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Erloschen (altes Gedicht, vor Jahren bereits gepostet)

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von Hellequin, 27. Juni 2018.

  1. Hellequin

    Hellequin Guest

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    Der Herbst begann. Kein Funkeln zeigt sich mehr
    im matten Glas erloschner Augen, leise
    schlüpft Weisheit aus zerstörter Wiederkehr
    und geht mit Nachtgedanken auf die Reise.

    Wie lange schon hast du dich nur ernährt
    vom Nachhall längst vergangener Geschichten,
    du großer Geist, dich so sehr selbst verklärt,
    dass du nicht mehr vermagst, den Dunst zu lichten?

    Du suchtest stets nach Wegen, deinen Leib
    und mit ihm auch den Tod zu überwinden,
    Nun zählt nicht mehr der Sieg noch dein Verbleib,
    du willst nur freigesprochen Ruhe finden.

    Die Kraft der Sphären welkt mit dir dahin
    und all die Schlachten, die du je geschlagen,
    erscheinen nun befreit von falschem Sinn,
    als Wahnideen aus überhitzten Tagen.

    Der Winter naht. Du lächelst müde, lässt
    dich glücksvernarrt in Wolkenkissen fallen,
    raunst heiter fromme Weisen, die sich fest
    in dem, was von dir übrig ist, verkrallen.

    Viel früher als gedacht ist Kali da.
    Sie kommt zu dir, die Ernte einzubringen.
    Nun sieht sie dich, so wie sie viele sah,
    in Fieberstaub als hohle Nuss zerspringen.
     
    Loop, the_pilgrim, *Eva* und 3 anderen gefällt das.
  2. Hellequin

    Hellequin Guest

    Man sollte sich nicht wiederholen, aber ehe ich dasselbe Gedicht in anderen Worten schreibe, kann ich auch gleich das alte nehmen.
     
    Noneytiri gefällt das.
  3. Frau Regenbogen

    Frau Regenbogen Mitglied

    Registriert seit:
    1. März 2018
    Beiträge:
    60
    Ort:
    Unterfranken
    Ah, wer weiß?
    In der Wiederholung liegt oftmals andere Kraft, warum also nicht mit frischen Worten altes neu erschaffen?
    :)
     
    Hellequin gefällt das.
  4. Hellequin

    Hellequin Guest

    Wenn ich mal wieder welche habe, warum nicht? Momentan ginge es höchstens in Mundart.
     
    Frau Regenbogen gefällt das.
  5. Abraxas

    Abraxas Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juni 2018
    Beiträge:
    6.110
    Nice :).

    Hoffentlich gibt es (doch) noch mehr,
    als die Weißheit aus vergangenen Schlachten.

    Es heißt aus dem Geheimnis kommt die Weißheit, nicht umgekehrt.

    Die Liebe zum schonungslosen Wort ist dir im Laufe der Zeit verlorengegangen. Ich mochte das sehr.

    Vielleicht komm ich nochmal darauf zu: mit gespritzten Geist widerfährt dir meist der Trost und führt zur wortgewaltig Untat dreist. :cool:
     
  6. the_pilgrim

    the_pilgrim Guest

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    Sie lächelt Dich an,
    Du lächelst zurück.
    Verstehend und liebevoll,
    Das ist das wahre Glück.
     

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