Gestrandeter Wal in der Ostsee

Ja!

Vor meiner Haustür zwar nicht gerade ;) aber bin durch diesen Thread dermaßen auf dieses Thema aufmerksam geworden.

Aber klar, die Medien trugen auch ihres dazu bei. Ein gestrandeter Wal der 24/7 gefilmt und beobachtet wird.. doch wer weiß, vielleicht hat ihm gerade das sein Leben gerettet.
Verständlich.
 
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Es könnte aber auch sein, dass er die Menschen als Bedrohung und zusätzlichen Stress erlebt hat, gegen die er sich nicht wehren konnte. Und schlimmer noch könnte auch sein, dass sich dieser zusätzliche Stress für ihn nicht gelohnt hat, weil er kurz später in der Nordsee dann geschwächt ertrunken oder sonstwie ums Leben gekommen ist.
Daran glaube ich nicht.
Zwar gibt es keine Ortungsdaten von ihm, aber es wurden offenbar unterschiedliche Tauchtiefen bis 150 Meter gemessen ...
dazwischen 20 Meter´und auch 100 Meter etc.
Ein geschwächter oder toter Wal ändert nicht unentwegt seine Tauchtiefe.
 
Wir können sie aber damit auch nicht mit Menschen vergleichen und menschliche Maßstäbe ansetzen. Intelligenz und Einsicht - die ich bei Walen NICHT in Zweifel ziehe - bedeutet nicht autmomatisch menschlichen Maßstäben gehorchend.
Was sind das für menschliche Maßstäbe, von denen Du sprichst?
 
Das macht ihn aber auch gegenüber Menschen noch weniger wehrhaft. Denn wie hätte er in seiner Lage einem Menschen mit Intention gefährlich werden können?
Du versuchst, daraus abzuleiten, dass er also zu schwach war für egal was, auch für die Rettung.
Ferndiagnose.
Lt Tierärzten waren Herzschlag und Atmung normal und kräftig, er schwamm los in der Nordsee, hatte auch da
noch auf den letzten Aufnahmen, vom vorderen Schiff aus kurz nach der Freisetzung, kräftigen Blas, die Haut war sehr viel besser.
Das sind die Fakten. Man kann natürlich die letzten Aufnahmen auch wieder anzweifeln, von wegen, das war er ja gar nicht etc. Dann muss man das eben so machen, ich seh das nicht so.
Der Rest ist unklar, gibt mir aber Anlass zu Hoffnung.
 
Wer hat hier jemals eine Meinung geäußert, die auch nur nahe legt, dass dieser Bericht damit als Lüge abgetan würde?
Das war deine treue Followerin aus Toxihausen im Schwefelgebirge, die auch dann noch ihre scheintoten Auslachsmileys postete, als ich mehrere Berichte von seriösen Organisationen verlinkte, wonach wilde Wale z.B. nach Befreiung von Fischernetzen durch Menschen ein Verhalten vorher bzw. nachher an den Tag legten, was darauf schließen ließ, dass die Wale kommunizierten und verstanden hatten, dass ihnen geholfen wurde bzw. selbst um Hilfe gebeten hatten.
Man mutmasst von Forscherseite, dass Wale intelligent genug sein könnten, Menschen als Problemlöser zu erkennen.
Es gab aber noch mehr solche Sachen, dass Leute hier ihre übliche Verachtung für diese Sichtweise abließen, dass der Wal z.B. verstünde, dass ihm geholfen wird.

Wenn man also ein Video verlinkt, in dem ein wilder Wal eine Forscherin aus der Nähe eines Tigerhais klar zurück zu ihrem Boot bugsierte und sie später noch einmal besuchte, liegt es nahe, dass dieselben wieder so reagieren werden.
Ob du dich da nun eingereiht sehen willst, musst du selber wissen, ist nicht meine Sache.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch wenn das Medium EpochTimes politisch betrachtet ein NoGo ist ...
auf dem dortigen YouTube-Kanal findet man sehr gutes Material mit Aussagen von Leuten der Initiative.
Hier mal ein Interview mit Dr. Anne Herrschaft, Pedro Baranda (links) und Jeff Foster (rechts):


Das Interview stammt vom 26. April, also zwei Tage bevor man den Wal in die Barge bugsierte.
Alle drei Personen weisen daraufhin, dass der Wal keinen wirklich allzu schlechten Zustand aufweist und dass er versteht, was man von ihm möchte bei den Untersuchungen. Und er unterstützte die Betreuer dabei.
 
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Also wer sollte bei dem Bericht der Taucherin da Lügen unterstellen und warum?
Wer hat hier jemals eine Meinung geäußert, die auch nur nahe legt, dass dieser Bericht damit als Lüge abgetan würde?

