Der himmlische Brunnen 3 Teil

Schattenlied

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"Was ward Ich dumm, gar einfältig einsam! Die vielfachen Verstrickungen erblickte ich niemals. Zusammenhänge ergeben nun Bilder. Der Teppich ist tausend mal tausend Mal größer, als ich dachte und ich ahne nicht die Hälfte vom alles umfassenden Ganzen Werke. Nun erst erkenne ich Gott, richtig, vernehme sein Wort in jeder Sekunde! Gepriesen ist der Allesbewahrer, denn niemand ist besser, gewaltiger, reiner als Er! Doch ist noch etwas in mir geändert, ein komisch Gefühl lässt meinen Geist erschauern."

Das erste Paar hielt sich die Hände. Tanzte im Reigen aus lieblichem Taumel, kosmische Klänge spielten das Liedreich, alles ward belebt vom heiligen Geiste. Dem Tiere entstiegen, frohlockten die Kinder, sahen die herrlichen Spiele des Modlers. Tränen der Freude, benetzten den Boden, Rosen erblühten an jenen Stellen, wuchsen in Windeseile zum Himmel, da sahen sie den Ersten kommen.

Eine unerklärliche Angst erfüllte ihre Glieder, niemals zuvor verspürten sie diese Gefühle und wussten nicht was sie nun wollten, sollten oder gar tun müssten! Da erst die Frucht die Tore aufriss, versteckten sie sich unter dem Dache, nahmen Blätter als Kleidung von jenem und glaubten daran dass Gott sie überblicke.
Der, natürlich ist unfehlbar, weiß gar alles von Anfang bis Anfang. Doch waren die neuen Eindrücke sehr tief, Ask und Embla waren wie hilflos, sie fragten sich ob es richtig war was sie heut taten. Durch zu viele Fragen entstand die Angst, erfüllte sie wegen der Vorschrift, die einsam stand am Täflein beim Brunnen. Darauf verzeichnet das Wörtlein: Schuld.

Vasudeva, der größte Meister und Macher spielte den Reigen mit und redet unwissend als wäre Er ein menschlicher Vater:" Zeigt euch bitte, vor mir, meine Kinderseelen. Fröhnt ihr nur dem Spiele der gelben Drachen, seht ihr dem lichten Geiri zu beim brennen? Wo seit ihr nur, Ask und Embla, Kinder habt ihr zuviel gesehen in einem Atomreich, oder lauscht ihr den Elfen beim ewigen Brunnen?"

Beide zusammen, ratlos sitzend, wartend auf die erdachte Bestimmung vom Einen, dachten gemeinsam im transzendentalen Wirrwarr nach, welche Satzung nun, Verheißung meint. Nicht mächtig die Stimmen zu erheben, unwissend durch zuviel Wissen, waren ihre Gedanken versunken im Erdreich. Sie suchten Schutz, bei der beschützenden Mutter, glaubten der Vater würde sie rügen. Verständlich wenn der Vorzeitmensch, Unverstandsmensch das erste Mal, zum Erfolgsmenschen wird. Dies ward scheinbar der erste Tag, vom ersten Paare, wo es hieß: Wir halten zusammen, auch wenn der Sternenhimmel hernieder bricht, bleiben Wir die vorletztliche Bindung. Erinnerungen zogen wie düstere Wolken aus dem Kernstück der Herzen, beider Kinder. Gedachtes und Erlebtes vermischte sich mit den Elementen, sie waren sich nicht sicher, was dies wohl meint. Wisst ihr es zu deuten!

Die Lösung der Knoten hatte begonnen, der Fluss floss wieder seiner alten Wege, nicht war da Salzflut enthalten noch strahlende Wonne, nur dunkles Wissen ereilte die Beiden. Nicht zum ersten Male trafen sie aufeinander, auch ward das Leben nicht neu geboren. Nur neu geordnet, so erschien es Ihnen aus dem Äther gezogen, als Bilderstätte mit ewiglicher Bleibe!

"Wir waren der stete Liebling, lockerer Leute. Man fühlte in uns die königliche Ehrfurcht. Doch nun entsteigen wir dem Teiche der Einheit, denn wahrhaft liegt der Schatz zur Ernte bereit und wir sind, die Ähren", so redeten sie mit leisem Tonfall, dass Gott sie nicht höre, denn Scham überkam sie wegen vergangener Taten.
Doch sollte Mann, auch Frau und Tier nicht vergessen dass der Fator auch vom Morgendlichen weiß! So ward auch schon der Unglaube gemeistert, manifestiert durch die Verwirrung des unendlichen Weisstums.

