Gestrandeter Wal in der Ostsee

Ich sag mal: Schaut und hört selbst:


Und ... das war nicht ihre letzte Begegnung mit diesem Buckelwal ...
Hammer, die Story, ich kann verstehen, warum ihr schon beim Erzählen die Tränen kommen, mir kamen sie auch.🥹
Wir haben diese Tiere so erbarmungslos gejagt, dass sie beinahe ausgestorben wären und trotzdem passiert sowas...unfassbar und beschämend.

(Ach ja, gut, dass obendrüber dick und fett "BBC" steht, puuuh! :D Ich meine, gut, manche wird auch das nicht abhalten, gleich wieder Lügen zu unterstellen :rolleyes: , egal.)
 
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Und die Frage ist, wer legt das an den Tag? Das deutsche Meeresmuseum meines Erachtens nicht. Sie haben schließlich den Wal mit hoher Wahrscheinlichkeit für Tod erklärt, ohne Fakten liefern zu können.

Ich hoffe genausowie Du, dass sie sich irren. Aber ihre Prognose ist nicht schlecht begründet. Ich halte es leider für sehr realistisch, dass wir Timmy mit der Aktion schlicht nur mit viel zusätzlichem Stress und Leid für ihn uns aus den Augen geschafft haben, ihm aber nicht wirklich so weitere Lebenszeit gegeben haben.

Wenn er noch länger lebt, ist es sehr realistisch, dass seine Schwanzflosse nochmal fotografiert und abgeglichen wird, so dass es spätestens DANN bekannt wird. Und auch, wenn ich nicht dran glaube... ich würde mich sehr darüber freuen.

Ebenso würde mich feuen, falls der Sender in den nächsten Tagen doch noch weitere verwertbare Signale liefern würde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Na, da fühlt sich wohl gleich jemand angesprochen...

Ja, tue ich.

Und Du würdest Dich auch angesprochen fühlen, wenn ich mit ähnlich dümmlichen Strohmann-Klisches was andeuten würde.

Was bringt Dir das also?

Also wer sollte bei dem Bericht der Taucherin da Lügen unterstellen und warum?
Wer hat hier jemals eine Meinung geäußert, die auch nur nahe legt, dass dieser Bericht damit als Lüge abgetan würde?
 
Weil er gerade gestrandet unter seinem eigenen Eigengewicht aufliegt und somit jede Bewegung auch gegen das eigene Körpergewicht angeht. Wenn solche Bewegungen einfach wären, könnte er ja auch rollend tieferes Wasser suchen und sich so schnell selbst aus seiner Lage wieder befreien.
Woher willst Du wissen, dass es ihm klar war, dass er sich durch Drehbewegungen selbst in die Freiheit hätte rollen können?
Und die Frage ist auch, ob das angesichts der vielen seichten Stellen in der Poeler Bucht überhaupt Erfolg gehabt hätte.
Er war ja anscheinend etwa 1,60 Meter hoch, doch die seichten Stellen waren dort teilweise niedriger als er hoch war.

Diese 360-Grad-Drehbewegung diente zudem bestimmt dazu, seine Gliedmaßen und seinen Körper zu lockern, denn es war kalt und er lag schon länger ohne Bewegung dort, weil er z.T. feststeckte.
Und auch wenn es ihn Kraft kostete, er hat sich damit bestimmt Linderung verschafft, denn niemand hat ihn dazu gezwungen.
Es gibt kaum ein Wirbeltier, dass sich nach langem Liegen, Sitzen oder Stehen in einer bestimmten Haltung nicht doch mal strecken muss.

Ganz allgemein: Nicht unbedingt. Tiere haben da unterschiedlichste Instinkte und Verhaltensweisen.
Ein Wal, der sich im Wasser auf einer Sandbank liegend dreht, befindet sich kaum in einem apathischen Zustand.

Speziell Buckelwale verteidigen sich aktiv gegen (Fress-)Feinde wie Orkas. Und gegenüber Menschen gelten sie als friedlich. Das ist natürlich schön und ergibt beeindruckende und schöne Momente und Filmaufnahmen mit Tauchern und Walen. Darüber, wie speziell Timmy als gestrandeter Wal die vielen Menschen um ihn herum wahrgenommen und empfunden hat, sagt das leider nicht viel aus.
Das mag ja sein, ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Ärzte, die ihn vor Ort in Augenschein genommen haben, ihn eher als einen Wal mit Lebenswillen beschrieben haben, und nicht als einen Wal, den der Lebensmut verlassen hat und der unbedingt sterben will.

Wer weiß, wie oft er sich gedreht hätte haben können, wenn er nicht geschwächt gewesen wäre?
Wie stark er geschwächt war, vermutest Du halt.
Es kann aber auch einfach sein, dass er hat begriffen hat, dass er dort nicht so einfach ohne fremde Hilfe rauskommt.

Das mag in ihrem gewohnten Lebensraum gelten. Aber wie weit können sie das noch steuern, wenn sie eben gestrandet sind?
Das weiß sowieso niemand. Spekulatius.

