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  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.
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  1. In einem aktuellen Thread lief ein Dialog zwischen mir und einem anderen Forumsteilnehmer, der mich jetzt zu diesem Blogeintrag inspiriert.

    wie weit kann/soll/muss man den Aussagen von Wissenschaftlern vertrauen; vor allem, wenn man die Aussagen nicht versteht?

    Es gibt das Sprichwort: "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser." Der Kabaretist Vince Ebert fordert in einem Buchtitel auf: "Denken sie selbst, sonst tun es andere für Sie." Eine Forderung, die ich gerne sofort unterschreibe.

    In der Vergangenheit hat es eine Menge wissenschaftlicher Irrtümer gegeben; und trotz strenger Methodik; Wissenschaftler sind Menschen mit ihrer Psychologie und ihren Schwächen. es gab Fehler und es wird weiterhin Fehler geben (meist durch Missachtung guter Methodik). Desweiteren sind sich auch in den wenigsten Aussagen die wissenschaftler wirklich einig. Auch zu abstrusesten Theorien finden sich Wissenschaftler (meist Minderheiten... manchmal hat sich aber auch die Mehrheit geirrt), die sie vertreten.

    Das sind Fakten (die vor allem von Wissenschaftlern gerne übersehen werden)

    Auf der anderen Seite sollte aber auch betrachtet werden, dass wissenschaftler enschen sind, die viel Zeit in das Studium ihres faches verbracht haben. sie haben gelesen, sie haben Experimente gemacht und Erfahrungen gesammelt. Sie haben alte Ergebnisse hinterfragt und neue Puzzlestücke zum Weltbild hinzugefügt. Wenn man Aussagen eines Wissenschaftlers über sein Fachgebiet nicht versteht, so kann das auch einfach daran liegen, dass man selbet schlicht keine Ahnung hat, und der Wissenschaftler einen weit bessern Überblick und mehr Erfahrung in seinem Gebiet hat. Diese Punkte hat der Kabaretist Dieter Nuhr in dem Satz "Wenn man keine Ahnung hat - einfach mal die Klappe halten." zusammengefasst.

    Auch das sind Fakten (die vor allem gerne von nicht-wissenschaftlern gerne übersehen werden)

    Wie geht man nun mit einer wissenschaftlichen Aussage um, die man nicht versteht?

    Mir fallen drei extreme Möglichkeiten ein:
    • Den Aussagen blind vertrauen.
    • Den Aussagen blind misstrauen.
    • sich auf den gleichen Wissensstand wie die Wissenschaftler bringen und dann entscheiden.

    Alle drei Punkte sind konsequent durchgeführt entweder nicht sinnvoll (Punkte 1 und 2) oder nicht unbedingt praktikabel (Punkt 3 - auch, wenn der wünschenswert ist).

    Also, was soll man tun? Das kommt sicher auch darauf an, wie stark einem persönlich die Aussage der Wissenschaftler tangiert. Aussagen über die Gesundheit tangieren einen meist weitaus mehr als Aussagen über Dinosaurier. Um sich auf den gleichen Wissensstand zu bringen, wären aber meist auch Studien in Themenfremden Gebieten notwendig. Um zu verstehen, welche Informationen man wie aus Statistiken entnehmen kann /und fast wichtiger: wie nicht) ist beispielsweise schon ein wenig Mathematik notwendig... für viele Leute leider ein rotes Tuch. Stattdessen wird dann lieber die Aussagekraft sämtlicher statistiken angezweifelt und Beispielsweise vermehrt mit Beispielen aus "dem Leben" argumentiert... was weitaus weniger sinnvoll ist (zu fast jeder These kann ich Beispiele "aus dem Leben" finden, die sie stützen - das macht die These nicht wahrer; vor allem nicht, wenn sie falsch ist ;) ).

    Eine wirklich gute richtlinie, wie vorzugehen wäre, fällt mir derzeit nicht ein. darum hier als Abschluss dieses Blogeintrags nur der Aufruf: "Nicht mit Denken aufhören. Aber nicht alles, was man nicht versteht, ist gelogen."

    Viele Grüße
    oey
  2. Jetzt will ich mal kurz eine starke Quelle von Fehlschlüssen anreißen: Die Koinzidenzen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Koinzidenz

    Im Wikipedia-Artikel stehen zwei Definitionen, die schon gleich die Problematik erkennen lassen:

    Die erste Definition ist:

    Die zweite Definition:

    Bemerkt? In der ersten Definition haben die Ereignisse nichts miteinander zu tun, außer, dass sie gleichzeitig oder am gleichen Ort stattfinden. Der kausale Zusammenhang kommt erst in der zweiten Definition dazu.

    Wir scheinen darauf programmiert zu sein, kausale Zusammenhänge zu suchen und zu finden. Das ist für ein Überleben in der freien Natur ohne langes Nachdenken durchaus auch ein sinnvolles Verhalten. Für die Wissenschaft ist es allerdings geradezu hinderlich.

    Aberglaube und gewisse Glaubens-Sätze beruhen auf der Beobachtung von solchen Koinzidennzen. Auch Tiere zeigen solches Verhalten: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,290219,00.html

    Und auch hier ist niemandd wirklich davor gefeit: Ich entschloss mich diese Zeilen heute zu schreiben, weil ich mich dabei ertappe habe, wie ich eine Münze am Automaten gerieben habe, als sie das erste Mal von diesem abgelehnt wurde. Und die üblichen Kratzer nahe der Münzöffnung zeigten mir, dass dieser Aberglaube auch in Stockholm weit verbreitet ist.

    Und, je mehr die Ereignisse miteinander zu tun haben scheinen, desto mehr sind wir geneigt, dazwischen auch wirklich einen kausalen Zusammenhang zu sehen.

    Menschen die koinzident mit einer sog alternativmedizinischen Behandlung von einer Krankheit geheilt wurden, die sie vorher nicht in den Griff bekommen haben, sind natürlich sehr geneigt, den Erfolg auf diese Behandlung zu schieben. Und die Berichte, die ich in solchem Zusammenhang gehört oder gelesen habe, sind teilweise wirklich beeindruckend. In diesem Forum wurde u.a. von doppelter Heilung von Borreliose durch Homöopathie berichtet. Aber liegt es wirklich an der neuen Behandlung, oder spielen da noch andere Faktoren eine Rolle? Diese Frage kann mit dem Sammeln von Berichten (deren Wahrheitsgehalt nicht einmal angezweifelt werden muss) in keinster Weise beantwortet werden. Der kausale Zusammenhang, der psotuliert wird, ist in keinster Weise bewiesen. Das kann nur mit Hilfe gut durchgeführter Versuche geschehen.

