht ein Gemenge wie S C H (Also, S Schwefel [16], C Kohlenstoff [6] und H Wasserstoff [1]),
welches nur aus in sich abgeschlossenen Elementen besteht.
Sonst könnte man vielleicht glatt behaupten die Seele ist aus Gold und Silber.
Ergo Au [79] und Ag [47).

Wie klingt es wenn Gold auf Silber schlägt?

Aber letztlich ist das Leben,
unter Druck und Temperatureinflüssen,
aus einer Summe dieser Lotteriezahlen entstanden,
und somit auch die Seele.

Und ja, sie kommt von den Sternen, aus dem All.
Wenn sie zurück möchte, bedeutet das nicht den Rückflug ins Universum,
sondern viel mehr in die geordnete Funktion und Struktur der Materie …


„Aus Staub bist Du, und zu Staub kehrst Du zurück.“


Nebenbei bemerkt,
ist hier die verwendete Parabel,
von Adam, Eva und Abel,
mit der Frucht erklärt.



… ein :)

-
 
Und ja, sie kommt von den Sternen, aus dem All.
Wenn sie zurück möchte, bedeutet das nicht den Rückflug ins Universum,
sondern viel mehr in die geordnete Funktion und Struktur der Materie …

Das unterscheidet meiner Meinung nach das menschliche Leben mit seinem Steuerungssystem SEELE,
von jeder beliebigen künstlichen Intelligenz,
nicht die noch eventuell fehlende Programmierung der emotionalen Funktionen,
wie gar nicht so selten als Argument verwendet,
charakterisiert das menschliche System,
sondern das Wechselspiel von der Ordnung in der Materie,
mit der willkürlichen Unterbrechung selbiger,
zu dem wir LEBEN sagen

und ein (y)

-
 
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Beitrag aus #270
Das Zentrum wird nicht gemacht, es IST. Sonst wäre es kein Zentrum. Im Beitrag über Ain Sof wird beschrieben wie ein Zentrum entstand und wie es dann emanierte gleichmässig in alle vier Winde...

Ain Soph und das Gottes-Urlicht
Ain Soph ist in der kabbalistischen Mystik das Grenzenlose, das schon den griechischen Naturphilosophen als Apeiron bekannt war. Aber erst die weisheitsvolle Erfassung des Urlichtes (Ain Soph Aur), das eine Ausfliessung Gottes ist, hat zur Erkenntnis geführt, dass aus dem Urlicht Gottes die Schöpfung allen Seins, also auch die Schöpfung des Menschen entstanden ist. Dies betrifft nicht den menschlichen Körper, der aus der Evolution entstanden ist, sondern betrifft die menschliche Seele im menschlichen Leib. Die Kabbala geht davon aus, dass die weitere Entfaltung der Seele im Menschen in Form eines Lebensbaumes stattgefunden hat, wie dies ja auch aus vielen anderen Kulturen bekannt ist.

Die Kabbala und der Einklang mit der Seele
Der kabbalistisch-sephirotische Lebensbaum im Menschen ist aus diesem Gottes-Urlicht und seiner Entfaltung in 7 Stufen mit 10 inneren Orten der Meditation und Kontemplation entstanden, immer weiter hinab aus den bewussten in die unbewussten Sphären des menschlichen Seins. Hieraus zu schliessen, das Unbewusste sei tierich und nur triebhaft und daher abzulehnen, ist ein Fehlschluss. Denn erst durch diese grosse Verzichtesleistung Gottes kann neues Leben schöpferisch entstehen.
Nach der Kabbala hat der Mensch die Aufgabe, sich aus der triebhaften Unbewusstheit der Seele durch Wandlung und Transformation wieder emporzuarbeiten zum Licht Gottes in der eigenen Seele.

In Einklang zu kommen mit der eigenen Seele ist daher nicht wie das Anknipsen eines Schalters, sondern ein stufenweises Hinaufarbeiten zum Licht. Dies ist aus anderen Kulturen bstens bekannt, wie z.B im Achtfachen Pfad des Buddha und in den sieben Lotosblumen-Bewusstseinszentren, die ich in meiner Schrift 'Seins-Prinzipien' beschrieben habe. Dieses Emporarbeiten zum Licht ist ein Einweihungsweg, nicht in den Kreisen von Kirchen und deren Repräsentanten, sondern ein innerseelischer Einweihungsweg, in Einklang zu kommen mit dem inneren Licht Gottes in der eigenen Seele.
Zum Einklang empfehle ich, das GAYATRI Mantram zu verinnerlichen

GAYATRI Mantram, das Mantram, das den Tod überwinden hilft


Es geht also darum, zunächst einmal selbst festzustellen und zu erkennen, wie weit man selbst auf diesem Wege bereits vorangeschritten ist und wo man ansetzen muss, um sich selbst weiter hinaufzuarbeiten ins Licht

Alles Liebe
 
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