Deutsche Einheit?

Ereschkigal

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Hallo Ihr Lieben,

im thread Nationalität kam es zu einem anderen Thema. Damit dieser Thread nicht gesprengt wird, wollte ich den Anfang der Diskussion einfach nochmal als eigenes Thema hier rein stellen.

Liebe Grüße
Ereschkigal

Romy Hexe schreibt folgendes:

Wenn ich jetzt anfangen würde alles aufzuschreiben, was schief gelaufen ist udn noch läuft, dann sitz ich morgen noch hier und würde dieses Forum sprengen.

Es fing doch schon 1990 an. Es wurde weder ein Volksentscheid gemacht noch irgendwie anders ermittelt, ob die Mehrheit der Deutschen, da mein ich Ost und West überhaupt eine Einheit wollten. Es wurde einfach über die Köpfe hinweg entschieden. Dann wurde das westliche System dem östlichen System einfach übergestülpt ohne das der Osten auch nur annähernd eine Chance hatte sich einbringen zu können. Es wurde und wird mit System ostdeutsche Konkurrenz kaputt gemacht. Und es wird mit zweierlei Maß gemessen. Der Ostdeutsche hat wesentlich mehr Pflichten als Recht. Mir scheint fast so, das der Westdeutsche mehr Rechte als Pflichten hat. Eine subjektive Einschätzung bei allem erlebten. Wenn Du magst kann ich Dir ja einige Beispiele mal per Mail schreiben.

Bitte sehe das jetzt nicht als schimpfen gegen irgendwas, das sidn hier nüchterne Tatsachen. Wobei man sicher auch unterscheiden muß. Man kann es nicht verallgemeinern.

Die die Anfang der 90er in Größenordnungen im Osten Fördermittel abschöpften, um sich selbst zu sanieren, diejenigen schimpfen heute über genau die Ostförderung. Ist doch schizophren oder? Es ist wie es ist und wir können nur für Verständigung sorgen. Wir müssen endlich einander zuhören und voneinander lernen. Rücken wir doch einfach näher zusammen. Das vermisse ich im heutigen Deutschland doch immens.

Es ist viel zu viel zerstört worden im Zuge der Einheit. Vieles wo man heute teilweise nachdenkt das wieder zu erschaffen, natürlich unter anderem Namen. Geht ja nicht, daß etwas überlebt, was nach DDR klingt.

Weißt, man sollte doch innerdeutsch anfangen dasselbe zu leben, wie man es im Ausland versucht. Toleranz und Verständnis, Hinterfragen und Erkennen der Gründe. Ich hab das Gefühl, das das Trennende künstlich am Leben gehalten wird. An wirklicher Einheit ist in der Politik niemand interessiert.

So und nun höre ich auf. Ich merk nämlich schon wieder, wie sauer ich wieder auf das gesamte Geschehen werde.

Also alles Liebe
Romy
 
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Seelenfluegel

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Ereschkigal schrieb:
Hallo Ihr Lieben,

im thread Nationalität kam es zu einem anderen Thema. Damit dieser Thread nicht gesprengt wird, wollte ich den Anfang der Diskussion einfach nochmal als eigenes Thema hier rein stellen.

Liebe Grüße
Ereschkigal

Ich bin nicht unmittelbar betroffen von diesem Thema. Kann aber sagen: die Trennung war Willkuer, die Wiedervereinigung (wenn auch im gut gemeinten Ansatz) auch. Das Wesen der Willkuer hat nun einmal etwas Aufzwingendes. Zwischen West- und Ost-Deutschland geschieht das gleiche Prinzip (im Kleinen) wie Amerika v/s Rest der Welt; bzw. es ist der Spiegel unserer heutigen globalen Gesellschaft und ihre Weltanschauung: einige Wenige verschaffen sich skrupelos extrem viele Vorteile und der grosse Rest "kommt unter die Raeder".


lg
Chris
 

Missi3112

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also i find Deutschland is kein Vorbild, überhaupt nicht.
Es wird zu wenig gemacht, alle wirtschaften in Ihre Tasche.

