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"Chikago Boys" strömten aus .. (Teil II) Die Schockstrategie

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Amant, 27. Juli 2019.

  1. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

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    Beiträge:
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    Moinsen am Abend!

    Heut widme ich mich zunächst einem Land in Lateinamerika, welches durch einen Staatsstreich am 11. September 1973 von einer gut funktionierenden Demokratie in eine Diktatur überführt wurde, die Rede ist von Chile und seinem ab diesem Zeitpunkt Führer und General - Augusto Pinochet. Der bisherige Präsident, der Sozialist und Oberkommandeur des Heeres, Salvador Allende nahm sich am gleichen Tag im Regierungspalast das Leben.

    Aber etwas zurück:

    Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung:

    1970: Salvador Allende wird Präsident Chiles

    1970 trat Allende mit dem erklärten Ziel an, wichtige Industrien zu verstaatlichen und dies zu nutzen, um Reichtum umzuverteilen. Alle Bürger sollten Zugang zum Bildungs- und Gesundheitswesen bekommen. Über eine Landreform sollte vor allem der Anteil des Großgrundbesitzes reduziert werden. [..]

    Die Regierung setzt Reformen um
    Eine wirtschaftlich wichtige Reform Allendes war die Verstaatlichung des Kupferbergbaus. Dieser befand sich zuvor vor allem in US-amerikanischem Privatbesitz. Alle im Parlament vertretenen Parteien unterstützten diese Maßnahme. Außerdem wurden neue Sozialprogramme geschaffen, Bildungs- und Gesundheitsreformen beschlossen, Löhne erhöht, Preise gesenkt und Land umverteilt. Die Anfangszeit der Regierung galt als Erfolg.

    Doch schon bald häuften sich die Probleme für den Präsidenten: Die Inflation stieg rasant, die Arbeitslosigkeit nahm zu; linke Kräfte forderten radikalere Reformen, während die rechte Opposition Allende mit antikommunistischer Rhetorik bekämpfte. [..]
    Die USA und deren Geheimdienst CIA unterstützten oppositionelle Kräfte und Militärs, sodass US-Außenminister Henry Kissinger später sagte konnte, die USA hätten in Chile die "bestmöglichen Bedingungen für einen Staatsstreich geschaffen".


    Sturz Allendes und gewaltsame Verfolgung

    Pinochets Junta ließ politische Gegner sofort verfolgen, foltern und inhaftieren. Sie errichtete eine Diktatur, in der politische Parteien verboten wurden, Zensur herrschte und Kritiker gewaltsam ausgeschaltet wurden. Bis 1988 wurden über 2.000 Menschen hingerichtet, über 1.000 ließ das Regime "verschwinden" (Desaparecidos). Knapp eine Viertelmillion Chilenen floh ins Exil, 2.000 davon ließen sich in der DDR nieder.

    Unter Pinochet wurde die Wirtschaft stark dereguliert; Steuern und Zölle wurden gesenkt, der Mindestlohn abgeschafft und Gewerkschaften verboten. Aufgrund der radikalen Privatisierungsmaßnahmen wird häufig davon gesprochen, dass Chile unter der Diktatur zu einem "neoliberalen Laboratorium" unter Weisung US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler, der sogenannten "Chicago Boys", umfunktioniert wurde.

    https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/211593/allende-wird-praesident-chiles


    Quelle Deutschlandfunk:

    Von vielen Opfern fehlt heute noch jede Spur
    Die Pinochet-Diktatur in Chile zählte zu den blutigsten in Südamerika. Fachleute schätzen, dass rund 3.200 Regimegegner getötet, und fast 40.000 von den Schergen der Junta gefoltert und misshandelt wurden. Von vielen Opfern fehlt bis heute jede Spur. Die Präsidentin setzt darauf, Licht in diese dunkle Epoche des Landes zu bringen.