    Solche Zufalls-Koinzidenzen nähren auch Verschwörungstheorien. In diesem Vortrag http://video.google.com/videoplay?d...rner+Altnickel+Vortrag&hl=de&client=firefox-a erzählt Werner Altnickel u.a. von einer Frau, die von Krankheits-Symptomen an vielen Menschen nach der Beobachtung von Kondenzstreifen berichtet. Wir haben also die Koinzidenz der Ereignisse "Es wurden viele Kondenzstreifen beobachtet" und "Es fühlten sich viele Menschen in der Umgebung auf speziefische Weise krank." Haben diese beiden Ereignisse irgendeinen kausalen Zusammenhang? Für Altnickel und die anderen Chemtrail-Gläubigen ist dieser Zusammenhang längst bewiesene Sache, die ganzen gesunden enschen ignorierend, die täglich Kondensstreifen sehen. Dass Krankheits-Symptome auch andere - unsichtbare - Ursachen haben können, wird auch völlig ignoriert. Irgendeine ausgasende Mülldeponie kann das gleiche verursacht haben... und das ist nur ein Beispiel von vielen Möglichkeiten, die nicht einmal in Betracht gezogen werden, weil eine scheinbar sichtbare "ursache" ja schon gefunden wurde... und in keinster Weise hinterfragt wird.

    Zauberkünstler und Illusionisten machen sich diesen Effekt zu nutze. Sie veranstalten auf der Bühne ein wahres Show-Brimborium, in dem sie dem Publikum eine Vielzahl an Trick-Lösungen - die alle nicht stimmen und teilweise offensichtlich nicht stimmen können - anbieten, so dass der wahre Trick untergeht; ja, das Publikum sich teilweise gar nicht fragt, ob es noch einen anderen Trick gibt.

    Fazit: Auch teilweise sehr erstaunliche Koinzidenzen sind in keinster Weise Beweis für eine Gesetzmäßigkeit.

    Viele Grüße
    Joey
  3. Da in einem Kommentar gebeten wurde, dass ich konkrete Experimentvorschläge machen soll, will ich hier mal kurz ein beschreiben, welche Ansprueche ein guter Versuch mindestens erfuellen muss: Er muss "blind" oder "doppelblind" sein. Das heisst, dass alle beteiligten Personen, deren Urteil ueber den Ausgang des Experiments entscheiden können, nicht wissen, was sie gerade untersuchen.

    Ich will mal deren Notwendigkeit anhand eines fiktiven Beispieles beschreiben. Die Behauptung sei: "Das Deodorant X reduziert Körpergeruch."

    Wie teste ich diese Hypothese?

    Ich könnte beispielsweise das Deodorant benutzen, und an meinen Achselhölen riechen. Aber, was wäre damit gezeigt? Damit wäre gezeigt, dass ich, wenn ich das Deo auftrage, glaube, weniger zu riechen.

    Das gleiche wäre auch nur gezeigt, wenn ich das Deo mit Fragebögen verteile. Im Falle einer statistisch positiven Resonanz wäre gezeigt, dass die befragten in der Mehrheit glauben, dass sich ihr Körpergeruch reduziert.

    Wirr könnten auch "Riecher" zu den Menschen schicken, die dann bestimmen, ob der Körpergeruch abgenommen hat. Aber das Ergebnis wäre auch nicht befriedigend.

    Die Macht der Suggestion spielt generell eine sehr grosse Rolle. Wie stark der Einfluss ist, zeigt dieses Beispiel aus der Physik, wo ein eklatanter Fehlschluss darauf beruht: http://de.wikipedia.org/wiki/N-Strahlen

    Wie umgeht man das?

    Wir könnten einer Gruppe von Menschen das echte Deo schicken und einer anderen Gruppe ein gleich aussehendes Schein-Deo ohne Geruchsreduzierende Wirkung. Die Versuchsteilnehmer wissen dabei nicht, welches der beiden Präpertae sie erhgalten. Das ist im Grunde schon gute Methodik. Wenn beide Gruppen gleich zufrieden mit dem Präperat sind, ist bei dem echten keine groessere Wirkung als mit Suggestion zu erklären wäre. Der Versuch ist "blind".

    Wir können aber noch etwas drauf setzen. Wir schicken jetzt immernoch die Riecher zu den Versuchspersonen und lassen sie das Ergebnis beurteilen. Diese Riecher duerfen allerdings auch nicht wissen, ob die Person, an deren Achselhölen sie gerade riechen, das echte Präperat haben oder das Schein-Deo. Der Versuch ist "doppelblind".

    Dieses Kriterium sind ein Mindestmass an guter Methodik. Das genaue Versuchsdesign kann noch weitere Punkte enthalten. So wuerde ich bei Deodorants sehr konkret folgendes Design vorschlagen: Die Versuchsteilnehmer bekommen ein TShirt und das Deo oder Schein-Deo ohne zu wissen, welches sie erhalten haben. Desweiteren bekommen sie Anweisungen, wie sie sich zu waschen haben sowie wie und auf welcher Seite sie ihr Präperat anzuwenden haben. Das machen sie dann ueber Versuchszeitraum, während dem sie Tagsueber das TShirt unter der Kleidung tragen.

    Am Ende des Zeitraumes schicken sie das TShirt ein, und die Testriecher schnuppern nun nach, bei welöchen TShirts sie einen deutlichen Unterschied zwischen den beiden Seiten bemerken und bei welchen nicht, sowie auf welcher Seite jeweils der geringere Schweissgeruch zu bemerken ist. Die Riecher wissen dabei weder, von wem das TShirt, an dem sie gerade schnuppern, stammt, noch, auf welcher Seite welches Präperat verwendet wurde.

    Eine Wirkung des Deodorants kann mit dieser Versuchsmethode nicht gefaket werden. Keine der bekannten Suggestionseffekte kann einen fuer das Deo positiven Versuchsausgang hervorrufen, wenn das Deo niicht wirkt, denn alle Fake-Effekte beruhen auf Wissen oder Ahnungen ueber den Ausgang.

    Besonders wichtig ist diese Methodik bei medizinischen Studien ueber Heilverfahren. In diesem Fall wissen weder die an den Studien teilnehmenden Patienten, noch die Ärzte, die ihren Gesundheitszustand beurteilen, ob jeweils das Verfahren oder ein sich ähnlich anfuehlendes Schein-Verfahren angewendet wurde. Hier fallen die verschiedenen Suggestions-Effekte unter das Schlagwort "Placebo-Effekt", der alleine schon sehr mächtig ist. Es gilt aber Wirkungen nachzuweisen, die stärker sind.

