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  1. Ich bekam ein paar Fragen zugeschickt, deren Antworten ich für mögliche Interessenten in meinen Blog veröffentliche.

    Frage: Was mache ich bei Schlafproblemen?
    Schlafstörungen können verschiedene Ursachen haben. Die habe ich zwar genauso wie Kopfschmerzen irgendwie nie oder nur sehr selten im Leben gehabt, aber kann auch hier nur raten dies mit einem Arzt und/oder Therapeuten abzuklären, und dir ggf. ein Schlafmittel verschreiben zu lassen. Ich rate nach den Ursachen zu forschen, denn Schlafmittel sollten nur in Notfällen und möglichst nicht regelmäßig eingenommen werden, da sie auf Dauer süchtig machen.


    Frage: Kennst du dich mit Depressionen aus? Wie gehst du damit um?
    Ja, ich hatte früher mal nach dem Tod meines Erstgeborenen Sohnes eine Depression, und machte daraufhin eine langjährige Psychotherapie in der ich gleichzeig meine unaufgearbeiteten Kindheitserlebnisse aufarbeitete.
    Also auch hier gibt es die Möglichkeit der Medikation als Notlösung oder zur Überbrückung, je nach dem auch länger, das dürfte von Fall zu Fall verschieden sein. Habe ich allerdings selber nie genutzt. Ich weiß nicht wieso ich damals nicht auf die Idee kam, aber grundsätzlich habe ich die Einstellung, wenn möglich keine Medikamente, weil ich mir denke, es behindert den Chi-Fluß und das vollumfängliche Erleben der Gefühle. Nur ist mir bewusst, dass es bei vielen Menschen (erstmal) nicht anders funktioniert.
    Aber langfristig sollten meiner Ansicht nach immer die Ursachen einer Depression bearbeitet werden, und keine medikative Dauerindikation verordnet. Und nicht vergessen zuvor körperliche Ursachen beim Hausarzt abzuklären, um sie ausschließen zu können. Ggf. wird er dich an einen entsprechenden Arzt überweisen, um z.B. die Schilddrüsenwerte festzustellen, oder bei Frauen im entsprechenden Alter, einen Besuch beim Frauenarzt zwecks Abklärung eines möglichen Eintritts der Wechseljahre, was ebenfalls mit Hormonschwankungen und entsprechend häufig veränderter Stimmungen einhergehen kann.

    Frage: Hast du schon mal eine Therapie gemacht?
    Ja, mehrmals. Wie oben schon erwähnt vor über 15 Jahren nach dem Todesfall meines Kindes, und eine weitere Therapie folgte vor einigen Jahren aufgrund eines erneuten Trauma, das ich diesmal jedoch aufgrund meines spirituellen Weges und Bewusstseins mit einer transpersonalen Körperpsychotherapeutin aufarbeitete, die es Verstand dies miteinander zu verbinden.

    Frage: Was ist Depersonalisation und Derealisation?
    Das ist der Verlust eines personellen bzw. realitäts-Bezugs.
    Derealisation und Depersonalisation können bei Angststörungen, Traumata und allerlei hohen Stressfaktoren im allgemeinen auftreten, und sind in dem Fall nur vorübergehend. Also für den Moment oder einige Tage vorhanden.
    Hingegen wenn Symptome wie Halluzinationen und insbesondere Wahn hinzukommen eine Psychose vorliegt und die Derealisation/Depersonalisation den allgemeinen Zustand darstellt.
    Im ersten Fall ist es ein vorübergehender Nebeneffekt bei nicht psychotischen Klienten und im anderen ein Dauerzustand des Psychotikers.
    Viele Symtome erscheinen in den verschiedensten Störungsbildern, haben aber mit der Grunderkrankung nichts gemeinsam.

    Frage: Kennst du dich mit Psychosen und Schizophrenien aus?
    Nur insoweit wie ich es in meiner Ausbildung gelernt habe, um es von den anderen, zu behandelnden Störungsbildern unterscheiden zu können -daher stammen im Übrigen auch meine bisherigen Antworten, wenn ich selbst keine oder nur geringe eigene Erfahrungswerte damit habe- und aus zwei Fällen in meinem Bekanntenkreis. Wobei nur eine Person an Schizophrenie leidet und die andere an einer bibolaren Störung, die ebenfalls mit psychotischen Schüben einhergehen kann.
    Bei beiden ist ein zwischenzeitlicher Aufenthalt in der Psychiatrie notwendig gewesen und die Einnahme von Psychopharmaka das die unangenehmen Symptome reduziert und prophylaktisch vor Rückfällen schützt.

