Beim Lesen hier in einigen Threads sah ich Zeilen von Mitusern, in denen stand folgendes zu lesen : " Ich glaube, wir sind alle Seelenverwandte".
Das glaube ich allerdings auch.
In Anbetracht dessen, dass wir alle der gleichen Quelle entspringen, was jedem Einzelnen auch immer " Quelle" sein mag,..ich persönlich nenne sie GOTT, das LEBEN.
Auf viel " Ver-rücktes bin hier gestossen, was mir davon erzählt, dass wir die Dualität erleben.
Jeder !
Zu sehen war auch, dass mehr oder weniger jedes Posting am Ende vom Gleichen erzählt, nämlich vom Sehnen nach Liebe, nach innerem Frieden, nach Achtsamkeit, nach Begegnung.
So dachte ich mir,.... eröffne ich einen Thread, in welchem jeder davon schreiben kann, welche Begegnung, welche Erfahrung, welche Erkenntnis ihn Seelenverwandschaft -im nicht explizitem Sinne ( oder auch ..) erleben lässt.
Der Thread könnte uns dabei helfen-zu erkennen, dass wir alle EINS sind; und nicht einfach " zufällig" mehr als ähnliche Gedanken, Gefühle, Wünsche, Süchte und Sehnsüchte in uns " tragen".
Einerlei, ob wir uns hier aus der " Vergangenheit" oder der Gegenwart erzählen.
Das Lesen und Mitfühlen trägt die Vergangenheit für Augenblicke ins JETZT, ohne dass wir daran haften bleiben.
In einem anderen Forum schrieb ich mal über die " Seelenverwandschaft" zwischen mir und einem meiner Lehrer..seelenverwandt, weil wir DAS erkannt haben.
Um den Thread zu eröffnen, sozusagen, geh ich nun - und hol die Erzählung nach HIERHER.
Willkommen, jeder, der hier ausruhen will .
PS: Die folgenden Worte erzählen nicht von von einer Begegnung, die wir mental Seelenverwanschaft NANNTEN,..aber, wir haben sie so erlebt, ...als eine..
Deshalb meinte ich Eingangs, es geht im Leben m.E. nicht um " ausgesprochene , auf wenige Menschen bezogene " Verwanschaft"..sondern eher darum sich zu erlauben und zu glauben, zu wissen, dass das was "man" fühlt wahr ist - und so auf " Seelen" trifft, die damit in Resonaz " gehen" - um uns beim Lebendigsein zu unterstützen !
Nun die Erzählung :
Lieber, lieber Ernst K.
Vor etwa drei Jahren, als wir uns anläßlich der Wiedereröffnung der Grundschule in meiner " Heimat" nach zwei , drei verflossenen Jahren wiedergesehen haben, an einem so warmen, späten Herbsttag, da hast du für mich unter freiem Himmel B. Brecht rezitiert.
Mein Mann , deine Frau, ich..wir waren ergriffen von deinem TUN, das wie aus heiterm Himmel kam!
DU SPRACHST:
ERINNERUNG AN DIE MARIE A.
An jenem Tag im blauen Mond September
Still unter einem jungen Pflaumenbaum
Da hielt ich sie, die stille bleiche Liebe
In meinem Arm wie einen holden Traum.
Und über uns im schönen Sommerhimmel
War eine Wolke, die ich lange sah
Sie war sehr weiß und ungeheuer oben
Und als ich aufsah, war sie nimmer da.
Seit jenem Tag sind viele Monde
Geschwommen still hinunter und vorbei
Die Pflaumenbäume sind wohl abgehauen
Und fragst du mich, was mit der Liebe sei?
So sag ich dir: Ich kann mich nicht erinnern.
Und doch, gewiß, ich weiß schon, was du meinst
Doch ihr Gesicht, das weiß ich wirklich nimmer
Ich weiß nur mehr: Ich küsste es dereinst.
Und auch den Kuss, ich hät' ihn längst vergessen
Wenn nicht die Wolke da gewesen wär
Die weiß ich noch und werd ich immer wissen
Sie war sehr weiß und kam von oben her.