    In diesem Forum habe ich mich schon in diversen Diskusssionenen wiedergefunden, die sich um das Doppelblindverfahren in medizinischen Studien rankten, sowie darum, dass diese Methodik in "alternativmedizinischen" Verfahren wie der Homöopathie so unbeliebt sind bzw. nicht angewendet werden.

    Kritikpunkte sind dabei (siehe hier: http://www.esoterikforum.at/forum/showthread.php?p=1389718&highlight=doppelblind#post1389718):

    Das mag stimmen, sagt aber nur etwas ueber die allgemeine Durchfuehrung der Methodik aus und rein gar nichts gegen die Grundidee der Methode.

    Auch das mag stimmen, aber sagt ebenfalls herzlich wenig gegen die Methode allgemein aus.

    Was sollen diese Argumente sagen? Sollen sie rechtfertigen, dass Fakes in der Erkenntnisgewinnung (die auch in der Medizin sehr wichtig ist) akzeptiert werden, weil es Schwächen in der allgemeinen Durchfuehrung vor und nach den Studien gibt? Im Sinne von "Die Schulmedizin mach es schlecht, also machen wir es gar nicht." Das sind keine guten Argumente.

    Ein Arzt muss sich immer irgendwie auf Erfahrungen stuetzen. Studien sind sowas wie "objektivierte" Erfahrungen. Klar, jeder Patient ist ein Individuum. Und auch eine positive Studie ist keine Garantie dafuer, dass das Verfahren bei jedem Patienten wirkt. Aber anhand gut durchgefuehrter Studien - wenn sie eine Wirkung bestätigen - kann belegt werden, dass die Heilungswahrscheinlichkeit steigt.

    Worauf soll sich ein Arzt sonst verlassen? Auf sonstige Erfahrung? Auf Intuition? Wer gibt einem da die Garantie, dass die ach so gute Erfahrung mit Verfahren XY kein Fake ist? Und "Erfahrung" verneint ebenfalls die Individualität des Patienten. Woher soll ein Arzt die richtige Behandlungsmethode auswählen, wenn er nicht auf Erfahrungen zurueckgreifen duerfte, da alle Patienten unterschieldlich reagieren?

    Auch das ist richtig. Aber das sagt ebenfalls herzlich wenig gegen die Doppelblindmethodik und deren Grundideen aus, sondern nur etwas darueber, wie danach mit den Ergebnissen umgegangen wird. Die Methode deswegen abzulehnen ist falsch.

    Ueber Doppelblind-Studien bei Homöopathie will ich kurz auf diesen artikel der GWUP verweisen: http://www.gwup.org/infos/themen-na...cam/333-homeopathie-erfolge-nur-placeboeffekt sowie auf eine Metastudie (Auswertung verschiedener Studien) im medizinischen Fachmagazin "The Lancet": http://www.wissenschaft-online.de/artikel/787700

    Bei einer homöopathischen Behandlungen wird sehr viel Wert auf die Individualität der Patienten gelegt. Der Arzt unterhält sich intensiv mit dem Patienten, und es werden anhand diverser Kriterien eine einzigartige spezielle Therapie zusammengestellt. Oft wird das aufgefuehrt als Beleg dafuer, dass die Doppelblind-Methodik fuer Homöopathie ungeeignet wäre. Eine Weile lang hat mich das auch ueberzeugt.

    Aber machen wir jetzt mal ein Gedankenexperiment und kreieren eine Studie:

    Eine Reihe von Patienten eines Homöopaten wird in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Gespräche mit dem Arzt etc. laufen bei allen gleich. Er verschreibt auch bei allen so die Mittel, wie er es fuer richtig hält. Die eine Gruppe bekommt auch die homöopathischen Präperate. Die andere Gruppe erhält allerdings nur Schein-Globuli. Weder der Arzt, der den Gesundheitszustand der Patienten beurteilt, noch die Patienten wissen, zu welcher Gruppe welcher Patient gehört. Nur der Typ, der die Präperate austeilt, weiss es. Auch, wenn der Arzt in der Behandlung der Meinung ist, die Medikation eines Patienten zu wechseln, bekommen der Patient weiter nur Schein-Globuli, wenn er in der "Kontrollgruppe" ist. Der Arzt behandelt alle unter der Hypothese, dass sie in der ersten Gruppe sind (d.h. die echten Globuli erhalten).

    Wenn Homöopathie eine stärkere Wirkung als der Placebo-Effekt hat, so wird sich schnell ein Unterschied in den beiden Gruppen abzeichnen. Während die erste Grupp erfolgreich behandelt wird, wird die Behandlung der Kontrollgruppe einem Stochern im Nebel mit diversen Änderungen der Medikation gleichen. Wenn die Homöopathie wirklich nur auf Placebo-Effekten beruht, so wird zwischen den beiden Gruppen kein Unterschied festst5ellbar sein.

    Fazit dieses Blog-Eintrages: Wenn man etwas aussagekräftig zeigen will, so sollte der Versuch so gestaltet sein, dass alle beteiligten Personen, deren Urteil oder Meinung (durch z.B. Suggestions-Phänomene) den Ausgang des Experiments beeinflussen können, nicht wissen, was sie gerade beurteilen.

    Viele Gruesse
    Joey
  4. Oftmals werden Phänomene oder Zusammenhänge mit dem Satz begruendet: "Das ist so unwahrscheinlich, dass kann kein Zufall sein." In manchen Fällen wird das sogar mit einer halbwegs richtigen Wahrscheinlichkeitsrechnung untermauert. Im Folgenden will ich kurz darstellen, warum das Argument fast ebenso oft schlicht falsch ist.

    Zunächst einmal ein Bild, welches ich des öfteren schon in diversen Threads verwendet habe:

    Man stelle sich vor, man fahre als Beifahrer mit verbundenen Augen eine 1000 km lange Autobahn entlang. Irgendwo ist ein 1 cm breiter Strich quer ueber die Fahrbahn gemalt; man hat keine Ahnung wo (und man sieht ja auch nichts). Irgendwann während der Fahrt wirft man eine Muenze aus dem Fenster. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Muenze auf dem Strich zu liegen kommt ist 1: 100.000.000 (1 zu Hundert Millionen), also verschwindend gering; solche Wahrscheinlichkeiten verdienen die Bezeichnung "Wunder".

