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Die Geschichte meiner Mutter mit starker symbiotischer Bindung zu mir

Dieses Thema im Forum "Sensitivität und Empathie" wurde erstellt von kelchprinzessin, 21. Oktober 2019.

  1. kelchprinzessin

    kelchprinzessin Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Oktober 2008
    Beiträge:
    479
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    Hallo alle,

    Ich möchte hier kurz die Geschichte von mir und meiner Mutter erzählen, bevor ich zum Punkt komme:

    Meine Mutter stammt aus einem Bergbauernhof in Oberösterreich, sie hat 5 Geschwister. Sie war laut Erzählungen meiner Tante schon immer anders. Sie hatte wenig bis keine Freunde in der Schule, war zurück gezogen und introvertiert. In Griechenland lernte sie meinen Vater (der aus Ägypten stammt) kennen.
    Sie nimmt ihn mit nach Österreich, wo ich dann zur Welt kam.
    Sie beschloss sich ein altes "Aussteiger" Haus im Burgenland zu kaufen. Meine Eltern stritten sehr oft. Mein Vater hatte getrunken, szenerien, viel brüllerein bekam ich mit. Ich wusste mich gut zu schützen, da ich in der Natur meine Kraft holte.

    Trotzdem waren diese Brüll attacken ein Trauma für mich. Auch spürte ich dass meine Mutter mich immer sehr nah an sich gebunden hatte, es war wie ein Sog.
    Nach der Scheidung als ich 7 war, lebte sie alleine mir in diesem Haus im Wald. Mit Viel Natur. Ich Tagträumte viel. Sie unterrichtete mich selbst. Meine Tante erzählt oft dass mir meine Mutter keine Grenzen setzte. Und diese Bindung an sich, die lies mich nicht los.

    Ich kannte aber nichts anderes weil wir so abgeschottet lebten...Ich sah auch dass sie oft Meditierte und Stundenlang nicht ansprechbar war. Sie hatte einen guten Zugang zu Spiritualität. das hatte sie gerettet. Aber auch hatte sie "Magisches Denken".
    Wir zogen als ich Teenager war nach Wien. Dann wieder zurück, dann nach Linz...
    Ich hatte mit 17 ein Baby verloren, das war ein Einschnitt in meinem Leben.
    Davor auch so viel Drama und Trauma durch die Scheidung ausgelöst.
    Aber ich hatte meine Kraft, mein Talent, mein Ziel, meine Vision.

    Als ich alleine nach Wien zog, ging es meiner Mutter zunehmends schlechter. Sie zog mir nach.
    Ein richtiges Thema wurde es erst in den letzten 6 Jahren. Als sie zunehmends Merkwürdiges Verhalten zeigte. Sie hatte eigentlich keine Sozialen Kontakte, außer mir, schrieb mir täglich Nachrichten oder rief 3 - 5 mal an. Mein kleines Hündchen hatte ich ihr überlassen damit sie nicht alleine war. Sie hängte mir ungefragt Essen an die Tür, auch wenn ich es nicht wollte, roch an meiner Schmutzwäsche... sie verärgerte mich damit, und ich bat sie merhmals meine Privatsphäre zu beachten. Es war wie eine Bedrohung für mich. Denn sie akzeptierte kein nein. Das schlimme ist, dass ich sie natürlich sehr liebe, sie ist ja meine Mama!

    Nach dem Tod meines Vaters vor 2 Jahren hatte sie eine Psychose. Ihr wurde auch eine Diagnose gegeben - Schizotypische Persönlichkeitsstörung, schwere Depression mit psychotischen Perioden, vegetative dystonie ... sie nimmt viel Medikamente und hat Pflegestufe 1 bekommen. Das ist für mich so traurig und es zieht mich hinunter. Als ich erfahren hatte das mein Vater im Spital lag, ist es ihr auch plötzlich ganz schlecht gegangen, und ich war zerissen wen ich unterstützen sollte. Sie hat glaube ich simuliert, so dass ich nicht zu ihm fahre. Letztendlich ist er ins Koma gefallen. Das war für mich psychische manipulation, damit sie das bekommt was sie braucht - meine nähe. Immer wenn es ihr schlecht ging schreibt sie es mir. Manchmal geht es ihr so schlecht dass ich mir große sorgen machen muss. Ich versuchte mich zu lösen, aber bemerkte dass sie sehr litt darunter. Meine beiden Tanten sind Therapeutinnen und predigten immer Abgrenzung von ihr, und dass sie ein "nein" von mir akzeptieren sollte. Aber mit der Zeit hatte ich eine Ehrliche Verbindung zu ihr aufgebaut. Ich habe aber das Gefühl dass sie von mir lebt, meiner Energie...

    Und hier komme ich zum Punkt: Ich habe das Gefühl dass sie mich in ihr Gefühlsleben, in ihre Psyche hineinzieht. Ich bin Doppelter Krebs im Sternzeichen mit Waage Mond. Sie ist doppelter Skorpion.
    Ich liebe sie wie gesagt sehr, und ich will sie nie mehr wieder wegstoßen müssen. Aber mein Dasein als ihr einziges auf der Welt in gewisser weise zu missbrauchen, das hat diese liebe kurzfristig auch zum Hass gemacht. Ich möchte einen Weg, einen Trick, ein Mantra finden was Grenzen Bauen kann.
    Ich habe nähmlich das gefühl als würde sie mein inneres mit der Hand nehmen und es festhalten.
    Und ich spüre was sie spürt. Meine Tante meinte sie hat eine sehr starke symbiose Entwickelt, sodass ich Alles bin. Und dieses Gefühl macht mir große Angst.
    Sehr große Angst.
    Ich freue mich sehr auf Inputs
    Danke!
     
  2. David Cohen

    David Cohen Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. November 2017
    Beiträge:
    3.420
    Ort:
    Kösching, in Bayern
    Nur ganz kurz, hab nicht viel Zeit.
    Verstehe ich, gerade wegen dem Doppelkrebs - und deiner Kindheit.
    "Du oder Sie?" ist aber die Frage,
    gerade in brenzligen Situationen.
    Statt wegstossen könntest du nach Abgrenzungsmöglichkeiten suchen.
    Und dich vielleicht mit dem Helfersyndrom (Krebs + Kindheit) und der Harmonieprägung der Waage tiefer beschäftigen.
    Die Angst sehe ich als berechtigt. :) (Du kennst die Skorpionprägung in Beziehungen?)
    Lösung wäre hier die liebevolle Abgrenzung, und das Aushalten von Verlustängsten etc.
     
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  3. Evatima

    Evatima Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2019
    Beiträge:
    3.261
    Liebe @kelchprinzessin
    Erstmal eine Frage: Wenn Deine Mutter Plegestufe hat, wird sie wohl nicht mehr allein wohnen, oder? Wie weit lebt sie von Dir entfernt? Könntest Du nicht eine Lösung finden, damit es Deiner Mutter nicht mehr möglich ist, von sich aus zu Dir zu kommen?

    Dann könnte sie Dich zwar noch anrufen oder Dir schreiben, aber Du könntest klare Erreichbarkeitsfenster festlegen. Das würde auch Deiner Seele gut tun, wo Du Dir selbst gewährst, Dich innerlich zu lösen von ihr innerhalb der festgelegten Nichterreichbarkeit.

    Es liegt auch an Dir. Du musst lernen, Grenzen zu setzen, ohne Dich schlecht zu fühlen dabei. Du musst Dich sachte abnabeln aus dieser Symbiose. Das heißt ja nicht, dass es nicht auf liebevolle Weise glücken kann. :)
     
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  4. kelchprinzessin

    kelchprinzessin Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Oktober 2008
    Beiträge:
    479

    Sie wohnt nicht weit weg, und sie lebt allein, also Hündchen ist auch in dem Häuschen wo sie wohnt.
    Sie hat einen Partner der sie ca 2 mal die Woche besuchen kommt.Sonst lebt sie alleine, Sie ist auch einfach immer erschöpft.
    Und sie unter soziale Kontakte zu bringen ist unmöglich, das lehnt sie völlig ab.

    Es ist besser geworden mit ihrer Kontaktiersucht, und sie lässt mich auch mehr los als je zu vor...
     
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  5. Terrageist

    Terrageist Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    3.715
    Hallo @kelchprinzessin ,

    ich habe das Gefühl, dass du auch mal die Beziehung zu deinen Tanten überprüfen solltest.
    Mir scheint, sie beeinflussen sehr dein Denken über deine Mutter.
    Sie spürt es evtl. und versucht, dich in gewisserweise "indirekt" dennoch zu "binden".
    Wenn du deine direkte Tochterbeziehung zu ihr findest, könnte das vielleicht erlösend sein.
     