Die Pflaumenbäume blühen vielleicht noch immer
Und jene Frau hat jetzt das siebte Kind
Doch jene Wolke blühte nur Minuten
Und als ich aufsah, schwand sie schon im Wind.
B. Brecht
..etwa zwei Jahre davor begegneten wir un´s beim Klassentreffen.
Da war Hidegard auch noch dabei...
Es war ein mich so tief berührender Tag.
Du, deine Frau..wir " erwachsenen "Schüler..aus den Klassen, die du als Grundschullehrer " gelehert " hast..so viele Begrüssungen, so viele Umarmungen, so viel Erzählungen, versüsst - von ein paar stillen, schweigenden Augenblicken.
Der mich so bewegende Tag " zwang mich sanft" ein Gedicht zu schreiben, ich hab es dir und deiner Frau gewidmet.
Es trägt den Titel: KLASSENTREFFEN.
Klassentreffen, September 2000
Wie ein Baum, der nicht wegläuft,
nicht weglaufen kann.
Jeder hat Platz genommen
an einem Ort,
den ihm das Leben zugedacht,
hat Wurzeln geschlagen,
ist gewachsen
auf seine ihm mögliche Weise.
Und in den Wipfeln
spiegelt sich das Denken,
das Fühlen, das Leben.
Schön , so ein Tag, der Vergangenes
ins Jetzt verwandelt.
Beim Blick in die Augen
schmilzt das, was wir Zeit nennen
zur Gänze - für einen Augenblick.
Mühelos lässt sich erfühlen und erkennen:
Jeder ist, wer er war.
Ein Apfelbaum bringt Äpfel hervor,
während seines ganzen Lebens,
wenn ihn Menschenhand
nicht zwingend veredelt.
Doris S.
Ein Jahr später erschien ES in meinem Buch, das ich meinen Eltern und meinen Geschwistern gewidmet habe.
Von nun an durfte ich in deinem " Bücherregal" neben Christine Lavant und Ingeborg Bachmann Platz nehmen.
Ein gutes Gefühl...!
In einem Telefongespräch in dieser Zeit sagtest du zu mir: " Ich bin " stolz" auf dich, du hast mich als kleine Schülerin schon erfühlt."
Ja, die Liebe für oder zur Poesie, die hast du in mir geweckt, lieber Ernst, in frühen Kindertagen.
Mir war es immer eine Freude, Rilke, Fontane , Storm usw. in mich aufzunehmen, auch wenn die meisten das damals "AUSWENDIGLERNEN" nannten .
Du, lieber Ernst K., deine Frau, alle Menschen, die mich näher kennen - wissen von der Erzählung, dass ich von Kindesbeinen an..etwa 20 Jahre..fast jede Nacht von dir geträumt hab.
Unbeschwerte, leichte, vom schönen Leben erzählende Träume.
Als du mich - vor ungefähr 14-15 Jahren hier in meiner Stadt besucht hast, betrachteten wir gemeinsam - du, deine Frau und ich den schönen Dom unserer Stadt,in diesem erbauenden Rahmen..habe ich euch von meinen unzähligen nächtlichen Träumen erzählt.
Danach hörten die Träume fast gänzlich auf.
Hin und wieder schrieben wir uns Briefe, manchmal telefonierten wir.
Unsere letzte persönliche Begegnung, sie war bei einer Beerdigung eines dir und mir liebwerten Menschen in Kärnten, ich erinnere sie gut!
Im erst kürzlich vergangenen Jahr vor Weihnachten, schrieb ich euch, ..wie immer; und legte euch ein schönes, beinahe privates Bild/ Foto von Papst ( besuch ) bei.
Ich dache, lieber Ernst, es könnte von der Historie her für dich interssant sein.
Diesmal habe ich keine Antwortpost erhalten von euch.
Am Neujahrstag, du weißt, ich bin nicht " der große Fern-Seher " sah ich einen Teil vom Neujahrskonzert.
Ich war begeistert, wie schon oft.
Ich sagte zu meinem Mann: Ich fühle mich gerade soo stark verbunden - mit Ernst K.
