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Meine rechte Gesichtshälfte tätoviert

Dieses Thema im Forum "Träume" wurde erstellt von Eiwa, 3. Mai 2021.

  1. Eiwa

    Eiwa Sehr aktives Mitglied

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    Ich habe geträumt, dass ich mich im Spiegel betrachte und das rechte Gesichtshälfte war tätoviert.
    Ich dachte mir, ja, es ist wunderschön, aber warum habe ich mir das angetan - und wünschte mir ich hätte es gelassen.

    Und dachte mir, indem ich den Kopf hin und her bewegt habe "entweder sieht man mein richtiges Gesicht oder mein tätoviertes, je nachdem man aus welcher Blickwinkel mich betrachtet.
     
  2. Renate Ritter

    Renate Ritter Sehr aktives Mitglied

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    Und was hast du dir selbst mit diesem Traumbild gezeigt? Dass es zwei Seiten gibt von dir, die nicht so recht zusammen passen, weil der Betrachter jedes Mal ganz was anderes zu sehen bekommt.

    Im realen Leben stellt eine Tätowierung eine Botschaft dar an seine Mitmenschen. Meist möchte man sich einfach nur mehr interessant machen mit so bildlichen Darstellungen.

    Im Traum war das wohl nicht der Fall. Du warst sozusagen aus Versehen tätowiert. Und das meint, dass du wohl ein reales Erlebnis hattest, eine Erfahrung machen musstest, auf die du im Nachhinein lieber verzichtet hättest. Diese Erfahrung aber hat dein Selbstbild, deine Selbstwahrnehmung verändert. Das ist dir in der Realität gar nicht so bewusst. Und eben deshalb hast du es dir nun mal im Traum gezeigt.

    Es gibt zwei Seiten in deiner Seele, sage ich mal. Und die passen wie gesagt nicht so recht zusammen.
    Es wäre dir lieber, du hättest nur die Seite in deiner Selbstwahrnehmung, die nicht gekennzeichnet, nicht markiert ist, denn das ist eine Tätowierung ja.
     
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  3. Eiwa

    Eiwa Sehr aktives Mitglied

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    @Renate Ritter Wow! du bist gut!

    Es gibt tatsächlich etwas, was mich ziemilich gezeichnet hat und eine wahrscheinlich lebenslang bleibende Veränderung in mir hervorgerufen hat - und ich wünschte, es wäre nicht passiert. Zumindest nicht so, wie es passierte -
    Ich habe diese Veränderung in mir wahrgenommen - in dem Augenblick, als es passierte, sie ist präsent, wird auch permanent bleiben - genau wie eine Tätovierung.

    Wie ich an den Traum zurückdenke, war diese Tätovierung auch auf die andere Gesichtshälfte, über meinem Stirn und Kinn hinübergegangen - also an mein wahres Gesicht auch übergegriffen.
     
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  4. Renate Ritter

    Renate Ritter Sehr aktives Mitglied

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    Eiwa, was immer du da mit dir herumträgst unsichtbar, man kann so was loswerden. Das meint, man muss sich nicht fremdbestimmen lassen von unliebsamen Dingen...
     
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  5. Eiwa

    Eiwa Sehr aktives Mitglied

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    Nein, kann man nicht mehr. Es ist nichts Fremdbestimmtes - es ist eine Fehlerkorrektur, wie mein Denken, Fühlen, Leben bisher war, die zu spät erfolgte - und ich daran noch knabbere, da man die Zeit nicht mehr umkehren kann - leider.

    Es ist ein riesen-"hätte-ich-bloß-das-früher-gewusst"-Wahnsinn zur Zeit. Vielleicht wäre es genauso gekommen, wenn ich es anders gemacht hätte und vieleicht auch nicht - aber das werde ich nie wissen, da ich es nicht ausprobiert habe und meine Mutter ist tot. Mir kam die Erkenntnis, als sie gerade starb - die Zeit ist grausam.
    Man soll sie gut, vor allem in Liebe verbringen....immer, egal, was die Umstände sind.
    Wenn es weh tut, sagen, danach wenigstens dem anderen die Möglichkeit geben, sich zu ändern, statt weggehen aus Selbstschutz, weil man aus Blindheit des Schmerzes keine andere Möglichkeit geseshen hat.

    Meine Mutter hat mich ein anderes Mal im Traum besucht. Sie war sehr traurig. Sie hat viele Fehler gemacht, sie hat mich schwer missbraucht. Trotzdem war sie der wichtigster Mensch in meinem LEben. Das weiß ich erst jetzt.
    Ich habe an ihrem Sterbetett geschworen immer zu lieben, nie jemandem länger als 1 Stunde böse zu sein und danach darüber zu reden, falls mir jemand weh tat. Es ist nicht immer leicht, ich arbeite dran....