Das würde mich auch interessieren. Ich vermute, es ist eine vorsorgliche Behauptung von ihr, um sich gegen Kritik zu immunisieren.
 
Daran glaube ich nicht.
Zwar gibt es keine Ortungsdaten von ihm, aber es wurden offenbar unterschiedliche Tauchtiefen bis 150 Meter gemessen ...
dazwischen 20 Meter´und auch 100 Meter etc.
Ein geschwächter oder toter Wal ändert nicht unentwegt seine Tauchtiefe.

Gesichert? Wer hat die Sendedaten? Welche Daten werden überhaupt gemessen und übermittelt? Wann wurde das letzte Ping empfangen? Was für ein sender wurde überhaupt angebracht? Über all das gab es in den letzten tagen so viele unterschiedliche und einander widersprechende Aussagen, dass ich erst das mal geklärt haben will, bevor ich solche Aussagen als gegeben akzeptiere.

Was sind das für menschliche Maßstäbe, von denen Du sprichst?

Die Narrative, mit denen wir Menschen die Welt einordnen und bescheiben. Wenn wir diese auf Tiere übertragen/projizieren, verfälschen wir deren Erlebniswelt. Möglicherweise sind deren interne kognitiven Narrative andere als unsere. Der Versuch eine Walsprache zu entschlüsseln - und solche Versuche gab und gibt es immer wieder - könnte nicht nur eine schwierige sondern eine beinahe unmögliche Aufgabe sein. Und das nicht, weil siekeine Sprache haben - es gilt soweit ich weiß als ziemlich klar gesichert, dass sie eine haben und so auch aktiv kommunizieren - sondern weil wir sie nicht sinnvoll in unsere Narrative übertragen können.

Es fängt ja schon z.B. bei Katzen an. Viele frische Katzenhalter sind ein wenig fünsch und sagen dann: "Ich bin der Katze ziemlich egal. Sie kehrt mit regelmäßig nur den Rücken zu, schaut mich kaum an, und ich bin nur dann interessant, wenn es Essen gibt." Dass gerade dieses Verhalten aus Katzensicht ein enormer Vertrauens- und Liebesbeweis ist, ist diesen Menschen nicht klar.

Ebenso kommt es auch vor, dass Katzen den Menschen Jagdbeute vor die Füße legen und dann erwartungsvoll beobachten, was der Mensch als nächstes tut. Viele denken dann, das Tier will jetzt gelobt werden. Nein, das Tier will uns bemuttern und das Jagen beibringen, weil es nie beobachtet hat, wie wir jagen. Es 'denkt': "Diese komische große zweibeinige Katze ist ja total unsportlich. Der bringe ich mal richtige Futtersuche bei."

Wir neigen sehr stark dazu, unsere Narrative, unsere Werte und unser Erleben auf die Tiere zu übertragen, und sie so zu vermenschlichen. Manchmal passt es, aber oft liegen wir damit doch sehr stark daneben, weil wir eben von unserer Erlebniswelt ausgehen und nicht von der dieser Tiere.

Da heißt NICHT, dass unsere Narrative besser, höher oder richtiger wären... sie sind aber eben anders.

Im Romanzyklus Per Anhalter durch die Galaxis gibt es das schöne sinngemäße Zitat: Die Menschen hielt sich für intelligenter, weil sie Computer, Geld und Digitaluhren haben. Die Delfine hielten sich für intelligenter, aus genau dem gleichen Grund.

Wir haben die Hybris, dass unsere Technik und von Tieren abhebt. Vielleicht haben Tiere ja die Hybris, dass sie diesen technischen Kram gar nicht brauchen und nur "niedere Lebensformen" am Computer sitzen. ...?
 
Du versuchst, daraus abzuleiten, dass er also zu schwach war für egal was, auch für die Rettung.
Ferndiagnose.

Jain. In dem Kontext des Zitats, was Du da bringst, will ich ableiten, dass die Aussage sehr gewagt ist, dass Timmy sich doch leicht hätte wehren können, wenn er es gewollt hätte. In der Lage, in der er war, wäre das meines Erachtens nicht gegangen, egal wie schwach er da schon war.

Und allgemein verweise ich nochmal auf die verschiedenen Protokolle, die es in anderen Ländern darüber gibt. Es wird da nicht ohne guten Grund nach einer gewissen Weile aufgegeben, das Tier noch retten zu wollen. Ob man wie die Niederlande da nur eine Frist von 12 Stunden zugesteht, sei dahin gestellt. Aber ebenso fraglich ist, ob eine Rettung nach Mehreren Wochen inklusive viel zusätzlichem künstlichen und unnötigen Stress für das Tier wirklich erfolgreich war.

