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  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.
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  1. türen schließen sich, der zug rollt an.
    kein weißes tuch, das aus dem fenster weht,
    eine reisende, deren ziel sich außerhalb menschlicher grenzen findet,
    auf unbekannter fahrt, die von gewohntem trennt.

    eine träne der dankbarkeit für alles gute der welt.

    abgebrochene brücken, tragwerke, die nicht tragfähig waren,
    verlassene plätze, die nie wirklich heimstatt gewesen,
    kleinmut, der sie zu töten vermag,
    sie als fremde in eine neue fremde drängt.

    eine träne der wut für alle ignoranz, die sie kennt.

    ihre wehmut trägt sie schwer im gepäck,
    jedes unverständnis für sie eine last, die sie beugt,
    auch wenn sie weiß, dass sie soviel nicht wert,
    lähmt sie jedes abschieds schmerzhaftigkeit.

    eine träne der traurigkeit für verlorenes, das ihr lehrmeister war.

    zug des lebens, der sie von einem ort zum anderen treibt,
    sie selten ruhen lässt,
    ihr immer auch die schatten zeigt,
    in ihrer unheilbaren verletzlichkeit.

    eine träne des trotzigen willens zu bestehen gegenüber kälte, ablehnung und neid.
    Iakchus und Damour gefällt das.
  2. ich weine um die liebe, die mir zu reich geschenkt wurde -
    ich weine um die liebe, die ich lebe -
    ich weine um die liebe,die ich nicht empfangen darf...
  3. ganze seen weine ich voll,
    und wandle an der oberfläche der tränen, die ich vergossen habe und vergieße....
  4. ich musste mir - nur ein klein wenig, aber doch - untreu werden.
    ein krieger des lichts kämpft immer nur für etwas - niemals gegen etwas.
    aber wie kann man für wahrheit, licht und liebe kämpfen, wenn man nicht die so viel stärkeren mächte enttarnt, die es ganz einfach nicht wissen
    wo wahrheit ist -
    wo licht ist -
    wo liebe -
    und aus ihrer unwissenheit heraus vesuchen dem krieger ihren dolch ins herz zu stoßen?

    ich weine um jeden, den ich verletzen musste -
    denn ich weiß, dass jeder täter ein opfer ist.

    ich will doch nicht opfer sein - bin es auch nicht -
    wieso wollt ihr mich zwingen dazu?
    wieso wollt ihr mich herabziehen auf eure ebene?
    ich weine um mich - und ich weine um euch.
    darf ich auch mal schwach sein und weinen?
    Iakchus gefällt das.
  5. der glaube ist das resultat einer unwissenheit, die sich ihre unwissenheit nicht eingestehen kann.
  6. du

    du
    erwarte nichts,
    das glück liegt in dir selbst allein.
    du
    erwarte keine liebe,
    nimm dich, wie du bist, ohne einschränkungen an.
    du
    erwarte kein verständnis,
    suche dich und dein fühlen in seiner einmaligkeit zu verstehen.
    du
    erwarte keine rücksicht,
    das beste für dich kannst nur du für dich tun.
    du
    erwarte keine geborgenheit,
    den schützenden mantel für deine seele kannst nur du überzieh'n.
    du
    erwartest du nichts mehr,
    erst dann wird dir gegeben sein.
    du

    dezember 1996

    du -
    war es ein irrtum?
    nein, du hast es nur noch nicht so ganz hingekriegt ausschließlich ein kind des augenblicks zu sein.
    du

    august 2009
    Iakchus und Damour gefällt das.
  7. cremeweiße rosen, blassrosa schatten,
    letzte schönheit kurz vor dem verblühen.
    tanzender staub im späten sonnenlichtkegel,
    vergänglichkeit.

    ovaler tisch, weiße spitzendecke,
    sich wiegende figuren aus altem porzellan.
    ölgemälde an hellen hohen wänden,
    vergangenheit.

    die zarte frau in ihrem lehnstuhl,
    das haar der farbe der rosen gleich.
    im alter zur ruhe gekommene hände,
    zerbrechlichkeit.

    eine photographie auf dem hohe sims des kamins,
    gehütet in vergoldetem rahmen,
    er, der am ersehnlichsten ersehnt,
    weggeblieben.

    nicht geweinte tränen in sinnenden augen,
    zarte stiche ganz tief im verborgensten inneren,
    nicht losgelassen unwiederbringliches,
    erinnerung.

