Gestrandeter Wal i.d. Ostsee hat sich befreit!

und das kann beide treffen, Tiere und Menschen.
So ist es.
Ich weiss. Dennoch beunruhigt und empört es mich, was Schlagzeilen macht und was tunlichst verschwiegen wird, zum grossen Teil von Politik und Medien.
Das hatten wir doch bereits und für mich wiegt das eine Leid nicht weniger als das andere.
Deine Empörung über die geringe(re) Aufmerksamkeit gegenüber jenen, die auf der Flucht ertrinken, teile ich.
Dennoch bleibt es immer auch eine individuelle Perspektive gegenüber den Geschehnissen weltweit.
Es gibt Tage, da fühlt sich die Welt wirklich viel zu schwer für mich an.
Ich muss mich ablenken und den Fokus mit aller Kraft verändern, wenn ich selbst nicht im Schmerz versinken will.
Und damit bin ich ganz sicher nicht alleine, das ist mir immer bewusst.
 
Werbung:
Das hatten wir doch bereits und für mich wiegt das eine Leid nicht weniger als das andere.
Deine Empörung über die geringe(re) Aufmerksamkeit gegenüber jenen, die auf der Flucht ertrinken, teile ich.

Ich auch. Vor allem, wenn ein Wal sehr betrauert wird - aber die Kommentare der mitunter gleichen Personen bei Ertrunkenen auf der Flucht lapidar lauteten: "Na, Deutschland kann halt nicht allen helfen."
 
Man bekommt trotzdem manchmal das Gefühl, dass das Leid von Tieren höher gestellt wird als das Leid von Menschen

Ich glaube, es ist einfach die Seltenheit. Ein Wal ist in der Ostsee selten, wären aber jede Woche 200 Wale hier und das über Jahre, und einer oder auch viele davon würde sterben, dann würde es irgendwann fast keinen mehr interessieren.
Es hat normal nichts mit Tiere und Menschen zu tun, natürlich bis auf diejenigen, die Tiere lieber haben als Menschen, aber das kommt auch nicht von allein, diese Leute haben meist sehr viel schlimmes mitgemacht.
 
Ich glaube, es ist einfach die Seltenheit. Ein Wal ist in der Ostsee selten, wären aber jede Woche 200 Wale hier und das über Jahre, und einer oder auch viele davon würde sterben, dann würde es irgendwann fast keinen mehr interessieren.
Es hat normal nichts mit Tiere und Menschen zu tun, natürlich bis auf diejenigen, die Tiere lieber haben als Menschen, aber das kommt auch nicht von allein, diese Leute haben meist sehr viel schlimmes mitgemacht.

Ja - und ertrunkene Flüchtlinge sind halt nicht selten ....
 
Ja - und ertrunkene Flüchtlinge sind halt nicht selten ....

Und bei so manchen Kommentatoren erstreckt sich die Nächstenliebe eher auf ein Tier - für das gebetet und Blumen niedergelegt werden. Ersteres wäre ja okay für die die es wollen - aber zumindest Angehörige des Wales würden eher davon profitieren, wenn statt Blumen Geld an eine Meeresschutzorganisation gespendet wird. Allerdings kann man sich mit einer Überweisung nicht so gut profilieren, wie bei der Blumenniederlegung.
 
Ja - und ertrunkene Flüchtlinge sind halt nicht selten ....

Ja eben. Es ist normal geworden, daß sie ertrinken, selbst bei Kindern. Da ist auch sehr viel Hilflosigkeit dabei, Deutschland hat ja enorm vielen Menschen geholfen, aber viele sehen, daß es nicht aufhört, daß sich nichts verändert, und es fühlt sich sinnlos an, als wäre alles ohne Verbesserung. Irgendwann gibt man auf und resiginiert.
 
Nur dass ein Leiden es in die Schlagzeilen (und in die Herzen der Menschen) schafft, und anderes vollkommen ungehört verhallt.

Das hast du schon mal hier erwähnt.

Ich versteh deinen Punkt ja aber über ertrunkene Flüchtlinge im Mittelmeer hört man bedauerlicherweise!! immer wieder mal. Leider viel zu häufig und so ist es keine einmalige Sensation mehr.

Außerdem, über noch nicht abgeschlossene Ereignisse wird naturgemäß stärker und intensiver berichtet.

Siehe U-Boot Unglück von vor zwei oder drei Jahren. Darüber wurde auch intensiv berichtet. Es gab ein Hoffen und Bangen. Als geklärt war, dass es keine Hilfe mehr gibt, ebbte die Berichterstattung an. Um auf deine Einwände zurück zu kommen.. da hätte man auch sagen können, weshalb wird darüber so ausführlich berichtet, während im Mittelmeer Flüchtlinge durch Bootsunfälle ums Leben kommen...
 
Werbung:
Zurück
Oben