Wahrer Glaube beruht auf dem Gedanken, dass Alles vom höchsten Wesen vergeben wird, unabsehbar ist was man getan hat, wer weiß schon was am Anfang ward und in welchem Fadenreiche, man sich verstrickte!
"Geliebte Kinder, ich erspähe euer Antlitz nicht! Wo seit ihr nur meine geliebten Götter, bin ich am Unglück unbeteiligt, oder ist es durch mich so weit gekommen, dass meine Liebsten sich der Welt entrückten!"
Govinda ist der Name vom Einen, der hier so tat als wüsste er nicht wo sich die Beiden, versteckend aufhielten.

Ein Gefühl der Schuld begeisterte Embla und Ask, so waren sie traurig, dass sie dem Gotte nicht Ehrung und Glaube entgegenbringen konnten.
"Was begleicht unsere Untat, was haben wir dabei gefühlt als vor uns die Schlange, zum Henker wurde. Wie waren wir doch einfältig an diesem Tage, nicht hatten wir Gedeihen, Verstand noch Gedächtnis, doch waren wir glücklich Eins zu sein, mit dem Meister aller Dinge im ätherischen Kreislauf. Wir kannten nicht mehr und es war nicht wichtig", so dachten sie im Schatten des Baumes, kauernd bleibend am Rande des himmlischen Brunnens.

Dem Gedanken, die Zügel noch nicht gelockert, erschien vor Ihnen der Herr, Govinda in einem gleisende Mantel aus Licht und Liebe. Er bat sie auf seinem Schosse Platz zu nehmen, so saßen zum ersten Mal, die ersten Götter auf dem emporragenden Throne um beratend zu sinnen.
Sie wagten nicht dem Meister in seine strahlenden Augen zu blicken, auch wollte keiner das Wort erheben. Denn Scham überkam die Leiber des Paares und so ward es an Gott, seine Stimme zu empor zu schwingen.

"Liebliche Kinder euch droht kein Unbill. Es war die Bestimmung der ihr fröntet. Ich bin der Eine und ewige Satzungsmodler, so sehet im Verlauf der Dinge das Bildnis meiner Liebe zu allen Wesen, hier und dort und an jeglichstem Ort der Überall heißt. Die Schlange war mein Spielball und Ihr seit im ewigen Spiele nun weiterentwickelt worden um Ihm Bewegung zu verleihen. Bis eure innerste Hülle das Tageslicht begrüßen kann, werden Tag und Nacht nicht nur einmal vergehen. Sehet die Zukunft und vernehmet den balsamgleichen Klang meiner göttlichen Ordnung. Recht ist was War und sein wird bis in alle Ewigkeit, so wird die Zeit in den mannigfachen Gefilden begeistert und Alles wird gut".

Ask und Embla vernahmen das Zeugnis, liehen Ihm ihr Gehör und wurden dadurch ermuntert, vorwärts zu schauen. Hinüber zu Skuld, die Zukunft meint. Urd ist vergangen, Verdandi geschieht jetzt! Alles zusammen liegt im urdischen Brunnen verborgen der daher auch als himmlisch bekannt ist. Nicht treibt das Weib den Mann in die Irre, noch ist es umgekehrt bestellt! Gott der Fator, sein Name ist Vishnu liebt die Tätigkeit im ewigen Felde. Er gibt uns Leben mit eigener Satzung, macht uns zu Göttern gleich den Beiden, die fortan begannen die Welten zu mehren. Am Anfang ward überall ein Paradies, doch mit der Zeit schwand der Verstand der himmlischen Wesen, so wurden Höllen, unendlich viele Sphären und Mittelwelten erschaffen. Von Uns für uns, wer dies für möglich hält, spricht mit liebevollem demütigem Tonfall folgende erhabene Schwingungskreise leise mit:" Wir sind die Götter, Modler und Meister. Herrscher über Elemente, Welten und Geister. Wir wollen die goldenen Zeiten einleiten und unseren Verstand durch die Liebe leiten. So ist es sittbar, seit Jahren und Tagen. Wir hören die Bitte, aus unseren Sagen, nach Gleichheit und Wonne, berechnet die Sonne unsere Zeit! Wir sind bereit, zum Kampfe mit Damians Geleit".