    „Noch immer suchen wir nach der Wahrheit. Bis heute ist es uns nicht gelungen herauszufinden, wo viele exekutiert und wo sie verscharrt wurden. Wir müssen die Wahrheit herausfinden.“


    https://www.deutschlandfunk.de/aufa...r-blutigen.799.de.html?dram:article_id=298113

    "Wir müssen die Wahrheit herausfinden", die Wahrheit thematisieren, das betrifft auch die Hintergründe.

    In dem Buch Die Schockstrategie von Naomi Klein wird folgende zentrale Frage aufgeworfen (damit schlagen wir dann auch den Bogen in die heutige Zeit und die weiteren Fragen, die sich daraus ergeben):

    "Ist der Neoliberalismus eine von sich aus gewälttätige Ideologie, und verfolgt er Ziele, die diesen Kreislauf von brutalen politischen Säuberungen und anschließendem Aufräumen von Menschenrechtlern nötig machen?"

    Vermutlich wäre die Lektüre sinnvoll als Voraussetzung, aber vielleicht ergeben sich ja auch Ergänzungen und die Offenlegung von Hintergründen, die aus heute aktuellen Situationen in Krisengebieten, Kriegsgebieten, oder auch von durch Naturkatastrophen geschüttelten Landstrichen resultieren. (?) (New Orleans - Katrina? https://www.zeit.de/politik/ausland/2015-08/hurricane-katrina-new-orleans-zehn-jahre-danach).

    Der Leitsatz lautet: Erst Schock durch Krieg oder Katastrophe, dann der sogenannte Wiederaufbau. Es funktioniert immer nach den gleichen Mechanismen. Wo vor dem Tsunami Fischer ihren Lebensunterhalt verdienten, stehen heute luxuriöse Hotelressorts. Im Irak wurden nach dem Krieg die Staatsbetriebe und die Ölwirtschaft neu verteilt - an westliche Konzerne.

    to be continued ...

    N´abend!

    :morgen:
     
  2. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

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    "Ist der Neoliberalismus eine von sich aus gewälttätige Ideologie, und verfolgt er Ziele, die diesen Kreislauf von brutalen politischen Säuberungen und anschließendem Aufräumen von Menschenrechtlern nötig machen?"

    Argentinien

    Bevor ich auf Details zu der Thematik Folter, Verschwindenlassen von Systemgegnern, umzählige Morde eingehe, ein paar Auszüge aus einem offenen Brief von Rodolfo Walsh, Jounalist und Schriftsteller, Begründer des des investigativen Journalismus in Argentinien, vom 24. März 1977, ein Jahr nach dem Putsch dort, ein Brief, den er aus dem Untergrund verbreiten liess:

    Der Brief beginnt mit einer Darstellung der Staats-Terrorkampagne der führenden Generäle, ihres Einsatzes von "maximaler Folter, uneingeschränkt und metaphysisch", der Beteiligung der CIA an der Ausbildung der argentinischen Polizei in Sachen Folter. Nach der Auflistung von qualvollen Details, wechselt Walsh die Gangart und schreibt weiter:
    Diese Ereignisse, die das Gewissen der zivilisierten Welt wachrütteln, sind jedoch nicht das größte dem argentinischen Volk zugefügte Leid und auch nicht die schlimmsten Menschenrechtsverletzungen, die Sie begangen haben. Es ist die Wirtschaftspolitik Ihrer Regierung, in der man nicht nur die Erklärung für die Verbrechen findet, sondern die auch eine noch größere Schandtat darstellt, da sie Millionen Menschen mit geplantem Elend bestraft ... Man muss nur ein paar Stunden im Ballungsraum von Buenos Aires herumgehen, um zu erkennen, mit welchem Tempo solch eine Politik die Stadt in ein Elendsviertel mit 10 Millionen Menschen verwandelt.


    Rodolfo Walsh wurde noch am nächsten Tag auf offener Straße erschossen, seine Tochter Vicky wurde zuvor bereits ermordet.

    Das System, das Walsh beschrieb, war der Neoliberalismus der Chicagoer Schule, das Wirtschaftsmodell, das über die Welt hinwegfegen sollte. In Argentinen schlug es in den folgenden Jahrzehnten noch tiefere Wurzeln und schließlich drückte es die Hälfte der Bevölkerung unter die Armutsgrenze.