    Nun ändern wir das Experiment leicht ab. Man fuehrt jetzt 10 Millionen Euro in 1 Cent Muenzen mit sich; das sind 1 Milliarde Cent Stuecke. Während der Fahrt ist man nun damit beschäftigt diese Cent-Stuecke aus dem Auto zu schaufeln (natuerlich wieder mit verbundenen Augen). Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass keine einzige der Muenzen auf dem Strich zu liegen kommt? Antwort Etwa 1:22000. Auch diese Wahrscheinlichkeit grenzt schon an ein "Wunder". Es muesste schon mit einem Wunder zugehen, dass keine Muenze den Strich trifft. Fuer die Muenze, die ihn trifft, ist die Wahrscheinlichkeit natuerlich wieder die der einzelnen Muenze.

    Das ganze jetzt mal ein wenig allgemeiner Dargestellt:

    Es sei p die Wahrscheinlichkeit eines Ergeignisses bei einer Einzelmessung ein bestimmtes Ergebnis zu erhalten. Nun messe ich nicht nur einmal, sondern mehrmals; genau n mal. Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Ergebnis bei mindestens einem der Versuche auftritt? Antwort: 1 - (1-p)^n

    (das ^ steht fuer die "hoch"-Funktion)

    Man kann leicht sehen oder nachrechnen, dass diese Wahrscheinlichkeit mit der Anzahl der Versuche steigt; fuer jede Wahrscheinlichkeit. D.h. auch Ereignisse mit einer äusserst geringen Einzelwahrscheinlichkeit geschehen beinahe mit Sicherheit irgendwann einmal, wenn sie nur oft genug die Chance haben, zu geschehen... und das nicht nur einmal, sondern auch widerholt.

    Bei diesem Effekt wird manchmal von den sog "Trial-Faktoren" gesprochen, die die Signifikanz eines Experimenz sinken lassen, wenn es mehrmals durchgefuerht wurde, und das gesuchte Phänomen nicht immer auftrrat. Bei der Interpretation von Versuchergebnissen muss man das sehr vorsichtig sein und diese immer mit einbeziehen.

    Aus der Einzelwahrscheinlichkeit p kann ermittelt werden, wie oft das Ergebnis erwartungegemäss auftritt: Etwa alle 1/p Versuche ist im Durchschnitt mit dem Ereignis zu rechnen.

    Am Beispiel der Muenzsen der Autobahn kann man sehehn, dass 10 Muenzen den Strich treffen muessten.

    Die Zahl der Gewinnlose beim Lotto beträgt auch p(Lottogewinn)*Anzahl der abgegebenen Scheine.

    Erst, wenn mehr Muenzen den Strich treffen wuerden, mehr Menschen Lotto gewinnen wuerden, d.h. der Anteil der Ereignisse signifikant oberhalb der Zufallserwartung liegt, kann man anfangen von einem Phänomen zu sprechen.

    Vor einer Weile war ich an einer Diskussion ueber UFO-Sichtungen in diesem Forum beteiligt. Vor allem ein Fall wurde darin diskutiert, weil er sowohl ungeklärt (die "offizielle Version" geht von einer Kette ungluecklicher Umstände mit den beteiligten Radarstationen aus) als auch gut dokumentiert ist. Ist dieser Fall ein Hinweis, dass es sich um ausserirdische Raumschiffe handelte? Antwort: Nein. Der Luftraum wird ständig Radar-Ueberwacht. Wir geben den Radarsystemen ständig die Chance, diese ungluecklichen Verkettungen zu haben, so unwahrscheinlich sie im Einzelfall auch sein moegen.

    Schlimmer noch: Es wird auch ohne ausserirdische Besucher weiterhin ungeklärte und gut dukomentierte UFO-Sichtungen geben, weil immer wieder bei der ständigen Chance auf ungelueckliche Umstände, Fehler auftreten werden.

    Erst, wenn die Rate der Sichtungen (d.h. der relative Anteil) signifikant oberhalb der Zufallserwartung liegt, kann man anfangen von einem echten Phänomen zu sprechen.

    In besagtem Thread (siehe http://www.esoterikforum.at/forum/showthread.php?t=94376&page=14) wurde dagegen argumentiert mit

    Wenn der "allgemeine Sprachgebrauch" jetzt Ereignisse plötzlich "unwahrscheinlich" oder "unplausibel" nennt, bei denen mit einfacher Mathematik rauskommt, dass sie nach einer gewissen Zeit so gut wie sicher auftreten, dann ist dieser "allegemeine Sprachgebrauch" falsch. Die Begriffe "wahrscheinlich/unwahrscheinlich" (im mathematischen Sinne) und "plausibel/unplausibel" sind nicht zusammenhanglos. Wenn man Dinge, die mit Sicherheit irgendwann aufgrund ungluecklicher Umstände eintreten (wie z.B. eine gut dokumentierte ungeklärte UFO-Sichtung) als "unwahrscheinlich" betrachtet und das mit der Einzelwahrscheinlichkeit (die wirklich sehr gering ist; wie auch das Einzelereignis sehr unplausibel ist) begruendet, der ignoriert die vielen Verswuche, in denen den gegebenheiten die Chance gegeben wird, unglueckliche Verkettungen zu erzeugen. D.h. dieser "Wahrscheinlichekitsbegriff" ist dann falsch.

    Dieses Vorgehen ist analog zu "Ich gruende einen Stammtisch fuer Lottogewinner, bis die 'Richtigkeit der Hypothese, dass man mit Lotto reich wird' weiter in schwindelerregende Höhe steigt. D.h. ich sammle alle Erfolge und ignoriere alle Misserfolge bzw. beachte sie nur im Rahmen der Einzelwahrscheinlichkeit.

    Richtiges Vorgehen wäre hier (wie auch beim Lotto) zuerst eine Rate der UFO-Sichtungen ohne ausserirdische Besucher anzuschätzen (d.h. wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit fuer die verschiedenen ungluecklichen Umstände und Verkettungen). Dann kann ich abschätzen, wie oft ich so ein Ereignis erwarte. Tritt nun das Ereignis statistische signifikant häufiger auf, kann ich von einem Phänomen reden. Vorher nicht; die absolute Anzahl (die auf jeden Fall - unabhängig, welche Hypothese stimmt - steigt), spielt dabei keinerlei Rolle. So wird es auch ohne ausserirdische Besucher immer ungeklärte und gut dokumentioerte UFO-Sichtungen geben, sowie es auch immer weiter Lottogewinner geben wird, ohne das jemand die Kugel zinkt oder mit seinen Gedanken beeinflusst.

