Gestrandeter Wal in der Ostsee

Ich weiß nicht, ob man wirklich in Frieden und in Würde sterben kann, wenn Möwen an einem herumpicken, man über viele Tage hinweg dehydriert (verdurstet), verhungert und das eigene Gewicht die inneren Organe erdrückt.

Verhungern und verdursten dürfte eher (wenn auch nur annähernd der Vergleich zu Menschen gezogen werden kann) eher kein Problem sein. Wobei er jetzt auch eher ein Appetithäppchen bekommen hat, als das er gefüttert wurde. Auch wenn es ihn nur an den eigenständigen Beutefang erinnern sollte. Ich gehe davon aus, dass man dem Tier jetzt zusätzliche Qualen beschert. Die sein Leiden unnötig in die Länge ziehen. Von Würde oder Frieden konnte im Prinzip ohnehin nicht die Rede sein, in Anbetracht des Sensationstourismus. Ich glaube auch nicht, dass diejenigen die sich gerade so über böse ahnungslose Wissenschaftler empören, ihm den wirklich wünschen. Schließlich wurde schon mehrfach erklärt, dass Tier könne als Symbol stehen und Menschen wachrütteln, sich für den Tier - und Klimaschutz einzusetzen.
 
Werbung:
An sich lese ich den Standard gerne und so ist mir nicht entgangen, dass auch dieses Medium in den letzten Wochen ausführlich vom Wal in der Ostsee berichtet hat.

Das heißt, nicht nur Instagram, TikTok & Co haben die Menschen über die Situation am Laufenden gehalten ;)

Aktionismus ist außerdem keine Erfindung der Jetztzeit, das gab es schließlich schon früher. Um beim Thema Wal zu bleiben, ich rufe Moby Dick in Erinnerung, das war in den 60er, als soziale Medien noch ein Fremdwort war.


Jedenfalls gründeten sich auch damals schon verschiedene Initiativen, die dem Wal helfen wollten, den Weg zurück ins Meer zu finden. Er wurde mit Schiffen verfolgt und getrieben. Man versuchte, ihn mit Netzen und Stangen in die richtige Richtung zu lenken und mit Betäubungsgewehren zu stoppen. Schließlich gab es die Idee, den Wal als neue Publikumssensation in den Duisburger Zoo zu bringen. Schon damals waren viele der Rettungsversuche heftig umstritten.
Der Wal hätte super zu den glücklichen Delfinen im Duisburger Zoo gepasst..
 
Woher willst du das eigentlich wissen?
Können könnte man das schon, aber das WIE ist das Problem. Gängige Mittel wirken intravenös. Schonmal versucht, bei einem Wal einen Zugang zu legen mit Schmetterling?^^ Dann kennt man nicht die genaue Dosierung. Und wenn man Pech hat, bleiben von 10 Liter 9 Im Tran und der Wal stirbt nicht, sondern liegt halbbewusstlos im Wasser, vergisst zu atmen und erstickt dann jämmerlich.. Deswegen sprengt man ja, was mit 02348939856098 Fernsehkameras von besorgten Medienleuten und Walflüsterern natürlich gerade schlecht ist.
 
Das Problem ist ja, dass man verletzte, geschwächte Wale nicht so einfach töten oder sedieren kann, damit sie nicht mehr leiden.
Woher willst du das eigentlich wissen?
Auszug:
Doch die Umsetzung ist kompliziert. Ein kontrolliertes Einschläfern ist bei einem so großen Tier kaum möglich und würde ihm zusätzliches Leid zufügen. „Wir haben keine Möglichkeit, das Tier einzuschläfern, ohne ihm möglicherweise weitere Schmerzen zuzufügen. Das wurde intensiv geprüft“, sagte Stefanie Gross, Veterinärmedizinerin vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung.


und:
Auszug:
Die Einschläferung eines Meeressäugers wird in den USA nur dann in Betracht gezogen, wenn es im besten Interesse des Individuums liegt, es zu erlösen. Angesichts der hohen Medikamentendosen, die für die humane Einschläferung eines Wals erforderlich sind, ist dies nicht nur für die Einsatzkräfte gefährlich, sondern belastet diese auch emotional, da sie ihr Berufsleben der Rettung von Tieren gewidmet haben.
Die Euthanasie großer Wale erfolgt in der Regel durch Sedierung des Meeressäugers, um dessen Leiden zu lindern. Im Anschluss wird dem Wal eine hochkonzentrierte Injektion einer Salzlösung verabreicht, die eine geringere Umweltbelastung darstellt, wenn der Wal vor Ort zurückgelassen werden muss.

Der Einsatz von Schusswaffen zur Euthanasie großer Wale wird aufgrund der Anatomie großer Wale nicht empfohlen (dichte Knochen im Schädel und dicke Speckschichten erschweren es, mit herkömmlichen Schusswaffen bis zu den Organen vorzudringen). Protokolle zu Euthanasie-Techniken in den USA finden Sie hier.