Wiedervereinigung, ja die musste sein, nur i find es ging viel zu schnell, man hätte es Schritt für Schritt tun sollen. Der Osten wollte wie der Westen sein, sie wollten sich auch all die Sachen leisten, wie die aus dem Westen. Mir ist es egal, ich finde es gut das es wieder vereint ist, Familien wurden getrennt, die nun wieder zusammen sein können ( na nu is giuat, sind ja schon 17 Jahre her * gg *)

Gruss Missi
 

Ahorn

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Viele Mensche aus dem Osten wussten doch gar nicht, wie es im Westen wirklich ist. Einige von ihnen hatten auch die Idee, einen dritten Weg zu gehen - über den Tisch gezogen wurden alle. Inzwischen hat sich das hoffentlich etwas entspannt. Ich kann das nicht mehr beurteilen, ich wohn zu weit weg.
 

gerard

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1) Deutsche Einheit ist übertrieben formuliert!

Gibt ja auch noch andere deutschsprachige Länder und Volksgruppen.

Deutsche Einheit 92,daß währe exakter ausgedrückt!

2) man muß das bitte von beiden Seiten sehen, West hat Ost aufgenommen und Ost hat West aufgenommen.Weder dort noch da sind bessere oder schlechtere Menschen und daß schöne daran ist,beide lernen von einander !

Diesbezüglich viel Erfolg wünscht ein Österreicher der deutsch spricht,na ja und österreichisch denkt(daß ist ja nicht immer sehr einfach!)

beste grüße von gerard:liebe1:
 
L

La Dame

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Welche Deutsche "Einheit" bitte?

Die BRD hatte schon vorher keine Bundesverfassung und nachdem die BRD der DDR beigetreten wurde (oder doch umgekehrt?), hat Deutschland noch immer keine. Es ist eine Kleinstaaterei.

Das einzig Einige ist die Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GesmbH mit Sitz in Frankfurt/Main. Der (jeweilige) deutsche Finanzminister hat dort das Sagen und die Geschäftstätigkeit betrifft "Sonderfinanzierungen".
Eine Deutsche Demokratische Republik Finanzagentur GesmbH gibt es nicht. Hier ist keiner beim anderen eingetreten (worden).

Auch ist interessant, daß einige "Wiedervereinigung" dazu sagen, als die BRD und die DDR gegenseitig beieinander eintraten - wohlgemerkt ohne Bundesverfassung - und andere sagen "Wende" dazu. Auch das läßt tief blicken.

"Einig" Deutschland ist immer noch besetzt (Grundgesetz, siehe Völkerrecht) und ein Fleckerlteppich wie vor Bismarck.

Und im Übrigen hat der Vatikan den Russen u.a. die DDR abgekauft. Es durften auch keine DDR-Panzer ausrücken, als sie wollten, da die Deutschen "Wir sind das Volk" skandierten. Russische Panzer verstellten ihnen die Ausfahrt. Der Rest ist Geschichte...


Mercie
La Dame
 

romy_hexe

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Viele Mensche aus dem Osten wussten doch gar nicht, wie es im Westen wirklich ist. Einige von ihnen hatten auch die Idee, einen dritten Weg zu gehen - über den Tisch gezogen wurden alle. Inzwischen hat sich das hoffentlich etwas entspannt. Ich kann das nicht mehr beurteilen, ich wohn zu weit weg.

Da muß ich Dir allerdings entschieden wiedersprechen. Die Menschen im Osten wußten viel besser über den Westen Bescheid als umgekehrt. Noch heute sind manche Westdeutsche überrascht, wie es doch im Osten zugeht, weil diese bis heute noch nicht wissen, wie es im Osten aussieht. So schauts doch aus. Selbt unzählige Male erlebt.

Sorry ...
 

romy_hexe

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Welche Deutsche "Einheit" bitte?

Die BRD hatte schon vorher keine Bundesverfassung und nachdem die BRD der DDR beigetreten wurde (oder doch umgekehrt?), hat Deutschland noch immer keine. Es ist eine Kleinstaaterei.

Das einzig Einige ist die Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GesmbH mit Sitz in Frankfurt/Main. Der (jeweilige) deutsche Finanzminister hat dort das Sagen und die Geschäftstätigkeit betrifft "Sonderfinanzierungen".
Eine Deutsche Demokratische Republik Finanzagentur GesmbH gibt es nicht. Hier ist keiner beim anderen eingetreten (worden).

Auch ist interessant, daß einige "Wiedervereinigung" dazu sagen, als die BRD und die DDR gegenseitig beieinander eintraten - wohlgemerkt ohne Bundesverfassung - und andere sagen "Wende" dazu. Auch das läßt tief blicken.