Wenn sie all das auch in dieser Lage noch voll einsetzen könnten und sich dessen dabei gleichzeitig auch voll bewusst wären, wäre es auch kein Problem, sich auch selbst wieder aus der Lage zu befreien und tieferes Wasser aktiv zu suchen.
Da machst Du einen Denkfehler.
Sobald ein Wal auf einer Sandbank liegt, kann er körperlich nicht so einfach wieder weg, auch wenn er Fluke, Flipper und den Kopf bewegen kann. Der Rumpf hat einfach ein zu starkes Gewicht.

Was ihnen bei einer Strandung aber trotzdem leider nicht hilfreich ist.
Das Problem ist, wir können nur ahnen, was für eine Einstellung er den Helfern gegenüber hatte.
Tatsache ist aber wohl schon, dass er es doch sehr gern mochte, gekrault und geschubbert zu werden.
Und das ist etwas, das bei frei lebenden Walen immer mal wieder beobachtet wird, die Menschen begegnen.
Die sind neugierig, und zwar besondern jüngere Wale.

Ehrlich gesagt, Joey, ich finde, Du willst hier Dinge nachweisen, die sich nicht wirklich nachweisen lassen.
Und ich finde, es bringt nichts, darüber zu diskutieren.

Meine Meinung ist, manche Wissenschaftler scheinen Wale zu sehr nach den üblichen Wildtiermaßstäben zu messen.
Aber wenn man sich diverse Studien und Erkenntnisse zu Walen, auch zu Buckelwalen, anschaut, so merkt man, dass man ohne Kenntnis dieser Gefahr läuft, sich von üblichen Vorstellungen, wie einige Wildtiere eben sind, leiten zu lassen.
Wale sind wesentlich intelligenter und einsichtiger, daher kann man sie nicht einfach mit jeder anderen Spezies vergleichen.
 
Da machst Du einen Denkfehler.
Sobald ein Wal auf einer Sandbank liegt, kann er körperlich nicht so einfach wieder weg, auch wenn er Fluke, Flipper und den Kopf bewegen kann. Der Rumpf hat einfach ein zu starkes Gewicht.
Erstens das, davon redet man ja auch seit über 200 Seiten, und zweitens war da kaum tieferes Wasser, was ihn instinktmässig hätte anziehen können. Denn sie nehmen wahr, wo tiefes Wasser ist , und da war weit und breit keins, bis auf eine schmale Fahrrinne.
Rollen kann er nicht, weil er sich sonst die Brustflossen/Flipper bricht, ohne Witz, darauf muss man wohl auch bei Walrettungen achten, wenn man ihn zu bewegen versucht, rollen geht nicht. Gesehen in einem Video einer Buckelwalrettung.
 
Woher willst Du wissen, dass es ihm klar war, dass er sich durch Drehbewegungen selbst in die Freiheit hätte rollen können?

Das will ich gar nicht wissen, weil ich denke, dass ihm das wahrscheinlich nicht klar war. Es war ihm aber möglicherweise ebenso wenig klar, dass er sich auch mit anderen Bewegungen als mit seinen Flossen er Menschen auch in seiner prekären Lage abwehren könnte.

Diese 360-Grad-Drehbewegung diente zudem bestimmt dazu, seine Gliedmaßen und seinen Körper zu lockern, denn es war kalt und er lag schon länger ohne Bewegung dort, weil er z.T. feststeckte.
Und auch wenn es ihn Kraft kostete, er hat sich damit bestimmt Linderung verschafft, denn niemand hat ihn dazu gezwungen.
Es gibt kaum ein Wirbeltier, dass sich nach langem Liegen, Sitzen oder Stehen in einer bestimmten Haltung nicht doch mal strecken muss.

Das mag stimmen, aber sagt immernoch nicht viel darüber aus, wie wehrhaft er damit gegen Menschen war bzw. wie klar ihm das war.

Ein Wal, der sich im Wasser auf einer Sandbank liegend dreht, befindet sich kaum in einem apathischen Zustand.

Richtig. Aber in einem gestressten und wahrscheinlich leidvollen.

Das mag ja sein, ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Ärzte, die ihn vor Ort in Augenschein genommen haben, ihn eher als einen Wal mit Lebenswillen beschrieben haben, und nicht als einen Wal, den der Lebensmut verlassen hat und der unbedingt sterben will.

Ja. Lebenswillen bedeutet aber nicht, dass er die Rettung als solche auch wahrgenommen hat. Lebenswillen bedeutet auch nicht, dass seine Gesundheit sicher so gut war, dass er auch länger lebensfähig ist.

Wie stark er geschwächt war, vermutest Du halt.

Ja. Aber ich denke mal, die Gründe, die dafür sprechen, sind nicht von der Hand zu weisen. Und diese Gründe bewirkten nunmal, dass es in Ländern mit mehr Erfahrungen mit Walstrandungen Richtlinien gibt, wie lange sich Rettungsversuche überhaupt lohnen. Das ist eine Abwägung.

Es kann aber auch einfach sein, dass er hat begriffen hat, dass er dort nicht so einfach ohne fremde Hilfe rauskommt.

