Gestrandeter Wal in der Ostsee

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Wobei ich heute wieder gelesen habe bei Ocean Care, dass, konservativ geschĂ€tzt, ĂŒber 300 000 Wale und Define jĂ€hrlich als Beifang durch Fischerei sterben, 100 000 MeeresĂ€uger einschl. Robben an PlastikmĂŒll und es etwa 2000 Strandungen durch Krankheiten und Desorientierung gibt.
Das ist verdammt viel.
:(
 
"In Regionen mit intensiver Fischerei oder hoher Plastikkonzentration kann die menschengemachte Sterblichkeit so hoch sein, dass BestĂ€nde schrumpfen, weil mehr Tiere sterben als geboren werden. Laut Studien sind bei untersuchten gestrandeten Walen oft ĂŒber 60 % der TodesfĂ€lle direkt oder indirekt auf den Menschen zurĂŒckzufĂŒhren" (CBS News)
 
"1. Überlebende mit „Narben der Fischerei“
Wissenschaftliche Untersuchungen von Walpopulationen zeigen, wie hÀufig Tiere bereits Kontakt mit FischereigerÀten hatten:
  • Buckelwale: In manchen Regionen (z. B. vor Island) weisen etwa 25 % der Tiere Narben auf, die eindeutig von Netzen oder Leinen stammen. In anderen Gebieten, wie dem Golf von St. Lawrence, zeigen Drohnenaufnahmen sogar bei bis zu 60 % der Blauwale und 80 % der Finnwale entsprechende Verletzungsspuren.
  • Nordatlantische Kaperwale: SchĂ€tzungen zufolge haben ĂŒber 80 % dieser Art mindestens einmal in ihrem Leben eine Verstrickung in Netze erlebt, viele davon sogar mehrfach."(Research gate und andere)
Das sind zwar auch spezielle Regionen aber trotzdem..
Ich persönlich finde den Schutz der Ozeane und die BekĂ€mpfung von Plastikproduktion. -mĂŒll, PFAS ect. drĂ€ngender als alles andere. Es hĂ€ngt soviel daran.
 
Stichwort China.

Das geht aktuell komplett in den Weltnachrichten unter - die Chinesen fischen höchst aggressiv und mit riesigen Flotten mit 2.500 (offiziell) bis zu 17.000 Schiffen (inoffiziell - jedoch RealitÀt) teils in bewaffnetem Zustand (!) und ohne eingeschaltete Transponder, eben illegal.
Das ganze passiert ĂŒberfallmĂ€ssig - wie ein Heuschreckenschwarm - mal eben in 1 Nacht fischen diese Flotten gezielt ganze Gegenden komplett leer, und ich meine, wirklich komplett leer.
Diese Lichter der Armadas sind vom Flieger und sogar aus dem Weltall sichtbar.

Sie nehmen ALLES mit, völlig egal ob Winziglinge oder grosse Delfine - oder kleinere Wale. Die grossen Wale gehen durch die Verhedderung in deren Netzen zugrunde.
 
Einordnung der chinesischen Fangflotten der EU:

"
Fachabteilung Struktur- und KohÀsionspolitik
Generaldirektion Interne Politikbereiche
Verfasser: Pauly, D. et al.
PE 733.101 - Dezember 2022
ZUSAMMENFASSUNG
Forschung fĂŒr den PECH-Ausschuss −
Rolle und Einfluss Chinas auf die
weltweite Fischerei und Aquakultur
Überblick ĂŒber die chinesische
Fischereiflotte, Aquakultur und
Handel
Es gibt eine große Diskrepanz und
Unsicherheit bei der Anzahl der Schiffe der
chinesischen Hochseeflotten. Die
konservative SchĂ€tzung der „sichtbaren“
Schiffe liegt bei etwa 900; eine höhere
SchÀtzung geht davon aus, dass es
zusĂ€tzlich etwa 2 000 „unsichtbare“ Schiffe
gibt
. Die Diskrepanz könnte darauf
zurĂŒckzufĂŒhren sein, dass die höhere Zahl
auch Schiffe umfasst, die in GewÀssern nahe China eingesetzt werden, z. B. in Korea.(---)"

Ob und wie sich das seit 2022 gesteigert hat, keine Ahnung...

