Bis 12,3 Milliarden Menschen bis 2100

Amant

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Die Populationserwartungen wurden deutlich nach oben korrigiert.

Die Anzeichen verdichten sich, dass das lange angekündigte Ende des weltweiten Bevölkerungswachstums bei etwa neun Milliarden Menschen tatsächlich ausbleibt.

Wenn die neuen Berechnungen zutreffen, werden bis 2100 rund 9,6 bis 12,3 Milliarden Menschen auf dem Globus erwartet. Das wären dann im extremen Fall deutlich mehr als zwei Milliarden mehr als erwartet und mindestens ein Drittel mehr als die heute rund sieben Milliarden. Der Grund, warum sich die Bevölkerungsforscher berichtigen müssen, liegt in der Methodik. Zum ersten Mal haben sie eine auf Wahrscheinlichkeitsberechnungen basierte sogenannte Bayessche Statisik verwendet, in der die Verlässlichkeit der Daten und die Unsicherheiten stärker als bisher einfließen.

FAZ, 18.09.2014

Tja ..
 
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Ich habe es geahnt, trotz aller Schönfärberei von wegen konstanter Kinderzahl und so... :(

Der Mensch ist völlig außerhalb der natürlichen Kontrolle. Das wäre dann das Ende für jegliche, afrikanische Natur, für die Löwen, die Leoparden, die Elefanten, die Gnu-Herden und all die anderen Wildtiere. Die Heuschrecke Mensch wird dort alles plattmachen.
Da hilft nur noch eines: Wanderungsbewegungen nach Norden rigoros unterbinden, besser heute als morgen, um wenigstens hier noch Natur zu erhalten.

"Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam."
Prof. Dr. Bernhard Grzimek

LG
Grauer Wolf
 
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Zitat im Kommentarsektor:
Franz Gerstheimer (McKraut) - 19.09.2014 10:13 Folgen Schaut man sich die Publikation in Science an wird klar, dass es sich um ein verbessertes statistisches Modell zur Vorhersage der Geburtenrate handelt. Andere Faktoren wie z.B. Veränderungen der Umwelt, Ernährungslage oder Migration sind nicht berücksichtigt. Vielmehr sehen die Autoren ihren Beitrag nur als einen Baustein für eine Gesamtvorhersage. Ihre Aussage besteht darin, dass nicht mit einer Abnahme der mittleren Geburtenrate in Afrika zu rechnen ist wie bisher angenommen wurde. Viele weitere Faktoren, die sich gegenseitig komplex beeinflussen, wirken auf die reale Bevölkerungsentwicklung ein. Ähnlich wie bei Klimaprognosen sind diese oft nicht bekannt oder berechenbar. Gerade die Prognosen einiger Klimaforscher sind für den afrikanischen Kontinent erschreckend. Es ist deshalb durchaus möglich, dass im Jahr 2100 weniger Menschen in Afrika leben als heute.

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Er bringt es ziemlich genau auf den Punkt.
Für mich gibt es eine zunehmende Ressourcenverknappung.
Diese wird entweder durch Krieg oder intelligentere Verteilungssysteme gelöst. Davon ist natürlich auch Afrika betroffen. Das heißt, entweder entwickelt sich dort die Lebenssituation zum Besseren oder man wird dort ein Kriegszenario entwickeln.

Ich halte die intelligentere Ressourcenverteilung für wesentlich realistischer.
 
Du Jammerlappen. Ist ja ekelhaft. *Ein Taschentuch reicht*
Nein, Realismus anstelle von rotgrüner Traumtänzerei "alles wird gut werden"! Und persönliche Angriffe ändern daran nichts.

Prof. Dr. B. Grzimek hat's schon vor über 40 Jahren geahnt und lag damit leider genau richtig!
Btw., nur durch massiven, internationalen Druck hat man z.B. verhindern können, daß die Serengeti durch eine asphaltierte Schnellstraße in zwei Teile zerschnitten wurde, die das Ende der Gnu-Wanderungen bedeutet hätte, und vor allem, wie viele dieser Straßen, ein bequemes Einfallstor für illegale Siedler, Wilderer und Co. geworden wäre.
Diese Massen drängen überall rein, bis in die für Afrikaner eigentlich zu kalten und zu nassen Bergwälder der Virunga-Vulkane (die waren ursprünglich völlig unbewohnt), um dort illegal Brennholz zu fällen und zu wildern oder sich gleich permanent dort einzunisten, wobei immer wieder Verluste unter den seltenen Bergorillas entstehen und so nebenbei, gerne auch mal Ranger erschossen werden: In den letzten 20 Jahren wurden mehr als 120 Park-Ranger beim Kampf gegen Wilderei und illegale Landnahme getötet.

