Elternhaus Villa

Herzbluat

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wo sich Fuchs und Hase "Gute Nacht" sagen
Ich träumte, dass meine Tochter und ich meine Mutter in ihrem Haus besuchten, unser Plan war mal alles durchzuschauen, weil meine Mutter bald zur Langzeitpflege in ein Pflege- und Betreuungszentrum ziehen würde. Sie wohnte in einer alten sehr geräumigen Villa mit hohen Räumen. Die Fischgrätparkette waren mit teuren Teppichen belegt, an der Stirnseite des riesigen Raumes stand ein großer rechteckiger Schreibtisch aus Nussholz, dahinter saß meine (auch im Traum) demente Mutter und dirigierte ihre Haushälterin herum, die im realen Leben meine Arbeitskollegin ist.
Ich sagte zu meiner Tochter, irgendwo müssen wir anfangen und öffnete von einem alten Kasten die Türe.
Das oberste fach war voll mit Steiffteddybären, diese mit dem Knopf im Ohr. alle unterschiedlich groß und sauber. Im unteren Fach waren sehr wertvolle chinesische Bodenvasen mit filigraner Goldmusterverzierung, auch unterschiedliche Größen, das ganze Fach voll.

ich schaute mich weiter um und entdeckte in der ecke einen sehr großen antiken Schrank aus verschiedenen Holzsorten. Sehr edel und wertvoll.

Dann entdeckte ich an der wand ein kleines Fichtenregal, das vom Stil gar nicht in die Villa passte, es war voll mit den Fotoalben meiner Mutter, sie lagen irgendwie unordentlich im Regal, ganz anders als die Sachen im Kasten.

Ich sagte zu meiner Tochter, dieses Regal mit den Fotoalben nimmt sie mit in ihr neues zu Hause.

Dann war der Traum zu Ende.

In der Realität wird meine Mutter tatsächlich in ein Pflege und Betreuungszentrum einziehen. Ihr Einfamilienhaus haben wir miteinander schon aufgeräumt und durchgeschaut. Ihre Fotoalben wird sie tatsächlich mitnehmen.

Ich verstehe die Botschaft mit der Villa und den wertvollen Sachen nicht, auch nicht, dass meine Arbeitskollegin ihre Haushälterin ist.

Darum wende ich mich an euch, mag mir jemand neue Sichtweisen aufzeigen?

Danke an alle die sich Gedanken machen.
 
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Hallo Herzbluat, schön mal wieder was von dir zu lesen😊
Ich träumte, dass meine Tochter und ich meine Mutter in ihrem Haus besuchten
Ein Traum von der Mutter – ich wollte mal in deinen alten Träumen nachlesen, ob du dich schon mal zur Mutter geäußert hattest vielleicht, ging nicht...
So bleibe ich halt ein bisschen theoretisch bei diesem Thema.

Es ist ein Traum, in dem du dir deinen Blick, und zwar den innersten vielleicht verborgenen Blick auf die Mutter vor Augen geführt hast. Wir kennen ja den bewussten Umgang mit unseren Familienangehörigen, der in erster Linie von Alltagsproblemen geprägt ist. Dahinter steht eine innerseelische Verbindung, die wir letztlich nie so wirklich ergründen können. Das gilt ganz besonders für die Mutter.

Dieser in der Symbolik recht deutliche Traum zeigt nun weniger die Mutter als solche, er zeigt dich, deinen Blick und deine vielleicht verborgenen Gefühle deine Mutter betreffend.

Das Haus steht für das Seelengebäude, in deinem Traum meint die Villa die Erhabenheit der Mutter, also den natürlichen Platz, den eine Mutter hat im Denken und Fühlen des Kindes.

Es gibt einen unergründlichen Grund, warum gerade sie dich zur Welt gebracht hat. Und warum weiter du deine Tochter geboren hast. Ihr seid eine innerseelische Verbundenheit (deshalb erscheint auch sie im Traum), was niemand erklären kann, ihr selber auch nicht wirklich. Aber genau das ist die Info deines Traumes.

Eine alte Villa – ihr hattet schon wiederholt miteinander zu tun (in verschiedenen Leben).
Hohe Räume – geistig-seelische Erhabenheit
Parkett und teure Teppiche – ihr seid seelisch gewachsen und eine hat von der anderen profitiert

Das ist die Theorie, wie ich oben schon sagte. Dein Traum legt nahe, dass deine wirkliche Beziehung zur Mutter genau so aussieht.

Nun folgen im Traum Details, die deinen Blick auf die Mutter in der Gegenwart beleuchten.
Ein Schreibtisch ist ein Arbeitsplatz, heißt, deine Mutter hat dir real vor allem Arbeit (mit ihr, wegen ihr) aufgedrückt. Das meint auch die Arbeitskollegin im Traum, sie zeigt noch einmal, dass es vor allem Arbeit war, viel Arbeit, die dich mit der Mutter verband. Wird wohl weniger, wenn sie nun in ein Pflegezentrum kommt.