    Ein weiteres Beispiel:

    Lourdes ist einer der weltweit meist besuchten Wallfahrtsorte der römisch-katholischen Kirche (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Lourdes und http://de.wikipedia.org/wiki/Wunderheilung_(Christentum)) Besonders aufschlussreich sind die Zahlen im letzteren Artikel:

    Seit 1858 waren also knapp 7.500.000 schwerkranke Menschen in Lourdes. Ich gehe im folgenden mal von der Hälfte aus, weil die Zahl der Besucher pro Jahr garantiert nicht konstant war und frueher eher weniger betrug. Eine Halbierung entspräche einer von 0 bis heute ansteigenden Besucherrate. Sind wir also bei 3.750.000 Beuchern. (Man beachte, dass das gerade eine freundliche Rechnung ist, die ich mache) Dabei wurde bei 7000 von einer Heilung berichtet; und 67 dieser Heilungen waren so beeindruckend, dass die Kirche es als "Wunder" anerkannt hat.

    Betrachten wir die Anteile:

    Die Wahrscheinlichkeit schwer erkrankt nach Lourdes zu reisen und in die dortigen Akten als "geheilt" eingetragen zu werden, beträgt etw 1:535. Die Wahrscheinlichkeit zu einem der "Wunderheilungen" zu werden beträgt etwa 1:55970. Wenn man das mit den Wahrscheinlichkeiten der Spontanheilungen verschiedener schwerer Erkrankungen vergleicht, so ist da kein Unterschied zu sehen; zumal hier nicht genau definiert ist, welche Krankheiten geheilt wurden, und wie schwer die Betroffenen nun erkrankt waren.

    Auch hier gilt: Die steigende Anzahl der Wunder, die es auch in Lourdes immer wieder geben wird, sagt nichts ueber ein Phänomen - in diesem Fall ein Eingreifen Gottes - aus.

    Wir Menschen neigen aber dazu, Zusammenhänge zu sehen, auch wo u.U. keine sind. Fuer einen schwer erkrankten Menschen, der voller Hoffnung nach Lourdes fährt, dort betet und das ganze Zeremoniel durchgeht, und der dann gesund wird, ist es geradezu zwingend darin einen Zusammenhang zu sehen - die vielen Menschen, die nciht dieses Gleuck hatten, werden bei diesen Ueberlegungen ausgeblendet.

    Fazit dieses Blog-Eintrages: Mit einer Absolut-Anzahl von einzeln noch so unwahrscheinlichen Ereignissen kann nichts ausgesagt oder begruendet werden.

    Viele Gruesse
    Joey
  5. Nachdem ich in den lezten beiden Einträgen dieser Kategorie ein paar Grundgedanken der Erkenntnistheorie vorgestellt habe, will ich jetzt damit anfangen, die eigentliche Intention dieser Kategorie "(natur-)wissenschaftliche Methodik" zu beschreiben: Fehlschluesse, wie sie entstehen, der Umgang damit, und wie sie vermieden werden sollen.

    Grundlage des Erkenntnisgewinns ist natuerlich immer das Experiment bzw. die Beobachtung. Nun gibt es aber immer sehr viele Möglichkeiten, die Beobachtungen zu interpretieren.

    Grundsätzlich kann man Fehlinterpretationen von Experimenten in zwei Kategorien einteilen:

    • 1. Kategorie: Eine Theorie wird gestuetzt, obwohl sie nicht stimmt.
    • 2. Kategorie: Eine Theorie wird abgelehnt, obwohl sie stimmt.

    Diese Einteilung erfolgt analog zu den in der Statistik gebräuchlichen "Fehler erster Art" und "Fehler zweiter Art", die in der Tat sogar Teil der jeweiligen Kategorie sind. (siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Fehler_1._Art und http://de.wikipedia.org/wiki/Fehler_2._Art)

    Der Umgang damit ist ganz einfach: Wenn ein Wissenschaftler die Vermutung hat, dass ein Experiment falsch interpretiert wurde, so liefert er zum einen eine Alternativerklärung fuer das Ergebnis des Experiments, und, wenn möglich wird ein erneutes verbessertes Experiment durchgefuehrt, welches diese Fehlerquelle ausschaltet.

    Eine Fehlerquelle ist beispielsweise der Experimentator-Effekt (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Experimentatoreffekt). Im erweiterten Sinne ist das sogar die Haupt-Fehlerquelle und ist ein Oberbegriff fuer diverse weitere Quellen fuer Fehlinterpretationen: Beispielsweise Suggestion (http://de.wikipedia.org/wiki/Suggestion), Kontrollillusion (http://de.wikipedia.org/wiki/Kontrollillusion) und Apophänie (http://de.wikipedia.org/wiki/Apophänie).

    Im weiteren Verlauf dieser Blog-Kategorie will ich u.a. Beispiele fuer bekannte Interpretationsfehler besprechen sowie bei diversen Experimenten, Beobachtungen und Interpretationen mögliche Schwachpunkte aufzeigen.

    Den Anfang macht in diesem Eintrag ein bekannter Witz:

    Ein Biologe trainiert 100 Flöhe darauf, auf Kommando zu springen. Nun ist der grosse Tag seines Experiments gekommen. Er greift den ersten Floh, setzt ihn vor sich auf den Tisch und ruft: "Spring!" Der Floh springt. Der Biologe macht eine Notiz und setzt den Floh in einen Behälter mit der Aufschrifft "gesprungen". Diese Prozedur wiederholt er mit allen Flöhen, und am Ende sind im Behälter mit der Aufschrift "gesprungen" 98 Flöhe, während zwei Flöhe im Behälter mit der Aufschrift "nicht gesprungen" gelandet sind.

    Nun kommt Teil 2 des Experiments. Er nimmt sich einen Floh, reisst ihm alle Beine aus, vergewissert sich, dass der Floh noch lebt, setzt ihn vor sich auf den Tisch und ruft wieder: "Spring!" Nichts geschieht. Der Floh landet in einem neuen Behälter mit der Aufschrift "nicht gesprungen". Das wiederholt er wieder mit allen Flöhen, und alle finden sich im gleichen Behälter wie der erste Floh wieder.

    Nach diesem aufregenden Forschungstag schreibt der Biologe den ersten Entwurf seines Fachartikels mit dem Titel: "Flöhe werden Taub, wenn man ihnen die Beine ausreisst."

    Viele Gruesse
    Joey
  6. Wenn ich ueber die Naturwissenschaften schreiben will, so will ich zuerst definieren, was ich darunter verstehe, und was ich glaube, die Zielsetzung ist:

    Die Naturwissenschaften sind bemueht, ein möglichst einfaches Weltbild zu erschaffen; d.h. eine einfache Beschreibung der Welt. Zielsetzung ist es nicht, die Welt zu erklären. Kein Weltbild erklärt irgendetwas. Vor jede Begruendung und vor jede erklärende Aussage kann noch ein "Warum?" gesetzt werden. Jedes halbwegs sinnvolle Weltbild kann nur beschreiben.

