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Blühende Märkte China´s: Bedeutung der Arbeitslager für die Wirtschaft

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Amant, 6. November 2019.

  1. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2012
    Beiträge:
    7.646
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    .. Die Weihnachtslichterketten haben Hochsaison ..

    "Beinahe jedes chinesische Billigprodukt kommt aus einem Arbeitslager."


    Es existieren heute knapp 1000 Lager, in fast jeder chinesischen Stadt gibt es eines.

    4 Millionen Menschen sind dort derzeit eingesperrt. Dabei handelt es sich oft um Regimegegner und nicht um Kriminelle. Erst vor kurzem wurden wieder über 180 Rechtsanwälte eingesperrt. Solche Festnahmen stehen in China an der Tagesordnung. Bei uns wird darüber höchstens mit einer kleinen Notiz in der Zeitung berichtet.



    Hartmut Idzko, Journalist und langjähriger ARD-Korrespondent spricht mit uns über seinen Film, über das System der Zwangsarbeit in China und über die Bedeutung der Arbeitslager für die chinesische Wirtschaft.

    RTE THEMA: Sie wagen sich mit Ihrem Film über Laogai, die chinesischen Arbeitslager an ein sehr heikles Thema heran. Hatten Sie Probleme bei den Dreharbeiten?


    Hartmut Idzko: Wir haben uns bei den Arbeiten zu diesem Film gar nicht erst nach China getraut, schon gar nicht, als wir im Vorfeld von Festnahmen vieler Journalistenkollegen erfahren hatten. Das Thema ist so sensibel, dass sich kein in Peking akkreditierter Kameramann bereit erklärt hat, mit mir vor Ort zu drehen. Bildmaterial aus dem Innern der Lager haben wir von einem der Protagonisten, dem Gründer der Laogai Research Foundation Harry Wu erhalten. Er macht seit Jahren auf die katastrophalen Bedingungen in den chinesischen Arbeitslagern aufmerksam. Wu war selbst 20 Jahre in einem Lager eingesperrt und konnte schließlich in die USA fliehen. Er kam als chinesischer Geschäftsmann mit amerikanischem Pass getarnt zurück nach China und machte mit einer kleinen Kamera versteckte Videoaufnahmen in den Lagern, die zeigen wie dort für den Export produziert wird.

    https://info.arte.tv/de/beinahe-jedes-chinesische-billigprodukt-kommt-aus-einem-arbeitslager

     
  2. SunnyAfternoon

    SunnyAfternoon Sehr aktives Mitglied

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    17. September 2011
    Beiträge:
    26.929
    Ort:
    Linz, OÖ
    War gerade bei LANZ zu sehen
     
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  3. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    7.646
    Ja, dann hast du Teile des oben verlinkten Films gesehen.

    4 Millionen! Menschen aktuell geschätzt in Arbeitslagern Laogai als Zwangsarbeiter eingepfercht! 40 Millionen! sollen seit Existieren der Lager dort umgekommen sein!

    Und: DIESE Lager existieren heute noch und wir sind regional zwar weit weg, aber dennoch mittendrin.
     
  4. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2012
    Beiträge:
    7.646
    Die Räume sind vorhanden, die Menschen werden einfach von der Straße geholt, ein Verdacht reicht, danach werden Geständnisse mit Folter erpresst und schon sind genug Arbeitskräfte für Billigprodukte im fast einzigartigen Wirtschaftswunder China (Diktatur in Verbindung mit freien Märkten) "rekrutiert".

    Keine Lohnkosten, keine Raumkosten, kaum Versorgung (viele sterben an Hunger), zusammen gepfercht mit 30 Menschen auf 6x6m des Nachts, sie stapeln sich fast.

    Da kann man billig produzieren und hat große Marktvorteile. Und was sagen unsere Regierungen dazu?

    "Du, Du, das macht man aber nicht."
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. November 2019
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  5. Alfa-Alfa

    Alfa-Alfa Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Januar 2019
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    5.247
    Die alte Frau war 26 Jahre im Gefangenenlager weil sie den Menschen zu essen gab, das ist so furchtbar deprimierend und da greift keiner ein, hilft niemand, gibt ja nichts zu gewinnen,
    kein Öl oder Goldminen, keine Ausbeutung möglich, also mischt man sich nicht ein.

    da rücken unsere Sorgen aber arg in den Hintergrund.
     
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  6. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2012
    Beiträge:
    7.646
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    China als größter Exporteur, da geht es um Handelsbeziehungen.

    Da sagst du was.
     
  7. Alfa-Alfa

    Alfa-Alfa Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Januar 2019
    Beiträge:
    5.247
    die sollte man dann boykottieren oder was könnte man da tun als Politiker, falls es diese überhaupt interessiert, weil uns geht's ja gut...noch.
     
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  8. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2012
    Beiträge:
    7.646
    Die Frage ist, ob in unserem flächenüberziehenden System eines Marktfundamentalismus - und ich denke, man kann das so sehen - ob da überhaupt ein Politiker Interesse daran hat, freie Märkte zu beschränken. (?)

    Das Ganze ist viel perfider, als wir uns das aktuell vorstellen. China ist von Wirtschafts-Ökonomen aus dem Westen bzgl. Öffnung seiner Märkte beraten worden. Sehr wohl die möglichen Auswirkungen in einer Diktatur billigend in Kauf nehmend. Man weiß doch, wer da beraten wird. Bei Interesse lege ich da gerne später ein paar Fakten nach.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. November 2019
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  9. NuzuBesuch

    NuzuBesuch Sehr aktives Mitglied

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    32.072
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    Kleiner Planet am Rande der Milchstraße
    Unfassbar!
     
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  10. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    So ist es!
     
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