Der Tod ist viel zu groß für uns

Ich war auch sehr im Zwiespalt damit, was jetzt richtig ist oder nicht.
Das ist eine große Bürde für denjenigen, der das ausführen muss.

Ja, das stimmt. Trotzdem wäre der letzte Wille eines Menschen für mich immer maßgeblich.

Es kann aber auch Überraschungen geben:
Obwohl ich mit meiner Mutter die wichtigsten Dinge zu Lebzeiten besprochen habe, tauchten dann plötzlich trotzdem auch zwei Situationen auf, bei denen ich nicht gewusst habe, wie ich das entscheiden soll. Letztlich hat das Schicksal nachgeholfen, so dass ich dann doch wusste was zu tun ist.


Letztendlich ists wahrscheinlich vollkommen belanglos und dient nur dem eigenen Gefühl, das Richtige zu tun.
Wobei wir alle nicht wissen, was das Richtige ist....und im Angesicht des Todes und der Endlichkeit auch vollkommen irrelevant.
Es dient wahrscheinlich nur unserem eigenen Ego...und das ist, wie wir wissen, vergänglich.

Letztlich, eher angesichts der Unendlichkeit wie ich finde, schon.
Trotzdem, wie gesagt, ich finde es wichtig den letzten Willen zu respektieren.

Man kann allerdings auch niemandem verwehren Abschied am Grab zu nehmen, schon gar nicht einem nahe stehenden Angehörigen. Deshalb bin ich froh, dass es bei dir so elegant geregelt werden konnte und nicht bei der Beisetzung eskaliert ist.
Solche Fälle soll es auch schon gegeben haben. Man stelle sich vor. Das will nun wirklich keiner erleben.
 
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Ja, das stimmt. Trotzdem wäre der letzte Wille eines Menschen für mich immer maßgeblich.

Es kann aber auch Überraschungen geben:
Obwohl ich mit meiner Mutter die wichtigsten Dinge zu Lebzeiten besprochen habe, tauchten dann plötzlich trotzdem auch zwei Situationen auf, bei denen ich nicht gewusst habe, wie ich das entscheiden soll. Letztlich hat das Schicksal nachgeholfen, so dass ich dann doch wusste was zu tun ist.




Letztlich, eher angesichts der Unendlichkeit wie ich finde, schon.
Trotzdem, wie gesagt, ich finde es wichtig den letzten Willen zu respektieren.

Man kann allerdings auch niemandem verwehren Abschied am Grab zu nehmen, schon gar nicht einem nahe stehenden Angehörigen. Deshalb bin ich froh, dass es bei dir so elegant geregelt werden konnte und nicht bei der Beisetzung eskaliert ist.
Solche Fälle soll es auch schon gegeben haben. Man stelle sich vor. Das will nun wirklich keiner erleben.
Ich war auf jeden Fall heilfroh, dass die Zeremonie ohne Zwischenfälle ablief.
Jedes mal, wenn die Tür der Feuerhalle aufging, hab ich mit Bangen zurückgeschaut, ob sie nicht doch noch kommt und eine fürchterliche Szene macht.
Dazu muss man wissen, dass sie ein schweres Alkoholproblem hatte und man mit allem rechnen musste.

Aber mittlerweile ist auch sie schon verstorben und vielleicht haben sie sich ja im Jenseits ausgesprochen.
 
Ich war auf jeden Fall heilfroh, dass die Zeremonie ohne Zwischenfälle ablief.
Jedes mal, wenn die Tür der Feuerhalle aufging, hab ich mit Bangen zurückgeschaut, ob sie nicht doch noch kommt und eine fürchterliche Szene macht.

Ja, das kann ich mir lebhaft vorstellen, das könnte auch ich gewesen sein, mir wäre es da genauso ergangen. 🙈
Entspannt sieht anders aus. Das kann man ja nun gar nicht gebrauchen, es ist ja eh schon alles Nervenzehrend genug.

Dazu muss man wissen, dass sie ein schweres Alkoholproblem hatte und man mit allem rechnen musste.

Verstehe, das ist natürlich übel. Da muss man wirklich mit allem rechnen.


Aber mittlerweile ist auch sie schon verstorben und vielleicht haben sie sich ja im Jenseits ausgesprochen.

Davon gehe ich zumindest aus.
 
Danke, @PsiSnake ❤️

Ja, ich hatte es gelesen, dass auch deine Mutter verstorben ist. Wie geht es dir damit inzwischen?

Es hilft wohl erst einmal auch, dass ich von meiner Spiritualität tatsächlich überzeugt bin.

Auch war sie in ihrem letzten halben Jahr ja nicht mehr in einem guten Zustand, und insofern war es dann besser so (auch nach ihr selbst, soweit sie sich noch ausdrücken konnte).

Teilweise erinnere ich mich an etwas und kann dann auch bedrückend sein.

Aber hmm, komme damit zurecht. Und ist vermutlich auch nicht komplett vergleichbar, da mein Verhältnis mit ihr auch komplizierter war als was du beschreibst, letztlich auch leider, aber war umgekehrt trotzdem positiv am Ende noch.
 
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Es hilft wohl erst einmal auch, dass ich von meiner Spiritualität tatsächlich überzeugt bin.

Das bin ich von meiner auf jeden Fall auch. Aber hier bewegt sich alles auf einer anderen Ebene. Zumindest in der Anfangszeit.


Auch war sie in ihrem letzten halben Jahr ja nicht mehr in einem guten Zustand, und insofern war es dann besser so (auch nach ihr selbst, soweit sie sich noch ausdrücken konnte).

So sehe ich das auch. Es ist schon so, dass man es eher als Erlösung begreifen kann, wenn der andere so leidet. Und man sich die Frage stellen muss wie es wohl weitergegangen wäre, und sich ehrlicherweise die Antwort geben muss: nicht gut. Für niemanden, letztlich. Das hilft schon in der Trauer.

Trotzdem fällt die Akzeptanz sehr schwer. Ich wünschte mir meine Mutter zurück, nur eben 30 Jahre jünger und gesünder. Das ist natürlich unmöglich und genauso irreal wie der Tod an sich. Aber genau diese absurden Gedanken hatte ich sehr oft, vor allem am Anfang.

Teilweise erinnere ich mich an etwas und kann dann auch bedrückend sein.

Natürlich. Das wird wohl immer wieder in Wellen kommen.

Aber hmm, komme damit zurecht. Und ist vermutlich auch nicht komplett vergleichbar, da mein Verhältnis mit ihr auch komplizierter war als was du beschreibst, letztlich auch leider, aber war umgekehrt trotzdem positiv am Ende noch.

Ich weiß, du hast ja gelegentlich darüber geschrieben. Ich denke auch, dass es nicht vergleichbar ist.
Wenn mein Vater irgendwann stirbt, dann wird es mir auch nicht egal sein. Aber es wird niemals auch nur annähernd ein solcher Verlust sein.
Denn da habe ich vorher schon den Preis gezahlt.
 
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