    In den Naturwissenschaften sind wir mittlerweile schon relativ weit (obwohl der Ozean unseres Unwissens immernoch die Pfuetze unseres Wissens uebersteigt); das verleitet einige Leute gerne dazu meiner Meinung nach fälschlicherweise von "erklären" zu schreiben.

    Wie jedes Weltbild, so fusst auch das naturwissenschaftliche Weltbild auf Grundaxiomen... Aussagen, die wir einfach ohne ein "Warum?" voran zu stellen als wahr erachten. In irgendeinem Thread wurden die Naturwissenschaften deswegen kritisiert im Sinne von "Hah, die Wissenschaftler glauben ja auch etwas... ich komme ohne Glauben aus." Dieser kritik kann ich nur entgegnen: "Jedes sinnvolle Weltbild hat solche Grundaxiome; ohne kommt man nicht aus."

    Ein Grundaxiom der Naturwissenschaften ist: "Es gibt eine Welt, die sich nach einfachen Gesetzen verhält." Ohne dieses Axiom ist jegliche sinnvolle Wissenschaft unmöglich.

    Ein kleines Wort in meiner Definition oben hat eine sehr grosse Bedeutung: Das Wort "einfach".

    Ich will mal ein Beispiel einer vereinfachten Welt bringen, um die Bedeutung von "einfach" näher zu bringen; die Welt der Turmiten.

    Turmiten sind ein Konstrukt der theoretischen Informatik. Man stelle sich die Welt als ein Gitter vor. Turmiten sind jetzt "Tiere", die auf dem Gitter von Feld zu Feld springen, dabei ihren Zustand (stellt es Euch als ihre "Stimmung" vor) ändern, und je nach Zustand, Stimmung und Farbe des Feldes, das Feld neu einfärben und ihre Bewegungsrichtung ändern (oder auch nicht).

    Das Gitter sieht hinterher ziemlich wild eingefärbt aus. Beispiele sind hier zu finden: http://www.maa.org/editorial/mathgames/mathgames_06_07_04.html

    So. Jetzt sind wir ein wissenscahftler, der auf dieser Welt eine Turmitenart betrachtet. Was fällt uns auf? Zunächst schreiben wir nieder: "Turmiten dieser Art erzeugen zunächst ziemliches Gekräusel um dann irgendwann eine Autobahn zu bauen."

    Ist das die einfachste beschreibung der Gesetze? Nein. Whoer kommt das Gekräusel? Woher kommen die Autobahnen? Was geschieht dazwischen? All das erscheint nicht determinierbar... sich keiner Regel zu unterziehen.

    Erst, wenn wir uns den Weg der Turmiten Schritt fuer Schritt anschauen, erkennen wir die Gesetzmässigkeit. Beispielsweise: "Läuft die Turmite auf ein weisses Feld, färbt sie es schwarz und biegt links ab. Läuft sie auf ein scharzes Feld, färbt sie es weiss und biegt rechts ab." Mit dieser einfachen Regel ist alles fuer diese Turmite auf dieser Welt beschrieben.

    Die Naturwissenschaften nähern sich dieser Beschreibung unserer Naturgesetze an... wir sind aber immernoch auf der Stufe der Autobahnen...

    Einfache Gesetze fuehren mitunter zu hoch-komplexem Verhalten; dieses Beobachten wir und versuchen die einfachen Regeln herauszufinden.

    Es ist schon ironisch: In Strategiespielen wie Schach oder Go ist es genau umgekehrt. Go hat nur drei extrem einfache Regeln. Dennoch ist das Spiel hoch-komlex und, um es meisterhaft zu spielen benötigt man viel Erfahrung und Wissen ueber aus den Regeln folgende komplexere Formen. D.h. auf die Welt der Turmiten uebertragen: Die einfachen Regeln sind bekannt, die daraus folgenden komplexen Muster und Gesetzmässigkeiten (Autobahnen) muessen daraus gelernt werden.

    Soweit mein Teil 1.

    Viele Gruesse
    Joey
  7. Hallo,

    vor einiger Zeit hat mir mal jemand (zu recht) vorgeworfen, dass ich mich in vielen Beiträgen einfach nur wiederhole. Nun gut; um mir ein wenig Tipparbeit zu sparen, will ich hier mal einen Blog-Zweig ueber gute und schlechte wissenschaftliche Methodik aufmachen.

    Es wird eine Mischung aus eigenen Gedanken zu dem Thema und angelesenem Wissen sein; wobe ich hoffe, beides gut vonenander zu trennen und jeweils ausreichend kenntlich zu machen (Das Angelesene wird jeweils mit sowas wie einem Zitat versehen werden, wie es gute wissenschaftliche Tradition ist).

    Ich werde dabei sowas wie ein Idealbild eines Wissenschaftlers zeichnen. Mir ist dabei bewusst, dass die Realität nicht immer so aussieht (wobei sie in meinen Augen dem Ideal doch recht nahe kommt). Ebenfalls ist mir bewusst, dass ich ebenfalls wahrscheinlich nicht 100% diesem Ideal entspreche.

    Es gilt dabei "die Wissenschaften" als Idealbild und "die Wissenschaftler" als Menscen, die die Wissenschaften betreiben, zu unterscheiden.

    Also dann; ich hoffe auf Interesse, nette Kommentare und konstruktive Kritik.

    Joey
  8. Heute will ich einen kleinen Abstecher zu Fernsehserien machen... genau gesagt zu ScienceFiction (SF)-Serien.

    Star Trek:

    Worum geht's:
    Hierbei handelt es sich um ein ganzes Universum zu dem mittlerweile 5 Serien und 10 Kinofilme gedreht wurden. Es geht dabei um die Abenteuer der jeweils betrachteten Mannschaft eines Raumschiffes oder einer Raumstation. Angefangen hat es mit der Enterprise unter Captain Kirk. Später kam das neue Raumschiff Enterprise unter Captain Picard (ein Franzose von einem Engländer gespielt in einer amerikanischen Serie). Kurz hintereinander kamen dann die Raumstation Deep Space 9 und das Raumschiff Voyager auf den Plan. Als letztes gab es wieder ein Raumschiff mit dem Namen Enterprise unter Captain Archer.

