Huna-Frage (Beziehung)

M

Maxxine

Guest
Hallo,

habe ein ärgeres Beziehungsproblem mit meinem Mann, er hat sich auf Zeit getrennt um nachzudenken ob die Ehe weiterführen kann /will. Die Schuld an allem hat er einzig und allein mir zugeschoben, er ist das "arme Opfer". Jetzt ist er anscheinend fertig mit Nachdenken und will zurückkommen. Morgen will er wieder einziehen und ich bin froh darüber, unsere kleine Tochter (die sehr den Papa vermisst hat) auch.

Problem ist nur daß er anscheinend nicht von seiner "Opferrolle" runtersteigen will/kann. In einem offenen Gespräch gestern hat er zwar so gesprochen, aber nach zwei Telefonaten mit ihm heute ist mir klar geworden, daß er mir noch immer die Schuld zuschiebt und schmollt. .

Wie gehe ich auf "Huna-Art" am besten damit um? Vor allem mit meinem Ärger über seine Unreife habe ich schwer zu kämpfen..

Wäre froh über einen Rat

Vielen Dank
Maxxine
 
Werbung:

ChrisTina

Sehr aktives Mitglied
Registriert
30. Juli 2003
Beiträge
5.321
Ort
Himmelreich des Ortes, wo die Götter Schach spiele
Hi Maxxine,

indem du ihn zugestehst, dass er so ist wie er ist - und ihn gerade deswegen liebst. Wenn du ihn nur wegen der Tochter zurück willst - wie viel Chance gibst du selbst dieser Beziehung?

Frag dich mal:
Was willst du wirklich?
Was wäre, wenn er sich ganz sicher nicht ändert?

Du schreibst:
Die Schuld an allem hat er einzig und allein mir zugeschoben, er ist das "arme Opfer"
......
Problem ist nur daß er anscheinend nicht von seiner "Opferrolle" runtersteigen will/kann
......
aber nach zwei Telefonaten mit ihm heute ist mir klar geworden, daß er mir noch immer die Schuld zuschiebt und schmollt
......
Vor allem mit meinem Ärger über seine Unreife habe ich schwer zu kämpfen.

Was ist mit dir?
Bist du in deinen Augen das Unschuldslamm?
Wenn er in der Opferrolle ist - welche Rolle gestehst du dir zu?
Wenn er unreif ist - was bist du?

Egal, was man über Bert Hellinger denkt - aber eines hat sich bisher immer wieder in Aufstellungen - und auch in Coaching-Sitzungen - gezeigt - es gibt in gescheiteren Beziehungen nur eine Chance für einen echten Neubeginn der Beziehung als solche - wenn sich beide wieder in einander verlieben können - denk mal drüber nach.

Und betreffend Huna-Art kann ich dir nur ALOHA ans Herz legen:

Lieben heißt, glücklich sein mit ........ (hier kannst du meine oben zitierten Sätze einsetzen)
und

MAKIA - Energie folgt der Aufmerksamkeit
Du allein bestimmst, auf welchen Fokus du deine Aufmerksamkeit richtest - auf das, was er in seiner Opferrolle *falsch* macht - oder darauf, wie ihr eure Beziehung wieder zu einer Beziehung machen könnt.

Es gibt bei den Kahunas eine *Schlichtungstechnik für Streitfälle* welche meiner Erfahrung nach auch sehr gut auf Beziehungsprobleme angewandt werden kann.

Es gibt 2 Kontrahenten und eine Art Moderator = HAKU, die Zeremonie wird unter Beisein der ganzen Sippe abgehalten, damit wirklich jeder alles selbst mit erleben kann.

HO'OPONOPONO - ich zitiere aus Magie im Management von Eva Ulmer-Janes:
Der HAKU fragt den Kontrahenten A, was er bereit ist beizutragen, um den Konflikt zu lösen. A macht ein Angebot. Danach fragt der HAKU den Kontrahenten B, wie sein Vorschlag aussieht. Und so weiter und so fort ......
Sie sehen schon, es geht grundsätzlich nicht um das Gegenüberstellen verschiedener Sichtweisen der Entstehungsgeschichte, um das Herausfinden einer "objektiv" richtigen Darstellung der Vergangenheit, daher haben zum Beispiel auch Zeugenaussagen keine Wichtigkeit.
Damit würde nur mentale Energie in die falsche Richtung gelenkt. Gemäß der hawaiianischen Philosophie wird ein Problem im Hier und Jetzt als das, was es in eben diesem Hier und Jetzt ist, anerkannt und dann alle Kraft für das Lösen diees Problems verwendet.
 
Werbung:
M

Maxxine

Guest
Hallo Christina,

danke - du hast mir mal wieder viel Stoff zum Nachdenken gegeben. Was ich will: ich will das wir eine neue Art von Beziehung zueinander aufbauen können, das wünsche ich mir am meisten. Eine wo nicht der Kampf zwischen uns im Vordergrund steht (den will ich nicht mehr) sondern ein liebevolles Miteinander.
Mir ist gleichzeitig auch sehr klar daß ich/wir das nur erreichen können wenn ich mich ändere, er wird das von alleine nicht können. Und ich bin mir sicher das mir gelingt ich bin auf dem besten Wege dazu...
Ich sehe mich nicht ausschließlich in der Täterrolle, auch nicht in der Opferrolle (die mochte ich noch nie). Was ich mir vorwerfen kann ist daß ich ihn nie so akzeptiert habe wie er ist und das ist wahrscheinlich die erste und wichtigste Vorausssetzung für eine Liebesbeziehung.

Diese Schlichtungstechnik klingt sehr interessant und hilfreich, aber wenn ich darüber nachdenke finde ich im Moment nichts was ich "geschlichtet" haben müßte..
Interessanterweise wird es für mich von Tag zu Tag unwichtiger "was war" - MAKIA ist für mich momentan das Wort schlechthin...

Liebe Grüße
Maxxine
 
Oben