    Frage: Hast oder hattest du schon mal Panikattacken? Wenn ja, wie gehst du damit um?
    Ich hatte in meinem ganzen Leben einmal eine Panikattacke, als ich ca. 18 war.
    Die Panikattake ergab sich wohl aus meinem damaligen unachtsamen Lebenswandel und des Experimentierens mit Drogen. Danach hatte ich jedoch nie wieder eine.
    Du fragst wie man damit umgeht.
    Panikattacken sind starke plötzlich auftrende Ängste ohne erkennbaren Auslöser. D.h. die Panikattacke trifft dich unvermittelt ohne äußeren Reizauslöser und geht mit Todesängsten einher.
    Man bekommt sie aufgrund ihrer Unberechenbarkeit also nur schwer in den Griff. Das was du dennoch versuchen kannst, wenn sie dich überkommt ist vermutlich leichter gesagt als getan, Ruhe bewahren, tief und ohne Hast durchatmen, im Wissen, dass sie wieder abflachen wird, nachdem sie ihren Zenit erreicht hat. Kommen Panikattacken wiederholt vor, dann kannst du dir ggf. auch Medikamente verschreiben lassen, und du solltest eine Therapie machen, um die tiefere Ursache zu klären.
    Panikattacken sind Reaktionen wie ein Hilfeschrei einer überforderten Psyche mit ihren unaufgearbeiteten Konflikten. Das heißt also es wird höchste Eisenbahn dich um deine noch unbewussten Themen zu kümmern.

    Frage: Hast du noch Ängste? Wie gehe ich mit meiner Angst um?
    Meine Ängste halten sich in Grenzen, weil ich sie seit langem keinen Widerstand mehr gegen Emotionen aufbaue und sie einfach da sein lasse, wenn sie auftauchen. Ich selbst bin ganz ruhig und still während die Angst oder ein anderes Gefühl einfach da sein darf.
    Ich bin weder die Angst noch sonst ein Gefühl, sondern Angst taucht wie jedes andere Gefühl auf und verschwindet auch wieder, wenn es total dasein darf und du nichts weiter tust als es zuzulassen.
    Das ist jedenfalls mein Umgang damit, aber ich weiß nicht ob es dir möglich ist, in dieser Weise damit umzugehen, da du ja auch von Panikattacken berichtest.
    Ängste sind natürlich, solange sie dich nicht lämen und sich nicht in Panikattacken steigern, kannst du versuchen auch hier ruhig zu bleiben und wie eben beschrieben damit umzugehen. Ist dir das möglich, dann rate ich dir alles das wovor du Angst hast einzuladen. Begebe dich in die angstmachenden Situationen, aber überfordere dich nicht, und spüre deine Angst. Wisse, du bist nicht die Angst, sie kann dir nix, und sie wird sich Stück für Stück auflösen, wenn du am Ball bleibst.

    Frage: Was bedeutet für dich Ich-losigkeit?
    Die Ichlosigkeit ist die Erkenntnis und das Erleben nicht ausschließlich die Persönlichkeit zu sein.
    Dies hat aber nichts mit dem Zustand eines Psychose Erkrankten zu tun, wie es einige Leute häufig missdeuten. Die äußere Realität lässt sich einwandfrei von der Inneren unterscheiden und auch die täglichen Anforderungen des Lebens lassen sich ganz normal bewältigen. Das sind Dinge die bei Psychose/Schizophrenie nicht mehr funktionieren.
    Dieser besagte Zustand ist unser natürlicher Seinszustand der mit Worten nicht beschrieben werden kann.
    Wenn du dennoch mehr darüber erfahren möchtest, dann empfehle ich dir die Bücher und Videos von Eckhart Tolle.
    ABER, ich rate Menschen mit Psychose / Schizophrenie Hintergrund dringend davon ab sich ohne ärztliche Abklärung oder entsprechend geschulten Lehrern mit Nondualität oder spirituellen Praktiken zu beschäftigen!
    Einges habe ich dazu in meinem Ich-Bin thread gepostet, dort reinlesen:

    Insgesamt sei noch gesagt, dass es viele Möglichkeiten gibt mit der Psyche umzugehen, und dies hier selbstverständlich nur ein Teil dessen darstellt. Auch bereits vor einer Erfahrung der Ich-Losigkeit lässt sich z.B. vieles wunderbar über die Körperfühlung lösen. Mein Favorit übrigens. Aber dazu vielleicht ein anderes mal mehr.

    Ich hoffe ich konnte so Ad hoc ein wenig weiterhelfen. :)