Wissend, dass dir Musik so viel bedeutete; und dass du ein treuer Geniesser des Neujahtkonzertes immer warst.
Am 2. Januar kam morgens eine Mail aus Österreich, in der zu lesen stand, dass du vor wenigen Stunden von der Erde gegangen bist.
Alle Gefühle, die ein Mensch fähig ist zu fühlen - waren für Sekunden gegenwärtig in mir.
Dann dachte ich..ach, deshalb haben wir das Neujahrkonzert, wenn auch nur zum Teil " gemeinsam " gehört.
Gestern fand die Trauerfeier dir zu Ehren statt.
Es war mir gegönnt, den Priester in Kärnten zu sprechen, der dich von dieser Welt verabschiedet hat.
So kam es, dass du meine " Letzten Grüsse" von ihm übermittelt gekriegt hast.
Die weißen Rosen, die hat eine Frau T.für mich besorgt , sie kam mir als Übermittlerin in den Sinn, weil ich vor Jahren im Rahmen meiner Arbeit Kontakt zu ihr hatte.
Ich dachte, sie wohnt in eurer weiteren Umgebung.
Gestern erfuhr ich von ihr...ihr seid Nachbarn...so RUND ist das Leben.
In der Zeit, zwischen 14 und 15 Uhr.... gestern ... als die Trauerfeier für dich stattfand, ging ich an der Isar " spazieren ", hatte eine Kerze mitgenommen..und sie an einem windgeschützten Ort entzündet.
Dann hab ich mir dir gesprochen, fast alles wusstest du schon, nur manches noch nicht....
Nun weißt du alles.
Es war mühelos für mich, deine Nähe , deine Anwesenheit zu spüren.
Ein stilles Fest, danke!
Und nun geschah das, was man Wunder nennen könnte, wenn nicht Wunder,..dann doch WUNDERBAR..ich habe heute Nacht von dir geträumt, eine Verabschiedung von tiefster, liebender Art, ein GESCHENK !!!
Ich sah drei Bilder von dir.
Ich weiß, dass es drei waren, kann aber innhaltlich nur mehr zwei erinnern.
( Vielleicht kannst du mir das Dritte nochmals " nachreichen ?! ", bitte )
Ich sah dich auf einem Fernsehschirm, in Schwarz-Weiß.
Ich glaube, das fand in unserem Wohnzimmer hier statt.
Das Schwarz -Weiß war zwar verblasst, aber dennoch deutlich.
So, wie wenn ein Bild, eine Innschrift auf einem Grabstein verblasst...
Da sah ich dich in jungen Jahren, so, wie ich dich als jungen Lehrer meiner Zeit in Erinnerung habe; unter dem Foto, dein Name..geschrieben in deiner Handschrift, die ich ja nun wirklich gut kenne, mit Füller geschrieben, wie immer..und schön!
Das zweite Bild am Bildschirm, auch in Schwarz-Weiß, ebenso verblasst zeigte mir dich in reiferen Jahren, darunter stand, in Handschrift von dir geschrieben, mit Füller natürlich: DANKE UND LIEB.
Nie werde ich diese zwölf Buchstaben, die ein soo grosses Abschiedsgeschenk für mich bedeuten vergesen, verlieren, ..nein, nie...
Vielleicht werden sie mal das Eintrittscodewort sein..in eine nächste Dimension ?!?
Ich weiß aus einem Telefonat von heute, mit welchem Lied du gestern verabschiedet worden bist, ich weiß, welche Gedichte rezitiert wurden...
Mein Verständnis von Tod und tot ist solcher Art, dass ich davon ausgehe, dass du das Lied, die Gedichte und - mehr noch, selbst ...wenn auch auf eine neue Weise ERlebt hast.
Eine lichte Reise wünsche ich dir - meine lautere, bedingungslose Liebe und mein Dank für diese Begegnung mit dir auf der Erde, mögen dich begleiten.
Auf Wiedersehen, in welcher Form auch immer, lieber, verehrter Ernst K.