    wehmütiges sehnen nach dem glücksgefühl und einer liebe,
    niemals zuvor und niemals danach empfunden in solch schmerzlicher süße,
    als das kind aus der liebe geboren,
    endlich in den armen der mutter gelegen.

    verwehender duft welkender blüten,
    letzte strahlen untergehenden sonnenlichts.
    eine alte frau in ihrem lehnstuhl,
    nie vergehende vergangenheit.

    november 1996​
  8. es war immer noch der selbe sommer - ich war immer noch vier.
    irgend jemand hat gesagt - die frau sowieso - die ich kannte - hat sich die hand abgehackt.
    ich bin zu ihrem häuschen gelaufen um zu sehen ob es auch wahr wäre.
    da saß sie - den stumpf in eine lavoir mit wasser getaucht - blutrot gefärbt, immer dünkler werdend.
    ganz ruhig war sie, völlig beherrscht.
    so hat sie gesprochen mit mir.
    ist alles nicht so schlimm kind - hat sie gesagt.
    es kommen gleich leute, die mir helfen werden.
    geh du nur - es ist schön, dass du gekommen bist - aber geh du nur jetzt nach hause.
    da bin ich gegangen.
    was aus der frau geworden ist habe ich nie erfahren -
    aber ihre ruhe - ihre beherrschtheit - die werde ich niemals vergessen.
  9. es war im selben sommer.
    ich hatte mir so sehr ein kätzchen gewünscht - aber ich wusste, ich würde keines bekommen.
    aber dann - die ganz große überraschung.
    meine mutter hat mich mitgenommen zu einem bauern, der gerade einen wurf kleiner kätzchen hatte.
    eines durfte ich mir ausssuchen.
    meine glückseeligkeit war grenzenlos.
    aber dumm - das kätzchen war noch nicht stubenrein und hat sein geschäftchen verrichtet unter mutters kleiderkasten.
    ich sehe sie vor mir, wie sie fluchend auf knieen kriechend, die übelriechende bescherung hervorholen musste.
    es gab einen kleinen schuppen neben dem häuschen - dahin wurde mein kätzchen verbannt. mir wurde erlaubt ihm morgens seine milch zu bringe, und es wurde mir versprochen, dass die türe des schuppens nicht geöffnet werden würde, bevor ich nicht da wäre um mich um mein kätzchen zu kümmern.
    in meiner erinnerung war es schon der nächste tag. ich bin hinausgeeilt mit meiner milch - aber die türe war offen - mein kätzchen weg.
    ich bin es suchen gegangen und habe es gefunden - überfahren auf der straße.
    ich habe natürlich kein neues kätzchen bekommen -
    auch keiner hat verantwortung dafür übernommen, dass die türe offen war.
  10. ich hab' schon sehr früh damit angefangen wahrheiten zu verkünden.
    ich kann mich erinnern als wäre es heute.
    ich war vier - es war ostern.
    meine eltern hatten über den sommer ein kleines häuschen gemietet am land.
    da gab es ein großes grundstück dazu - nicht wirklich garten - eher ein sumpf.
    in diesem sumpf- wiesen - garten wurde mein osternest versteckt.
    ich bin suchen gegangen zusammen mit mutter und vater.
    da habe ich es dann auch gefunden.
    schau - die schokolde, die du bekommen hast - hat mein vater gesagt.
    da steht schnitte drauf - hab ich gesagt.
    aber hier schau, hat mein vater gesagt - der schöne marzipanosterhase...
    das ist seife - habe ich geantwortet.
    ich weiß noch - so ganz sicher war ich mir gar nicht - aber recht hatte ich gehabt.

    und so hat es begonnen - und damit gings bergab....
  11. viel schlimmer als das unrecht selbst
    ist die feigheit,
    die feigheit, die das unrecht sieht,
    und aus feigheit schweigt -
    oft sogar respektlos umgeht mit dem mut.
  12. STEPHAN

    Geboren am 11.8.1976

    Krieger des Lichts,
    der Wahrheit
    und der Liebe

    Zerstörrer zugleich,
    aber nicht um der Zerstörung willen.

    Vulkan

    eruptiver Kanal verschütteten Wissens.

    Erloschen
    am 6.3.2009,

    am Höhepunkt menschlicher Reife -
    im Erkennen und Annehmen des ureigenen Selbst -
    in selbstloser Erfüllung eines außergewöhnlichen Lebensauftrags.

    Eine wundersame Asche
    bringt eine nie geschaute Blume hervor.

    Gegen jede Regel

    Das Land um den Vulkan am 10.3.2009​