"Einig" Deutschland ist immer noch besetzt (Grundgesetz, siehe Völkerrecht) und ein Fleckerlteppich wie vor Bismarck.

Und im Übrigen hat der Vatikan den Russen u.a. die DDR abgekauft. Es durften auch keine DDR-Panzer ausrücken, als sie wollten, da die Deutschen "Wir sind das Volk" skandierten. Russische Panzer verstellten ihnen die Ausfahrt. Der Rest ist Geschichte...


Mercie
La Dame

Du sprichst mir aus dem Herzen. Ich würde die Einheit noch krasser als Annektion beschreiben, so wie es Hitler anno 38 mit Tschechei gemacht hatte. Und es herrscht das Kriegsrecht.

Nehmen wir zwei Spione einer Ost einer West, gleiche Tätigkeit gleiche Position. Spion Ost wird nach der Wende wegen Landesverrat eingeknastet und Spion Wets bekommt für seine heroischen Taten das Bundesverdienstkreuz.

C'est la vie und das Volk ist der Leidende. West unter den Kosten bzw den Ossis die im Westen die Arbeitsplätze besetzen und Ossis weil nichts mehr so ist wie vorher und sie sich immer und immer wieder durchkämpfen und rechtfertigen müssen, weil diverse Leute aus den alten Bundesländern denen sagen wollen - wie gut sie es nun haben und wie eingesperrt und arm sie doch in der DDR gelebt hatten. Tja so ist es und ich glaub es wird noch viele viele Jahrzehnte brauchen, bis alle Vorurteile weg sind oder niemand mehr lebt, der diese Vorurteile entkräften kann.

In der Schule wird die Geschichte ja jetzt schon verdreht weiter gegeben. Frei nach dem Motto alles war ja soooooooooo schlecht und unterdrückt. Tja wenn die DDR unterdrückt war, was ist das Volk denn jetzt??? Egal ... meine Meinung sprengt jetzt den Rahmen. Ich höre jetzt lieber auf, denn alles ist wohl schon mehrfach gesagt. Sowohl die Tatsachen, wie auch die allseits beliebten Vorurteile.
 
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FIST

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Schalom LaDame

kann es sein, dass du zuviel in einem einschlägigen Magazin(200plus) liest, und deren politischen Thesen nur zu ernst nimmst?

"Einig" Deutschland ist immer noch besetzt

de Fakto kann Deutschland gar nicht mehr besetzt sein, selbst dann, wenn eine Besetzung bis 2005 bestanden hätte (was es aber nicht hat - im Gegensatz z.b. zur DDR) - denn laut Völkerrecht erlischt jegliches Recht einer Besatzngsmacht spätestens 60 Jahre nach Besetzung (man rechne also 1945 + 60 = 2005). Will heissen: selbst dann, wenn die Verschwörerische Theorie von der Kommisarischen Regierung des Deutschen Reiches (so der hochtrabende Titel einiger Rechtsextremen ewiggestrigen - unter anderem mit deren Aussenmisnisterin Ingrid Schlotterbeck, die eine Personalunion mit der Heruasgeberin des genannten Magazines bildet), dass Deutschland de fakto besetzt (gewesen) sei und das Deutsche Reich weiter existiere und die BRD illegitim sei, so gilt dies nicht mehr nach 2005.

Weiter: das Grundgesetz gilt als Verfassung und ist einer Verfassung gleichgestellt: zudem gibt es keinen Zwang zu einer Verfassung um als Legitimen Staat zu gelten: ein Grundgesetz gilt vollkommen. Und so heisst es auch in der Präambel des Grundgesetzes

Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen,
von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.

Dieses Grundgesetz ist übrigens nach Artikel 146 solange Gültig, bis sich das Deutsche Volk eine Neue Verfassung geben will.

Ausserdem ist Verfassung nicht ein Merkmal einer Einheit, sondern eine Einheitliche Regierung ist Zeichen einer (Völkerrechtlichen) Einheit.

Und im Übrigen hat der Vatikan den Russen u.a. die DDR abgekauft.

solange du das nicht mit einer wirklich guten und glaubwürdigen Quelle belegen kannst, halte ich das für den grössten Witz des Jahrtausends

lG

FIST
 
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