In meinen Zeugnissen stand immer D O R L I S, also,
schreibe ich heute auch:
Mit aller Liebe,
Dorlis S.
Das glaube ich allerdings auch.
In Anbetracht dessen, dass wir alle der gleichen Quelle entspringen, was jedem Einzelnen auch immer " Quelle" sein mag,..ich persönlich nenne sie GOTT, das LEBEN.
Auf viel " Ver-rücktes bin hier gestossen, was mir davon erzählt, dass wir die Dualität erleben.
Jeder !
Zu sehen war auch, dass mehr oder weniger jedes Posting am Ende vom Gleichen erzählt, nämlich vom Sehnen nach Liebe, nach innerem Frieden, nach Achtsamkeit, nach Begegnung.
So dachte ich mir,.... eröffne ich einen Thread, in welchem jeder davon schreiben kann, welche Begegnung, welche Erfahrung, welche Erkenntnis ihn Seelenverwandschaft -im nicht explizitem Sinne ( oder auch ..) erleben lässt.
Der Thread könnte uns dabei helfen-zu erkennen, dass wir alle EINS sind; und nicht einfach " zufällig" mehr als ähnliche Gedanken, Gefühle, Wünsche, Süchte und Sehnsüchte in uns " tragen".
Einerlei, ob wir uns hier aus der " Vergangenheit" oder der Gegenwart erzählen.
Das Lesen und Mitfühlen trägt die Vergangenheit für Augenblicke ins JETZT, ohne dass wir daran haften bleiben.
In einem anderen Forum schrieb ich mal über die " Seelenverwandschaft" zwischen mir und einem meiner Lehrer..seelenverwandt, weil wir DAS erkannt haben.
Um den Thread zu eröffnen, sozusagen, geh ich nun - und hol die Erzählung nach HIERHER.
Willkommen, jeder, der hier ausruhen will .
PS: Die folgenden Worte erzählen nicht von von einer Begegnung, die wir mental Seelenverwanschaft NANNTEN,..aber, wir haben sie so erlebt, ...als eine..
Deshalb meinte ich Eingangs, es geht im Leben m.E. nicht um " ausgesprochene , auf wenige Menschen bezogene " Verwanschaft"..sondern eher darum sich zu erlauben und zu glauben, zu wissen, dass das was "man" fühlt wahr ist - und so auf " Seelen" trifft, die damit in Resonaz " gehen" - um uns beim Lebendigsein zu unterstützen !
Nun die Erzählung :
Lieber, lieber Ernst K.
Vor etwa drei Jahren, als wir uns anläßlich der Wiedereröffnung der Grundschule in meiner " Heimat" nach zwei , drei verflossenen Jahren wiedergesehen haben, an einem so warmen, späten Herbsttag, da hast du für mich unter freiem Himmel B. Brecht rezitiert.
Mein Mann , deine Frau, ich..wir waren ergriffen von deinem TUN, das wie aus heiterm Himmel kam!
DU SPRACHST:
ERINNERUNG AN DIE MARIE A.
An jenem Tag im blauen Mond September
Still unter einem jungen Pflaumenbaum
Da hielt ich sie, die stille bleiche Liebe
In meinem Arm wie einen holden Traum.
Und über uns im schönen Sommerhimmel
War eine Wolke, die ich lange sah
Sie war sehr weiß und ungeheuer oben
Und als ich aufsah, war sie nimmer da.
Seit jenem Tag sind viele Monde
Geschwommen still hinunter und vorbei
Die Pflaumenbäume sind wohl abgehauen
Und fragst du mich, was mit der Liebe sei?
So sag ich dir: Ich kann mich nicht erinnern.
Und doch, gewiß, ich weiß schon, was du meinst
Doch ihr Gesicht, das weiß ich wirklich nimmer
Ich weiß nur mehr: Ich küsste es dereinst.
Und auch den Kuss, ich hät' ihn längst vergessen
Wenn nicht die Wolke da gewesen wär
Die weiß ich noch und werd ich immer wissen
Sie war sehr weiß und kam von oben her.
