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  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.
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  1. Ich fasse hier zusammen, was ich im Forum über das Thema schreibe. Der Blog ist daher im Prozess begriffen.
    Ich halte das Thema für sehr wichtig, weil darüber sehr viel Verwirrnis besteht.


    Inhalt
    Die Grundhaltung der "Christen"
    Persönliche Schuld und Weltschuld
    Von Schuld, Gabe und Sündenfall



    Die Grundhaltung der „Christen“

    Wirft man einen distanzierten Blick in die Welt derer, die sich Christen nennen, so zeigen sie fast ausnahmslos eine Form der sentimentalen Grundhaltung, die nicht dem Erwachsenensein, dafür aber dem Kleinkindlichen entspricht. Ein Erwachsener, der sich wie ein Kleinkind verhält, ist seines Alters bzw. seiner Reife gemäß nicht angepasst und verhält sich albern. Die Grundhaltung fast aller derjenigen, die meinen, Christen zu sein, entspricht daher einer albernen Sentimentalität.

    Gegenüber Personen, wie etwa Jesus, erwächst daraus eine Beziehung, die aus einem Kuscheln besteht und der Beziehung zwischen Kleinkind und Teddy gleicht. Wie das unmündige Kleinkind die stetige und unmittelbare Nähe seines ihm Schutz und Geborgenheit gewährenden Teddys braucht und sein jäher Verlust zu einem gewaltigen emotionalen Drama führt, so versucht das, was sich Christentum nennen will, auf dieselbe Weise eine Nähe zu Jesus, Christus und Gott zu erreichen.

    In der Rolle der kindlichen Unmündigkeit soll der Erwachsene sich durch die Haltung des Kuschelns und der albernen Sentimentalität begeben, welche aber die Mündigkeit des Erwachsenseins missachtet. Mündigkeit wird nur im Verhältnis zum Weltlichen, nicht aber zum Göttlichen geschätzt.


    Persönliche Schuld und Weltschuld

    Wenn ein Mensch einem anderen ein Leid zufügt, ist das einmal eine persönliche Schuld, die der Leidzufügende hat. Aber diese Tat hat auch ihre Wirkung für die Gesamtheit des Lebens, für die Welt, für die Erde. Die Sünden, Vergehen und Schulden eines Menschen tragen daher in sich zwei Aspekte. Der eine ist subjektiv, also persönlich oder individuell. Demgegenüber muss der andere objektiv sein.

    Wir sprechen - anlehnend an die indische Philosophie - von Karma und von der karmischen Schuld. Die karmische Schuld ist die persönliche oder subjektive, die der Mensch auszugleichen hat, aber die objektive Schuld ist keine persönliche und kann daher auch nicht persönlich ausgeglichen werden. Es handelt sich daher eher um eine, man könnte sagen, um eine Welt- oder Erdenschuld.

    Man blickt zwar gerne auf die indische Religionsphilosophie, doch wie verhält sich die Bibel zu dem Aspekt der persönlichen Schuld? Sie sagt sinnbildlich, man würde aus dem Gefängnis nicht herauskommen, bis nicht jeder Heller zurückgezahlt worden wäre. (Mt. 5,26)

    Welche Bedeutung hat das für den Kreuzestod, von dem es heißt, die Sünden seien vergeben worden? Es ergibt sich kein Sinn in der Sündenvergebung, wenn die persönliche Schuld bereits durch Karma und Zurückzahlung ausgeglichen werden muss. - Was bleibt denn da noch übrig? Damit kann der Kreuzestod sich nicht auf die persönliche, sondern nur auf die objektive Weltenschuld des Menschen beziehen, welche er persönlich nicht ausgleichen kann.


    Von Schuld, Gabe und Sündenfall

    „Christen“ trägen im Hinterkopf die Ansicht über einen beleidigten und rachsüchtigen Gott, was mit ihrer Einstellung über den Menschen verbunden ist, unmündiges Kind gegenüber der Gottheit sein zu müssen, weshalb in dem Sündenfall lediglich auf der Stelle tretenden Schuld statt eines Fortschreitens gesehen wird. Der Mensch soll wieder so sein, wie er im Paradies war: unmündig und zu keinen selbstständigen Schritten befähigt.

    Doch hat der Mensch durch den Sündenfall die Gabe gewonnen, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden und entscheiden können. Diese Gabe ist gleichsam mit der Schuld verknüpft, welche von jenen, die meinen, Christen zu sein, eben nicht berücksichtigt wird und sie deshalb den Aspekt der Schuld einseitig vorziehen und so (unbewusst) versuchen, im Menschen Minderwertigkeitsgefühle anzusprechen oder entstehen zu lassen, die ein Fortentwickeln hemmen. Das ist nicht christlich, sondern eine Hemmung der Entwicklung des einzelnen Menschen, der Menschheit und damit der Erde selbst. Ein Interesse, das gesamte Erdenziel nicht zu erreichen, hat einzig und allein Luzifer.
  2. Ich werde hier nach und nach zusammenfassen, was ich im Forum über Homöopathie schreibe:


    Homöopathie und Urteilskraft

    Man verfällt im Guten wie im Schlechten schnell in einen Fatalismus, über etwas zu urteilen, wie es die Homöopathie ist, ohne sich auf beiden Seiten eine rechte Urteilskraft erarbeitet zu haben. So kann durch die allgemeine Lebenserfahrung zu der einfachen Überlegung gekommen werden, dass Homöopathie nur unter bestimmten Umständen wirken könne.
    Nun muss man sich aufmachen und sich erkundigen, was der homöopathische Fachbereich über diese Umstände genau aussagt.
    Wird hier nicht sorgfältig genug vorgegangen, so folgt daraus die Möglichkeit eines falschen bzw. fahrlässigen Urteils.
    Im zweiten Punkt ist man auf eigene Erfahrungen und Experimente angewiesen. Doch ist das meiner Erfahrung nach nicht leicht. Ein nicht wirkendes Mittel kann zum Beispiel zu dem Urteil führen, die gesamte Homöopathie sei unwirksam. Hier können sich schon viele Fehler einschleichen. So kann das Mittel möglicherweise deshalb nicht wirken, weil es nicht sorgsam genug ausgewählt wurde.

    Umgekehrt gibt auch jene Fanatisten, die sich nicht sorgfältig über die Reichweite und die Grenzen der Homöopathie erkundigen, die die Ergebnisse der persönlich gemachten Erfahrungen fahrlässig verfälschen, um die Homöopathie unberechtigt glorifizieren zu wollen, weil sie damit schlicht ein Bedürfnis nach fanatischer Glorifizierung befriedigen wollen und sich dazu eines Objektes bedienen, wie die Homöopathie eines ist.


    Keine Wirkung durch Fehlen von Molekülen

    Ein sehr beliebter Grund, weshalb Homöopathie nicht wirken könne, wird rechnerisch erstellt, indem gesagt wird, durch die stetige Verdünnung könne letztlich kein Molekül mehr vorhanden sein, weshalb eine Wirkung unmöglich sei.
    Dieses Argument scheint sehr gewichtig zu wirken, denn keiner hat sie jemals auszuhebeln versucht, soweit ich weiß. Das Argument scheint wie ein großer hypnotischer Bann zu wirken, wodurch nicht versucht wird, einen eventuellen Denkfehler darin zu suchen.


    Die Schwierigkeit der Anamnese


    Für die Anamnese ist eine gute, also objektive Selbstbeobachtung notwendig. Eine angemessene homöopathische Anamnese dürfte deshalb schwierig bis unmöglich sein, weil der Patient für sich selbst mehr oder weniger blind ist.
    In dem Gespräch der Anamnese zwischen Homöopath und Patient muss der Patient sich selbst gegenüber also sehr ehrlich sein, was sich in der Praxis als sehr schwierig herausstellen dürfte. Schon allein bei mir selbst habe ich erst nachträglich festgestellt, wie sehr ich ungenauen Vorstellungen über mich selbst nachgegangen bin, die ich meinem mich fragenden Homöopathen präsentiert habe, welche zu einem falschen Ergebnis und somit zur Empfehlung falscher Präperate geführt haben mussten.
    Aus solchen Gründen ist die Homöopathie nicht als unwirksam zu erklären, sondern der Mangel besteht hier in der Ehrlichkeit über sich selbst und der Fähigkeit, über sich selbst ausreichend bewusst zu sein.
    hnoss gefällt das.
  3. Inhaltsverzeichnis

    - Vorwort
    - Die Methodik des Messens
    - Licht und Farben
    - Mittelbares und unmittelbares Licht
    - Die Hebung
    - Optische Täuschungen?
    - Täuschungen bei Tieren?
    - Zentralkräfte und Universalkräfte
    - Das Wasser des Lebens
    - Gene, Zellen
    - Resümee


    Vorwort
    Hier stehen die Inhalte des von mir erstellten Threads "Spiritualität und Wissenschaft?" in nur teils überarbeiteter und keinesfalls in endültiger Fassung.
    Es soll hier die Frage behandelt werden, ob das, was heute unter Wissenschaft bezeichnet wird, mit Spiritualität verknüpft werden kann.
    Verstehen wir überhaupt, was und wie genau die Denkweisen der so genannten Wissenschaft sind? Und wenn ja, können diese mit Spiritualität vereinbar sein?
    Was also ist "Wissenschaft", was ist Spiritualität? Passen sie zusammen oder sind sie zwei ganz verschiedene Dinge?
    Was als Wissenschaft bezeichnet wird, ist gegenüber dem Menschen etwas, das ihn durch ein autoritäres Auftreten binden will, an das er zu glauben hat. Diese Gefahr besteht auch bei der Spiritualität, dennoch hat man dort noch mehr die Neigung, sich selbst etwas vorzumachen.
    Es ist ein sehr markanter Aspekt der so genannten Wissenschaft, etwas von Spezialisten erforschen zu wollen, das von der Allgemeinheit nicht nachvollzogen werden kann, sie hat nur die Wahl, es zu glauben oder nicht. Damit wird die Allgemeinheit nicht in die Lage versetzt, selbst forschend tätig zu sein.
    Natürlich kann Ähnliches oder Gleiches auch gegenüber der Spiritualität gesagt werden, wenn zum Beispiel irgendwelche Personen mit erfundenen, irgendwie außerirdisch klingenden Namen angeblich aus einer höheren Welt Botschaften empfangen wollen, die für die Allgemeinheit bestimmt sein sollen. Diese "Medien" oder "Botschaften" verhalten sich gegenüber der Allgemeinheit wie die der so genannten Wissenschaft: Beide versuchen, den Menschen abhängig zu machen!
    Allgemein bekannt ist die Beziehung der Spiritualität zum Übersinnlichen, aber wie verhält sich "Wissenschaft" dazu?
    Die Spiritualität tritt in Beziehung zum Übersinnlichen, dann gibt es die sinnliche Wahrnehmung, die von der "Wissenschaftlichkeit" degradiert wird. Die sinnliche Wahrnehmung wird von ihr zum Beispiel nur benutzt, um an der Skala des Messgeräts den Wert abzulesen.
    Wenn aber das eine dem Übersinnlichen zuspricht und das andere der sinnlichen Wahrnehmung, wie könnte dann das genannt werden, was die angebliche Wissenschaft betreibt, wenn sie nur das akzeptiert, was ihre Messinstrumente anzeigen? Übersinnlichkeit, Sinnlichkeit, und schließlich ...?
    Gemäß der Begriffsbedeutungen Übersinnlichkeit und Sinnlichkeit, ist das Vorgehen der so genannten Wissenschaft weder dem einen, noch dem anderen zuzuordnen, sondern es bedarf eines neuen Begriffs, nämlich den des Untersinnlichen.

