Jenna Wallace ist aber eine auf Meeressäuger spezialisierte Tierärztin, die den Wal selbst untersucht hat, und
sie versicherte mehrfach, dass er eine sehr gute Chance hat, zu überleben. Sie weiß auch, wie man gestrandete Wale behandelt.
Ja. Dann ist sie eine der wenigen Tierärzte, die Wale wirklich behandeln können.
Ich habe nicht von alle Tierärzte und alle Meeresbiologen geschrieben, sondern sehr bewusst von "die meisten".
Und dass gestrandete Wale häufig schnell sterben, und warum das geschieht, ist ein allgemein bekannter Fakt, auf den hier auch
@FreeStar und
@Yogurette erneut selbst hingewiesen haben. Man muss kein Meeresbiologe sein, um das zu wissen.
Klar, jeder Wal ist anders, und Strandungen sind auch unterschuedlich. Und wenn jemand mit Ahnung da noch Chancen sieht... Wunderbar.
Was wollt Ihr denn jetzt immer noch?
Dass man sich diese Sachlage mal aus der Sicht von Herrn Backhaus und anderer Verantwortlicher anguckt:
Er wird belagert von Leuten, die behaupten Ahnung zu haben, wie man den Wal retten könne. Alle sagen sie was anderes. Darunter sind dann auch irgendwelche Romanautoren und Selfiestick-süchtige Influencer (Mr. Firstclass). Und dann kommt noch eine Tierärztin aus Hawaii und jemand aus Südamerike und äußert ebenfalls Meinung.
Es ist gut möglich, dass diese beiden wirklich die nötige Ahnung haben - das habe ich nie besttitten. Aber ich sehe keine Anzeichen, woran das die Verantwortlichen in der Situation hätten schnell erkennen und aussieben können.
Es ist leicht, in der Rückschau zu sagen, was richtiger gewesen wäre. Darum sage ich ja auch, was man aus diesem Vorfall lernen könnte, und schlage vor, dass jetzt eine Art Prozokoll für die Zukunft entworfen wird - analig zu dem der Niederlande. Da kann dann drin stehen, wie lange man versucht, den Wal zu retten - das können von mir aus auch sehr gerne deutlich mrhr als nur 12 Stunden sein - und wen man wie fragt. Da sollte auch drin stehen, wie die Euthanasie ggf. am besten durchzugühten sei.
Aber wie
@FreeStar hier den Zeigefinger auf Meeresbiologen zu richten, die entweder zu arrogant oder zu still waren, und betrauern, dass sie unbeschoren davon kommen, halte ich für unangebracht und falsch. Sie waren es nicht, die sinnvolle Aktionen behindert haben.
Und verdammt nochmal ... was will man dann mit der Einschätzung von Meeresbiologen, die weder den Wal persönlich untersucht haben, noch je an einer Walrettung beteiligt waren?
Vermutlich haben Meeresbiologen mehr Ahnung über Wale als die meisten (wohl gemerkt nicht alle) Tierärzte. Die Berufsbezeichnung alleine sagt nicht viel darüber aus, ob man einen Wal untersuchen und behandeln kann. Da schwirren nun noch viele Leute schon um den Wal herum und führen sich wie die Chefs auf, und fuchteln dabei viel mit dem Selfiestick herum... und dann kommt noch jemand mit weiteren Vorschlägen. Wie sähe DAS für Dich aus, wenn Du im Stress da irgendwie Verantwortung gehabt hättest? Natürlich ist es gut möglich, dass da jemand mit wirklich Ahnung ankommt und die Sache gut durchführen würde. Woran soll der oder die erkannt werden? Und nein, dass jemand behauptet schon an Walrettungen teilgenommen zu haben, reicht da nicht aus.
Hier mal eine differenzierte Betrachtung vom Parabelritter über Robert Lehmann: