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  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.
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  1. zerissenheit wird immer spürbarer. Sie beschreibt, dass sie die leiden Jesu mitempfindet und via visionen sogar 'miterlebt', mit niemandem darüber sprechen kann und ihr nun sogar hände und füsse wehtun.
    Sie sucht fieberhaft nach einem 'seelenführer'. Offensichtlich wurden mystiker und mystikerinnen früher von jemandem begleitet, der sie verstand und dem sie sich anvertrauen konnten.
    Das ganze mutet dramatisch zu lesen an. Was ich wirklich nachvollziehen kann, sind ihre verzweiflung und zerrissenheit, die fragen, auf die es momentan noch keine antworten gibt, die liebe, die sich immer und überall ergiessen möchte und nicht kann, weil es seltsam ist, immer und überall vor liebe und zuneigung in tränen auszubrechen.
    Irgendwo schrieb sie, dass es für sie wichtig sei, sich leer zu machen, wie eine leere schale. Sie wünscht sich, dass Gott sie füllt. Ich mag diesen abschnitt sehr, denn für mich ist das auch eine art geheimnis: Sich leeren, um sich mit etwas zu füllen und auch füllen zu lassen, mit etwas, was nährt, was 'bestand hat' und dadurch innerlich reich macht. Was dieses 'etwas' ist, entscheidet jeder für sich.

    So lernt die persona, dass hinter ihr was umfassenderes steckt, ohne, dass deshalb ihr wert verkannt wird.:blume:
  2. Heute morgen besuchte ich die firmungsmesse in der klosterkriche Rheinau. Als ich über die kleine Brücke zum kloster hinüberlief, blies mir der warme wind ins gesicht. Auf dem klosterplatz waren kleine gruppen, familien versammelt, die jugendlichen festlich gekleidet. Ich erinnerte mich an meine eigene firmung zurück, an die unguten gefühle damals, die kleidung, die mir nicht gefiel, die unsicherheit, das desinteresse....
    Als ich mich in der kirche setzte, umhüllte mich sofort der duft von weihrauch und ich war so glücklich, dass es so viel schöner war, freiwillig und aus eigenen stücken hierherzukommen, ungezwungen und frei.
    Der festgottesdienst war erstaunlich einfach, aber inhaltlich gehaltvoll gehalten. Der hl. geist war tatsächlich spürbar und es braucht so wenig dafür. Der bischof übermittelte eine sehr einfache, aber zu herzen gehende botschaft und spendete anschliessend den firmlingen, welche von ihren paten begleitet wurden, das sakrament der firmung.
    Da meine tochter in zwei wochen in der ref. kirche konfirmiert wird, habe ich zu einem teil auch ein wenig 'betriebsspionage' betrieben. Was ist hier anders als dort, wie wird gewichtet, wie sehen die botschaften aus, wie wird vermittelt, worauf wird wert gelegt? Selbstverständlich habe ich schon ref. konformationen besucht. Die jugendlichen gestalten den gottesdienst in der regel fast selbständig. Da werden aktuelle songs nachgesungen, videobotschaften erstellt, fotos auf power point gezeigt, leute aus dem dorf interviewt...
    Gegen die kreativität und die aktivitäten per se wäre ja nichts einzuwenden, aber eine botschaft kommt nicht mehr rüber. Worum geht es denn eigentlich? Und wenn mich das nicht interessiert, was ja nicht tragisch ist, warum bin ich dann hier?
    Es geht um den hl. geist und das empfangen desselben. Er soll mich bereichern, mir lebensfreude und mut einhauchen und mich transformieren, ja, verwandeln und erneuern.

    Und manchmal braucht man jahrzehnte, um etwas nicht nur zu verstehen, sondern es wirklich zu begreifen.
    Setech93 gefällt das.
  3. Vor ein paar tagen stiess ich auf ein buch. Der titel erschien mir zunächst etwas zu ...dramatisch...Da es aber das einzige buch war, dass ich zu mystischen erlebnissen fand, also jemand in der heutigen zeit beschrieb, was in ihm vorging - die autorin zudem seit einiger zeit pfarrerin in der Schweiz ist - bestellte ich es mir dennoch.
    Letzte nacht hatte ich auf der arbeit immer mal wieder etwas zeit und begann mit dem Lesen. Sehr bald versank ich in den erlebnissen der autorin, besuchte mit ihr die klosterkirchen, darunter das Hildegard Kloster in Bingen und auch das Kloster Maria Laach (lustigerweise war ich auf die handwerkliche Werkstatt dort vor einigen tagen gestossen, als ich nach etwas suchte...). Ich konnte ihre 'suche' (Inti nannte es treffend 'sehnsucht') - die ganz plötzlich bei der betrachtung eines Jesus-bildes in einer kirche einsetzte- nachvollziehen, ihre zerissenheit, ob sie nun dem Budhismus beitreten solle oder doch wieder dem Christentum, von dem sie sich schon lange abgewandt hatte. Ich musste lächeln, als ihr irgendwann ein lama im budhistischen zentrum sagte, dass es nicht darauf ankäme, dass die visionen, die sie während der medidationen habe, nicht an eine religion gebunden seien, dass sie sich nicht entscheiden müsse und ganz gelassen sein könne.
    Ich konnte die entspannung der autorin nachempfinden, ihre freude, wenn sie Jesus-bilder/fresken betrachtete, die allumfassende liebe, die sie durchflutete, die sich mit nichts vergleichen lässt. Sie machte sich auf die suche nach werken von Hildegard von Bingen, Johannes von Kreuz, von Teresa von Avila, Meister Eckhart....Ich verstand, dass sie ihre erlebnisse vergleichen und damit eigentlich verstehen wollte, dahinterkommen wollte, was in ihr vorging.
    Wie gingen mystiker früher mit mystischen erlebnissen um, warum wird heute oft belächelt oder gar für verrückt gehalten, was früher anerkannt wurde? Stand man früher den quellen nächer? Wie kam es zu dieser ausgeprägten rationalität? Die fragen der autorin sind sehr interessant und nachvollziehbar.
    Mich hat das buch in seinen bann gezogen und ich habe - zumindest in den fragestellungen, aber nicht nur - parallelen zwischen der autorin und mir gefunden.
    Mal sehen, wie es weiter geht.....:)
    cerambyx und Setech93 gefällt das.
  4. Nicht, dass du dir jetzt was drauf einbildest;), aber ich wollts mal geschrieben haben, weil keine antwort zu geben etwas schäbig wäre. Ich hatte das post eigentlich für deinen neuen wahn-thread geplant, mache jetzt aber einen Blog draus, weil das thema ev. wieder zerrissen wird und ich nicht weiss, ob dich mein 'hohelied' nicht nervt und aus einer allfälligen diskussion darüber wieder missverständnisse entstehen....
    Vielleicht stösst du ja auf diesen eintrag, wer weiss.:)

    Aus deinem thread: Wege aus dem wahn:

    Wenn etwas schwierig zu beschreiben ist, heisst es nicht, dass ich es nicht versuchen könnte.
    Es ist im grunde keine technik, sondern ein prozess, der in einer art kunstgriff mündet, den man immer wieder aktivieren/abrufen kann, wenn ein ähnlicher prozess abläuft.
    Ich habe ein wenig darüber nachgedacht, wie es bei mir funktioniert, habe es mal 'trocken' durchgespielt, vielleicht kann das als idee oder anhaltspunkt dienen, wie es gemeint ist:

    1. Ich muss mir der 'quelle' der liebe in meinem innern gewahr werden, es genügt also nichts, wenn andere sie in mir sehen/wahrnehmen oder ich in einem andern. Wie ist diese quelle zu beschreiben? Es ist ein allumfassendes gefühl des zusammengehörens und des ungetrenntseins, ohne, dass man das jetzt zu schwülstig weiterumschreiben müsste. Es ist das anerkennen und wahrnehmen von kleinen dingen (im alltag), die freude bereiten, die glücklich machen (auch, wenn daneben anderes existiert und ich das auch wahrnehme) und das wahrnehmen von zusammenhängen. Es hat also damit zu tun, dass mir nichts entgeht, ich achtsam bin, gerade in kleinen gescheh- und erlebnissen. Das brachte mich dazu, mich vermehrt berühren zu lassen, was diese 'quelle' aktiviert hat, bzw. am laufen hält. Das war ein prozess, allerdings hat er schon früh begonnen.
    Die konsequenz war/ist, dass man zunehmend kongruent wird: Denken, handeln, sprechen etc. beginnen überein zu stimmen, weichen nicht mehr massgeblich voneinander ab, man wird berechenbar, einschätzbar und damit auch durchlässig. Man hat einfach keine lust mehr energie darauf zu verwenden, die 'quelle' zu 'verstecken' oder von ihr abzulenken, auch, wenn sie 'einen weich macht' und das allenfalls belächelt wird.
    Ich weiss nicht, ob du mich hier verstehst. Das ist m.e. eine grundvoraussetzung, diese liebe in der folge als urkraft/urquelle universell verwandeln zu können in grundsätzlicher annahme von erlebnissen und zuständen, partnerschaftliche liebe, freundschaft, elternliebe, etc..Hinter all diesen liebesformen steht die liebe.

    2. Nachdem du diese entdeckt/wieder entdeckt hast, hat sie dich bereits verändert und du kannst sie universell einsetzen, du kannst eigentlich nicht mehr anders. Mir wurde nach und nach bewusst, dass ich mich durch diese liebe bewegen lassen kann. Das kann man im alltag üben: Versuchen, vieles durch die augen dieser liebe zu betrachten, sie als wegweiser sehen, als selbständige entität. Das bringt verschiedenes mit sich: Wo von aussen ein kampf oder wehren/verteidigen erwartet wird, ein verzweifeln und verzagen sich aufdrängt, kann man anders handeln, aufgeben, nachsehen, abwarten, gewähren lassen. Das wirft einen auf einen selbst zurück. Man muss zwischendurch was aushalten, was aber ganz lehrreich, wenn auch nicht immer einfach ist, einen aber innerlich enorm stärkt. Dieser freiwerdende raum, der sich daraus ergibt, nicht mehr vorgesehen reagieren zu müssen, füllt sich mit neuen möglichkeiten oder ganz unerwartete wendungen, was für mich den magischen aspekt darstellt.

    3. Dieser ganze prozess erleichtert es, etwas anzunehmen, stehen zu lassen, wie es ist, wieder von vorne, bei 0 anzufangen, ev. nachtragendes, verletzendes, beschäftigendes, beängstigendes, zu integrieren, also als dazugehörig anzunehmen. Das heilt auch, auf eine andere weise. Man ist nicht mehr gezwungen den finger immer und immer wieder in die wunde zu legen und alles zu verstehen. Das spart energie für einen neuanfang, das ist für mich fort-schritt, ein tatsächliches fortschreiten, hinein in den fluss des lebens, hinein in die veränderung, in das un-weigerliche. Das hat im grunde etwas unbeschwert-kindliches, etwas, was wir uns als erwachsene oft nicht erlauben.
    Vielleicht läuft das auf einer spirituellen basis ab, ich weiss nicht genau.

    Für mich liegt viel wahrheit und heilende kraft in diesem erleben. Es handelt sich hierbei nicht um eine abhängigkeit, da die quelle aus sich selber schöpft und kein aussen braucht, das sie am sprudeln hält.

    Gute nacht.:)
    Dir, cerambyx, Inti und einer weiteren Person gefällt das.