    Die Methodik des Messens
    Zum Beispiel unterlegt man dem Sinneseindruck Gelb Wellen, die nicht erfahrbar sind, sondern nur durch Messung "existieren".
    Die Methodik durch Messungen, an scheinbar wirkliche Ergebnisse zu gelangen, wie die Wellen eines farblichen Sinneseindrucks, wirkt so massiv, dass nahezu jedermann bereit ist, weniger vom qualitativen Sinneseindruck einer Farbe auszugehen, stattdessen man will nur noch von abstrakten Wellen sprechen und diese als Wirklichkeit betrachten.
    Beim Farbspektrum will das Untersinnliche noch weitere Farben - Infrarot und Ultraviolett - anerkennen als nur die sichtbaren. Da man an diesen Bereichen zwar Wellen, Schwingungen bzw. Frequenzen messen kann, wie es bei den sinnlichen Farbeindrücken ebenso ist, werden sie durch einen Umkehrschluss zu Farben erklärt.
    Solche Umkehrschlüsse, die sinnlich nicht nachvollziehbar, aber dafür umso abstrakter sind, können leicht zu dem Gedanken führen, man könne ja die gesamte Wirklichkeit nicht wahrnehmen, was bei dem einen oder anderen zur schieren Verzweiflung führen kann, wenn er zu realisieren meint, ihm sei es gänzlich unmöglich die ganze Wirklichkeit für sich wahrnehmen und erkennen zu können.
    Wie es bei den als Farben suggerierten Beispiel mit Infrarot und Unltraviolett ist, so ist es auch bei der heiligen Kuh der untersinnlichen Wissenschaften, dem Atom.
    Zur Vorstellung des Atoms kommt man durch die übliche Methodik des Messens. Dadurch findet man Wirkungen, die in ein sinnliches Bild übertragen werden. Jeder kennt zum Beispiel das Atommodell von Niels Bohr; beim einfachsten Atom, das Wasserstoffatom, in der MItte soll sich ein Proton und um es herum soll ein Elektron in einer Umlaufbahn fliegen.

    Licht und Farben
    Wie auch die gemessenen Wirkungen in ein Bild des Atoms ins Sinnliche umgeformt werden, so ist es auch mit dem Infrarot. So genannte Infrarot-Kameras zeigen nicht das Infrarot, sondern ändern es in sinnlich wahrnehmbares Licht um.
    Ob das Infrarot dabei selbst ein Licht ist, ist eine müßige Frage. Was Infrarot ist, kann in dieser Hinsicht nicht beurteilt werden. Es zeigt sich der menschlichen Wahrnehmung aber als eine Wärmewirkung. Insofern darf vom Infrarot behauptet werden, es sei eine Wärme.
    Es wird behauptet, manche Tiere könnten Infrarot oder Ultraviolett sehen. Aber was sie mit ihren Augen wahrnehmen, ob dies Farben für sie sind, ist Spekulation. Vielleicht verspüren sie mit ihren Augen eine Wärmewirkung, schließlich ist das Auge sehr sensibel für Temperaturen.
    Was Tiere mit ihren Augen genau bzw. wie sie wahrnehmen, bleibt spekulativ. Schon äußerlich ist der Aufbau ihrer Augen anders als der des menschlichen Auges. Besonders bei Insekten, die zum Beispiel Fassettenaugen haben, ist es kaum vorstellbar, wie diese wahrnehmen. An ihnen tritt umso deutlicher die Frage hervor, ob die tierische Wahrnehmung mit der unsrigen überhaupt vergleichbar ist. Es heißt, man könne sich noch nicht einmal sicher sein, was ein anderer Mensch sieht, wenn er zum Beispiel ein Grün sieht. Man kann sich fragen: Nimmt er es wahr wie ich oder ist es doch ganz anders?
    Es besteht in der so genannten Naturwissenschaft eine Widersprüchlichkeit, indem manche Tiere angeblich Farben sehen sollen, die wir Menschen nicht sehen, was sie aber höher bewertet als der Vergleich unterhalb der Menschen selbst.
    Wie Ultraviolett und Infrarot suggestiv als Farben dargestellt werden, wodurch sie in ein Abstraktum fern von der menschlichen Wahrnehmung gewandelt werden, so wird auch mit dem sichtbaren Licht umgegangen, indem abstrakt erklärt wird, es sei eine elektromagnetische Welle.
    Das ist eben so eine seltsame Umgangsweise der untersinnlichen Naturwissenschaft, dass sie glaubt, ein Phänomen, wie es zum Beispiel das Licht ist, nur durch eine Abstraktion verstehen zu können, zu sollen und gar zu müssen. So soll das Licht laut der untersinnlichen Optik angeblich Strahlen haben, doch bei einem schönen Sonnentag oder wenn das elektrische Licht eingeschaltet wird, sind keine Strahlen zu sehen. Nicht einmal das Licht selbst kann gesehen werden. Es kann erst gesehen werden, wenn es auf Materie trifft. Das lässt sich anschaulich beobachten, wenn Licht in einem vollig dunklen Raum einfällt und einzelne, im Raum schwebende Staubteilchen das einfallende Licht kreuzen, wie es mit Hilfe einer Taschenlampe nachgestellt werden kann. Dadurch erst werden die Staubteilchen sichtbar und über einen solchen Umweg wird Licht in indirekter Weise mit Hilfe der Materie erst erkannt.
    Das durch eine schmale Blende einfallende Licht, fällt es auf schwebende Materieteilchen in der Luft, hat die Form wie ein Strahl. Wenn am Tage bei dichter Bewölkung eine Lücke in den Wolken entsteht, als ob sie eine Blendenöffnung formen würden, kann das Licht der Sonne durchfallen und es wirkt dann auf diese Weise wie ein Strahl, der durch das Zusammenspiel der Wolkenöffnung und der schwebenden Materieteilchen - wie zumeist der Dunst, der häufig fein verteilt in der Luft schwebt - geformt wird. Solche in der Natur geschaffene Strahlen sind etwas ganz anderes als jene, die die untersinnliche Optik durch Abstraktion künstlich entstehen lässt. Sie sind lediglich abstrakte Hilfskonstruktionen, um zum Beispiel so genannte Brennpunkte zu bestimmen, mit deren Hilfe Linsen technisch hergestellt werden können, wie sie in Brillen Fehlsichtigkeiten korrigieren oder gar in komplexen Linsensystemen wie in Lichtmikroskopen oder Ferngläsern zusammengesetzt werden.
    Problematisch ist bei der suggestiven Übermacht des Untersinnlichen, dass ihre bloßen Hilfskonstruktionen schnell wörtlich genommen werden, als ob sie sinnlich-real seien und unbewusst gemeint wird, in der sinnlichen Wahrnehmung natürlicher Strahlen läge eine Bestätigung der untersinnlichen.

    Mittelbares und unmittelbares Licht
    Man darf zwei Arten des Lichtes annehmen: Das eine bleibt für das Auge unsichtbar, das andere wird erst sichtbar, wenn das unsichtbare Licht auf einen Gegenstand gestoßen ist. Das unsichtbare Licht ist daher ein unmittelbares und das sichtbare ein mittelbares. ("Mittelbar" bedeutet, dass ein Mittel - hier ist es die Materie - dazwischengesetzt ist, damit eine Wirkung irgendwelcher Art erzielt werden kann.)
    Das unmittelbare Licht ist also physisch nicht sichtbar, es wird erst durch einen mittelbaren Akt sichtbar, wenn es auf die Materie stößt, was auch als "Reflexion" bezeichnet wird. Reflektiertes Licht ist also dasselbe wie ein mittelbares und sichtbares Licht.

    Die Hebung
    Wird ein Behälter, auf dessen Boden ein Gegenstand liegt, Wasser gefüllt, dann scheinen sich der Boden und der Gegenstand zu heben, was sich sinnigerweise als "Hebung" bezeichnet. - Aber wie geht das Untersinnliche damit um und wie könnte das Sinnliche damit erklärend umgehen?
    Das Untersinnliche versucht eine Erklärung mit Hilfe von Strahlen zu finden, die - wie üblich - gar nicht vorhanden sind, was aber als "Erklärung" in den Lehrbüchern der Physik behauptet wird. Es heißt dort, das Licht breche sich an der Wasseroberfläche, was durch zwei Strahlen mit jeweils unterschisdlichen Winkeln dargestellt wird.
    Nun, ein gebrochenes Licht habe ich ganau so wenig beobachten können wie jene Strahlen. Ein "gebrochenes" Licht entspricht wie den Strahlen der Welt der Abstraktion nicht der Realität.
    Wenn ein Gas in einen Behälter gefüllt wird, das schwerer als Luft ist und somit am Boden des Behälters bleibt, dann entsteht keine Hebung, sondern eine Senkung.
    Wollte der moderne Physiker wieder hingehen und diesen Effekt prinzipiell so erklären, wie er es bei der Hebung tut, ist seine Erklärung ebenso wenig nachvollziehbar, wie es bei der Hebung schon ist.
    Einfach Strahlen hinzuzaubern, die nicht real existieren und daher nicht begrifflich nachvollziehbar sind, stellt nur ein Hilfskonstrukt dar, welches zur Fantasterei wird, wenn dem Realität zugemessen würde.

    Optische Täuschungen?
    Hebung und Senkung werden zwar nicht als "optische Täuschung" bezeichnet, doch zeigen auch sie eine Wirkung, wie es bei den klassischen "optischen Täuschungen" der Fall ist.
    Zu den so genannten "optischen Täuschungen" gehört auch das bekannte Phänomen der Linienverlängerung bzw. -verkürzung. Dabei werden zwei Linien mit gleicher Länge gezeichnet. Die eine Linie erhält an ihren Enden jeweils einen von der Linie wegführenden Pfeil, die andere erhält die Pfeile in umgekehrter Richtung. Die erste Linie wirkt länger als die zweite, obwohl beide Linien die gleiche Länge haben, werden sie mit dem Lineal gemessen.
    Von Objekten können Wirkungen ausgehen, die als "Täuschung" interpretiert werden können. Doch können Linien in derselben Weise täuschen, wie etwa ein Soldat, der seine Feinde täuscht, indem er eine Tarnung benutzt?
    Der Begriff der "Täuschung" spricht zwei unterschiedliche Bedeutungen an: Da ist einmal das Objekt, von dem die Täuschung ausgeht, und einmal der Getäuschte. In dem Fall, wo der Soldat eine Täuschung herbeiführt, wendet er bewusst eine kluge List an, sofern er nicht stumpf auf Befehl gehorcht, die aus eigener Überlegung hervorgeht, um eine Vorteilsnahme zu erreichen.
    Eine so genannte "optische Täuschung" ist nicht wie ein Mensch in der Lage, eine Täuschung mit Absicht vorzunehmen.
    Macht man sich diesen Unterschied nicht bewusst, so werden "optische Täuschungen" und die Fähigkeit eines sich selbst bewussten Wesens, mit kluger Raffinesse vorgehen zu können, unbewusst gleichgesetzt.
    Der Begriff "optische Täuschung" ist daher irreführend.
    Wenn schon angebliche "optische Täuschungen" nicht täuschen können, wo entsteht dann die Täuschung?
    Das Phänomen der unterschiedlich lang erscheinenden Linien erscheint nicht im Gehirn, sondern im Auge, wobei der Begriff in sich eine gewisse erweiterte Bedeutung trägt. Das Auge sieht nur das, was es innerhalb seiner Beschaffenheit sieht, deshalb kann eine Täuschung im Auge nicht stattfinden, wie eine Anordnung von Linien nicht täuschen kann, dafür kann ein listiger Soldat eine Tarnung zur Täuschung seiner Gegner anwenden.
    Aber was sieht das Auge tatsächlich? Die scheinbar unterschiedliche Länge ist unbestritten, doch die Frage, was das Auge eigentlich sieht, ist gegenüber der Lebendigkeit des Auges keine angemessene Frage; es muss gefragt werden, wie es sieht. Das Auge tritt mit dem, was es sieht, in eine Beziehung. So können Linien gleicher Länge auf das Auge anders wirken, wenn an ihren Enden Pfeile nach außen und bei der anderen Linie Pfeile nach innen gehen. Im Verhältnis zueinander hat die erste Zeichnung eine dehnende Wirkung und die andere eine verengende. Diese Verhältnismäßigkeit würde nicht auftreten, wäre nur eine Linie vorhanden.
    Das messende Lineal hingegen kann eine solche Verhältnismäßigkeit nicht eingehen, es ist nicht lebendig wie das Auge, es kann lebendige Beziehungen nicht erfassen und ist daher tot.
    Die Frage nach dem Wie wird also mit den Begriffen "Beziehung" und "Verhältnis" beantwortet: Das Auge tritt gemäß seiner Konstitution in Beziehung zu den Dingen, die es sieht, weil es lebendig ist.
    Die Messung des Lineals und die Erscheinung im Auge, sind zwei völlig verschiedene Angelegenheiten. Doch wird ein Vergleich vom Untersinnlichen unentwegt zu Ungunsten des sinnlichen Wahrnehmung vorgenommen - das Tote der Beziehungsunfähigkeit wird zu Ungunsten des Lebendigen vorgezogen. - Warum wird das vom Untersinnlichen so gehandhabt?
    Es stellt sich also als eine Täuschung heraus, dass "optische Täuschungen" täuschen sollen, wenn darüber genügend frei nachgedacht wird, ohne sich von der Suggestion des Begriffs oder von weiteren Suggestionen verleiten zu lassen.
    Bei dem suggestiven Begriff der "optischen Täuschung" handelt es sich um eine wirkliche Täuschung, denn sie fußt nicht auf bloßer Optik, sondern auf bewusster Lebendigkeit. - Warum wird das vom Untersinnlichen so gehandhabt?
    Jedenfalls fällt bei genauerer Betrachtung auf, dass auch in der so genannten Biologie, der angeblichen Lehre vom Leben, die Täuschung als ein wichtiger Faktor ihrer Evolutionslehre sei.
    Es sollen angeblich auch Pflanzen täuschen.
    Vom Sonnentau heißt es, er würde mit einem verlockenden Duft Insekten anziehen, die in eine Lösung fallen würden, dort nicht mehr herauskämen und zur Nahrung zersetzt würden. - Täuscht der Sonnentau den Insekten etwas für sie Attraktives nur vor, um sie so in eine Falle zu locken?
    Wenn das so wäre, dann müsste eine Sonnentau-Pflanze die gleiche bewusste Fähigkeit zur Täuschung haben, wie ein Soldat, der eine Tarnung benutzt, um seinen Feind zu täuschen.
    Es handelt sich hier um eine suggestive sprachliche Ungenauigkeit, die leicht falsche Vorstellungen hervorruft, wie sie auch bei den vorgegaukelten "optischen Täuschungen" benutzt wird.