    Ich denke so oft, vielleicht wäre alles anders gewesen - wenn ich ihr jemals gesagt hätte, dass ich Umarmungen brauche - sie konnte z.B. nicht umarmen. Ich glaube, sie war authistisch, sie hatte auf jeden Fall eine Borderline-Diagnose. Ich hatte angst vor ihr, als sie lebte - jetzt, wenn ich nur jemanden sehe, die so aussieht, wie sie, sich so bewegt usw. kommen mir die Tränen - zu spät...
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Mai 2021
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  6. Renate Ritter

    Renate Ritter Sehr aktives Mitglied

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    Eiwa, das liest sich doch sehr nach Schuldgefühlen und Selbstanklage.

    Für misshandelte oder missbrauchte Kinder ist nicht der Missbrauch das Schlimmste, es ist die Folge davon. Nämlich, dass das Kind seine natürliche Liebe zu den Eltern nicht mehr zeigen kann. Es muss dieses Gefühl tief in seinem Herzen vergraben und dann fest den Deckel draufhalten. Es muss vor sich selbst verleugnen, dass es seine Mutter/Vater – eigentlich – liebt.

    Das ist der wahre Schmerz. Und der wird größer, wenn die Eltern nicht mehr leben, dann wird der Fakt, dass es den Eltern seine Liebe niemals zeigen konnte, unerträglich. Nicht die Misshandlungen und was sonst so vorgefallen war sind das, woran das erwachsen gewordene Kind leidet. Es ist die Erkenntnis der eigenen nie erloschenen Liebe zu den Eltern, die nun nicht mehr ausgesprochen, nicht mehr gezeigt werden kann.

    Aber, Eiwa, schuldig bist du an gar nichts. Schon gar nicht daran, dass du deiner Mutter deine Liebe nicht zeigen konntest.
    Eiwa, ich weiß ja nicht, was du glaubst, was nach dem Tod so kommt oder ob da überhaupt noch was kommt. Also ob deine Mutter heute noch existiert irgendwie und irgendwo in einem Jenseits...
    Aber lass dir trotzdem sagen, deine Mutter liebt dich ebenfalls sehr, und dort, wo sie jetzt ist, kann sie das vor sich selbst voll und ganz ausdrücken. Sie war – wahrscheinlich – schon oft bei dir und hat versucht, dir ihre Liebe nahe zu bringen als Botschaft für dich.

    So wie du schreibst hast du deinen Frieden gemacht mit ihr. Mach auch Frieden mit dir selbst. Du hast dir nichts vorzuwerfen, auch wenn du mit dem heutigen Wissen manches anders gemacht hättest. Kein Kind hat die Aufgabe, die Fehler der Eltern auszugleichen.
     
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  7. Eiwa

    Eiwa Sehr aktives Mitglied

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    So habe ich das noch nie gesehen. Es stimmt, wenn ich nachdenke.

    mwine Mutter, als sie noch lebte, zeigte mir ihre Liebe, wenn uch nicht da war. Sie schrieb mir wunderschöne Briefe, ich dachte "oh, sie liebt mich!" ich freute mich, rannte tu ihr, nur damit sie mich dann wieder missbrauchen konnte. Ich habe die Hoffnung verloren, weggegangen, sie aus meinem Leben geschnitten. Bis ich angerufen wirde, dass sie im Sterben liegt. Ich ha e so viele Jahre mit ihr versäumt, die mir jetzt leid tun und fehlen, die sind unwiederbringlich! Ich weiß nich, wie ich mir das verzeihen soll.

    Ich hatte komische Träume mit ihr.
    Ei mal kam sue u d kämpfte mit mir, sie hielt meine Arme hinuntergedrückt.
    Ein anderes Mal kam sie, sie sah sehr traurig aus, ging in ein Haus. Es hieß ich soll noch nicht kommen, erst, wenn sie es sagt. Ich glaube, sie nimmt es mir immer noh übel, dass ich den Ko takt zu ihr abbrach. Ich musste es, sonst hätte ich mih sepbst getötet aus Angst und Verzweiflung von ihr. Wenn man die Angst, die man spürt, nie ausdrückt, wird sie größer und ü erwältigt einen.
     
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  8. Renate Ritter

    Renate Ritter Sehr aktives Mitglied

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    Eiwa, für mich sind deine Riesenschuldgefühle nicht nachvollziehbar.
    Sie hat dich missbraucht, und das mehrfach.

    Eine Mutter, die ihr Kind missbraucht, hat selbst einen Psycho-Schaden, und zwar einen großen. Das heißt, sie hat dich kaputt gemacht, seelisch.
    Bemerkt hat sie das in jedem Fall. Aber es war ihr entweder egal oder sie hat es sehr wohl verstanden und genossen. Denn wenn es dem Kind schlechter ging als ihr, dann hat sie sich selbst leichter gefühlt.
    Nur dass diese Erleichterung nicht lange vorhielt. Der Missbrauchsvorgang musste also immer und immer wieder neu geschehen.