    Auszug aus Die Schockstrategie von Naomi Klein



    Donnerstag, 18. April 2019

    Wirtschaft

    Inflation, Armut, Hunger Diese Länder versinken im Elend
    Von Diana Dittmer


    [​IMG]

    Trauriger Spitzenreiter ist mit einer Hyperinflation von voraussichtlich acht Millionen Prozent Venezuela. Der südamerikanische Staat hält seit Jahren den zweifelhaften ersten Platz. Nur liegt heute die Teuerungsrate noch einmal höher. Die Bloomberg-Schätzung übertrifft dabei sogar noch den "Café-con-Leche-Index", der eine Inflationsrate von 219.900 Prozent voraussagt. Wirklich belastbar sind die Daten jedoch nicht. Die venezolanische Regierung selbst hat seit 2016 keine Wirtschaftszahlen mehr veröffentlicht.

    Auf Platz 2 und 3 der weltweit miserabelsten Volkswirtschaften folgen Argentinien und Südafrika mit 51 und 32 Prozent kombinierter Inflation und Arbeitslosigkeit. In Europa kämpfen die Türkei und Griechenland mit schlechten Wirtschaftsdaten, sie finden sich auf Platz 4 und 5 wieder. Hier prognostiziert Bloomberg einen Anstieg des Elendsindex' auf 30 und 19 Prozent in diesem Jahr.

    In Argentinien ist die Lage zwar nicht ganz so schlimm. Aber auch dieses Land, das einmal zu den reichsten Nationen der Erde zählte, steckt heute in einer schier endlosen Wirtschaftskrise. 34 Prozent der Menschen leben unter der Armutsgrenze. Wütende Argentinier gehen regelmäßig auf die Straße, um gegen die Teuerungswellen und die Regierung unter dem konservativen Präsidenten Mauricio Macri zu protestieren, die den Abschwung nicht stoppen kann.

    https://www.n-tv.de/wirtschaft/Diese-Laender-versinken-im-Elend-article20976568.html
     
  3. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

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    "Ist der Neoliberalismus eine von sich aus gewälttätige Ideologie, und verfolgt er Ziele, die diesen Kreislauf von brutalen politischen Säuberungen und anschließendem Aufräumen von Menschenrechtlern nötig machen?"

    Chile (Lateinamerika) ab 1973

    Milton Friedman, der Chicagoer Wirtschaftsprofessor und Ökonom war persönlich mit General Augusto Pinochet bekannt, er bereiste den Diktator in Chile und beriet ihn in Wirtschaftsfragen. Dass mit Pinochet das weit brutalste Regime mit Staatsterror und flächendeckender Folter von Systemgegnern, einfachen Arbeitern, Gewerkschaftern, Linken, Studenten in Konzentrationslagern, sowie öffentlichen Hinrichtungsanstalten zur Abschreckung in z.B. Fußballstadien u.v.m. in Chile etabliert wurde, sollte vielleicht an diesem Punkt einmal erwähnt werden.

    "Friedman betonte mehrmals Pinochet gegenüber wie wichtig der "Schock" sei; er verwendete den Begriff dreimal und unterstrich, dass >>Gradualismus kein gangbarer Weg sei<< (Anm. Gradualismus ist ein Konzept der Evolutionstheorie). Pinochet ließ sich bekehren: "Der Plan wird gegenwärtig in vollem Umfang umgesetzt." und sprach Friedman gegenüber sein Vertrauen und seine höchste Wertschätzung aus.

    (Auszug aus Die Schockstrategie, Naomi Klein)

    Das Land hatte sich zuvor 160 Jahre friedlich demokratischer Herrschaft erfreut, 41 Jahre davon ohne Unterbrechung. Der Schock der Machtübernahme Pinochet´s war in hohem Maße dramatisch und traumatisch für das chilenische Volk, so etwas kannte man dort nicht, im Gegensatz zu Argentinien, welches über vier Jahrzehnte sechs Militärregierungen gehabt hatte. All das wurde wohlwollend gefördert durch die USA.