Jahwe, der größte Himmelsmeister gab den Beide endgültig ihre Erde, er nannte sie Lichtheim, wegen dem schönsten Gebilde aus seiner Schöpfung, den beiden Kindern, Ask und Embla, die darauf lebten, walteten, liebten, Spiele spielten.
Sie ersannen Worte für Morgen und Abend, nicht minder für Neumond, Wolken und Brotlaib. Alles was sichtlich ihre Augen berührte ward gesegnet und sogleich benannt, sie zeugten Kinder, unendlich viele, waren verbunden mit dem obersten Vater. Er gab ihnen Regeln, Gedeihen und Satzung, rechtes Recht und gerechtere Rede. Alles was sie begannen stand unter seiner Weihe, sie waren erfüllt durch ihre Taten, die sie taten zur Freude Gottes, Sri Narayana ist sein namentlich genannter Gleichklang, was absolut und transzendental bedeutet!

So vergingen Zeiten und noch mehr Zeiteinheiten, bis bei einer Halben der Augenblick, still stand. Ein Leben war gelebt es wurde bemessen, recht gewogen und für gut befunden. So gingen sie ein ins ewige Urreich um wieder Eins mit dem Einen zu werden, von dem sie vor vielen Äonen ihren Abschied nahmen. Doch nur im Blicke, nicht aber im Herzen, denn dort lebt der Herr der engelhaften Heerscharen in jeder Mitte zusammen mit dem Wagenlenker, Wesenheit ist dessen Name um rühmlich zu feiern und Glückseeligkeit, zu spenden.

Können wir seine Segnungen entgegennehmen gedeiht unser Dasein, stehen wir still wie ein Stein am Abhang, so treibt uns jede kleinste Erschütterung den Steilhang hinunter, in die Tiefen der unteren Intelligenzen, wo eine Entrinnung langwieriger Planung bedarf! Lichtes Gefilde ist dort nicht zu finden, die Nahrung ist Moos, die Bürger zeigen kein Erbarmen. Der Mensch ist verkümmert und ratlos sinnend, wie Fliegen gepfercht in seinen eigens gemeisterten Käfig aus feurigen Stäben und teuflischen Ketten. Wir schmieden daran und glauben kein Wort mehr, auch wenn es vom Freund des Höchsten, herrührt!

So steiget empor in himmlische Gefilde, wanket nicht und gehet vorwärts! Dem lichten Schein des Regenbogens entlang, bis zum gewaltigsten Schatze, sein Name lautet: Gott in Dir! Er ist ein Teil vom obersten Richter, gleich dem Meister nur unendlich kleiner. Sehet der Herr ist der beste Freund der Menschen, nicht will er uns Schlechtes, noch dürstet ihn Rache. Er verzeiht, was niemand verzeihen kann! Er gibt, was keiner euch geben kann. Weihet ihr ihm euren Glauben und opfert Ihm eure Herzen, ich bin mir sicher ihr werdet ihn schauen!

Entweichet der Gier und dem bösen Neidwurm, gebet dem Bruder, der Schwester ihren Anteil! Zeiget eure Lichter ohne Scham im Dunkel und liebet den Nächsten um seinetwillen! Was nützt euch der Zank, was bringt der Zauder, mit eurem Spiegel dem nächsten Wesen. Schauet euer eigen Gesicht in jenem vom Andern, umarmet euch mit Freudentränen, denn eines ist sicher ihr kennt euch bereits, als wäret ihr der Ask, die Embla aus dieser Geschichte gemodelt vom Allreich!

So sehet hinauf zum nächtlichen Himmel, preiset die Ahnen und ihre Mährentaten, denn ohne sie wären wir nicht entstanden und nichts wäre hier außer düsterer Leerheit. Was glaubt der Mensch, kann Er erschaffen ohne die Hilfe vom ewigen Setzer? Glaubet ihr ein Samen keimt, eine Sonne scheint, ein Menschlein meint, wenn nicht Er dieses Alles in sich eint!?

Eines noch zum Schluss der Schriftfestsetzung, die Zeit ist nah vom goldenen Zeitraum, entsteigt euren Fesseln und werdet wie Kinder, die nicht mehr wollen als liebend zu leben, lebendig zu lieben!

ENDE
 
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Tragetaschen. Hilfsmittel, die Trümmer einzusammeln. Rollwagen. Sperrgut. Müllabfuhr. Leere Kannister. Tröpfelnde Ungewissheit. Ist er leer? An die Grenzen gegangen. Im Trüben gefischt. Ins Dickicht gekrochen. Rodung ist angesagt. Macheten schwingen. Lianen sinken zu Boden. Humus. Ein Moosteppich. Baumgrenze. Versteppung. Regenwälder. Toleranzgrenze. Groß oder klein? Dehnbar? Zerreißprobe. Unbeabsichtigt. Die Aktien sind in den Keller gefallen. ISSO.

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