    Meine Kritik:
    Einerseits mag ich Star Trek sehr, andererseits auch nicht. Ich mag die Geschichten. Einige Charaktere sind mir ans Herz gewachsen und wurden von den Drehbuchautoren wirklich gut gezeichnet. Andere blieben aber ziemlich eindimensional und somit entweder unrealistisch oder uninteressant (und das, obwohl die entsprechenden Schauspieler teilweise brilliant sind). Als Parade-Beispiel sehe ich z.B. Kes auf der Voyager. Eine Figur, die einfach nur edel ist, keinerlei Ecken und Kanten hat und trotz offensichtlicher Aggressionshemmung keine psychischen Probleme hat, ist einfach nur nervig. Richtig gut sind die Serien, wenn sie sich selbst nicht zu ernst nehmen. Unerträglich sind sie, wenn sie eine Philosophie oder eine Moral vermitteln wollen, was leider manchmal vorkommt. Vor allem schlimm ist es, wenn die Moral auch noch arg fragwürdig ist.

    Babylon 5
    Worum geht's:
    Eine Serie, die in einem Universum spielt, welches dem von Star Trek nicht unähnlich ist. Es geht um die Mannschaft der Raumstation Babylon 5, die sich in einen Krieg einmischt, sich von der Erde lossagt, und... viele komplizierte Handlungsstränge im Verlauf der Serie durchlebt.

    Meine Kritik:
    Best SF-Serie ever! Es wird auch erfrischend mit den Konzepten gut/böse gespielt. Während in der ersten Staffel alle bösen Charaktere schwarze Haare hatten, weichte das immer mehr auf. Sowas wie "nur gut" oder "nur böse" gibt es nicht. Auch mit Molari, der Charakter, der die schlimmsten DInge anrichtet, empfindet man Symphatie und Mitleid... er ist ein Opfer seiner eigenen Machtgier aber kein wirklich böser Charakter. Und ganz am Schluss der Handlung stehen die Vorlonen - eine Alien-Rasse, die die Staffeln davor auch fast "nur gut" waren - ein wenig fragwürdig da... und verschwinden. Es gab zwei Versuche von SpinOff-Serien, die es nicht weit geschafft haben. Crusade schaffte nur eine halbe Staffel; meiner Meinung nach wurde die Mystik in dieser Serie sehr übertrieben und die interessantesten Charaktere (wie z.B. der erste Offizier der Exkalibur) blieben ungerechtfertigterweise im Hintergrund. Die zweite SpinOff-Serie hatte nur einen Pilot-Film, bei dem ich mir selbst nicht sicher bin, ob er mir gefällt... auch hier wird die Mystik sehr übertrieben.

    Battestar Galactica
    Worum geht's:
    Die zwölf Kolonien der Menschheit wurden von den Zylonen angegriffen und zerstört. Die letzten Überlebenden gehen in einer Raumschiffflotte auf die Suche nach der verschollenen 13. Kolonie: Die Erde. Angeführt und Beschützt wird die Flotte durch den Kampfstern (ein grpßes Gefechtsraumschiff) Galactica. Es gibt zwei Serien mit fast der gleichen Handlung: Zum einen gibt es die Originalserie vom Anfang der 70er Jahre. Seit 2004 wird ein Remake gedreht, welches sich weitgehend an die Rahmenhandlung hält (und dessen Charaktere fast ausnahmslos genauso heißen... aber nicht notwendigerweise das gleiche Geschlecht haben wie im Original)

    Meine Kritik:
    Das Remake gefällt mir besser... in einigen Punkten. Im Remake ist die Stimmung düsterer, während das Original beinahe heiter wirkt. Im Remake wird aber die Paranoia, die zwischen den Menschen wächst, sehr übertrieben, und man wundert sich, warum sie so weit kommen, wie sie kommen, wenn sie sich ständig verdächtigen, Zylonen oder Verräter zu sein. James Olmos als Commander/Admiral Adama zeigt im Remake sein schauspielrisches Talent und spielt in einigen Szenen die anderen Schauspieler an die Wand, um in anderen Szenen bescheiden im Hintergrund zu bleiben.

    Nette Nebeninformationen:
    Im Remake ist auffällig, dass Bücher, Computerausdrucke und Bildschirme alle achteckig sind. Es geht das Gerücht um, dass die Bühnenbildner die Aufforderung "cut all corners" (was eigentlich "spart an allen Ecken" heißen soll) ein wenig zu wörtlich genommen haben.

    Raumpatouille - Die Phantastischen Abenteuer des Raumschiffs Orion
    Worum geht's:
    Die Mannschaft des schnellen Raumkreuzers Orion wird wegen Befehlsverweigerung zum zeitweiligen Patrouillendienst strafversetzt. Ihr Comander, Major Cliff Alaister McLane, ist berühmt und bekannt für seine "Extratouren". Und so kommt es, dass die Orion-Besatzung so ab und zu die Erde retten... in 3/7 Folgen, verrückt gewordene Roboter repariert (2/7 Folgen)

    Meine Kritik:
    Die Spezial-Effects am Ende der 60er Jahre lassen sich folgendermaßen zusammenfassen: Plastikbecher, Bügeleisen und Riesengoldfische. Und natürlich den Bleistiftanspitzer mit Kurbel nicht vergessen. Für die damalige Zeit ist die Serie beinahe revolutionär. Frauen in führenden Positionen waren in Deutschland am Ende der 60er nicht zu denken. Und auch in vielen anderen hatte die Serie Liebe zum neu erdachten Detail (ich möchte nicht in Discos des Jahres 3000 tanzen). Die Charaktere wurden teilweise gut gezeichnet... es gab auch hier nicht nur edle Menschen. McLane ist z.B. nicht nur der heroische Commander, der natürlich ein ausgemachter Womanizer ist... nein, er ist auch manchmal einfach ein dummer Sturkopf, der froh sein kann, dass ihm so oft widersprochen wird... sonst wäre er längst tod.

    Andromeda
    Worum geht's:
    Dylan Hund, Commander der Andromeda Ascendant friert im Kampfeinsatz am Rande eines schwarzen Loches ein und wird erst 300 Jahre später von Schatzsammlern gerettet. Er findet sich in einem Universum voller Korruption und Krieg wieder, was seinen Idealen völlig zuwider ist. Mit einer notdürftigen Crew will er sein altes Commonwealth der Planeten wieder in Leben rufen.

    Meine Kritik: Hunt ist so ein Charakter, wie ich ihn nicht ausstehen kann: Er ist einfach nur edel. Glücklichereise gilt das nicht für den Rest der Crew, die er sich aus Söldnern und Schatzsammlern gebildet hat... zumindest nicht ausschließlich. Irgendwann in der zweiten Staffel habe ich aufgehört, die Serie zu verfolgen...
  9. Hallo,

    mal eine Fortsetzung meiner persönlichen Filmkritiken...