Der Sahel wurde von der Trockensteppe vollens zur Wüste, weil die irrwitzige Brunnenbohrerei nur die Ziegenherden (="Reichtum") und Bevölkerungszahl pushte, was wegen des Brennholzbedarfs zu einer totalen Abholzung und zur Überweidung der ohnehin spärlichen Vegetation führte und auf Dauer üble Folgen für den Grundwasserspiegel hat. Der Victoriasee wird gerade ruiniert, weil man dort Fischarten wie den Nilbarsch angesiedelt hat, der andere Arten massiv verdrängt.
http://www.globalnature.org/21139/LIVING-LAKES/Afrika/Viktoriasee/Nilbarsch/02_vorlage.asp
Nur vier Beispiele unter vielen! Einfach mal realisieren, was da abläuft! Wie weit soll das noch gehen???

Aber ich halte mich hier lieber raus. Dieses extreme, anthropozentrische Weltbild liegt mir nicht. So oder so, der Bericht in der FAZ spricht ja wohl Bände. Aber den kann man ja locker ignorieren.

LG
Grauer Wolf
 
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Wenn der Bogen wieder zur Massentierhaltung gezogen wird, dann wird ganz deutlich wie wichtig es ist, die Haltungsstandards nach oben hin aufzubessern und Fleisch wieder teuer zu vermarkten (das hängt zusammen), dass es sich eben nicht jeder leisten kann.

Weil weder Vernunft noch ein Gewissen etwas an der Einstellung ändern wird. Ist so. Menschen sind ganz schlimm :D

Ich denke, es empfiehlt sich, da einen anderen Ansatz zu finden, Dvasia. Natürlich bin ich ganz bei Dir, wenn es um Haltungsstandards nach oben hin geht. Bei mir übrigens nicht vorwiegend aus persönlichen gesundheitlichen Aspekten heraus, sondern vorrangig aus ethischen Gründen der Tierwelt wegen. Das ist ja auch unter Vegetariern und Veganern nicht immer der Hauptgrund, sondern es steht häufig mehr das persönliche Befinden im Vordergrund, ich erwähne es daher einmal, da ich diesen Ansatz vieler Veggies als eigentümlich egozentriert empfinde. Natürlich gibt es auch die anderen.

Wenn Du also der Ansicht bist, dass der exponentielle Anstieg der Weltbevölkerung, dessen Schwerpunkt in Afrika verortet wird, durch einen verminderten Fleischkonsum gedrosselt werden kann, dann dürfte das möglicherweise ein Fehlschluss sein.

Viehhaltung

Die Viehzucht ist ein wichtiges Standbein für viele Bauern in Afrika. Besonders ausgeprägt ist die Wirtschaftsform der Viehzucht bei den Nomadenvölkern Afrikas, die ihre Subsistenz durch das Halten von Rindern und Ziegen sichern. Allein in Ostafrika leben 24 Millionen Menschen von der Viehwirtschaft. Ackerbau ist dort in vielen Regionen aufgrund der klimatischen Bedingungen nur in sehr begrenztem Umfang möglich, sodass Nutztiere wie Rinder, Ziegen, Schafe, Kamele und Hühner den Menschen geben, was sie zum Leben brauchen. Häufig bilden Milch, Eier und Fleisch bis zu 60 Prozent ihrer täglichen Nahrung. Darüber hinaus dienen Tiere als Arbeitskraft und haben eine hohe kulturelle Bedeutung. Erkranken die Tiere, sind Lebensgrundlage und Gesundheit der Menschen in Gefahr. Dennoch gibt es in vielen Ländern Ostafrikas keine tierärztliche Grundversorgung.