    Täuschung bei Tieren?
    Wie ist das nun bei den Tieren? Können sie täuschen?
    Es heißt beispielsweise, dass die Haut eines Geckos fast perfekt dem Farbmuster eines Baumstammes, auf dem er sich sonnt, entspräche, dann würden diese Tiere ein genetisch tief verwurzeltes Täuschungsmanöver zeigen, das als "Tarnung" oder "Nachahmung" bezeichnet würde.
    Ist aber dieses, was als "Täuschung" bezeichnet wird, vergleichbar mit einem Soldaten, der sich tarnt?
    Durch den Hinweis auf das angeblich tief verwurzelte genetische Täuschungsmanöver, kann der Gecko die Täuschung nicht freiwillig durch den Akt des freien Denkens vornehmen, sondern seine Gene nehmen den Akt in mechanisch-automatisierter Manier vor. Zudem wartet das Untersinnliche durch den Hinweis auf die Gene wieder mit Stolz erfüllt auf. Wie aber im Gehirn keine Gedanken und Bilder zu hören und zu sehen sind, würde ein menschlicher Schädel aufgeschnitten, so ist auch in den Genen nicht zu erkennen, dass ein Verhalten durch sie bedingt ist.

    Zentralkräfte und Universalkräfte
    Bei einem Wasserrad einer Mühle, lässt sich leicht erkennen, dass es durch das fließende Wasser eines Baches angetrieben wird. Was mit dem Rad noch als Einheit angesehen wird, erweckt heute, im Zeitalter einer Supertechnisierung, nostalgische Gefühle.
    Bei komplizierteren Maschinen ist der Antrieb durch einen eingebauten Motor gewährleistet. Ihre Funktion wird, zum Beispiel bei Industrierobotern, durch ein elektronisches Programm vorgenommen, welches die auszuführenden Bewegungen des Roboters steuert. Bei einem Wasserrad ist das, was als komplex gelötete Platine den Roboter steuert, so nicht erklärbar bzw. übertragbar, denn die ganze Konstruktion besteht im Wesentlichen aus Programm, Antrieb und Bewegung in einem.
    In der Mechanik des Maschinellen werden einzelne zentral wirkende Punkte gesetzt (Motor und ein Steuerungsprogramm), während beides beim Wasserrad eine Einheit ist und eine Übersichtlichkeit erlaubt.
    Wichtig ist hier zu verstehen, dass anhand der Beispiele ein Einheitliches getrennt wird, wie es die Beispiele vom Wasserrad und dem Industrieroboter zeigen. So deutet das Beispiel des Wasserrads im Verhältnis zu komplizierten Maschinen, wie es bei einem Industrieroboter ist, an, dass die Zerklüftung von mechanisch-kräftewirksamen Zentralpunkten irgendwelcher Art (Motoren, Steuerungsprogramm, Regelkreis, Messfühler, Stellgröße usw.) mit einer Unlebendigkeit verbunden ist, wenngleich auch beim Wasserrad eine gewisse Zerklüftung erkennbar ist, auf diese es hier aber nicht ankommt.
    Der große Wunsch des mechanistischen Denkens ist es eben, auch alles Lebendige durch jene Zentralpunkte mechanistisch-kybernetisch erklären zu wollen. Doch das Kräftespiel zum Beispiel in einem pflanzlichen oder in einem tierischen Keim kann auf diese Weise nicht verstanden werden. Wo Lebendiges hineinspielt, kann auf diesem Wege niemals erklärlich werden, weil die Kräfte, die für das Lebendige in Betracht kommen, keine Zentralpunkte sind.
    Da das Lebendige nicht in Zentralkräften zu finden ist, kann es nur im Gegenteil von ihnen liegen, was dem mechanistisch ausgerichteten Denker ungeheuer schwer fallen mag. Man muss sein Denken erweitern, um das Lebendige zu finden, es muss metaphorisch an die Peripherie des uns umschließenden Umkreises außerhalb des Körpers und der Materie gegangen werden.
    Der "Umkreis" ist nur metaphorisch begreifbar, welches nicht mit einem materialistisch dreidimensionalen oder mechanischen Denken begreifbar ist. Hilfsweise lässt sich der Umkreis aber als die Wölbung des Himmels zum Tage und zur Nacht sehen. Dort ist die Peripherie, wo keine Zentralkräfte, sondern Universalkräfte herrschen, die das Lebendige bewirken bzw. in es hereinwirken.

    Das Wasser des Lebens

    Das von den Gebrüdern Grimm gesammelte Märchen "Das Wasser des Lebens" erzählt von einem sehr kranken König, dem nur noch das "Wasser des Lebens" helfen könne. Erfolgreich tritt sein dritter und jüngster Sohn als letzter die Reise an. Er muss dazu ein verwunschenes Schloss finden, in dem ein Brunnen ist, aus dem das Lebenswasser quillt.
    Das verwunschene Schloss kann mit der Peripherie verglichen werden, zu der nur jemand mit bestimmten Charaktereigenschaften Zugang hat, während die beiden älteren Brüder durch deren Gier nach dem Königreich und ihrer Unbetragenheit zwischen Felsen eingeschlossen werden.
    Gier spiegelt sich in der materialistisch-profanen Haltung wider, welche im Märchen in das symbolische Bild eines Eingeschlossenseins zwischen Felsen gekleidet wird, wie auch die materialistische Wissenschaft den Quell des Lebens nicht finden kann und durch ihre Borniertheit bzw. ihre Gier, nur sie sei der richtige Weg, wie auch die beiden älteren Königssöhne es von sich meinen, in sich selbst eingeschlossen ist.
    Nicht nur für den erklärten Materialisten dürfte es wohl nicht möglich sein, das "Wasser des Lebens" für sich so begreiflich zu machen, wie es für die Autoren des Märchens einst gewesen sein musste. Oder sollte man davon ausgehen, dass es sich nur um eine willkürliche Fantasie handeln würde?
    In anderen überlieferten Schriften wird ebenso über das Wasser als eines gesprochen, das in irgendeiner Form Leben spendet. Im Koran, Sura 29, Vers 63, heißt es, das vom Himmel nieder gesendete Wasser belebe die Erde. - Der Begriff "Erde" dürfte nicht nur im Koran als ein Universalbegriff angewendet werden, womit nicht nur der Erdenplanet gemeint sein dürfte, sondern auch der menschliche Körper, der ja aus dem Erdenstoff gebildet ist. So spricht der Koran, Sura 41, Vers 39, der, der die Erde belebe, würde sicher auch die Toten (mit Wasser) lebendig machen.
    Auch die Bibel berichtet an einigen Stellen vom Wasser in Verbindung mit dem Leben, so heißt es beispielsweise in der Offenbarung, Kapitel 22, Vers 17: "Wer da will, nehme das Wasser des Lebens umsonst!"
    "Wasser" ist also in der Geheimsprache die Bezeichnung für das Leben oder für das Lebendige. Es ist eine Universalkraft, kommend aus der Peripherie und nicht aus Zentralpunkten wie Gene usw., wie der Materialismus und seine Wissenschaften es glauben und glauben müssen, weil sie einseitig den Materialismus als einzig wahre Grundlage zur Anschauung des Lebens gemacht haben.
    Wie in der Mechanik an Gelenken zwischen Hebeln Zentralkräfte gemessen werden, so wird die mechanische Denkweise auf alles, was mit Leben begabt ist, übertragen. Der mechanistische Begriff für die Äußerungen des Lebendigen heißt „organisch“. Dazu wird der Mensch im ersten Schritt wie ein mechanischer Roboter angesehen. Im zweiten Schritt werden nun nicht nur an den Gelenken verursachende Zentralkräfte gesucht, sondern organisch am ganzen Körper: in den so genannten „Genen“, den Chromosomen, den Zellen oder im Gehirn.
    Das Wort "Gen" bedeutet "Macher" oder "Erzeuger", weshalb "Gene" die Ursache darstellen, um ein Verhalten, eine Krankheit usw. mit ihnen erklären zu wollen. Nun will der Materialismus in der organischen Körperlichkeit etwas gefunden haben, das er "Gene" nennt und ihre Bedeutung zentralistisch darauf überträgt. Beispielsweise soll eine Anlage zur Schusseligkeit mit einem "Schusselgen" erklärt werden. Man könnte über das "Schusselgen" lachen, doch wurde allen Ernstes darüber in der Sendung "Lokalzeit Köln" des Westdeutschen Rundfunks am 29.03.2014 berichtet.
    Die Bedeutung dieser materialistischen Denkweise ist schier katastrophal, denn wenn ein erdachter Zentralpunkt wie ein „Schusselgen“ verantwortlich ist für ein Verhalten, so ist der Mensch für sein Verhalten in dem Maße nicht verantwortlich, wie der Zentralpunkt verantwortlich ist. Daran ändert sich auch nichts, würden viele Zentralpunkte angenommen, die miteinander ein erdachtes Zusammenspiel betreiben. Auch hier wäre der Mensch von ihnen anhängig.
    Das akademische Denken - und hier speziell das mechanistische Denken in Zentralpunkten - wird von der Bevölkerung ganz wie von selbst in ein anderes verwandelt. Es lässt sich durchaus von einer gewissen Weisheit sprechen, die in der Bevölkerung latent vorliegt, die unbewusst das tote mechanistische Denken zum Leben erweckt, wenn umgangssprachlich nicht von Genen oder anderen Zentralpunkten gesprochen wird, die wie beim „Schusselgen“ einen regieren würden, sondern die Steife wird verwässert mit Hilfe des Begriffs „Adrenalin“. Es wird oft wird vom eigenen „Adrenalin“ gesprochen, wenn man sich in einer Form der seelischen Wallung befindet, womit das Zentralistische durch ein Fließendes ersetzt und somit verlebendigt wird, wohl deshalb, weil es eben dem Fließen des Lebens entspricht, was an das „Wasser des Lebens“ der alten Überlieferungen anknüpft.
    Wie die Bevölkerung in ihrer Spracheigenheit dazu neigt, die Verhärtung des toten mechanistischen Denkens aufzulösen, so ähnlich löst auch der jüngste Königssohn im Märchen "Das Wasser des Lebens" die Problematik: Die ersten beiden Königssöhne suchen lediglich aus egoistischen Absichten das Wasser des Lebens für ihren kranken Vater und werden gemäß ihrer Absichten zwischen harten und toten Felsen verbannt. Erst der dritte und jüngste Königssohn schafft es, das den Vater gesunden lassende Wasser ausfindig zu machen und zudem die beiden älteren Brüder aus der Gespaltenheit des polaren und verhärteten Denkens zu befreien.
    Jenes Wasser ist es, das den verbindenden Fluss zwischen den beiden gespaltenen Polen herstellt. Es lässt sich äußerlich nicht finden, wie es die beiden älteren Königssöhne als Repräsentanten der Polarität wohl zu glauben meinen - es ist nur im Okkulten zu finden.
    Der Koran berichtet in der zweiten Sura im Vers 60, wie Moses von der Gottheit (die übrigens hier mit „Wir“ im Plural steht, wie es auch vom ersten Schöpfungsbericht der Bibel verwendet wird) aufgefordert wird, durch einen Schlag mit einem Stock auf einen Felsen zu schlagen, wodurch gleich zwölf Quellen heraussprudeln. - Ähnlich wie im Märchen ist hier ein Zusammenhang zwischen der Verlebendigung des Toten und Verhärteten durch das okkulte Wasser gegeben.
    Aber auch das Alte Testament kennt das Schlagen mit einem Stab (oder Stock) auf Felsen: "Und Mose erhob seine Hand und schlug den Felsen mit seinem Stab zweimal; da kam viel Wasser heraus, ..." 4. Mose 20,11
    In einem solchen Fall würde es sich auch gar nicht mehr um Zentralpunkte handeln, was aber dem Ideal und der Suche des mechanischen Denkens entspricht: Ein Punkt entspricht einer Kraft bzw. einem Verhalten oder einer Krankheit usw. Ein Geflecht solcher „Zentralpunkte“ wäre selbst ein Zentralpunkt.