Der alte Kasten nun mit wertvollem Inhalt, die zeigen Symbole deiner Gefühle für die Mutter.
Nie mehr ist man so unmittelbar – so bedingungslos - mit der Mutter verbunden wie im Kleinkindalter, halt im Teddy-Alter. Viele wertvolle Steiffteddys meinen genau das.

Die wertvollen chinesischen Bodenvasen meinen aber, dass man auch einen nahestehenden Angehörigen nicht ganz und gar ergründen kann. China als Traumsymbol ist das unergründlich Fremde für uns.

Etwas an ihr ist dir unverständlich geblieben. Aber das bestaunst du.

Der große antike Schrank ist die bildliche Darstellung ihres Charakters, wie sie ihn sich erworben hat im Laufe dieses (und früherer) Leben. Die verschiedenen Holzsorten sind halt die verschiedenen gemachten Erfahrungen, die verschiedenen Lebensumstände, die sie zu bewältigen hatte.
„Sehr edel und wertvoll“ sagst du dazu!

Das Fichtenregal, das nun gar nicht dazu passt, das ist die aktuelle Gegenwart, die nüchterne und letztlich banale Situation, wie sie für dich und die Mutter zu bewältigen ist.

Ich habe dir das wie gesagt theoretisch gedeutet..................
 
Liebe @Renate Ritter , ich habe schon darauf gewartet, dass du antwortest. Ich mag es was du aus Träumen alles herauslesen kannst. Eine doch berührende Deutung, .....
Sie war tatsächlich immer sehr dominant und fordernd, auch die letzten 3 Jahre mit ihrer zunehmenden Demenz erwartete sie von ihrem Umfeld, dafür zu sorgen, dass es ihr gut geht und sie glücklich ist.
In dieser Zeit sind auch bei mir viele Kindheitsthemen ins Bewusstsein gerückt, und ich habe viel Vergebungsarbeit gemacht, bin dadurch freier geworden.
Vielleicht ist mir dadurch auch jetzt erst möglich die "Schätze" meiner Kindheit zu erkennen.
Danke dir!
 
In dieser Zeit sind auch bei mir viele Kindheitsthemen ins Bewusstsein gerückt, und ich habe viel Vergebungsarbeit gemacht, bin dadurch freier geworden.
Vielleicht ist mir dadurch auch jetzt erst möglich die "Schätze" meiner Kindheit zu erkennen.
Danke Herzbluat für deine Rückmeldung.

Träume, in denen es um die Mutter geht, unterscheiden sich ganz grob in zwei Kategorien. Ist das Verhältnis zur Mutter gut, dann erscheint die Mutter erstens weniger in den Träumen, und wenn doch, hat sie die Rolle des hilfreichen Unterstützers im Hintergrund.

Viele Menschen haben aber eine sagen wir schwierige Beziehung zur eigenen Mutter. In deren Träumen erscheint die Mutter überhöht.
Manchmal wird die vergebliche Suche nach Liebe bildlich ausgedrückt. Manchmal ist sie der alles bestimmende Machtmensch.
Und manchmal offenbart sich das ganz und gar verborgene Gefühl von tiefer Liebe zur Mutter. So wie bei dir.

Alle Kinder lieben ihre Eltern. Durch schlechte Erfahrungen (aller Art) in der Kindheit sinkt diese Liebe tief ins eigene Innere. Das wirklich Schlimme sind dann nicht mal mehr die Erfahrungen an sich, schmerzlich ist der Umstand, dass die Liebe zur Mutter verleugnet werden muss, nicht ausgedrückt werden kann.

Stell dir dein Herz als Zwiebel vor, wo man eine Schale nach der anderen abtrennen kann. In den oberen Schalen sitzt bei dir das „Fichtenregal“ und du siehst die Mutter hinter dem Schreibtisch die Arbeitskollegin herum dirigieren.

In der verborgenen Mitte deines Herzens aber sitzt deine Liebe zur Mutter, und zwar uneingeschränkt. Da dir dieser Umstand halt kaum bewusst ist, kann es sich nur mal im Traum zeigen, das dann aber total überhöht.
Du hast sozusagen viele „Register gezogen“, um dir deinen inneren Blick auf die Mutter vor Augen zu führen.

Villa und Parkett und Teppich und Schrank und Steiffteddys und gold bemalte chinesische Vasen ... sind viele Symbole, sie meine alle dasselbe.
Erst zum Schluss erscheinen dann die Einschränkungen der problembeladenen Gegenwart.