Afrika, Viehhaltung


Ich habe es geahnt, trotz aller Schönfärberei von wegen konstanter Kinderzahl und so... :(

Der Mensch ist völlig außerhalb der natürlichen Kontrolle. Das wäre dann das Ende für jegliche, afrikanische Natur, für die Löwen, die Leoparden, die Elefanten, die Gnu-Herden und all die anderen Wildtiere. Die Heuschrecke Mensch wird dort alles plattmachen.
Da hilft nur noch eines: Wanderungsbewegungen nach Norden rigoros unterbinden, besser heute als morgen, um wenigstens hier noch Natur zu erhalten.

"Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam."
Prof. Dr. Bernhard Grzimek

LG
Grauer Wolf


Richtig, der Mensch befindet sich völlig außerhalb jeder natürlichen Kontrolle, Geburtenregelung. Also auch dort, das Essverhalten u.a. hatten wir ja schon in anderen Fäden besprochen. (Hast Du mal verfolgt, welchen Bohai manche Pärchen machen, die vom "Unglück" verfolgt sind, keine Kinder zeugen zu können? Oh weh, statt es einfach als gegeben hinzunehmen und sich anderweitig zu engagieren, Baustellen gibt es doch genug, aber es muss ja das "eigene" Kind sein.)


Das gibt es eben nur beim Homo sapiens, traurig. Daher wird es wohl oder übel zu einer andersartigen Regulierung kommen, da die Menschheit selbst es offenbar nicht vermag. Siehe Prof. Grz.

Wie war das mit den beiden Planeten, die sich trafen? *hüst
 
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Der Mensch ist völlig außerhalb der natürlichen Kontrolle. Das wäre dann das Ende für jegliche, afrikanische Natur, für die Löwen, die Leoparden, die Elefanten, die Gnu-Herden und all die anderen Wildtiere. Die Heuschrecke Mensch wird dort alles plattmachen.
Da hilft nur noch eines: Wanderungsbewegungen nach Norden rigoros unterbinden, besser heute als morgen, um wenigstens hier noch Natur zu erhalten.


LG
Grauer Wolf

Das erinnert mich an "das boot ist voll".
Kann man wirklich, nach aller ausbeutung die europa weltweit betrieben hat und betreibt, die schotten dicht machen?
Da bin ich dagegen. Die konsequenzen des menschlichen tuns müssen wohl oder übel von allen menschen getragen werden - dies ist die zeit, in welcher wir leben. Es ist eine aufgabe, in dieser endzeitwelt zu leben, und ich nehm die aufgabe an.
Jedem seine insel, jedem seinen naturpark ist einfach nicht mehr möglich.
 
Wird Zeit für ein paar außer Kontrolle geratene Seuchen und Gifte. Kriege etc. reduzieren nicht richtig, vielleicht ein paar Mio. aber so richtig reinhauen tun die nicht.

Vielleicht schaffen das die nächsten atomaren GAUs, solche wie Fukushima, daß die Statistik so nicht eintritt. Fukushima ist ja auch in diese Berechnung nicht eingeflossen - und kommt mir jetzt nicht mit "Da ist doch alles unter Kontrolle".
 
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Nur mal am Rande, damit nicht jeder glaubt, ich würde nur auf Afrika "rumhacken".
Das hier ist eine weitere Folge der Multimilliarden Menschen, die u.a. natürlich auch nach Energie schreien, diesmal im hohen Norden. Aber der Widerstand wächst!

http://www.youtube.com/watch?v=zE92JEg4JEU
http://www.youtube.com/watch?v=61X4IQqnmd0
http://www.youtube.com/watch?v=V8m5PFuYRSI

Wenn ich sehe, welch furchtbare Wunden Mutter Natur geschlagen werden (die in diesem subarktischen Klima über Jahrhunderte nicht ausheilen werden), und wenn ich an die Wölfe, Bären, Puma, Elks, Elche, an all die Vogel- und Fischarten, aber auch die noch traditionell lebenden Menschen in dieser Gegend denke, dann kommen mir die Tränen des Zorns und der Trauer. Kein Fortschritt ist es wert, so zu wüten, genauso wenig, wie man einen ganzen Kontinent unter Menschenmassen ersticken darf.
Die Erde gehört uns nicht alleine, wir sind nur eine Art unter abertausenden von anderen!

LG
Grauer Wolf
 
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