    Resümee
    Es steht die Frage im Vordergrund, inwieweit die Welt wirklich ist, wenn fleißig Wissenschafts-Sendungen gesehen oder –Berichte gelesen werden, die uns erklären wollen, dass Gehirn und Sinne uns nur eine Welt vorgaukeln würden. In diesem von mir erstellten Thread "Spiritualität und Wissenschaft?" unter der Rubrik "Wissenschaft und Spiritualität", den es hier auch als einen meiner Blogs gibt, habe ich ein anderes Bild darzustellen versucht. Es lässt sich als Resümee kurz sagen, dass nicht Gaukelei, sondern unser an das Gehirn gebundene Denken sowie unsere Wahrnehmung in Beziehung zur Außenwelt stehen.
    Es ergibt sich meines Erachtens die Notwendigkeit, dieses Wissenschaftsdenken wegzulassen und stattdessen Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt zu erkennen. Dann erst ist der Weg frei, ein Werkeln und Wirken spiritueller Art im Leben erkennen zu können. So erst lässt sich sagen, dass mein jetziges Lebens eine Beziehung zu einem vorherigen usw., was als Karma oder als Schicksal bezeichnet wird; es wirkt und werkelt in meinem derzeitigen Leben. Und das aktuelle Leben wirkt und werkelt an dem nächsten usw.
    Daher ergibt sich nicht die Frage, die nur auf einem Wortspiel und auf dem Materialismus des Wissenschaftsdenkens beruht, wie wirklich die Wirklichkeit sei, sondern es ergibt sich die Notwendigkeit, das Wirklichkeit aus spiritueller Sicht - ganz gleich, was auch immer passiert - demgemäß also immer wirklich ist.



    Eine Fortsetzung ist geplant.
  4. Inhalt

    Es wird hier die Berichterstattung der Medien über die Spekulation des Baus der Pyramiden durch Rampen kritisch beleuchtet:


    Die TV-Reportagen über den Bau der Pyramiden habe ich über Jahre hin verfolgt. Dabei fiel mir eine bestimmte Fortentwicklung auf, die die Medien benutzten, wobei nach gewissen Zeiträumen neue Ansätze bzw. Spekulationen angeführt wurden.
    Die erste Spekulation, die vor etwa zehn Jahren geäußert wurde, war die Theorie der Rampe, die längs zur Pyramide führen sollte. Dabei entsteht im Zuschauer ein Bedürfnis nach einer Alternativmöglichkeit, die aber nicht genannt wurde. Erst ein paar Jahre später wurde eine andere Form der Rampe spekulativ angesprochen, die direkt um die Pyramide angelegt hätte gewesen sein können.
    Es ist aber wenig vorstellbar, dass die Archäologen erst ein paar Jahre später auf diese Idee gekommen wären, welche quasi als neuester Hit von den Medien präsentiert wurde.
    Darum habe ich - nicht nur bei diesem Beispiel - den Eindruck, dass die Medien eine Hinhaltetaktik benutzen, um das Interesse der Zuschauer stets aktiviert zu halten.

    Damit aber genügte den Medien die Hinhaltetaktik nicht, indem zuerst von einer Längsrampe und ein paar Jahre später von einer Rundumrampe gesprochen wurde, denn sie wurden - wieder ein paar Jahre später - relativiert, indem gesagt wurde, eine Rampe hätte etwa so viel an Material benötigt und entsprechend unfassbare und körperliche Mühen gekostet, wie bei den Pyramiden selber, weshalb der Bau einer Rampe wenig denkbar sei.
    Bei den Pyramiden kann man sich wohl nicht vorstellen, dass sie mit riesigen Kränen gebaut wurden; und da Rampen wohl auch auszuschließen sind, bleibt die Frage, wie die Pyramiden einst erbaut wurden, offen. Jedenfalls haben die Medien es geschafft, rund zehn Jahre durch drei hintereinander geschaltete Themen (Längsrampe, Rundumrampe und ihre Relativierung) die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu erregen, was letztlich keinen Sinn ergeben hat und was die Archäologen vorher schon gewusst haben dürften.
  5. Zur besseren Übersicht seien hier alle in Teil 1 und Teil 2 angesprochenen Namen aufgeführt: "Gott", "Elohim", "Gott, der Herr", "der Herr", "Jahve"


    Inhaltsverzeichnis

    - Vorwort
    - Die ersten drei Namen der Gottheiten
    - Die "Götter" sind "Gott"
    - Märchen der Gebrüder Grimm


    Vorwort

    Das Thema dient der Orientierung über die verschieden auftretenden Gottheiten im Alten Testament, die in verschiedenen Namen auftreten, und wie sie sinngebend zusammenhängen.
    Zudem wird aus dem Thema eine Entwicklung ersichtlich, die auch die Gottheiten und nicht nur die Menschheit und das einzelne Menschenwesen absolvieren. I. d. R. ist schon gar nicht bekannt, dass die biblischen Texte beschreiben, dass und wie der Mensch sich weiterentwickelt.


    Die ersten drei Namen der Gottheiten

    Schon in den ersten Kapiteln des Alten Testaments lassen sich für die Gottheit drei Namen finden. Im weiteren Verlauf kommt der Name "Gott, der Herr" nicht mehr vor, hingegen wird einmal von "Gott" gesprochen und einmal von "der Herr".
    Es taucht die Frage auf, ob auch die Gottheit eine Trennung bei sich selbst vorgenommen hat, wie beim Menschen eine Trennung in die Geschlechter vorgenommen wurde.

    Wir sind gewohnt, immer nur von einem Gott zu sprechen, aber auf was weisen die drei verschiedenen Namen der Gottheit denn nur hin, wenn sie eins wären? Und wieso verschwindet der eine Name gänzlich und zwei andere bleiben im Wechselspiel? - Was alles hat das nur mit dem Menschen zu tun?


    Die "Götter" sind "Gott"

    Die drei verschiedenen Gottesbezeichnungen können verschieden interpretiert werden. Ich habe oft erlebt, wie Angehörige verschiedener, sich als religiös bezeichnenden Gruppierungen, vehement versucht haben, in allem nur eine Gottheit sehen zu wollen, was der weit verbreiteten Suggestion der "Kirche" entspricht, es würde nur eine geben. Doch widerspricht dem schlicht und einfach am Anfang der Genesis die Bezeichnung für den Namen "Gott" im hebräischen Urtext, welche "Elohim" heißt. Die Sprachforschung weist diesen Begriff als einen Plural aus!
    Es müsste also eigentlich nicht die Singularform "Gott" in den Bibelübersetzungen bevorzugt werden, sondern die Pluralform als "die Elohim" oder auch als "die Götter". Wer oder was sind die Elohim? Sie sind diejenigen, die das Sechs-Tage-Werk vollführt haben.
    Der Plural entsteht, wenn mindestens zwei beteiligt sind. Die Bibel gibt meines Wissens nach nicht an, um wie viele Elohim es sich handelt. Aber die verwendete Grammatik hilft schon etwas weiter: Das erste Wort „lasset“ verrät, dass es mehr als zwei Elohim waren, denn wenn nur zwei Personen zusammen sind, dann sagt einer zum anderen: „Lass` uns machen …“ Bei „lasset“ spricht also einer zu mindestens zweien. Somit sind es, lassen wir uns von der Grammatik anleiten, mindestens drei.

    Da die Elohim aber die sechs Schöpfungstage kreiert haben, kann daraus die Idee entstehen, dass es sich um sechs handelte. Es ist aber auch denkbar, dass es sechs Elohim-Gruppen hätten gewesen sein können. Unter Einbeziehung des siebten Tages, können es auch sieben gewesen sein.


    Märchen der Gebrüder Grimm

    Andere Überlieferungen können einen Hinweis darüber geben, wie viele Elohim (oder Elohim-Gruppen) an der Schöpfung beteiligt waren. Dazu gehe ich davon aus, dass im alten Volksbewusstsein etwas verborgen liegt, was uns heute nicht mehr zugänglich ist. Das sind zum Beispiel die alten Märchen. Bei den Gebrüdern Grimm, die Märchen sammelten und sprachlich bearbeiteten, finden sich zwei Märchen, die an die sechs Tage bzw. die sechs Elohim erinnern. Es sind die Märchen "Die sechs Diener" und "Sechse kommen durch die ganze Welt". Letzterer Titel spricht an, dass es sechs sein müssen, um durch die ganze Welt kommen zu können, wie auch die Elohim in sechs so genannten Tagen sozusagen durch die Welt gingen, um sie abschließend erschafft zu haben.
    In den beiden Märchen treffen sich jeweils sechs Personen mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Sie tun sich zusammen, wodurch sie gemeinsam ein höheres Ziel erreichen. Überträgt man das auf die Elohim, haben auch diese sich irgendwann zusammengeschlossen. Und durch die fruchtbare Zusammenarbeit ihrer verschiedenen Fähigkeiten, konnten sie wie in den beiden Märchen die Krönung ihres Schaffens erreichen.
    Üblicherweise wird angenommen, dass die Gottheit selbst keiner Entwicklung unterlaufen und sie bereits vollkommen sei, doch deutet sich hier ein ganz anderes Bild an. Die Elohim haben durch ihr gemeinsames Schaffen etwas erreicht, das einer alleine nicht hätte erreichen können. Sie haben sich zu einer Einheit zusammengetan.
    So kommt es, dass am siebten Tag die sechs Schaffenstage gekrönt werden und die Elohim sich ruhend von ihnen zurückziehen. Aber auch dieser Tag kann als einen der Elohim (oder Elohim-Gruppe) angesehen werden.
  6. Zur besseren Übersicht seien hier alle in Teil 1 und Teil 2 angesprochenen Namen aufgeführt: "Gott", "Elohim", "Gott, der Herr", "der Herr", "Jahve"


    Inhaltsverzeichnis

    - Das Erscheinen von „Gott, der Herr“
    - Das Verhältnis der drei Gottheiten anhand ihrer Namen
    - Aus "Gott, der Herr" wird "der Herr"
    - Aus „Gott, der Herr“ wird „Jahwe“



    Das Erscheinen von „Gott, der Herr“

    Schließlich tritt nun eine andere Gottheit auf, die die Bibel als "Gott, der Herr" bezeichnet. Sie ist es, die den Menschen in den Garten Eden versetzt. Diese Gottheit ist es auch, die mit der so genannten Vertreibung des Menschen aus dem Paradies zu tun hat. Aber dann, ab dem vierten Kapitel der Genesis, verschwindet diese Gottheit komplett und taucht nie wieder auf. Stattdessen erscheint eine neue Gottheit, die die Bibel "der Herr" nennt. Sie tritt mit dem vierten Kapitel auf, welches die Geburt von Kain und Abel beschreibt.