EDIT. KI sagt zwischen 2000 und 16000 Hochseeschiffen, insgesamt ĂŒber 564000 mit kleineren Schiffen-
und bekannt fĂŒr illegale Überfischung.
Nichts Genaues weiß man nicht..
 
Zuletzt bearbeitet:
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Einordnung der chinesischen Fangflotten der EU:

"
Fachabteilung Struktur- und KohÀsionspolitik
Generaldirektion Interne Politikbereiche
Verfasser: Pauly, D. et al.
PE 733.101 - Dezember 2022
ZUSAMMENFASSUNG
Forschung fĂŒr den PECH-Ausschuss −
Rolle und Einfluss Chinas auf die
weltweite Fischerei und Aquakultur
Überblick ĂŒber die chinesische
Fischereiflotte, Aquakultur und
Handel
Es gibt eine große Diskrepanz und
Unsicherheit bei der Anzahl der Schiffe der
chinesischen Hochseeflotten. Die
konservative SchĂ€tzung der „sichtbaren“
Schiffe liegt bei etwa 900; eine höhere
SchÀtzung geht davon aus, dass es
zusĂ€tzlich etwa 2 000 „unsichtbare“ Schiffe
gibt
. Die Diskrepanz könnte darauf
zurĂŒckzufĂŒhren sein, dass die höhere Zahl
auch Schiffe umfasst, die in GewÀssern nahe China eingesetzt werden, z. B. in Korea.(---)"

Ob und wie sich das seit 2022 gesteigert hat, keine Ahnung...

EDIT. KI sagt zwischen 2000 und 16000 Hochseeschiffen, insgesamt ĂŒber 564000 mit kleineren Schiffen-
und bekannt fĂŒr illegale Überfischung.
Nichts Genaues weiß man nicht..
Und jetzt?
Das Problem ist seit langem bekannt. Auch Plastik in den Meeren und WĂ€ldern. Tiere verenden qualvoll daran. Das sehe ich seit Jahren. Den Kummer ĂŒber das unnötige Sterben und den Verlust von LebensrĂ€ume spĂŒre ich stĂ€ndig. Die Traurigkeit darĂŒber, das es Jahrzehnte niemanden wirklich interessiert, wĂŒrde so oder so ins lĂ€cherliche gezogen. Also macht man einfach weiter.đŸ€·

Ich wĂŒrde jetzt mal gerne wissen, wer von den Empörten bzgl des Wals im Vorfeld etwas getan hat oder ob es nachhaltig dazu fĂŒhrt, das etwas getan wird.
Ein einzelnes, ausreichend charismatisches Tier erzeugt kurzfristige Betroffenheit, weil es als emotionaler Trigger funktioniert.Aber nicht, weil diese Menschen plötzlich ein ökologisches Bewusstsein entwickelt hÀtten...
Man kann Anteilnahme performen, ohne die eigene Lebensweise, Konsumlogik oder politische Bequemlichkeit zu berĂŒhren.

Die gleichen Personen, die jetzt öffentlich klagen, drohen, traurig sind, ignorieren seit Jahren die systematische Zerstörung, die eben nicht fotogen ist, die unsichtbaren Verluste, das alltÀgliche Sterben, die schleichende Verarmung von LebensrÀumen.
Das ist zu komplex, zu abstrakt, zu unbequem und viel zu anstrengend. Ein Wal hingegen ist ein einfaches Narrativ. Er erlaubt Betroffenheit ohne Verantwortung, Emotion ohne Konsequenz. Und danach geht es eben genau so weiter wie vorher. Man kann ja nichts tun..
 
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