Die Pflaumenbäume blühen vielleicht noch immer
Und jene Frau hat jetzt das siebte Kind
Doch jene Wolke blühte nur Minuten
Und als ich aufsah, schwand sie schon im Wind.
B. Brecht
..etwa zwei Jahre davor begegneten wir un´s beim Klassentreffen.
Da war Hidegard auch noch dabei...
Es war ein mich so tief berührender Tag.
Du, deine Frau..wir " erwachsenen "Schüler..aus den Klassen, die du als Grundschullehrer " gelehert " hast..so viele Begrüssungen, so viele Umarmungen, so viel Erzählungen, versüsst - von ein paar stillen, schweigenden Augenblicken.
Der mich so bewegende Tag " zwang mich sanft" ein Gedicht zu schreiben, ich hab es dir und deiner Frau gewidmet.
Es trägt den Titel: KLASSENTREFFEN.
Klassentreffen, September 2000
Wie ein Baum, der nicht wegläuft,
nicht weglaufen kann.
Jeder hat Platz genommen
an einem Ort,
den ihm das Leben zugedacht,
hat Wurzeln geschlagen,
ist gewachsen
auf seine ihm mögliche Weise.
Und in den Wipfeln
spiegelt sich das Denken,
das Fühlen, das Leben.
Schön , so ein Tag, der Vergangenes
ins Jetzt verwandelt.
Beim Blick in die Augen
schmilzt das, was wir Zeit nennen
zur Gänze - für einen Augenblick.
Mühelos lässt sich erfühlen und erkennen:
Jeder ist, wer er war.
Ein Apfelbaum bringt Äpfel hervor,
während seines ganzen Lebens,
wenn ihn Menschenhand
nicht zwingend veredelt.
Doris S.
Ein Jahr später erschien ES in meinem Buch, das ich meinen Eltern und meinen Geschwistern gewidmet habe.
Von nun an durfte ich in deinem " Bücherregal" neben Christine Lavant und Ingeborg Bachmann Platz nehmen.
Ein gutes Gefühl...!
In einem Telefongespräch in dieser Zeit sagtest du zu mir: " Ich bin " stolz" auf dich, du hast mich als kleine Schülerin schon erfühlt."
Ja, die Liebe für oder zur Poesie, die hast du in mir geweckt, lieber Ernst, in frühen Kindertagen.
Mir war es immer eine Freude, Rilke, Fontane , Storm usw. in mich aufzunehmen, auch wenn die meisten das damals "AUSWENDIGLERNEN" nannten .
Du, lieber Ernst K., deine Frau, alle Menschen, die mich näher kennen - wissen von der Erzählung, dass ich von Kindesbeinen an..etwa 20 Jahre..fast jede Nacht von dir geträumt hab.
Unbeschwerte, leichte, vom schönen Leben erzählende Träume.
Als du mich - vor ungefähr 14-15 Jahren hier in meiner Stadt besucht hast, betrachteten wir gemeinsam - du, deine Frau und ich den schönen Dom unserer Stadt,in diesem erbauenden Rahmen..habe ich euch von meinen unzähligen nächtlichen Träumen erzählt.
Danach hörten die Träume fast gänzlich auf.
Hin und wieder schrieben wir uns Briefe, manchmal telefonierten wir.
Unsere letzte persönliche Begegnung, sie war bei einer Beerdigung eines dir und mir liebwerten Menschen in Kärnten, ich erinnere sie gut!
Im erst kürzlich vergangenen Jahr vor Weihnachten, schrieb ich euch, ..wie immer; und legte euch ein schönes, beinahe privates Bild/ Foto von Papst ( besuch ) bei.
Ich dache, lieber Ernst, es könnte von der Historie her für dich interssant sein.
Diesmal habe ich keine Antwortpost erhalten von euch.
Am Neujahrstag, du weißt, ich bin nicht " der große Fern-Seher " sah ich einen Teil vom Neujahrskonzert.
Ich war begeistert, wie schon oft.
Ich sagte zu meinem Mann: Ich fühle mich gerade soo stark verbunden - mit Ernst K.