    Was anderes als weggehen konntest du machen?

    Die „Liebes“-Briefe, die sie dir geschrieben hat, drücken einfach aus, wie dringend sie dich brauchte, um an dir ihren Psycho-Schaden abreagieren zu können. Denn dass sie selbst einen Schaden hat, das war ihr bewusst, zumindest manchmal. Daran hat sie selbst auch gelitten... aber sie hatte ja dich........

    Die vielen Jahre, die du mit ihr versäumt hast .... du verklärst das ein bisschen für dich. Wahrscheinlich meinst du, du hättest in diesen Jahren eine intakte Beziehung zu ihr aufbauen können, wo ihr euch gegenseitig eure Liebe hättet zeigen können.

    Du liebst deine Mutter, ich sagte es schon. Und dieses Gefühl konntest du nie rauslassen. Im Gegenteil, du hast es jahrelang vor dir selbst verborgen.
    Du würdest gern einen, wenigstens mal einen Moment mit deiner Mutter haben wollen, wo du – und natürlich auch sie – eure innerseelische Verbundenheit ausdrücken konntet.
    Und weil du weggegangen bist, konnte es diesen Moment nicht geben.
    Das redest du dir selbst ein als deine Schuld.

    Mach deinen Frieden mit dir.
    Deine Mutter hatte ihr seelisches Problem. Niemand hat ihr geholfen, sie musste damit leben und sterben.
    Sie hat etwas von diesem seelischen Schaden an dich weiter gereicht. Das gestehe dir mal ein.

    Aber du, Eiwa, bist in der Lage, dir selbst helfen zu können bzw. dir helfen zu lassen.
    Und das geh mal an, und zwar für euch beide. Wenn du für die weiteren Jahre deines Lebens deine seelische Gesundheit pflegen und erhalten kannst, dann machst du das für euch beide. Für dich und deine Mutter mit. Auch wenn dir das jetzt nicht verständlich erscheint.

    Aber Selbstanklage und schlimmer eine irrationale Schuld, die nie mehr abgetragen werden kann, sind pures Gift dafür.
     
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  9. Eiwa

    Eiwa Sehr aktives Mitglied

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    @Renate Ritter deine Klarsicht ist WOW!

    Ich bin heute so aufgewacht, dass ich verstanden habe was die Tätovierung auf meinem Gesicht bebdeutet: Opfersein. Anerzogenes Schuldslamm und Opfersein.

    Ich habe schon länger darüber nachgedacht, warum mein Leben nicht so funktioniert, wie es sollte. Warum ich nicht so vorankomme, wie es sein sollte. Auch in der Arbeit.

    Meine Laborchefin, die alle, die mit mir gleichzeitig anfingen und sogar einige, die viel später anfiñgen, machte zu Teamleitern. Ich war nur normale Arbeiterin, obwohl ich wirklich gut bin und mir andauernd Arbeiten anvertraut sind, die höchste Genauigkeit verlangen, werde ich immer gefragt. Auf jeder Liste, die solche Arbeitskraft verlangen, bin ich die erste in der Abteilung.
    Trotdem kam, noch bis vor Kurzem die Laborchefin, sehr oft, wenn etwas passierte zu mir und schrie mich an. Auch, wenn es nicht meine Schuld war. Ich dachte irgendwan " die ist, wie meine Mutter!" Sie hat damit zum Glück aufgehört. Dass ich nicht Teamleiter geworden bin, ist auch besser, im Nachhinein, denn jetzt habe ich un ein neues, jetzt entstehendes Team gewechselt, wo die Arbeiten höchste Genauigkeit verlangen. Auch andere wollten hin, wurde nicht genehmigt. Dadurch, dass es ein kleines Team sein wird und die Arbeit nicht so akkut ist, wie im alten Team, rechne ich damit, dass die Nachmittags- und Nachtschichten wegfallen. Eine der Teleitern wollte auh wechseln. Die war auch immer sehr genau. Wurde nicht erlaubt, weil sie Teamleiterin ist.

    Ich habe Sorgenfalten am Stirn, sogar wenn ih gut gelaunt bin. Immer. Sie stören mich, weil sie meinen Gesichtsausdruck leidend und zornig machen. Das bin ih nicht mehr. Leidend schon noch, aber das gebe ich jetzt ab. Jetzt, wo meine Mutter tot ist, gebe uch das ab. Auch das, vielleicht hauptsächlich das, das Opfersein hat mich bisher zurückgehalten...meine Tätovierung, weil ich das internalisiert habe und das ist nicht das, wasbich bin.

    Danke @Renate Ritter, du hast mir sehr geholfen.
     
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