    Das Verhältnis der drei Gottheiten anhand ihrer Namen

    Wie stehen nun die drei Gottheiten "Gott", was die "Elohim" bedeutet, "Gott, der Herr" und "der Herr" zueinander und wo kommen sie her? Bei der Betrachtung der drei Namen fällt auf, dass der mittlere aus einer Kombination aus dem ersten und dem letzten besteht. Dadurch drängt sich der Gedanke einer bestimmten Beziehung innerhalb der drei Namen auf, die, hält man sich genau an die Benennungen, eine Verwandlung der Gottheit selbst andeutet.
    Die Elohim sind durch ihre sechs unterschiedlichen Fähigkeiten, die sie an den sechs Schöpfungstagen demonstriert und geleistet haben, zu einem gemeinsamen Ziel gelangt, dessen Krönung die Erschaffung des Menschen ist. Dadurch sind sie selbst zu einer größeren Einheit aufgestiegen.
    Nun aber spricht die Bibel etwas Seltsames an, indem sie eine Verwandlung von "Gott", was ja die Elohim meint, über "Gott, der Herr" bis zu "der Herr" anspricht. Die Verwandlung beginnt mit "Gott", obwohl die Elohim sich ja zurückgezogen haben, dennoch beginnt sie mit den Elohim.
    Aber kann das so stimmen, wie ich es mechanisch-mathematisch herleite oder wie es die Genesis zu meinen scheint? Nun sind die Elohim durch ihre Schöpfertat am siebten Tag zu einer höheren Einheit, zu einer Ganzheit verschmolzen, weshalb es, mechanistisch gesehen, eine Gottheit, die zuständig für einen Tag ist, nicht gibt, und dennoch will es so erscheinen. Man muss eine andere Ausdrucksweise finden, um dem geheimnisvollen Geschehen besser gerecht werden zu können, vielleicht so: Die Elohim verschmolzen zu einer Wesenheit und ein Teil ihrer Wesenheit opferte sich für die Fortsetzung der Schöpfung, die "Gott, der Herr" genannt wird. - Aber warum weist die Genesis dennoch so mechanistisch wirkend auf den ersten Tag hin? Was auf Anhieb widersprüchlich erscheinen mag, mag sich bei näherer Betrachtung auflösen, wie das häufig so ist. Unter "Gott, der Herr" handelt es sich also eher um eine Teilwesenheit der zu einer Gesamtwesenheit verschmolzenen Einheit der Elohim. Mit dem Begriff "Gott, der Herr" wird an den ersten Tag des Sechs-Tage-Werks der Elohim angeknüpft, weil jene Wesenheit mit einem neuen Erstimpuls an die zweite Menschenschöpfung, wie sie häufig genannt wird, herantritt, der aber auf einer höheren Ebene steht als der Erstimpuls des ersten Tages des Sechs-Tage-Werks.
    "Gott, der Herr" ist also kein völlig neuartiges Wesen, sondern ist eine Wesenheit aus den aufgestiegenen Elohim. Dennoch hat sie sich als ein neuartiges Wesen aus den Elohim heraus entwickelt.
    Nachweis, aus der vorigen Gottheit hervorgegangen zu sein


    Aus "Gott, der Herr" wird "der Herr"

    Im vierten Kapitel der Genesis wird aus "Gott, der Herr" nur noch "der Herr". So spricht Eva gleich im ersten Vers, sie habe einen Mann hervorgebracht mit dem Herrn, womit sie die erste Nennung des neuen Namens vornimmt. Durch die Weglassung des Zusatzes "Gott" wird die quasi elterliche Beziehung zu den Elohim gänzlich gelöst. Aus der Jugend des "Gott, der Herr", der seine Probe mit der Fortsetzung der Menschenschöpfung bestanden hat, wird ein Erwachsener als "der Herr", der nun unabhängig walten kann.
    Wie die Genesis im zweiten Satz im vierten Vers des zweiten Kapitels verrät, das "Gott, der Herr" von den Elohim abstammt, so verrät sie in Vers sechs des sechsten Kapitels, das "der Herr" einst "Gott, der Herr" war. Dort heißt es, dass es "dem Herrn" reute, den Menschen auf der Erde gemacht zu haben. - Als er den Menschen auf der Erde machte, war er aber noch "Gott, der Herr".
    Aus den Elohim des Sechs-Tage-Werks, die am siebten Tag zu einer Einheit werden und die die Bibel als "Gott" bezeichnet, entspringt die Wesenheit "Gott, der Herr, die den zweiten Schöpfungsakt vollzieht. Schließlich verkürzt sich der Name auf "der Herr", als Eva Kain gebiert, wodurch die Abgrenzung, Isolierung und Unabhängigkeit von den Elohim durch Wegfall des Wortes "Gott" signalisiert wird.

    Die Wesenheit "der Herr" offenbart ihren eigentlichen Namen aber erst im zweiten Buch Mose, im 14. Vers des dritten Kapitels. Dort ist die Szene, in der "der Herr" im brennenden Dornbusch Mose erscheint. In Vers 6 identifiziert er sich gegenüber Mose, er sei der Gott seines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Er selbst bezeichnet sich also gleich mehrfach als einen "Gott". Auch das zweite Buch Mose, Exodus genannt, nennt ihn "Gott", obwohl diese Bezeichnung den Elohim vorbehalten ist.


    Aus „Gott, der Herr“ wird „Jahwe“

    Aus dem Gett oder den Göttern der Väter wird ein Gott: Jahwe. „Gott“ spricht dort zu Moses: „So sollst du zu den Söhnen Israels sagen: Jahwe, der Gott euer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name in Ewigkeit, und das ist meine Benennung von Generation zu
  7. Inhalt

    - Die Phobie der materialistischen Wissenschaften und ihrer Anhänger über den Gedanken an außerirdisches Leben

    - Ein pyramidenförmiger Stein


    Vorbemerkung: Dieser Blog-Eintrag ist in seiner Entstehung begriffen und es werden sicher noch weitere zum Thema folgen.


    Die Phobie der materialistischen Wissenschaften über den Gedanken an außerirdisches Leben

    Die Beobachtung, wie Wissenschaft mit der Suche nach außerirdischem Leben umgeht, zeigt einen sehr einseitigen. Es scheint ihr der Mut zu fehlen, andere Dimensionen des Wahrnehmens und Lebens ebenso intensiv zu suchen, wie die, auf die sie sich konzentriert. Der Mut fehlt denen, die sich an den engen Kategorien der materialistischen Wissenschaften klammern.

    Durch die Beobachtung lässt sich ein roter Faden erkennen, wie die materialistische Wissenschaft ihre Suche ausrichtet. Bei Objekten, die jenen Wissenschaften als extrem weit erscheinen wollen, die sie als "Sonnen" ansieht, was sonst "Sterne" genannt wird, könnten laut Aussage einiger Wissenschaftler auf den sie umkreisenden Planeten sich intelligentes Leben entwickelt haben.
    Das intelligentes Leben auf angeblich sternenumkreisenden fernen Planeten existieren könnte, steht im Gegensatz zu der eher mikrobiologischen Suche nach Leben auf den Planeten unseres Planetensystems in unserer Nähe. Und schließlich eskaliert die Phobie regelrecht, wenn die ganz große Nähe angesprochen wird, indem auf gar keinen Fall Besuch von Außerirdischen auf der Erde möglich sei.
    Wissenschaftlich Orientierte richten sich ziemlich genau nach der oben genannten Phobie, nicht aber, weil sie es kopieren, sondern weil diese Haltung eine natürliche Folge der Phobie ist, sich etwas Unangenehmes vom Leibe zu halten. Wenn ihnen droht, dass ein außerirdisches Leben ihnen irgendwie zu nahe kommt, sei es, dass man versucht, einen Bezug der Kornkreise zu außerirdischen Erbauern herzustellen, dann wird in der Regel wie bockige Kinder reagiert. Es lässt sich keine vernünftige Gesprächsgrundlage auf einer sachlich neutralen und objektiven Ebene finden, um gemeinsam der Frage nach Außerirdischem konstruktiv nachzugehen.
    Gerade wissenschaftlich Orientierte machen sich gerne lustig über die früher gemachte Aussage, der Mensch sei die Krönung der Schöpfung. Aber genau so wird sich verhalten, indem neben sich kein anderes Leben sein dürfe, das den Status streitig machen könnte.

    Und das ist eben der rote Faden, wie Wissenschaft mit der Möglichkeit außerirdischen Lebens umgeht, ich fasse zusammen:

    In der unmittelbaren Nähe werden außerirdische Besuche ausgeschlossen, in der planetaren Nähe kann ein winziges Leben akzeptiert werden, während in der erdachten Entfernung durchaus größeres sein darf.​

    Das Spielchen "weit, dann darf es groß sein, nah, dann muss es klein sein und ganz nah, dann ist es nicht möglich", wirkt von dem, was sich wissenschaftlich nennen will, wie eine uneingestandene Phobie vor außerirdischem Leben und kann den Gedanken daran offensichtlich nur durch solche Distanzspielchen ertragen, die Außerirdischen sich vom Leibe zu halten.
    Es scheint, allein der Gedanke von Außerirdischen so etwas wie einen Waschzwang auszulösen und die Außerirdischen scheinen in irgendeiner Weise etwas zu beschmutzen.

    Wissenschaft ist etwas, das zunächst ein allgemeiner Ausdruck ist für den Forscherdrang eines jeden Menschen. Hinderlich an der adäquaten Forschersuche sind irrationale Ängste wie das Unbehagen jener Außerirdischen-Phobie. Sie macht ein objektives Denken und die Produktivität zunichte. Wer einer irrationalen Angst auferlegen ist, kann sie nicht einfach ablegen, wie ein Ausschalter betätigt werden kann, aber er kann sich seiner Angst bewusst sein und mit ihr ehrlich umgehen, indem die Angst auslösende Angelegenheit eben kein Forschungsobjekt für den Betreffenden sein kann und er sich kein Urteil darüber bildet.
    Das Forschen in einem jedem Menschen ist nur dann objektiv und fruchtbar, wenn nicht von seinem Unbehagen, aber auch nicht von seinem Behagen ausgegangen wird.


    Ein pyramidenförmiger Stein

    Der phobische Umgang lässt sich überall beobachten und so wird auch mit dem pyramidenförmigen Stein umgegangen, den man nach dem verstorbenen Curiosity-Projektwissenschaftler Jacob Matijevic taufte. Der Stein ist wohl nur von einer Perspektive fotografiert worden, so dass er nur zur Hälfte zu sehen ist. Die Form des etwa 30 cm großen Steins, dessen unteres Ende eine wahrscheinlich rundherum umlaufende Kante aufzeigt, die ihn wie einen Sockel zu tragen scheint, weist auf ein größeres außerirdisches Leben hin, welches geflissentlich nicht beachtet und angesprochen wird, dafür wird ablenkend darauf hingewiesen, dass eine chemische Analyse durchgeführt wurde.