Wissend, dass dir Musik so viel bedeutete; und dass du ein treuer Geniesser des Neujahtkonzertes immer warst.
Am 2. Januar kam morgens eine Mail aus Österreich, in der zu lesen stand, dass du vor wenigen Stunden von der Erde gegangen bist.
Alle Gefühle, die ein Mensch fähig ist zu fühlen - waren für Sekunden gegenwärtig in mir.
Dann dachte ich..ach, deshalb haben wir das Neujahrkonzert, wenn auch nur zum Teil " gemeinsam " gehört.
Gestern fand die Trauerfeier dir zu Ehren statt.
Es war mir gegönnt, den Priester in Kärnten zu sprechen, der dich von dieser Welt verabschiedet hat.
So kam es, dass du meine " Letzten Grüsse" von ihm übermittelt gekriegt hast.
Die weißen Rosen, die hat eine Frau T.für mich besorgt , sie kam mir als Übermittlerin in den Sinn, weil ich vor Jahren im Rahmen meiner Arbeit Kontakt zu ihr hatte.
Ich dachte, sie wohnt in eurer weiteren Umgebung.
Gestern erfuhr ich von ihr...ihr seid Nachbarn...so RUND ist das Leben.
In der Zeit, zwischen 14 und 15 Uhr.... gestern ... als die Trauerfeier für dich stattfand, ging ich an der Isar " spazieren ", hatte eine Kerze mitgenommen..und sie an einem windgeschützten Ort entzündet.
Dann hab ich mir dir gesprochen, fast alles wusstest du schon, nur manches noch nicht....
Nun weißt du alles.
Es war mühelos für mich, deine Nähe , deine Anwesenheit zu spüren.
Ein stilles Fest, danke!
Und nun geschah das, was man Wunder nennen könnte, wenn nicht Wunder,..dann doch WUNDERBAR..ich habe heute Nacht von dir geträumt, eine Verabschiedung von tiefster, liebender Art, ein GESCHENK !!!
Ich sah drei Bilder von dir.
Ich weiß, dass es drei waren, kann aber innhaltlich nur mehr zwei erinnern.
( Vielleicht kannst du mir das Dritte nochmals " nachreichen ?! ", bitte )
Ich sah dich auf einem Fernsehschirm, in Schwarz-Weiß.
Ich glaube, das fand in unserem Wohnzimmer hier statt.
Das Schwarz -Weiß war zwar verblasst, aber dennoch deutlich.
So, wie wenn ein Bild, eine Innschrift auf einem Grabstein verblasst...
Da sah ich dich in jungen Jahren, so, wie ich dich als jungen Lehrer meiner Zeit in Erinnerung habe; unter dem Foto, dein Name..geschrieben in deiner Handschrift, die ich ja nun wirklich gut kenne, mit Füller geschrieben, wie immer..und schön!
Das zweite Bild am Bildschirm, auch in Schwarz-Weiß, ebenso verblasst zeigte mir dich in reiferen Jahren, darunter stand, in Handschrift von dir geschrieben, mit Füller natürlich: DANKE UND LIEB.
Nie werde ich diese zwölf Buchstaben, die ein soo grosses Abschiedsgeschenk für mich bedeuten vergesen, verlieren, ..nein, nie...
Vielleicht werden sie mal das Eintrittscodewort sein..in eine nächste Dimension ?!?
Ich weiß aus einem Telefonat von heute, mit welchem Lied du gestern verabschiedet worden bist, ich weiß, welche Gedichte rezitiert wurden...
Mein Verständnis von Tod und tot ist solcher Art, dass ich davon ausgehe, dass du das Lied, die Gedichte und - mehr noch, selbst ...wenn auch auf eine neue Weise ERlebt hast.
Eine lichte Reise wünsche ich dir - meine lautere, bedingungslose Liebe und mein Dank für diese Begegnung mit dir auf der Erde, mögen dich begleiten.
Auf Wiedersehen, in welcher Form auch immer, lieber, verehrter Ernst K.
In meinen Zeugnissen stand immer D O R L I S, also,
schreibe ich heute auch:
Mit aller Liebe,
Dorlis S.