Möglicherweise... vielleicht aber auch nicht.

Da machst Du einen Denkfehler.

Sobald ein Wal auf einer Sandbank liegt, kann er körperlich nicht so einfach wieder weg, auch wenn er Fluke, Flipper und den Kopf bewegen kann. Der Rumpf hat einfach ein zu starkes Gewicht.

Nein, ich habe überlegt, wozu er noch fähig sein müsste, wenn er sich noch gegen Menschen sicher wehren können sollte.

Und einerseits zu sagen, er hätte sich doch wehren können, wenn er die Menschen als Bedrohung betrachtet hätte, aber andererseits (richtigerweise) auf seine Lage und die damit einhergehende EInschränkung seiner Möglichkeiten... DAS beißt sich denke ich.

Das Problem ist, wir können nur ahnen, was für eine Einstellung er den Helfern gegenüber hatte.

Ja. DAS ist das Problem. Und wir neigen dann sehr schnell dazu, unsere Interpretation zu projizieren. DAS wird dem Wal aber vielleicht nicht wirklich gerecht.

Tatsache ist aber wohl schon, dass er es doch sehr gern mochte, gekrault und geschubbert zu werden.
Und das ist etwas, das bei frei lebenden Walen immer mal wieder beobachtet wird, die Menschen begegnen.
Die sind neugierig, und zwar besondern jüngere Wale.

Das ist schön. Und ich würde sicher auch derart fühlen, wenn ein Wal aufmich derart zuschwimmen würde und sich von mir schubbern ließe. Ich bin mir aber nicht sicher, ob diese Interpretation seiner Handlungen wirklich treffsicher ist.

Schlimmstenfalls schwärmt da jemand metaphorisch über das liebliche Fauchen der gefesselten Katze.

Ehrlich gesagt, Joey, ich finde, Du willst hier Dinge nachweisen, die sich nicht wirklich nachweisen lassen.
Und ich finde, es bringt nichts, darüber zu diskutieren.

Nein, ich möchte Interpretationen in Frage stellen, die sich nicht nachweisen lassen. Und darüber lässt sich durchaus diskutieren.

Natürlich kann es sein, dass er wahrgenommen hat, dass die Menschen wohlwollend sind, ihm helfen wollen uvm. Ich finde diese Möglichkeit prima, und ich wünschte mir, es sei so.

Es könnte aber auch sein, dass er die Menschen als Bedrohung und zusätzlichen Stress erlebt hat, gegen die er sich nicht wehren konnte. Und schlimmer noch könnte auch sein, dass sich dieser zusätzliche Stress für ihn nicht gelohnt hat, weil er kurz später in der Nordsee dann geschwächt ertrunken oder sonstwie ums Leben gekommen ist.

Wir wissen es nicht. Und sollte in den nächsten Tagen der Sender doch nochmal verwertbare Signale liefern, oder falls in den nächsten jahren bei einem Fotoabgleich der Schwanzflosse nochmal rauskommt: "Das ist ja Timmy." ... ich würde mich wirklich sehr freuen.

Möglich ist aber leider auch die deutlich pessimistischere Interpretation. Und in dem Fall wäre gut gemeint wirklich das sprichwörtliche Gegenteil von gut gemacht.

Meine Meinung ist, manche Wissenschaftler scheinen Wale zu sehr nach den üblichen Wildtiermaßstäben zu messen.
Aber wenn man sich diverse Studien und Erkenntnisse zu Walen, auch zu Buckelwalen, anschaut, so merkt man, dass man ohne Kenntnis dieser Gefahr läuft, sich von üblichen Vorstellungen, wie einige Wildtiere eben sind, leiten zu lassen.
Wale sind wesentlich intelligenter und einsichtiger, daher kann man sie nicht einfach mit jeder anderen Spezies vergleichen.

Wir können sie aber damit auch nicht mit Menschen vergleichen und menschliche Maßstäbe ansetzen. Intelligenz und Einsicht - die ich bei Walen NICHT in Zweifel ziehe - bedeutet nicht autmomatisch menschlichen Maßstäben gehorchend. Und damit meine ich auch NICHT, dass menschliche Maßstäbe "besser" oder "höher" wären, aber eben möglicherweise sehr anders, so dass die vermenschlichte Interpretation der Handlungen auch wieder verfälscht ist.
 
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Erstens das, davon redet man ja auch seit über 200 Seiten

Ja. Und darum hätte er sich auch nicht so leicht gegen Menschen wehren können, sofern er es wollte. Um diese Frage ging es gerade.

Rollen kann er nicht, weil er sich sonst die Brustflossen/Flipper bricht, ohne Witz, darauf muss man wohl auch bei Walrettungen achten, wenn man ihn zu bewegen versucht, rollen geht nicht. Gesehen in einem Video einer Buckelwalrettung.

Ah, gut zu wissen. Dann habe ich die Bemerkung von @Laguz über eine Drehung auch falsch verstanden. Das macht ihn aber auch gegenüber Menschen noch weniger wehrhaft. Denn wie hätte er in seiner Lage einem Menschen mit Intention gefährlich werden können?
 
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