Der lange Tod des kurzen Lebens

Regina

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„Hebe Deine Grenzen an und werde
ich!“

„Das kann ich nicht!
Ich werde, Herr bewahre mich, mein Selbst vergessen.
Ich werde, Herr beschütze mich, mich selbst bemessen.
Ich werde nicht mehr sehen, was ich einst wahr,
und Deine Liebe ist mir dort nicht offenbar.“

„Ich führe Dich!“

„Ich fürchte mich!“

„Werde wie ich!“

„Das kann ich nicht.
Ich werde liegen in dem Grab ein „ich“ zu sein
allein,
nicht vorstellbar, nicht mehr wie jetzt
mit Dir
zusammen zu sein.
Das kann ich nicht!“

„Fürchte Dich nicht!
Ich werde dort zu Deinen Füßen liegen,
Dir treu und standhaft liebend dienen,
als Hund verspottet, als Freund verehrt,
werde ich Dich erinnern, was Dich die Treue lehrt.

Ich werde Dich tragen auf meinem Rücken
und Dich dem Schmerz der Welt entrücken
Du wirst meine Liebe dort wiederfinden,
denn dies ist der Platz
von dem Gebete aufsteigen zu mir...

Und doch bin ich dort nicht viel wert,
als Dein Pferd.

Doch ich werde an Deinen Brüsten liegen
und Dich verehren
mit Katzengesicht,
so liebe ich Dich.“

„Ich kann das nicht!“

„Ich werde dort Dein Bruder sein
Und als Schicksal Deine Sinne zerstreuen,
ich werde sehen, wo Du nicht siehst,
mit Dir verweben, was Du nicht willst,
ich werde immer in Dir weil'n,
so kann es sein!“

„Ich kann es nicht!“

„Ich sende einen Lehrer Dir,
der Dich zurück führen wird
zu mir!
Er wird Dir stets zur Seite stehen
und was Du bist
zurück Dir geben!“

„Zeig Ihn mir!“

Was niemand überwinden kann
(die Angst vor diesem Tod währt lang)
die Liebe kann
dies tun.
Ich sprang.

R.S. 19.12.04
 
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Bigenes

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