Na doch, ich glaube, er hat jetzt Gewichtsentlastung durch diese Kuhle, und die Haut wird besser durch den mechanischen Schutz, das sind schon Erleichterungen. Das ist viel im Gegensatz zu vorher. Es steht aber zu befürchten, dass es wieder (viel) schlimmer wird beim und nach dem nächsten Versuch.
Wenn der Versuch "glückt", ertrinkt er sehr wahrscheinlich, wenn nicht, hängt er wohl wieder ungünstiger irgendwo fest.
KI:
"In den USA (und auch in Ländern wie Australien oder Neuseeland) gibt es strikte Protokolle für die Euthanasie von Großwalen, wenn eine Rettung aussichtslos ist. Man will damit tagelanges, qualvolles Siechtum verhindern.
Die gängigste Methode bei Tieren dieser Größe ist ein
Zwei-Stufen-Verfahren:
- Tiefe Sedierung: Zuerst wird dem Wal ein starkes Beruhigungsmittel und Schmerzmittel (oft eine Kombination aus Opioiden wie Etorphin oder Midazolam) verabreicht. Das geschieht meist mit sehr langen Kanülen oder per Ferninjektion, damit das Tier keine Schmerzen mehr spürt und für die Helfer keine Gefahr durch Schreckreaktionen besteht.
- Herzstillstand: Sobald der Wal tief schläft, wird ein Wirkstoff wie Kaliumchlorid direkt in das Herz oder eine große Arterie injiziert. Kaliumchlorid führt schnell und zuverlässig zum Herzstillstand. Da das Tier bereits betäubt ist, bekommt es davon nichts mit.
Warum die Expertin Dr. Frances Gulland vom Marine Mammal Center sagt, dass das geht:
Sie und ihre Kollegen haben diese Technik perfektioniert. Sie nutzen dafür teilweise modifizierte Ausrüstung, um durch die dicke Blubberschicht bis zum Herzen vorzudringen. Für sie ist das eine Frage der
Tierschutz-Ethik: Wenn man nicht helfen kann, muss man das Leiden beenden.
Das Problem in der Wismarer Bucht:
Die deutschen Behörden argumentieren, dass:
- Die benötigten Mengen an Medikamenten für einen 15-Tonner nicht „mal eben“ verfügbar sind.
- Die Entsorgung des Kadavers danach extrem kompliziert wird, weil das Fleisch durch die Medikamente als Sondermüll gilt. Man darf den Wal dann nicht mehr einfach ins Meer schleppen und versenken (was als natürlicher Dünger für die Tiefsee gilt), sondern müsste ihn unter hohem Aufwand an Land verbrennen.
In Deutschland wird die Euthanasie oft als „letztes Mittel“ gesehen, das man aus Angst vor rechtlichen oder ökologischen Folgen so weit hinauszögert, bis die Natur dem Tier die Entscheidung abnimmt."
Echt beeindruckende Gründe.

Wenn man wollte ginge es, dann fragt man eben die Kollegen aus den USA wie man das macht. Aber MACHEN ist in Deutschland ein Reizwort offenbar. Ich finde das inwzischen verbrecherisch, dieses ganze Vorgehen statt dessen.