Das verstehe ich.
Ich warte jetzt erst mal ab, denn den Sender wird er auch nicht ewig mit sich herumschleppen.
Die Befestigung samt Sender wird - wie es bei Walen üblich ist - vermutlich in ein, zwei Jahren aus der Haut rausgewachsen sein und daher abfallen.
Sofern er noch lebt.
Es würde mich übrigens nicht wundern, wenn weitere Walforscher zwischenzeitlich auch noch Zugang zu den Daten erhalten und daher in Zukunft auch Informationen zu Timmys Verbleib veröffentlicht werden, die von Wissenschaftlern abgenickt werden.
Wer hat momentan überhaupt verwertbare Infos?
Aber wie gesagt, nach dem ganzen Hype um diesen Buckelwal, muss sich die Öffentlichkeit erst mal wieder beruhigen.
Geduld ist gefragt.
Ja, inklusive der Möglichkeit, dass wir gar nichts mehr von Timmysehenund hören werden, weil er eben schon tot ist oder bald sterben wird.
Das hoffe ich auch.
Darum bete ich, ehrlich gesagt! Der Typ ist mir auch ziemlich suspekt ...
Und ich denke solche Typen wie er haben das meiste Chaos in der Aktion ausgelöst.
Ich denke, max. eine Woche ist ein guter Richtwert, natürlich in Abhängigkeit vom Gesundheitszustand des gestrandeten Wals.
J. Wallace war ja der Meinung, dass man so einen Wal spätestens nach 4-5 Tagen aus seiner misslichen Lage befreit haben sollte.
Es sollte meiner Meinung nach mindestens die Zeit bestehen, dass ein qualifizierter Tierarzt anreisen und den Wal anschauen kann, sowie auch dass jemand wie Ingrid Visser gegebenenfalls Zeit genug für die Anreise haben kann. Was darunter ist, lässt mögliche Chancen ungenutzt. Was weit über dieser Zeitspanne liegt, fügt dem Tier sinnlos mehr Stress und Leid zu. Je nach dem lokalen Tidenhub (in der Ostsee eher gering, aber in der Nordsee deutlich relevanter) könnte man es auch noch von den Gezeiten abhängig machen, also dem Wal und Rettungsteam dann zwei bis vier Fluten Zeit geben. (Mal so ein paar Gedanken,die ich als Laie da hätte)
Timmy ist ja nun mehrfach gestrandet. Wie oft war das? 5 mal, oder? Ich weiß jetzt nicht, wie lange er an welchem Ort gelegen ist. Äußerte Jenna Wallace sich auch darüber, was man da am besten machen sollte?
Das hat er ja auch gemacht.
Und bei den Untersuchungen, die er offenbar schon ahnte, öffnete er sogar - ohne dass jemand ihn darum bat - sein Maul.
Wohl ähnlich wie ein Patient beim Zahnarzt ...
Das ist beeindruckend. Aber auch das birgt die Gefahr der Fehlinterpretation.
Ich denke, abgeblockt hat von den Betreuern (das waren offenbar 2 deutsche Tierärztinnen und 6 ausländische Walexperten) wohl niemand irgendetwas.
Von denen rede ich auch nicht. Mit Abblocken meine ich das Verhalten jetzt hier so zu tun, als wäre die Aktion ganz sicher erfolgreich, verhältnismäßig und sinnvoll gewesen. Die Möglichkeit, dass dem nicht so ist - was ich wie gesagt für wahrscheinlicher halte - wird gedanklich abgeblockt.
Mir scheint, die direkten Betreuer des Wals, die sich Mitte/Ende April um ihn kümmerten, haben alles Notwendige dafür getan, ihm möglichst nicht weh zu tun.
Dennoch, dass er leben wollte, das haben die beiden Tierärztinnen Kirsten Tönnies und Anne Herrschaft, ebenso die erfahrenen Walretter Pedro Baranda und Jeff Foster und nicht zuletzt auch Jenna Wallace - also insgesamt 5 Personen, die mehrmals beim Wal vor Ort waren - öffentlich bestätigt, also muss man dann schon auch handeln.
Natürlich muss man handeln. In Zukunft bitte mehr planvoll.
Da dieses Mal hier kein echter Plan bestanden hatte, hat man notgedrungen improvisiert. Das ist auch ok - anders geht es nicht - und danach kann man Rückschau halten und irruieren, was schlecht lief, und was man wo hätte besser machen können.
Was diesem Bemühen aber entgegen läuft, ist es zum einen, diese Aktion als erfolgreich, angemessen, verhältnismäßig und erfolgreich zu deklarieren - weil man es will - obwohl das eben nicht klar ist.
Und darüber hinaus halte ich solches Gerede, wie es auch hier im Thread auftauchte, z.B. dass die Meeresbiologen ja zu still oder zu arrogant wären, angeblich sich der "unlerlassenen Hilfeleistung" schuldig gemacht hätten und nun doch bitte etwas zugeben sollten, auch für äußerst unangemessen. Von Seite der Meeresbiologen kamen Äußerungen... und die sind nicht unbegründet oder deswegen kategorisch falsch, weil sie unseren Wünschen widersprechen.