    Der Mythos vom Wunder von Chile

    Die Konzentration des Reichtums ist kein Zufall, sondern die Regel, sie ist nicht eine Randerscheinung einer schwierigen Situation, sondern die Basis eines gesellschaftlichen Projekts.



    Chile 2017, Quelle Zeit online

    Chile: Endstation Reichtum

    "Das ungleichste Land der Welt"

    Chile war ein weltweit beobachtetes Experiment, wohlwollend gefördert von den USA. Das hohe Wirtschaftswachstum, das die Boys dem Land bescherten, gab den Ideologen lange recht. Nicht von ungefähr ruft die marktradikale Denkfabrik Heritage org. mit Sitz in Washington Chile seit Jahren zum besten Investmentplatz in ganz Lateinamerika aus. Bis heute setzen auch die demokratischen Nachfolgeregierungen dem Markt nur sehr wenige Regeln.

    "Man kann sich Chile vorstellen wie ein bunt angestrichenes Haus", sagt Marco Kremerman: "Von außen schön anzusehen, denn makroökonomisch stehen wir gut da. Kein Land ist in den vergangenen 25 Jahren so gewachsen wie Chile."

    Auf der anderen Seite leben 14 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Und der staatliche Mindestlohn in Chile beträgt gerade einmal umgerechnet 330 Euro – bei Lebenshaltungskosten, die den deutschen ähneln. "Und 50 Prozent der Arbeitnehmer verdienen weniger als 400 Euro im Monat", stellt Kremerman fest: "Man muss sich das mal vorstellen: Die Menschen haben Arbeit und müssen sich für die Miete und Essen verschulden".

    Kremermann und Yáñez sind überzeugt: Das alles ist das Ergebnis einer neoliberalen Kultur, die sich tief in das Land gefressen hat. Arbeitnehmer werden nicht angemessen entlohnt – aber die Menschen leben auch über ihre Verhältnisse "Die multiple Verschuldung der Menschen wird uns noch Probleme bereiten", sagt Kremerman, "hier bringt sich ein ganzes Land um seine Zukunft – und die Politik schaut zu."

    https://www.zeit.de/wirtschaft/2017...smus-armutsgrenze-wirtschaft-reichtum/seite-2

     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Juli 2019
  4. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

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    Bei einem Monatseinkommen von umgerechnet 330,- € und Lebenshaltungskosten, die in der Höhe den unsrigen ähneln, bleibt einem wohl nicht viel anderes übrig, als sich zu verschulden und "über die eigenen Verhältnisse zu leben".

    Bevor wir die USA (Reagan) und England (Thatcher) im Zuge dieser Entwicklung (Chicago Boys Friedman's und deren Schlüsselpositionen) genauer betrachten werden, folgen noch weitere Länder Südamerikas.
     
  5. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

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    Brasilien oder Uruguay, Bolivien oder welches Land genauer beschauen?

    Es ist wirklich frappierend, mit welchem Druck der Katastrophen-Kapitalismus einem Land nach dem anderen aufgezwungen wurde. Falls grad keine Krise in Sicht ist, wird auch gerne mal eine provoziert.

    Erst der Folterschock (Lateinamerika), dann diese Erkenntnisse der Daumenschrauben in der Krise auch in Demokratien oder aber "Demokratie" einleitend auf den Plan rufen. Der Wirtschaftsschock.

    Immer Bestandteil dieser Daumenschrauben ist die Privatisierung, oder sollte man besser sagen, der Ausverkauf staatlicher Institutionen an gierig wartende Global Player.

    Bin grad in Polen, Solidarnosc und Walesa - ehemals Hoffnungsträger für ein gerechteres System - angekommen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. August 2019
  6. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

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    Kurzer Einwurf am Freitag Abend, Doku lief grad auf 3Sat.

