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Die 3-tägige Schlacht im Teutoburger Wald - Rache des Arminius

Dieses Thema im Forum "Andere Völker und Kulturen" wurde erstellt von AlternateReality, 23. Dezember 2020.

  1. AlternateReality

    AlternateReality Aktives Mitglied

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    7. Dezember 2020
    Beiträge:
    92
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    Konungariket Sverige
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    Etwas aus den Geschichtsbüchern, von dem Nachbarn im Süden, der tapfer gekämpft hat...

    Wie eine wandernde Bestie durchstreifte die römische Kriegsmaschine den Teutoburger Wald. Es ist das Jahr 9 n. Chr. im heutigen Weserbergland nahe Osnabrück in Deutschland. Die Legio XVII, XVIII & XIX zusammen mit 6 Cohortes Auxilia (Hilfskohorten), und 3 Alae (Kavallerieflügel) insgesamt ca. 20.000 Mann marschierten durch den germanischen Wald, angeführt von Publius Quinctillius Varus - dem Gouverneur dieser Provinz. Doch die Bestie hatte keine Ahnung, dass sie von einem lauernden & hungrigen Wolfsrudel beobachtet wurde. Etwa 15.000 germanische Krieger aus diversen Stämmen verschanzten sich hinter den Bäumen und Hügeln und belauerten die Römer aufmerksam wie ein Raubtier, kurz vor dem Angriff auf seine nichts ahnende Beute. Angeführt wurden sie von Arminius, dem Befreier der Germanen. Ehemals ein loyaler Kavelleriekommandant Roms doch hatte er das Trauma seiner Kindheit nie vergessen - die brutale Versklavung, Verschleppung und Tötung viele seiner Stammesangehörigen, Freunde & Verwandten durch die Römer. Nun war der richtige Zeitpunkt der Vergeltung gekommen. Arminius hatte das geschafft was vor ihm kein Germane schaffte: Er vereinte die rivalisierenden und verfeindeten germanischen Stämme, die Cherusker, Chatten, Marser, Brukterer & Angrivarier unter einem Banner gegen einen gemeinsamen Feind - Rom.
    Der römische Konvoi erstreckte sich an einem Punkt bis zu 15 km lang, damit gefährlich schmal & verwundbar durch den Wald. Dies war das richtige Signal - es ertönten Trompeten begleitet von Kampfgeschrei und mit einem Speer - und Pfeilhagel aus allen Seiten begrüßten die Germanen die Römer in ihrem Territorium. Massive Steinbrocken wurden dazu auf die Legionäre geschleudert, die viele im Prozess schwer verwundeten und erschlugen. Die überrumpelten Römer konnten dennoch aufgrund ihrer Professionalität und Disziplin eine Verteidigungslinie bilden und formten das Testudo "die Schildkröte" um sich vor den Geschossen zu schützen. Nach einiger Zeit des Gefechts zogen sich die Germanen in die Wälder zurück. Ziel war es die Römer erstmal zu schwächen, mit Materialverlusten und Verwundeten. Eine verwundetete Beute ist nämlich ein leichteres Ziel für das Raubtier. Arminius, der sein Leben lang auf die römische Kriegsführung ausgebildet & getrimmt wurde, kannte die Stärken und Schwächen einer römischen Legion ganz genau und wusste wie mann sie besiegen kann. Trotz der Umstände entschloss sich Varus nicht umzukehren und rückte weiter westwärts tiefer den Wald in Richtung Kalkriese vor. Schwere sintflutartige Regenfälle brachen am nächsten Tag aus, die den Römern schwer zu schaffen machte. Umgestürzte Bäume, Schlamm und Sumpf behinderten sie erheblich, hinzu kam, dass sich ihre Ausrüstung dabei mit Wasser vollsog insbesondere ihre hölzernen Schilde das " Scutum" wurde dadurch so schwer wie ein Zementblock und war kaum noch für den Kampf brauchbar. Die verwundete & angeschlagene Bestie war nun reif für den Todesstoß: Plötzlich ein ohrenbetäubendes Kriegsgeschrei, erneut strömten Tausende von germanischen Krieger wie ein erzürnter Bienenschwarm zwischen den Bäumen hervor, angeführt von Arminius persönlich und preschten in die Reihen der Römer. Diese hatten keine Zeit mehr sich zu formieren und wurden nun von allen Seiten attackiert. Mit schweren Äxten und langen Breitschwerten schlugen die bulligen Germanen auf die Römer ein und metzelten sie nun zu Tausenden gnadenlos nieder. Arminius wusste, dass ein Legionär in Formation kaum schlagbar war aber dagegen nie für den Einzelkampf trainiert und somit ein leichter Kontrahent für einen Germanen war, dessen Spezialität dies gewesen ist, was nun vollkommen ausgenutzt werden konnte.
    Ein Großteil der Überlebenden floh nun weiter westwärts mit Varus in der Nachhut. Zum Glück für die Römer erreichten sie nun offeneres Gelände wo sie ein Lager aufschlugen und Varus sich mit seinen Offizieren beriet. Er entsandte den römischen Legaten Numerius Vala mit der gesamten Kavallerie (3 Alae ca. 2.000 Reiter) nordwärts um Alliierte zu kontaktieren, da ihnen nun ihre lebensbedrohliche Situation äußerst klar war. Doch Arminius antizipierte diese Handlung und schickte seine schnellere germanische Kavallerie auf einen Abfangkurs: Wenige Kilometer nördlich stellten sie der römischen Kavallerie einen Hinterhalt und vernichteten sie fast komplett. Die Apokalypse war perfekt: Die wenigen Überlebenden berichteten Varus von der Katastrophe. Als der Albtraum nicht noch hätte schlimmer werden können, beging er und sein Offiziersstab aus Verzweiflung & Hoffnungslosigkeit Selbstmord. 2 neue römische Offiziere übernahmen das Kommando: Lucius Eggius & Marcus Ceionius. Die wenigen überlebenden Kohorten versuchten nun zu verzweifelt zu entkommen und stießen auf einen angehäuften Erdwall, der die Römer wie beabsichtigt aufhielt und den sie versuchten zu überwinden. Doch sie waren nicht schnell genug, denn nun stürmten Germanen von allen Seiten auf sie zu und umzingelten sie mit einer erdrückenden zahlenmäßigen Überlegenheit. Lucius Eggius & seine Kohorten leisteten einen letzten heroischen Widerstand bevor sie massakriert wurden. Marcus Ceionius kapitulierte, ließ sich gefangen nehmen und beging kurz danach ebenfalls Selbstmord.
    Das Grauen hatte nun nach 3 fürchterlichen Tagen ein Ende: Bis zu ca. 15-16.000 Römer kamen insgesamt ums Leben. Es war die schlimmste Niederlage, die die Römer seit mehr als 60 Jahren erlitten hatten, seit der Schlacht von Carrhae 55 v.Chr. gegen die Parther.

    Cheerio,
    A.R.
     
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  2. EngelChristian

    EngelChristian Sehr aktives Mitglied

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    Ich befürworte keine Kriege mehr, aber damals war ich römischer Soldat und führte selber eine Legion an, die aber unbeteiligt war an der Schlacht. Ich habe bruchstückhafte Erinnerungen an jene Inkarnation. Aus der Ferne sah ich sie in den Wald marschieren. Es nahm mich sehr mit. Ich wusste, dass sie im Wald so gut wie wehrlos waren. Es waren auch Freunde von mir darunter. Ich wusste innerlich, dass es Falle war. Ich nahm es Varus übel, dass er Germanen vertraute. Es war Dummheit für mich.
    Scheinbar hattest du auch in dieser Zeit gelebt?
     
  3. AlternateReality

    AlternateReality Aktives Mitglied

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    Konungariket Sverige
    Frauen verlieren ihre Männer , Kinder ihre Väter und Eltern ihre Kinder. Welche Gründe sind so wichtig, die Kriege zu befürworten?
    Vielleicht bin ich zu dumm dazu, aber ich verstehe das nicht. Trotzdem hat es Kriege immerschon gegeben und gibt es immernoch.

    Ich respektiere deine Sicht. Ich kenne nur dieses eine Leben hier und Jetzt.
    Falls ich ein anderes Leben gehabt habe, ist es mir nicht bewusst.

    Meine Interesse ist ein sozialer Aspekt, über den nichts in Geschichtsbüchern steht...
    Warum waren die Stämme Cherusker, Chatten, Marser, Brukterer & Angrivarier miteinander verfeindet, weiß das jemand?

    Dazu gibt es keine Aufzeichnungen aus vertrauenswürdige Quelle, aber die Vermutung ist da, daß diese ihre eigene Fejd untereinander hatten.
    Zu Versöhnung mußte also erst ein noch größerer Feind kommen?

    Für Hier und Jetzt bedeutet das für die Menschheit wohl, daß es nie Frieden geben kann in der Welt, obwohl Traum von Weltfrieden schon da ist.
    Aber wenn ich in die Geschichte der Länder blicke, was für ein "Feind" muß der Menschheit gegenübertreten, daß diese zusammenhält und ist das wirklich der einzige Weg?

     
    Zuletzt bearbeitet: 23. Dezember 2020
  4. .:K9:.

    .:K9:. Guest

    Früher musste man nicht über das eigene Rudel hinaus denken und wenn’s räumlich eng wurde gabs halt auf die Fresse. Wir haben entgegen dem zentralistischen Frankreich ja immer noch einen Laschet, einen Söder, usw. Der Sinn fürs Provinzielle ist geblieben :cool:
     
  5. Hatari

    Hatari Sehr aktives Mitglied

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    in den weiten des Universums
    Du meinst er ist erwähnenswert? Wenn dies der nächste Kanzler ist, dann gute Nacht Deutschland.
     
  6. .:K9:.

    .:K9:. Guest

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    Als Beispiel fürs Provinzielle allemal:D
     
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  7. AlternateReality

    AlternateReality Aktives Mitglied

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    Konungariket Sverige
    Ist Provinzdenken nicht gut?

    Ich bin zuerst einmal Schwedin, dann Europäerin, wobei ich dazu wie viele Schweden kein wirkliches Gefühl habe. Niemand wollte in meinem Land in die Währungsunion, EU Beitritt 95 war sehr zögerlich.

    Wenn Amerikaner von Europäer sprechen, als ob alle gleich sind...ist sowas nicht ein bisschen dumm?
    Ich spreche nicht viel mit Deutschen, weil es hier nicht viele Deutsche gibt und nur 20% Schüler lernen deutsch, aber ich weiß was ein Rudel ist und wie Wölfe ihr Leben regeln.

    Ich würde die Politik lieber Wölfen anvertrauen als einem Trump, aber wen interessiert das schon :)

    Cheerio,
    A.R.
     
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  8. .:K9:.

    .:K9:. Guest

    Es kommt drauf an. Das Provinzielle bietet eine wärmere Heimat als das Nationale, aber die Probleme der Zeit sind offensichtlich nur im globalen Kontext zu lösen.
    Dein Deutsch ist besser als bei so manchen Deutschen :thumbup:
    PS, hier schreibt auch ein Deutscher aus Schweden, @Joey
     
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  9. Mellnik

    Mellnik Sehr aktives Mitglied

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    8.690
    Dein Ernst?

    Und ich war damals mit dabei als ägyptischer Koch.
     
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  10. Mellnik

    Mellnik Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2017
    Beiträge:
    8.690
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    Wer soll's werden, wenn du die Wahl hättest?

    Und wenn ich einen Wal hätte, wüsste ich die Antwort:
    Ein Wal in einem Saal! :)
    Mit Schal - aber ohne Qual! :)
    Das wär doch totaaaaaal
    gut! :)
     
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