Lt Tierärzten waren Herzschlag und Atmung normal und kräftig, er schwamm los in der Nordsee, hatte auch da
noch auf den letzten Aufnahmen, vom vorderen Schiff aus kurz nach der Freisetzung, kräftigen Blas, die Haut war sehr viel besser.
Das sind die Fakten.

Sagt wer?

Wonach wurde z.B. die Haut beurteilt?

Seit einem Sturz vom Fahrrad vor ein paar Jahren, habe ich auf einem Handrücken eine etwa 2€-Münze großes vernarbtes exzem-artiges Gewebe. An manchen Tagen ist es deutlich sichtbar, an manchen Tagen fällt es gar nicht auf. Besser wurde es seit Jahren nicht.

Diese Momentaufnahme der Haut des Wales - insbesondere auch im Kontext, dass sich der Salzgehalt des umgebenden Wassers geändert hat - zeigt vielleicht Wechselhaftigkeit im Erscheinungsbild. Dass damit "widerlegt" wäre, was das Museum darüber geschrieben hat, ist eine sehr gewagte Schlussfolgerung.

Der Rest ist unklar, gibt mir aber Anlass zu Hoffnung.

Hoffnung kann die Möglichkeit aufzeigen, dass etwas gut ausgeht oder ausgegangen ist. Hoffnung brauch aber nicht die negativen Möglichkeiten abblocken.

PS: Ich hoffe übrigens wie Du, mich zu irren. Das bedeutet nicht, dass ich die (mMn leider wahrscheinlichere) Möglichkeit abblocke.

Das war deine treue Followerin aus Toxihausen im Schwefelgebirge, die auch dann noch ihre scheintoten Auslachsmileys postete, als ich mehrere Berichte von seriösen Organisationen verlinkte, wonach wilde Wale z.B. nach Befreiung von Fischernetzen durch Menschen ein Verhalten vorher bzw. nachher an den Tag legten, was darauf schließen ließ, dass die Wale kommunizierten und verstanden hatten, dass ihnen geholfen wurde bzw. selbst um Hilfe gebeten hatten.
Man mutmasst von Forscherseite, dass Wale intelligent genug sein könnten, Menschen als Problemlöser zu erkennen.
Es gab aber noch mehr solche Sachen, dass Leute hier ihre übliche Verachtung für diese Sichtweise abließen, dass der Wal z.B. verstünde, dass ihm geholfen wird.

Wenn man also ein Video verlinkt, in dem ein wilder Wal eine Forscherin aus der Nähe eines Tigerhais klar zurück zu ihrem Boot bugsierte und sie später noch einmal besuchte, liegt es nahe, dass dieselben wieder so reagieren werden.
Ob du dich da nun eingereiht sehen willst, musst du selber wissen, ist nicht meine Sache.

Du tust doch gerne verschnupft, wenn man Dich in die Ecke von z.B. dummen Impfgegnern stellt. Dann mach doch Dir bitte selbst die Mühe und mach Dir klar, dass auch Menschen, die Dir wiedersprechen, möglicherweise ein komplexeres und differenzierteres Bild haben, als Du ihnen hier zuschreibst.

Weder @Felicia1 noch z.B. @Niflheimr oder sonstwer hier haben behauptet, dass Wale rein instinktgesteuerte Wildtiere ohne Bewusstsein, Kognition o.ä. wären. Gerade WEIL das niemand so sieht, wird ja gerne auch auf das Leid hingewiesen, was der Wal möglicherweise wie erlebt hat. Und gerade @Niflheimr hat von Tieren, Tierverhalten etc. sehr viel Ahnung - sie verspürt nur nicht wie ich den Drang, richtigzustellen, wenn sie sich falsch verstanden sieht. Das wirkt manchmal schroff, und man kann sich dran aufreiben - ist mir auch schon passiert in einem anderen Thema, wo sie und ich unterschiedliche Ansichten haben - bedeutet aber nunmal NICHT, dass sie derart denkt, wie Du es hier darstellst.

Nun schau Dir auch mal GENAU an, was sie wie gesagt haben. Ich sehe darin nicht den tumben Strohmann, den Du ihnen hier in den Mund legst.

Wenn insbesondere z.B. @Niflheimr drauf hinweist, man solle Tiere nicht vermenschlichen, bedeutet es NICHT, dass sie menschliches Denken als höher oder besser einordnet. Es ist aber eben anders, dass sich unsere Einordnungen und unsere Erlebniswelt nicht so leicht auf Tiere übertragen lassen. Und wenn wir es umgekehrt versuchen, verfälschen wir damit das Erleben der Tiere.
 
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