Die verbannten Göttinnen

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In der Zeit der Jäger und Sammler standen die Göttinnen der Fruchtbarkeit und des Windes im Vordergrund. Ein Windhauch, der unsere Welt mit Leben erfüllt. Man könnte das auch als eine Mutter Erde umschreiben. Nachweislich, trugen Frauen in manchen Regionen gerne kleine Figuren als Begleiterinnen zu ihrem Schutz und Beistand. Ein Beispiel dazu ist die Venus von Willendorf aus der Zeit vor rund 29500 Jahren.

Das sollte sich dann mit dem Wandel zu einer sesshaften Gesellschaft ändern. Eine Gesellschaft, in der die Götter den Göttinnen vorangestellt wurden. Dieser Wandel wurde in der sumerischen Geschichte von der Fruchtbarkeitsgöttin Inanna dargestellt. Sie hatte einen Garten in Eden angelegt, und dort den Weltenbaum gepflanzt. In diesem Baum hatten sich die alten Götter eingenistet, die von dem Bruder von Inanna vertrieben wurde. So kommt dort auch die Schlange als die Mutter Erde vor-

Dazu fällt dazu auch noch der Heilige Geist Jahwes ein, der sich als Ruah/Windhauch übersetzen lässt. Dieser Windhauch wurde gerne mit dem Leben verbunden. Damit bekommt der Heilige Geist in der Schöpfungsgeschichte seinen eigenen Sinn:

1. Buch Moses 1[1] Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
[2] Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der
Tiefe; und der Geist Gottes schwebte (als Schöpfer des Lebens)
über dem Wasser.


So ist das hebräische Wort Ruah eigentlich mit einem weiblichen Aspekt verbunden. Deshalb wird die Ruah auch gerne als die weibliche Seite Gottes bezeichnet. Zusammenfassend könnte man also sagen, dass auch der Göttin Ruah ein Gott vorangestellt wurde. Ich denke, dass der Gott Jahwe und die Ruah nicht aus einem Guss waren. Ich erinnere an die Geschichte von Moses und der Begegnung mit Jahwe.

Aus diesen Gründen glaube ich also nicht, dass mit dem Heiligen Geist der kognitive Geist eines Gottes gemeint sein kann.
Nur gut, dass sich im Christentum die kleinen Göttinnen, trotz des Widerstandes des Klerus, den Zugang zum göttlichen Pantheon fanden.

Merlin
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So ist das hebräische Wort Ruah eigentlich mit einem weiblichen Aspekt verbunden. Deshalb wird die Ruah auch gerne als die weibliche Seite Gottes bezeichnet. Zusammenfassend könnte man also sagen, dass auch der Göttin Ruah ein Gott vorangestellt wurde. Ich denke, dass der Gott Jahwe und die Ruah nicht aus einem Guss waren. Ich erinnere an die Geschichte von Moses und der Begegnung mit Jahwe.

Aus diesen Gründen glaube ich also nicht, dass mit dem Heiligen Geist der kognitive Geist eines Gottes gemeint sein kann.
Nur gut, dass sich im Christentum die kleinen Göttinnen, trotz des Widerstandes des Klerus, den Zugang zum göttlichen Pantheon fanden.

Merlin
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Vielleicht liegt der Denkfehler vieler darin, dass sie YHWH oder Gott ein Geschlecht zuweisen.
 
Dafür hätte ich gerne mal Belege....
:unsure:

Zu der Geschichte von der Göttin Iananna gibt es Tontafeln aus Sumer, auf denen erzählt wird, wie sie als Göttin der Fruchtbarkeit über das Land zog.

So gibt es auch archäologische Funde zu den besagten Tonfiguren, die alle am Kopf eine Öse zum Umhängen hatten. Erst die Tage wurde dazu eine Dokumentation im Fernsehen ausgestrahlt!!! Diese Figuren wurden auch bei Frauen als Grabbeigabe beigelegt. Warum also sollten sich Frauen aus der Zeit der Jäger und Sammler ein solches Figürchen umhängen?
Spirituelle Amulette werden auch heute noch getragen, um die Trägerin zu behüten!

So wurden nun eben die meisten Göttinnen mit der Fruchtbarkeit und somit auch des Windes verbunden: woran das wohl liegen mag!

Merlin
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum also sollten sich Frauen aus der Zeit der Jäger und Sammler solches Figürchen umhängen?
Das wäre aber trotzdem Spekulation.


Spirituelle Amulette werden auch heute noch getragen, um die Trägerin zu behüten!
Ohne Zweifel. Und daran ist auch überhaupt nichts falsches. Allerdings wird vieles verzerrt und neu interpretiert.
Witzig finde ich auch , das Thors Hammer "Mjölnir" eigentlich fast nur von Frauen getragen wurde.
Während man Thor heute als "männliches Ideal" sieht und jeder Möchtegern Wikinger den Mjölnir trägt.😆
 
Nur gut, dass sich im Christentum die kleinen Göttinnen, trotz des Widerstandes des Klerus, den Zugang zum göttlichen Pantheon fanden.
Kann man so sehen!
Aber welche Göttinnen waren es, die verbannt wurden??

Alles Fruchtbarkeits - Göttinnen und Aphroditen -
allenfalls noch eine ( als Kastrat) Pallas Athene bei den alten Hellenen!

Da ist mir noch eine non-binäre Sicht bezüglich höherer Entitäten lieber! :D
 
Aber welche Göttinnen waren es, die verbannt wurden??
Liebe Filomena,

mit den kleinen Göttinnen meine ich zum Beispiel Maria oder Magdalena und eine Reihe Madonnen.
Segenbringende Frauen, von denen sich die Gläubigen Beistand und Hoffnung versprechen.

So stand in Ephesos der Tempel der Göttin Artemis (Diana), zu dem die Frauen gerne pilgerten und sie um Beistand zu bitten. Heute steht in Ephesus ein Haus Marias, in dessen Anwesen sie beigesetzt sein soll. So wie damals die Frauen zu Artemis pilgerten, so pilgern nun die Frauen zu Maria. Interessant dürfte sein, dass die islamischen Pilgerinnen in der Überzahl sind.

Gerade bei Maria spielt ein Vertrauen von Frau zu Frau eine große Rolle. Frauenthemen stehen bei vielen Wallfahrtsorten im Vordergrund, Themen, die auch schon ein Grund waren, um nach Ephesos zu pilgern.

Auch in unseren Regionen gibt es viele Kirchen, die diesen Heiligen geweiht wurden. Selbst St. Maria Magdalena wurde davon nicht ausgelassen.

Salbum Salabunde 🌿
Merlin

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