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  6. Evatima

    Evatima Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2019
    Beiträge:
    3.261
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    Dann wird Deine Mutter durch das Älterwerden und die zunehmende Müdigkeit auf natürliche Weise ausgebremst, was eine natürliche gegenseitige Abnabelung bei euch fördert.

    Wie oft schreibt sie Dir denn jetzt noch? Schaffst Du es, nicht an sie zu denken, wenn sie nicht schreibt? Kannst Du sie ausblenden in dieser Zeit?
     
  7. kelchprinzessin

    kelchprinzessin Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Oktober 2008
    Beiträge:
    479
    Ja ich habe auch gerade eine schwierige Beziehung mit einem Doppel Zwilling mit Jungfrau Mond - Katastrophe!
    Da zeigt sich das Helfersyndrom in vollster Blüte.
    Sie geht jetzt einenhalb Jahre dahin:

    https://forum.beziehungsdoktor.de/index.php?threads/ich-habe-ihn-lieb-aber.10597/
    https://www.psychotherapiepraxis.at/pt-forum/viewtopic.php?f=5&t=41432
     
  8. kelchprinzessin

    kelchprinzessin Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Oktober 2008
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    479
    Ja im normalfall 1 bis 2 Anrufe täglich, und 2 SMS.
    Wenn es ihr nicht gut geht 6 n- 7 Anrufe und entsprechend Nachrichten.
    Es ist so schwer denn sie schreibt mir dass es ihr nicht gut geht, es sie nicht mehr aushält.
    Sie da zu ignorieren wäre farlässig.
    Das sind aber nur Phasen - gottseidank.
     
  9. kelchprinzessin

    kelchprinzessin Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Oktober 2008
    Beiträge:
    479
    Völlig richtig. Aber Inwiefern meinst du beeinflussen sie mein Denken?
    Eine Tante riet mir zum völligen Kontaktabbruch. Sie rief meine Mutter an und sagte sie soll mich nicht mehr Kontaktieren.
    So habe ich das aber nie gesagt... Ich wollte einfach nur nicht SO oft kontaktiert werden.
    Das war schrecklich als meine Mutter das hörte, war sie komplett traurig.

    Diese Tante hatte auch mein Vater noch ärgerlich erwähnt als ich das letztemal mit ihm telefonieret bevor er starb.
    Sie wollte damals, als ich klein war und meine Eltern stritten haben die Polizei wegen ihm rufen. Das hatte er nie verkraftet. Und eben hat er diese Tante erwähnt. Das war so festgefahren in seinem Kopf, auch 30 Jahre später noch
     
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  10. Terrageist

    Terrageist Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    3.715
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    Naja, ich entnehme es aus deinem Eingangspost. Und dir selbst fällt es vielleicht gar nicht mehr so auf.

    Deine Tanten, wenn ich das jetzt richtig erinnere, hätten dir erzählt, wie deine Mutter beispielsweise als Kind war, dass sie angeblich "ausgegrenzt", also
    einzelgängerisch oder sowas , usw.. war.
    Das sind aber anscheinend immer die Sichtweisen und Perspektiven deiner Tanten.

    Ich habe überlegt, wie das in meinem Leben so wäre. Die Geschwister meiner Eltern hätten mir niemals wirklich etwas Echtes über meine Eltern sagen können.

    Wenn ich meine eigenen Söhne betrachte. Sie verstehen sich sehr gut, sind aber in Manchem grundverschieden.

    Einer hat eine Tochter, und die hat ihren direkten Kontakt zu ihm. Sie würde / könnte ihn doch niemals über ihren Onkel, seinen Bruder definieren.

    Vielleicht verstehst du was ich meine.

    Du hast (scheinbar, zumindest teilweise) deinen Blick auf deine Mutter von deinen Tanten aus.

    Daher wahrscheinlich auch sehr von außen.

    Den inneren Kontakt fürchtest du, das verstehe ich.

    Vielleicht wäre es aber ganz anders, als du glaubst.

    Ist ja nur mal ein Hinweis zum Nachdenken. :)


    Liebe Grüße
     
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