Sprich:
Nur in seltenen Ausnahmefällen kann man Wale von ihrem Leiden erlösen bzw. zieht es in Erwägung.
 
Können könnte man das schon, aber das WIE ist das Problem. Gängige Mittel wirken intravenös. Schonmal versucht, bei einem Wal einen Zugang zu legen mit Schmetterling?^^ Dann kennt man nicht die genaue Dosierung. Und wenn man Pech hat, bleiben von 10 Liter 9 Im Tran und der Wal stirbt nicht, sondern liegt halbbewusstlos im Wasser, vergisst zu atmen und erstickt dann jämmerlich.. Deswegen sprengt man ja, was mit 02348939856098 Fernsehkameras von besorgten Medienleuten und Walflüsterern natürlich gerade schlecht ist.
Ja das ganze "Zeuch" ist aber auch hochgiftig und darf auch nicht in die Umwelt gelangen. Sonst hätte man auch noch ein paar mehr Tiere "erlöst" als man es ursprünglich wollte.^^


Deswegen sprengt man ja, was mit 02348939856098 Fernsehkameras von besorgten Medienleuten und Walflüsterern natürlich gerade schlecht ist
Ich bin es so leid, wenn erwachsene Menschen sich wie Kleinkind aufführen...
Denen man auch erzählt,das Haustier wäre jetzt an einem besseren Ort, weil....😄
 
Die Gründe, warum die Bühne in diesem Waldrama frei wurde für rechte Influencer wie Danny Hilse, esoterische Schriftsteller und Influencer wie Sergio Brimborium oder so ähnlich und das höchst fragwürdige “Free Willy Team” sind die, dass Wissenschaftler
  1. den Wal ohne ihn zu sehen für dem Tode geweiht erklärten
  2. nachdem das geschehen war, seelenruhig nicht nur Tage sondern Wochen zusahen, wie dieses Tier qualvoll siechte, ohne auch nur eine einzige Maßnahme wie Schmerzbehandlung, Abdeckung der Haut oder Gewichtsentlastung vorschlugen
  3. nicht einmal die Empfehlung gaben, Tierärzte hinzuziehen oder international zu befragen, die zu diesen Punkten etwas beizutragen hätten
  4. behaupteten, es gäbe keinerlei Möglichkeiten zur Euthanasie, was ebenfalls nicht stimmt, wie man jetzt weiß.

Das ist unterlassene Hilfeleistung und hat eins zu eins zu dieser Situation geführt.
Und es ist ganz nebenbei eine Parabel für die entsprechende politische Entwicklung der Rechten generell. Es passiert, weil Führungskräfte und Experten zu häufig in Sachen Pragmatismus unfähig sind.
 
Die Gründe, warum die Bühne in diesem Waldrama frei wurde für rechte Influencer wie Danny Hilse, esoterische Schriftsteller und Influencer wie Sergio Brimborium oder so ähnlich und das höchst fragwürdige “Free Willy Team” sind die, dass Wissenschaftler
  1. den Wal ohne ihn zu sehen für dem Tode geweiht erklärten
  2. nachdem das geschehen war, seelenruhig nicht nur Tage sondern Wochen zusahen, wie dieses Tier qualvoll siechte, ohne auch nur eine einzige Maßnahme wie Schmerzbehandlung, Abdeckung der Haut oder Gewichtsentlastung vorschlugen
  3. nicht einmal die Empfehlung gaben, Tierärzte hinzuziehen oder international zu befragen, die zu diesen Punkten etwas beizutragen hätten
  4. behaupteten, es gäbe keinerlei Möglichkeiten zur Euthanasie, was ebenfalls nicht stimmt, wie man jetzt weiß.

Das ist unterlassene Hilfeleistung und hat eins zu eins zu dieser Situation geführt.
Und es ist ganz nebenbei eine Parabel für die entsprechende politische Entwicklung der Rechten generell. Es passiert, weil Führungskräfte und Experten in Sachen Pragmatismus unfähig sind.
Die Tatsache, dass du den Wal auch nicht in RL und aus der Nahe gesehen hast und im Kern auch keine Ahnung von Wale hat, hindert dich ja auch nicht.. die Leute vor sind wenigstens vor Ort und machen kein Backseat Walretting
 
Werbung:
Die Gründe, warum die Bühne in diesem Waldrama frei wurde (...)

lagen darin begründet, dass nach Corona die Projektionsfläche zum Wissenschaftsbashing fehlte. Wobei die Experten es ja von Anfang an für die empörte Zuschauerschaft nur falsch machen konnte.

Sprachen sie von Rettungsversuchen, war das böse Tierquälerei. Sprachen sie davon, keine Rettungsversuche zu unternehmen, war das ebenfalls Tierquälerei. Gleiches galt für die Überlegungen, das Tier zu töten.

An der Absperrung überschlug sich das Publikum mit den absurdesten Verschwörungstheorien, die darin gipfelte, der Wal habe etwas Geheimes verschluckt, was nun wieder zutage befördert werden sollte.
 
Zurück
Oben