    Die url des Steins: http://www.focus.de/wissen/weltraum...t-raetselhaftes-bild-zur-erde_aid_824369.html

    Natürlich kann, darf und soll eine chemische Analyse gemacht werden, nur wirkt diese wie eine Ablenkung von dem, was optisch unmittelbar erkannt wird. Und der Hinweis über eine chemische Analyse suggeriert, dass sie eine angemessene Aussage über die Form machen könnte, denn in dem betrachtenden Menschen klafft eine fragende Lücke des Verständnisses, die nach einer Erklärung der Form sucht und gefüllt soll sie mit dem Hinweis der chemischen Analyse werden - grotesk!

    Diese weit verbreitete Phobie drückt sich unterschwellig in dem Text des Focus` aus, indem er die auffallende Form nicht angemessen anspricht und nicht einmal die kleinste Andeutung macht, dass die Kultur hinweisende Form als ein mögliches Kulturobjekt hohen Grades untersucht würde.
    Auf die Pirsch muss man sich dann eben selbst machen. Das fängt damit an, sein Denken zu ordnen, seine Wahrnehmung zu schulen und genauer hinzusehen: Was an dem Stein fällt außer der pyramidalen Form noch auf?

    Wie die phobischen Gegner des Gedankens an Außerirdische mit dem Thema einseitig umgehen, ist beispielhaft am folgenden Zitat zu erkennen, das im Forum im Thread "Rätselhafte Bilder vom Marsrover" u. a. auf meinen letzten Satz oben im vorigen Absatz, der ein klares Denken anspricht, auf seine Weise kasperlehaft antwortet:

    Zausel123 schreibt am 03.02.2013:

    " ... wenn ich von meinem Balkon herunterschaue, sitzt dort in etwa 10 Meter Entfernung ein Rabe. Das tut er schon seit einigen Wochen, wahrscheinlich viel länger, aber erst dann hab ich ihn bewusst beobachtet.

    Bis dahin war mir das Vieh überhaupt nicht so wichtig. Ein Rabe halt, der still herumsitzt und einfach nichts tut. Ich habe mir nicht einmal Gedanken darüber gemacht, warum der überhaupt da sitzt und nichts tut und bin auch nicht darüber gestolpert, dass er längst hätte weg sein müssen. War halt eine völlig unwichtige Beobachtung, die mein Gehirn nicht wirklich ins Bewusstsein aufgenommen hat.

    Mannomann, der bewegt sich ja gar nicht, vielleicht ist er tot, habe ich mir dann irgendwann gedacht.
    Ich habe meine Gedanken geordnet und mir überlegt, dass es wohl doch kein Rabe sein konnte, denn selbst wenn er tot ist, wäre er nicht mehr da. Schon wegen der Füchse.

    Also bin ich runter und habe mir das genauer angeschaut. Siehe da, es war ein Stück Holz, ziemlich dunkel, welches aussieht wie ein Rabe.

    Es gibt eine Menge Dinge, die aussehen wie etwas anderes, meistens spielt uns unsere Erfahrung einen Streich. Wenn es aussieht wie ein Rabe, muss es doch auch einer sein, oder?

    In Bezug auf den pyramidalen Stein ist sicher der Wunsch schuld, dass außerirdische Intelligenzen ihn so behauen haben.

    Dabei gibt es sogar auf der Erde Formen, die man für so etwas halten könnte.

    Schiefer zum Beispiel bricht gleichmäßig und glatt. Da kommen manchmal recht interessante Formen heraus.

    Äste können recht verstörende Formen annehmen, vor allem Nachts, wenn sie vor dem Fenster herumschwingen. Eine Tüte im Geäst eines Baumes hat mir nachts sogar einmal dermaßen Angst eingejagt, dass ich nicht mehr schlafen konnte, weil ich sie für einen Geist hielt. (Man sehe es mir nach...ich war damals 8 Jahre alt).

    Man müsste also wirklich seine Gedanken ordnen und das unwahrscheinliche erst einmal ausschließen."

    Die Form irgendwelcher Objekte hat die Neigung, mit zunehmender Entfernung zu verschwimmen. Die Konturen lösen sich auf und manchmal kann es sein, dass die verschwommene Form an ein irgendein bekanntes Objekt erinnert.
    Aber lässt sich dies auf den Stein übertragen? Der Stein wurde aus einer Entfernung von etwa zweieinhalb Metern aufgenommen und wird mit der Größe eines Fußballs verglichen. Darum handelt es sich hier nicht um den oben beschriebenen Effekt.

    Wer diesen Effekt aber fälschlicherweise dreist unterstellt, die Phänomene der Optik aus niederen Beweggründen verdreht, der insbesondere durch den Spott erkennbar ist und sich über ernsthafte Arbeit lustig macht, begibt sich auf ein infantiles Niveau und ist einer Suggestion auferlegen, aus der heraus versucht wird, andere in diese Falle zu locken, in der man selbst gefangen ist.
  8. Philosophische Reihe Nr. 1


    Inhalt

    Ein Vorwort

    Was ist Philosophie?
    Suche nach Sinn des Daseins

    Vorurteile
    Frustration




    Ein Vorwort

    Die Philosophie hat viele Fassetten, weshalb ein einziger Blog-Eintrag nicht ausreicht, ihr umfassend genug nachgehen zu können. Deshalb entstehen mehrere Blog-Einträge zugehörig zur philosophischen Reihe, wie ich es nenne, mit bestimmten Themen. Der Begriff "philosophische Reihe" steht immer ganz oben am Beginn eines ihr zugehörigen Blog-Eintrag und ist mit einer Nummerierung zur Orientierung verbunden.
    Da die Blog-Einträge zu unterschiedlichen Zeiten entstehen und ich zwischendurch auch andere Blog-Einträge mit anderen Themen eröffne sowie die Software nicht erlaubt, die Reihenfolge der Blogs nachträglich zu verschieben, sind die Blog-Einträge der Philosophischen Reihe leider nicht alle hintereinander geschaltet.
    Was in jedem Blog-Eintrag steht, ist zunächst seinem Titel zu entnehmen und insbesondere gleich zu Beginn aus dem Inhaltsverzeichnis .
    Die Blog-Einträge sind mehr oder weniger in Bearbeitung, es wird immer wieder etwas hinzugefügt oder verändert.
    Manchmal stelle ich erst später fest, eine Ausdrucksweise oder gar einen Absatz nicht verständlich genug formuliert zu haben und verbessere es dann.


    Was ist Philosophie?

    Die erste und ursprünglichste Philosophie ist ja nur die, wenn über das Leben nachgedacht wird; dabei ist es ganz gleich, auf welchem Niveau das gemacht wird. Der Mensch will aus sich selbst heraus wissen, welchen Sinn sein Dasein hat, er will wissen, woher er kommt, was er hier soll und wohin er geht. Er will wissen, was es für eine Welt ist, in die er durch seine Geburt hineingestellt ist und was der Tod bedeutet. Insofern fließt die Philosophie in die Religion ein.
    Der Mensch will nicht nur, ja, er muss erkennen, wie das alles zusammenhängt und welche Geheimnisse dem zugrunde liegen. Geht der Mensch seinem Bestreben nicht nach, bedeutet das eine gewisse Selbstvergewaltigung oder einen Bewusstseinstod. Sein Bestreben ist kein von außen kommender Zwang, sondern ganz einfach ein zu seinem Wesen untrennbar Gehörendes, um dadurch sich geistig weiterentwickeln zu können. - Wie das näher zusammenhängt, erörtere ich später.


    Vorurteile

    Frustration
    Die Fragen über unser Leben mögen in gewisser Hinsicht anspruchsvoll sein, aber wird man dem Anspruch, wie er auch immer aussehen mag, auch gerecht? Wie sehr ist der Mensch bereit, etwas für seine Fragen zu tun? Und was ist es, was er dafür tun muss? Oder will er sich lieber passiv berieseln lassen?

    Es besteht im Allgemeinen durch die abstrakte Intellektualisierung der Philosophie eine sehr hohe Frustration in jenen Fragen. Zwischen Frustration und der Lust nach Intellektualisierung einiger, entstehen zunächst zwei grobe Richtungen, bei denen beide einander das Gegenteil darstellen: Die eine sucht eben im akademischen Universitätsstil sich den Fragen zu nähern und der andere negiert das Abstrakte und meint etwa, man bräuchte nur in sich "hineinfühlen", im Inneren wären schon alle Antworten, weshalb ein kompliziertes Denken, wie es bei den Akademikern ist, unnötig sei - wozu übrigens die Frauen neigen. Eine dritte Möglichkeit hat allem entsagt und sieht nur noch fern, geht in die Kneipe, freut sich auf seinen Jahresurlaub usw.


    Weiter geht`s mit der Philosophischen Reihe Nr 2: Philosophie als Universalwissenschaft für jedermann
  9. Einige kritische Erlebnisse mit der Psychiatrie

    Wer von der Psychiatrie abhängig ist und Kritik an ihr nicht gut verträgt, sollte hier besser nicht lesen.

    Im Verlauf meines Lebens hatte ich immer wieder ganz verschiedenartige Begegnungen mit der Psychiatrie, von einigen berichte ich hier.
    Meine Erlebnisse führten zu einer sehr kritischen Einstellung ihr gegenüber.
    Ich will damit nicht sagen, dass alles an ihr falsch sei, aber ich will sagen, dass zu viel an ihr falsch ist. Die Psychiatrie selber leidet im Großen und Ganzen an einer Zwangspsychose, deren Opfer die seelisch Hilfesuchenden sind, von deren Abhängigkeit die Psychiatrie sich schamlos nährt.
    Wer Hilfe braucht, fühlt man sich elendig, hat keine Wahl, als sich an die Psychiatrie zu wenden; aber man kann trotz allem auch Glück haben.


    Schizophrenie religiöser Art

    An meiner Wohnungstür traf ich zufällig eine verwirrte junge Frau an, die durch Widersprüchlichkeiten des Protestantismus` regelrecht verrückt wurde.
    Sie war Patientin einer offenen Psychiatrie, bei der jeder das Haus nach Abmeldung verlassen durfte, ging aber nicht mehr zurück. Die Gedanken nach einer Lösung ihrer Probleme schienen so groß zu sein, dass ihr der Gedanke nach einer Rückkehr wohl nicht einfiel. Sie irrte die ganze Winternacht durch die Stadt herum, trat des Morgens in das Haus ein, wo ich damals wohnte, was ihr möglich war, weil ein Arzt seine Praxis darin hatte.
    Ich kümmerte mich um die verwirrte Frau
    und sie berichtete mir ihre ganze seelische Problematik mit dem von ihren Eltern kommenden Protestantismus und die Widersprüche, die sie aufzuklären nicht imstande war, welche sie in die Schizophrenie brachten. Ebenso berichtete sie mir von dem unangemessenen Umgang der Psychiatrie mit ihr. Man würde sie und andere Patienten nicht verstehen und sie innerlich insgeheim auslachen.

    Ich hatte mit ihr, ihrem Mann und ihren Eltern noch einige Monate Kontakt. Das Erstaunlichste und Erfreulichste daran war, dass sie mir, als sie mich mit ihrem Mann das letzte Mal besuchte, sagte, nicht nur seit, sondern durch unser Gespräch die Symptome nicht mehr aufgetaucht wären, sie fügte noch hinzu, geheilt zu sein.
    Aber was hatte ich dazu nur beigetragen? Es lag wohl daran: Ich nahm die Frau ernst, nahm sie als Mensch an, lächelte, wenn es zu lächeln war und stellte einige kritische Fragen, wenn sie angemessen waren, an denen sie ihre Gedanken vergleichen und ermessen konnte.
    Sie trug auch ihren Teil dazu, denn sie war jemand, der verzweifelt nach einer Lösung suchte. Ihre einsame Odyssee durch die eiskalte Nacht (- 16 Grad!) hätte sie an die richtige Tür gebracht, wie ihre Eltern sagten.