    Die unheimliche Macht der Berater, oder auch die Big Four, wie sogar Rechtsstaatlichkeiten mittlerweile privatisiert werden. Sie prüfen die Steuerberatungsmodelle, die sie sich vorher selbst ausgedacht und beraten haben. Passt ganz wunderbar zum Thema

    >>Privatisierung staatlicher Unternehmen und Institutionen
    >>Deregulierung d. Märkte
    >>Steuersenkung für Großunternehmen
    >>Rückbau des Sozialstaates

    Hier noch eine Portion dreister, aber sowas von dreist. Und unbehelligt.

    http://mediathek.daserste.de/Report...ater/Video?bcastId=799280&documentId=60601660
     
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  7. kleinelady86

    kleinelady86 Sehr aktives Mitglied

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    Im Osten daheim in der Welt zu hause
    Jeder könnte vor seine Haustür schauen wohin die Reise geht...

    Danke dir für diese ausführliche Präsentation...wie das so läuft
     
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  8. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

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    1. März 2019, 16:23 Uhr
    Wirtschaftsprüfer:Zerschlagt die Vier

    Die vier großen Wirtschaftsprüfer sind zu mächtig. Keiner kennt die Finanzströme der Konzerne so gut wie sie, und sie nutzen ihr Insiderwissen perfide aus - um Steuervermeidungsmodelle zu verkaufen.

    Kommentar von Bastian Brinkmann

    Die sogenannten Big Four, das sind PwC, KPMG, EY und Deloitte, beherrschen den Markt. Nach wie vor aber vermischen sie ihr Prüfgeschäft mit der Unternehmensberatung. Das ist perfide: Niemand kennt die internen Finanzströme der Konzerne so gut wie die großen Vier - und mithilfe ihres Insiderwissen entwickeln sie komplizierte Steuervermeidungsmodelle, die sie dann an die gleichen Konzerne verkaufen. Das darf nicht sein. Prüfung und Beratung müssen strikt voneinander getrennt werden, am besten in verschiedenen Firmen. Die Big Four müssen zerschlagen werden.

    Völlig absurd ist es, dass der Staat sich bei Steuerreformen von den Big Four beraten lässt. Natürlich arbeiten dort viele kluge Leute, aber der Staat kann sich nicht von denen helfen lassen, die dann die Lücken in den neuen Steuergesetzen an Konzerne weiterverkaufen. Um auf die Expertise der großen Vier verzichten zu können, muss der Staat mehr in sein eigenes Personal investieren - und alle Aufträge für die Big Four stornieren.


    https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wirtschaftspruefer-steuern-pwc-kpmg-ey-deloitte-1.4350527

    Krass, krass und noch krasser ....
     
  9. McCoy

    McCoy Sehr aktives Mitglied

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    Vielleicht Großbritannien. Das Land soll durch einen möglichst ungeregelten Brexit ins Chaos gestürzt werden, um es anschließend, wenn die dortige Wirtschaft kollabiert und das britische Pfund eingebrochen ist, auszuschlachten, und die noch vorhandenen Reste der staatlichen Daseinsvorsorge zu privatisieren.
     
  10. kleinelady86

    kleinelady86 Sehr aktives Mitglied

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    Ort:
    Im Osten daheim in der Welt zu hause
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    Diese Tatsache stürzt die ganze EU Großbritanien zahlt sehr viel Geld ein...das Geld fehlt und andere Länder die überhaupt Zahlungsfähig sind wie DE..Frankreich müssen noch mehr zahlen um die EU zu halten...

    Ein geregelter Brexit wäre nur ein Aufschub


    Tja es würde entschieden...so wirkt es zumindest...
    Das das Thema schneller voran gehen soll warum auch immer...

    Ein lang Bekanntes wichtiges aber bis dato bewusst klein gehaltenes Problem wurde groß gemacht aber nicht aus gutem Willen sondern um die Leute zur Kasse in naher Zukunft zu bieten...

    Es sollen ja viele neue Steuern auf uns zukommen...

    So zumindest mein Gedanke möge ich mich bitte irren
     
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