Dieser Traum zeigt, dass und wie du dir deine Beziehung zur Mutter neu sortierst, wie du als erwachsene Frau alles mehr mit Abstand sehen kannst. Ist immer eine Entlastung, wie du oben selber schreibst😌
 
Wenn die Person in einer Villa wohnt und man träumt dann davon dann bedeutet das einfach das man überwältigt ist vom Reichtum. Die Details kann ich jetzt nicht so ganz deuten, weil das alles so prunkvoll ist, sticht aber eine unterwürfige Haltung heraus. Vielleicht hat die Person eine Faszination für asiatische Gegenstände, wobei ich mich aber frage wie sich das chinesische genau gezeigt hat. Könnte ja auch aus dem Dschungel Taiwans kommen, oder aus den Bergen Tibets oder vielleicht doch Mongolei Türkei? Vielleicht steht das chinesische deshalb hier für eine unterwürfige, hierarchische Haltung, oder die Person besitzt halt entsprechende Kunststücke auch im echten Leben. Das überraschende Auftreten einer anderen Person die ebenfalls identifiziert wurde deute ich als Eifersucht, außer die Person arbeitet im sozialen Bereich.
 
Danke Herzbluat für deine Rückmeldung.

Träume, in denen es um die Mutter geht, unterscheiden sich ganz grob in zwei Kategorien. Ist das Verhältnis zur Mutter gut, dann erscheint die Mutter erstens weniger in den Träumen, und wenn doch, hat sie die Rolle des hilfreichen Unterstützers im Hintergrund.

Viele Menschen haben aber eine sagen wir schwierige Beziehung zur eigenen Mutter. In deren Träumen erscheint die Mutter überhöht.
Manchmal wird die vergebliche Suche nach Liebe bildlich ausgedrückt. Manchmal ist sie der alles bestimmende Machtmensch.
Und manchmal offenbart sich das ganz und gar verborgene Gefühl von tiefer Liebe zur Mutter. So wie bei dir.

Alle Kinder lieben ihre Eltern. Durch schlechte Erfahrungen (aller Art) in der Kindheit sinkt diese Liebe tief ins eigene Innere. Das wirklich Schlimme sind dann nicht mal mehr die Erfahrungen an sich, schmerzlich ist der Umstand, dass die Liebe zur Mutter verleugnet werden muss, nicht ausgedrückt werden kann.

Stell dir dein Herz als Zwiebel vor, wo man eine Schale nach der anderen abtrennen kann. In den oberen Schalen sitzt bei dir das „Fichtenregal“ und du siehst die Mutter hinter dem Schreibtisch die Arbeitskollegin herum dirigieren.

In der verborgenen Mitte deines Herzens aber sitzt deine Liebe zur Mutter, und zwar uneingeschränkt. Da dir dieser Umstand halt kaum bewusst ist, kann es sich nur mal im Traum zeigen, das dann aber total überhöht.
Du hast sozusagen viele „Register gezogen“, um dir deinen inneren Blick auf die Mutter vor Augen zu führen.

Villa und Parkett und Teppich und Schrank und Steiffteddys und gold bemalte chinesische Vasen ... sind viele Symbole, sie meine alle dasselbe.
Erst zum Schluss erscheinen dann die Einschränkungen der problembeladenen Gegenwart.

Dieser Traum zeigt, dass und wie du dir deine Beziehung zur Mutter neu sortierst, wie du als erwachsene Frau alles mehr mit Abstand sehen kannst. Ist immer eine Entlastung, wie du oben selber schreibst😌
Ich danke dir für diese sehr schöne Beschreibung!
 
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Wenn die Person in einer Villa wohnt und man träumt dann davon dann bedeutet das einfach das man überwältigt ist vom Reichtum. Die Details kann ich jetzt nicht so ganz deuten, weil das alles so prunkvoll ist, sticht aber eine unterwürfige Haltung heraus. Vielleicht hat die Person eine Faszination für asiatische Gegenstände, wobei ich mich aber frage wie sich das chinesische genau gezeigt hat. Könnte ja auch aus dem Dschungel Taiwans kommen, oder aus den Bergen Tibets oder vielleicht doch Mongolei Türkei? Vielleicht steht das chinesische deshalb hier für eine unterwürfige, hierarchische Haltung, oder die Person besitzt halt entsprechende Kunststücke auch im echten Leben. Das überraschende Auftreten einer anderen Person die ebenfalls identifiziert wurde deute ich als Eifersucht, außer die Person arbeitet im sozialen Bereich.
In der Realität wohnt die Person in keiner Villa. Meine Mutter hat keine Faszination für asiatische Gegenstände, dass es sich um chinesische Vasen handelt war der Gedanke, den ich im Traum hatte, als ich die Schranktür öffnete.
Ich habe mich auch gewundert, warum gerade diese Person im Traum als Haushälterin fungiert, .....möglicherweise weil sie im realen Leben gerade die arbeitskollegin ist, die sofort anpackt, wenn man sie um etwas bittet. Möglicherweise auch, weil ich sie als sehr selbstbewusst erlebe, aber von ihrer Mutter erzählt sie immer, dass sie herumkommandierte, .....und sehr dominant war oder immer noch ist. Wir sind gleich alt, unsere Mütter ebenso, und beide haben wir ganz unterschiedliche Vorgangsweisen mit unserer schwierigen Kindheit umzugehen.
 
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