    Ich hatte Jahre später Gelegenheit, diese psychiatrische Einrichtung näher beobachten zu können. Es wurde dort eine quasi legitimierte Menschenverachtung praktiziert.
    In der Bevölkerung der Umgebung hat diese Einrichtung überhaupt keinen guten Ruf; sie ist eigentlich seit vielen, vielen Jahren verrufen. Meine scharf kommentierten Beschwerden an die Geschäftsleitung wurden nicht beantwortet. In diesem Krankenhaus, das nicht nur eine psychiatrische Abteilung hat, sind allerhand Vorfälle passiert, die ich persönlich erlebte. Man behauptet dort von jedem Mitarbeiter, man würde mit Patienten professionell umgehen; ich habe tatsächlich die absolute Ignoranz und Erniedrigung von Patienten feststellen müssen. Meine Beschwerden in diesen Fällen wurden ebenso nicht beantwortet. Mein Resümee ist: Patienten werden wie unwesentliche Objekte behandelt!- Ich müsste wohl die Aufsichtsbehörde einschalten, aber was würde sie tun? Nichts, denn was ich berichte, liegt innerhalb des Akzeptierten.
  10. Inhalt

    Autoritäres Gebaren schon am Telefon

    Bloßstellung durch Gruppensitzung



    Autoritäres Gebaren schon am Telefon

    Einmal kam ich mit der Psychiatrie telefonisch durch einen neuen Hausarzt in Kontakt. Ich hatte damals Schlafstörungen und konnte nur mit Schlaftabletten schlafen. Der Allgemeinmediziner wollte mir keine Schlafmittel verschreiben, wie es sein Vorgänger tat, und meinte, ich müsste zum Entzug in die Psychiatrie. Er vermittelte ein Telefongespräch und ich stellte der Mitarbeiterin einige Fragen. Sie erwähnte etwas darüber, dass ich die Psychiatrie verlassen könnte, wenn ich Ausgang hatte. Diese Ausdrucksweise gefiel mir gar nicht, schließlich bin ich ein freier Mensch. Es entstand ein Streitgespräch, bei dem mir auffiel, dass die Dame am anderen Ende es war, die immer ungehaltener wurde, während ich ruhig blieb. Es schien ihr überhaupt nicht zu gefallen, dass sich jemand erlaubte, kritische Fragen zu stellen und kritische Äußerungen zu machen, der potentiell in die Psychiatrie kommt, bis sie derart ungehalten wurde, dass ich ihren Namen wissen wollte, um mich zu beschweren. Ich verstand ihn nicht richtig und bat um eine Buchstabierung, worauf sie, sicher beleidigt und wütend, plötzlich auflegte.

    Hier erfuhr ich zum ersten Mal in aller Deutlichkeit, dass Mitarbeiter - nicht nur die der Psychiatrie - Abhängigen gegenüber schnell autoritär werden, wenn die Abhängigen nicht so recht abhängig sein wollen, sondern sich ihrer Mündigkeit bewusst sind und davon Gebrauch machen.

    Der neue Hausarzt bedachte aber nicht, dass meine Schlafprobleme durch den Entzug aber nicht überwunden würden, so ging ich wieder zu meinem vorherigen Hausarzt hin, der mir wieder brav Schlafmittel verschrieb.
    Ich war mir bewusst, wie gefährlich die Abhängigkeit von Schlafmittel werden kann und suchte verzweifelt eine Lösung. Eines Tages passierten mysteriöse Geschehnisse und ich ahnte durch diese, keine Schlaftabletten mehr zu brauchen. Die folgende Nacht bestätigte das - zum Glück!



    Bloßstellung durch Gruppensitzung

    Ich hatte aus beruflichen Gründen die Möglichkeit, die Psychiatrie näher beobachten zu können, die ich im vorherigen Blog bereits angesprochen habe. Ich vergleiche sie mit dem beeindruckenden amerikanischen Spielfilm "Einer flog übers Kuckucksnest":

    Bei einer von mir beobachteten allwöchentlichen Gruppensitzung einer offenen Psychiatrie, wurden die Patienten reihum aufgefordert, vor allen anderen ihre spezielle seelische Problematik und ihre Vorstellung, wie sie gesund werden könnten, zu offenbaren. Es wurde ihnen aufgrund der Situation und des Gruppendrucks nicht die Möglichkeit gegeben, anders entscheiden zu können. So hatte jeder zu bekunden, was sonst nur im vertraulichen Gespräch zwischen Arzt und Patient stattfinden kann (und auch dort nicht muss). Die Patienten wurden auf diese Weise entwürdigend behandelt und durch eine Zwangssituation, in die sie hineingestellt wurden, entmündigt.

    Eine Patientin vertraute mir ihre Gedanken an und sprach über diese Situation als eine befehlsartige Berichterstattung über Intimes. - Die Patienten wurden also nicht mit offen erkennbaren Knüppeln oder groben verbalen Äußerungen erniedrigt, sondern durch die Konstellation der Gruppensitzung und der Selbstverständlichkeit der Forderung. In einer solchen Situation steht ausnahmslos jeder unter Druck, Auskunft geben zu müssen und Dinge über seine Heilungsvorstellung zu sagen, die er vielleicht gar nicht hat, um nicht dumm dazustehen.

    Was die Patienten unter solchen Erpressermethoden wirklich denken, ist nur durch genaue und längere Beobachtung herauszufinden oder sie erzählen es in vertraulicher Atmosphäre.

    In dem amerikanischen Spielfilm "Einer flog über das Kuckucksnest" mit dem bekannten Schauspieler Jack Nickolson in der Rolle des Mac Murphy, werden solche Gruppensitzungen gezeigt. Mit Hilfe der filmischen Mittel und der hervorragenden schauspielerischen Leistungen aller Mimen, kann der Zuschauer genau beobachten, wie den Patienten die Zwangsoffenbarungen unangenehm sind. Das Unbehagen steigert sich und die verbalen Angriffe richten sich zunächst nur gegen die Patienten untereinander, bis es zum Eklat kommt.
    Im Verlauf des Film ergeben sich weitere verschiedenartige Steigerungen, die durch die Gewitztheit und den Freiheitsdrang des Hauptdarstellers Mac Murphy provoziert werden, bis er die zynische Stationsleiterin erwürgen will, da sie durch ihre Gefühlskälte und ihre Lust am psychischen Sadismus den Tod des naiven Billy verursachte.

    Die Darstellungen des Films steigern sich zwar in Überspitzungen, aber sie demonstrieren die Wirklichkeit der in der Psychiatrie angewendeten Methoden und Prinzipien in der Weise, dass es so sein könnte, wie es der Film darstellt. Auch wenn es nie einen Helden wie Mac Murphy gegeben haben mag, so ist der Film mit all seinen Zuspitzungen doch sehr wohl realistisch und für denjenigen sehr sehenswert, der sich ein Bild über die subtilen Unterdrückungsmethoden der heutigen Psychiatrie machen möchte.
  11. Philosophische Reihe Nr. 2


    Inhalt

    - Irren ist menschlich

    - Zwischen Überzeugung und erkanntem Irrtum
    Ein Hintertürchen aus Erkenntnis gewonnen

    - Philosophie als Universalwissenschaft

    - Philosophie für jedermann



    Irren ist menschlich
    Dem Bestreben nach Erkenntnis stehen Vorurteile durch vielerlei unterschiedliche Ursachen entgegen. Dem Menschen mag ähnlich wie bei einer Maschine, von der immer eine gewisse Betriebsgefahr ausgeht, der Gefahr unterlaufen sein, sich zu irren.

    Zwischen Überzeugung und erkanntem Irrtum
    Ein Irren setzt - anders als bei der Lüge - Unbewusstheit voraus. Man weiß also nicht, sich zu irren und geht stattdessen von der Ansicht aus, die Wahrheit zu wissen, was sich ganz schnell bis zum Fanatismus steigern kann.
    Vermeidbar ist der Irrtum gewiss nie, aber es kann ein anderer Umgang mit ihm durch die Erfahrung errungen werden, bemerkt man in irgendeiner Situation, sich geeirrt zu haben.
    Ein erkannter Irrtum kann umso stärker auf die Seele wirken, je peinlicher die Erkenntnis des Irrtums empfunden wird. Daraus kann die Vorsicht entstehen, seinen Ansichten nicht gleich als das Absolute darstellen zu wollen. Dem steht wiederrum dieses unbändige Gefühl der Überzeugung entgegen, die Wahrheit zu wissen und sie fanatisch herausposaunen zu wollen. Warum sollte sich also dann mit der eigenen Überzeugung zurückgehalten werden? - Es ist daher ein Spiel des Hin- und Hergerissenseins zwischen Überzeugung und Irrtum, bis die Disziplin erworben wird, das rechte Maß zu finden.

    Ein Hintertürchen aus Erkenntnis gewonnen
    Wird die Vorsicht allmählich eingeübt, heißt das auch, sich immer ein Hintertürchen offen zu lassen, um andere Ansichten wahrnehmen, prüfen und ggf. berücksichtigen zu können. Neben der Disziplin offnet sich hier auch die Vernunft, die andere Ansichten angemessen einbezieht, sich ihnen gegenüber aber nicht blind verhält und sie grundsätzlich einbezieht, nur weil sie gerade da sind, sondern sie werden als Möglichkeit genommen, die eigene Ansicht zu überdenken. Manchmal kann es sogar passieren, dass die langjährig gehegte Lieblingsmeinung ganz über Bord geworfen werden muss.
    Wer auf dem Weg der Philosophie bewusst beschreiten will, wer diesem inneren Ruf folgen will, wird vor allem und zuerst einen riesigen Berg von Vorurteilen abbauen müssen, die er im Laufe seines Lebens erworben hat. Ein Vorurteil ist die Folge eines Irrtums; aus dem Irrtum ensteht eine Beurteilung (ein Vorurteil), das heißt nicht, zwingend eine neue an die alte setzen zu müssen, aber das heißt, den Erwerb der Neutralität als eine notwenige Grundlage.
    Unsere Kultur hat viele Möglichkeiten, auf Menschen Einfluss nehmen zu können. Da gibt es zum Beispiel die Ansichten aus religiösen Kreisen und konträr dazu Thesen aus der Wissenschaft. Besonders strittig wird es, geht es um die Entstehung des Lebens: Schöpfung oder Evolution? - Solches ist wie ein Gezerre an einen Menschen, um seine Gunst erwerben zu können. Man kann dann leicht beobachten, wie die einen sich auf der einen Seite und die anderen sich auf die andere stellen - und jeder posaunt inbrünstig heraus, wie sehr er doch die Wahrheit kenne.
    In dem Maße, wie die Vorurteile abgebaut werden, macht sich der Weg zur Philosophie frei. Aus diesem Grund müssen hier in meinen Ausführungen viele Abgrenzungen gemacht werden über das, was Philosophie nicht ist.


    Philosophie als Universalwissenschaft

    Heute gibt es viele Wissensbereiche, die wir als die so genannten Geistes- und Naturwissenschaften kennen. Einst war in der Philosophie aber alles enthalten. Sie war eine Universalwissenschaft und betraf die gesamte menschliche Wesenheit, während sie heute nur als ein Teil unter vielen Teilen gesehen wird, die gleichberechtigt nebeneinander stehen. Auf diese Weise entsteht ein Konkurrenzdenken, durch das z. B. gesagt werden kann: Die Philosophie sagt dies so, aber die Physik sagt es anders! Die Philosophie muss sich heute also gegenüber den anderen, aus ihr stammenden Disziplinen rechtfertigen. Man erlebt ihre Ideen nicht mehr als eine unmittelbare Wirklichkeit, sondern sie ist bestrebt, ihre Ideen theoretisch zu beweisen.

    Um solche Kluften (scheinbar) zu überbrücken, gehen viele hin, nehmen z. B. den so genannten Urknall aus der Physik als Grundlage ihrer philosophischen Anschauung. Man philosophiert dann nur noch daran herum, was die Astronomie mit dem Urknall behauptet, und überlegt, was vorher gewesen sein mag. Das ist ein stupides Herumphilosophieren, denn es wird der schwere Fehler begangen, die Philosophie nicht zu einer oberständigen Disziplin zu sehen, sondern sie dem Ergebnis der Physik zu unterstellen. Nein, Philosophie steht immer am Anfang, alles andere ergibt sich aus ihr. Wird das nicht getan, entsteht ein mechanisches, totes Denken, wie es das Denken um die Urknalltheorie beispielsweise praktiziert, denn durch dieses Denken besteht keine Beziehung des Menschen als eine Ganzheit zum Weltall. In einem Zeitalter, in dem man vermeintlich glaubt, das Weltall vermessen zu können, entsteht in der Vorstellung des Materialismus das Weltall als ein gewaltiger Raum, dessen Größe und die angebliche Entdeckung erdähnlicher Planeten ja noch andere Lebewesen zulassen müsse usw.

    Heute pflegt man, frühere Aussagen herumzudrehen. Der einstigen Aussage, der Mensch sei die Krone der Schöpfung, wird entgegengehalten, er sei doch (aus der Sicht einer Raumkapsel auf die Erde) so winzig und unbedeutend. - Wieso sollte dann das Weltall nur für den kleinen und unbedeutenden Menschen alleine da sein? Der Mensch wird zusehens als eine Wesenheit von vielen angesehen. - Der Trick besteht darin, quantitative Aussagen mit einer qualitativen als Folge geschickt suggestiv zu verknüpfen: Der Mensch sei (quantitativ) klein und das Weltall von enormer Größe, was in eine qualitative und abwertende Aussage umgeformt wird: Der Mensch ist angesichts der Größe des Weltalls unbedeutend. - So entsteht gleichsam eine Art kosmische Gleichberechtigung im Zusammenhang mit anderen möglichen Wesen des Alls, von denen man noch gar nicht weiß, ob es sie überhaupt gibt.



    Philosophie für jedermann

    Philosophie muss so ausgerichtet sein, dass sie für jeden normalen Menschen bereichernd ist, wenn er nur Willens dazu ist. Dazu muss sie wie früher eine Universalwissenschaft sein, denn unser Denken ist universal, worauf ich später beim Thema "Philosophie und Logik" zurückkommen werde.
    Philosophie wird nicht passiv an den Menschen fertig verpackt herangereicht, sondern sie liegt in ihm selbst. Meine Aufgabe kann ich daher nur darin sehen, Anreize zu geben, um des Menschen Lebensinn aus sich selbst heraus eigenständig zu entfalten.
  12. Philosophische Reihe Nr. 3


    Inhalt


    Kritik am Denk- und Schulsystem


    Die persönliche Philosophie

    Die überpersönliche Philosophie

    Gründe für die persönliche Philosophie

    Methoden der Angstverdrängung



    Kritik am Denk- und Schulsystem

    Obwohl die Philosophie zum existenziellen Bestreben des Menschen untrennbar gehört, ist aber davon gewohnlich sehr wenig zu bemerken. Dafür gibt es mehrere Gründe, die nun kurz angesprochen werden sollen.

    Wir haben eine Kultur entwickelt, deren Denkweise das freie, kreative und geordnete Denken nicht fördert, sondern dem Einzelnen eher wie eine ihn festlegende Art wie beim Tier begegnet. Das Tier tut nichts anderes, als seiner Art nachzugehen und steht ihr wohlwollend gegenüber, doch steht eine Art einem freien Wesen, das der Mensch ist, autoritär unterjochend gegenüber. Was für das Tier gut ist, ist für den Menschen bewusstseinstötend.
    Viele vermissen ganz zu Recht die Einbeziehung
    und Förderung der eigenen schöpferischen Kräfte.

    In der Schule ist dies Unterjochende im Wesentlichen gut zu beobachten. Allein der Notendruck treibt frühzeitig zur gegenseitigen Konkurrenz der Schüler an. Die einen können sich dem einigermaßen anpassen, die anderen bekommen Hemmungen. Leistung in einem quantitativen Sinne zählt: Wie viele Vokabeln sind auswendig gelernt worden, sind die mathematischen Formeln auswendig gelernt worden, ist die dreigegliederte Aufsatzform auswendig gelernt worden usw. Und schließlich geht es darum, wie gut der Schüler das auswendig Gelernte wiedergeben kann. - Wer in der Schule gute Noten hat, zeigt damit neben anderen Aspekten weniger Intelligenz, sondern wie gut sein Gehorsam ist. Die Schüler mit den schlechten Noten müssen nicht ungehorsam sein, aber es kann bei ihnen das Talent zum Auswendiglernen nicht genügend ausgeprägt sein. Die Auswendiglerner werden mit guten Noten belohnt, was bei ihnen leicht zu der Ansicht führt, Schule sei gut, während bei den Verbleibenden die Ansicht, die Schule sei gut, zu einem Konflikt wird, weil die Schule ihnen ein anderes Bild liefert.
    Es ist nun nicht so, als ob es in der üblichen Schule keine Kreativität geben würde, aber sie wird durch eine autoritäre "Pädagogik" sehr kurz gehalten. So lernen die Kinder das Schreiben eher, als ob sie ein Automat wären, statt das Schreiben als einen kunstvollen kreativen Ausdruck kennen lernen zu können.
    In der Schule lernen die Kinder frühzeitig, Kreativität vom Automatismus zu trennen, indem auf der einen Seite trockene Mathematik eingeübt wird und auf der anderen wird gemalt - aber selbst das Malen steht unter der kontrollierenden Benotung. Gehen Mathematik ist übrigens im Grunde auch nichts einzuwenden, aber sobald sie nicht mit dem Schopferischen im Menschen vereint ist, wird sie, wie alles andere auch, zu etwas Totem.
    Es geht in der Schule nicht darum, das individuelle Wesen eines Menschen zu fördern, sondern es zu einer Unterordnung und zur Unfreiheit zu erziehen.
    Dennoch gibt es Menschen, die mir durchaus den Eindruck machen, nicht ein bloßes Produkt der Schule und des herkömmlichen Denksystems zu sein. Das liegt eben daran, dass der Mensch ein freies Wesen ist, das trotz einer Unterjochung sich befreien und ein qualitativ produktives Leben führen kann.


    Die persönliche Philosophie

    Wie so viele Wörter, ist auch das Wort "Philosophie" mehrfachen Interpretationen unterlaufen, schauen wir uns diese einmal an:
    Spricht jemand darüber, wie er das Leben aus seiner Sicht sieht und wie er sich darin einrichtet, ist das seine persönliche "Lebensphilosopie". Wenn über die Art und Weise gesprochen wird, wie ein bestimmter Mensch sich in seinem Leben einrichtet, wie er denkt und fühlt, wie er dies und das angeht und bewältigt, dann sagt man umgangssprachlich von sich selbst: Das ist "meine Philosophie", was übersetzt einfach nur meint die Art und Weise des eigenen Denkens, was über dieses und jenes gedacht wird und wie man sich im Leben einrichtet.


    Die überpersönliche Philosophie

    Dann gibt es die Philosophie, die das Persönliche in den Hintergrund stellt. Sie sieht das Leben und die Welt nicht aus der subjektiven, das heißt aus der einseitigen Sicht der Lust, Wünsche, Luftschlösser, Bedürfnisse, Eigenheiten, Ängste und Verdrängungen einer Person, sondern ihr übergeordnet aus einer Distanz vor sich selbst und den Dingen der Welt. Das bedeutet nicht Gleichgültigkeit, sondern die Distanz erlaubt, sich ein freies Urteil von solchen eben genannten Bindungen bilden zu können.


    Gründe für die persönliche Philosophie

    Viele bevorzugen die persönliche Philosophie, weil in der Seele des betreffenden Menschen noch nicht ausreichend das Bedürfnis entstanden ist, sich von seinem Standort zu lösen und auf Wanderschaft zu gehen, wo er die vielen Fassetten der Welt kennen lernen würde.
    Ein anderer Aspekt ist die unbewusste oder uneingestandene Lebensangst, alleine und verlassen wie in einer kahlen Ödnis zu sein, die durch ein Klammern an andere und deren Ansichten gelindert werden soll.
    Eine Version davon ist die Idee, seine eigene Vorstellung oder die der Gruppe, der Welt überzustülpen, denn vor den eigenen Konstrukten und denen, die gemeinsam gebildet werden, die nach den persönlichen Wünschen und Vostellungen entstehen, braucht es ja keine Befürchtugen zu haben. Die Wirklichkeit und die mit ihr zusammenhängende Wahrheit wird daher so weit unterdrückt und die eigene Vorstellung vorgezogen und künstlich zur Wirklichkeit und Wahrheit erklärt, bis die Angst vor dem. was unbekannt ist, erträglich ist.


    Methoden der Angstverdrängung

    Es werden gerne Bündnisse mit anderen geschmiedet, welche schnell den Beigeschmack haben, sich bei Bedarf gegen andere zu richten, die dem Bündnis nicht angehören. Es entsteht leicht ein Konkurrenz- oder gar ein Kriegsszenario.
    Eine andere Methode findet sich in der Populäresoterik, die in der Bevölkerung als eine Gegenposition zur oben genannten Konkurrenzmethode einen breiten Einzug erhalten hat. Man kämpft nicht mehr gegen den anderen, sondern toleriert ihn und seine persönliche Ansicht und bindet ihn friedlich in ein Gemeinschaftsbündnis ein. Verbal wird das manchmal mit der Ausdrucksweise "für dich" praktiziert: Wie ist dies und das "für dich"? - Darauf wird eine Antwort gegeben, von der die Gruppe unterschwellig voraussetzt, über das Objekt unzureichend reflektiert zu haben und nicht eine Neigung zur Optimierung der Ansicht erkennen lässt. Eine Antwort wird mit einem "für mich ist" gegeben, etwa so: Für mich ist Gott dies und das! - Übersetzt kann das etwa heißen: Für mich ist Gott mein Kuschelteddy! - Die vorherrschende Mentalität in der Gruppe heißt verbalisiert: Du bist gut und richtig, so wie du eben bist, darum bewerten wir dich nicht; und wie du bist, akzeptieren wir dich. - Diese Praxis vermeidet vordergründig zwar das Bekriegen, aber es unterlässt die notwendige denkerische Auseinandersetzung zur Erkenntnis, stattdessen wird vorgezogen, was einem gerade so "aus dem Bauch" heraus eingefallen ist, was selbst die größte Verrücktheit bedeuten kann. Allein entscheidend aber ist nicht der Inhalt dessen, was einem eingefallen ist, sondern die Erfüllung des Dogmas zu einem inhaltlich harmlosen, nicht in die Auseinandersetzung gehenden und flachen "für dich".
    Man gibt sich der Ansicht hin, die Wirklichkeit und Wahrheit für einen allein nicht erfassen zu können und bildet mit Trägern einer anderen Ansicht eine Gemeinschaft, die nach außen hin einen unterschiedslosen, Menschen sogartig einziehen wollenden Cluster in der Hoffnung bildet, die empfundene Unerträglichkeit des Seins eines Einzelnen, Wirklichkeit und Wahrheit niemals finden, erfassen und ertragen zu können, aufhebt. Es geht also gar nicht darum, Wirklichkeit und Wahrheit als ein unabhängiges Individuum erfassen zu wollen, sondern lediglich der Unerträglichkeit zu entgehen, um im Cluster von den gesammelten Ansichten anderer getragen zu werden, wobei die eigene "mitschwingt".
    Damit steht also die Anhäufung des Clusters im Vordergrund, worin die einzelne Meinung den Anschein der Individualität vortäuscht, während sie tatsächlich "liebevoll" unterdrückt wird. So lässt sich auf den Punkt bringen: Nicht ich entwickle mich, sondern der Cluster häuft sich an. - Statt an der qualitativen Entwicklung der eigenen Individualität zu arbeiten, soll der Cluster quantitativ dick und fett werden.

    Weiter geht es darüber, was Philosophie ist, im nächsten Blog mit dem Thema "Liebe zur Weisheit".