    Kill Bill
    Worum geht's:
    Ehemalige Profikillerin rächt sich an ehemaligen KollegInnen und vor allem an ihrem ehemaligen Arbeitgeber und Liebhaber Bill.

    Warum er mir gefällt:
    Tja... bei Filmen von Tarantino gibt es ein kleines Problem: Als Zuschauer gerät man nach einiger Zeit in einen Blutrausch. Normalerweise stehe ich nicht auf übermäßige Gewaltsarstellung... Filme von Tarantino bilden aber bei mir aus irgendwelchen Gründen eine Ausnahme.

    Payback
    Worum geht's:
    Mel Gibson löscht mal eben ein Mafia-Syndikat aus, weil er um 100000 Dollar betrogen wurde.

    Warum er mir gefällt:
    Naja, und noch ein Film mit viel Gewalt, den ich mag. Ein moderner FilmNoir. Der Film nimmt sich selbst nicht so richtig ernst, aber dennoch kommt eine leicht düstere Stimmung gut rüber.

    Star Trek - the motion picture
    Worum geht's:
    Ein "Ding" fliegt auf die Erde zu, wobei es mit anderen Dingern im Weg nicht zimperlich umgeht. Die Enterprise ist (wie so oft) das einzige Schiff in Abfangreichweite, um es zu untersuchen.

    Warum mir der Film gefällt:
    Im gesamten Star Trek Universum (welches ich ganz gerne mag) ist das der Film, der sich am meisten in das Genre "Science Fiction" traut. Da ist mal wirklich etwas vollkommen unbekanntes und Neues. Kein Wunder: Isaak Asimov hat als Berater fungiert. Desweiteren wurden hier die Figuren nicht eindimensional in gut und böse aufgeteilt, zumal es auch nicht wirklich "böse" gab. Gut dargestellt wurde z.B. dass Kirk aus reinem Egoismus sich das Kommando über sein Schiff zurück holte, und dadurch beinahe die Mission gefärdete... niemand ist ein Heiliger (wie man manchmal in schlechten Filmen denken mag).

    Nebeninformationen:
    Ich mag ja das gesamte StarTrek-Universum eigentlich sehr gerne... eine Zeit lang bezeichnete ich mich auch als Trekkie (Fan von Star TreK). Eine Zeit lang schrieb ich mal sporadisch in einem StarTrek-Forum (welches es jetzt nicht mehr gibt) mit. Als mir das ewige Geschreibe dort von der "Vision von Gene Roddenberry" und "ich will in einer Zukunft wie Star Trek leben" auf den Keks ging, schrieb ich dort einen Beitrag mit dem Inhalt: "Ist Euch noch nie aufgedallen, dass sie Föderation eine Militärdiktatur ist?" Fazit: Ich erhielt sehr viel negatives Feedback und wurde auch sehr schnell gebannt. Zumindest hier war es mit der viel zitierten Tolleranz nicht weit her ;)

    Fluch der Karibik
    Worum geht's:
    Ein verrückter Pirat, ein verklemmter Waffenschmied und eine Gouverneurstochter, die mehr kiann und weiß als ihrem Vater lieb wäre (wie wohl jedem Vater im viktorianischen Zeitalter) finden ihr Schicksal auf merkwürdige Weise verschlungen vor.

    Warum mir der Film gefällt: Sowohl intelligentes als auch sehr unterhaältsames Popcorn-Kino. Sehe ich immer wieder gerne

    Men in Black
    Worum geht's:
    Geheimorganisation regelt Alienbesuche auf der Erde. Und, wenn jemand zuviel weiß, wird er/sie geblitzdingst.

    Warum er mir gefällt: Ebenfalls solides lustiges Popcorn-Kino mit guten Ideen.

    Soviel für heute. Fortsetzung folgt.
  10. Da ich gerade so schön viel Zeit habe, will ich mal als Extrem-Cineast etwas über meine Lieblingsfilme schreiben. Ich habe schon immer davon geträumt, Filmkritiken zu schreiben und zu veröffentlichen :)

    Es spiegelt aber nur meine persönliche Meinung. Für langweilige Kino- oder DVD-Abende oder verpasste gute Filme übernehme ich keine Garantie

    Also:

    Apollo 13
    Worum geht's:
    Nach einer Explosion an einem der Apollo Raumschiffe, welches Menschen auf den Mond bringen sollte, gelingt es nur mit extremem Improvisationstalent, die Astronauten heil zur Erde zurück zu bringen.

    Warum er mir gefällt:
    Tja... er genießt bei mir Weltraumbonus. Und da er auf einer wahren Begebenheit basiert, und ich noch weiterführende technischen Einzelhaiten kenne, habe ich den Film sehr genossen und ziehe ihn mir gerne immer wieder auf DVD rein. Die Schauspieler sind ebenfalls brilliant ausgewählt.

    Nebeninformationen:
    Die Szenen im Raumschiff wurden bei simulierter Schwerelosigkeit in Parabelflügen gedreht. In einer Szene übergibt sich einer der Astronauten... das war kein Trick.

    Der Film hält sich teilweise wörtlich an die Aufzeichnungen der NASA zu dieser Mission. An einigen Stellen wurden aus dramaturgischen Gründen die Fakten nicht so genau genommen.

    Herr der Ringe - Trilogie
    Worum geht's:
    Ein Film sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Kino zu treiben und ewig zu binden. Oder: Wie zerstört man einen sowohl beinahe unzerstörbaren und sehr anhänglichen magischen Ring?

    Warum er mir gefällt:
    Großes Kino mit sehr schönen Bildern. Hauptsächlich wollte ich aber nur mal den Spruch (erster Satz oben) mal bringen ;) Interessant finde ich auch, dass man Langbogen als Nahkampfwaffe verwenden kann.

    Nebeninformationen: Wenn ihr im Besitz der Special-Edition-DVDs seid, so macht Euch mal auf die Suche nach dem Easteregg: Wenn ihr auf der zweiten Film-DVD die Szenenauswahl ganz nach unten skrollt und dann von der letzten Szene eine weiter wählt, so kommt ein Ring, den ihr als Szene auswählen könnt. Das klappt bei allen drei Filmen. Bei "Die Gefährten" kommt eine kleine Persiflage von MTV einer Szene des Films. In "Die zwei Türme" wird gezeigt, wie Frodo-Darsteller Elija Wood reingelegt wird. Bei "Die Rückkehr des Königs" ist eine Dankesrede vom Darsteller des CGI-Männchens Gollum für einen Preis zu sehen... wobei er unterbrochen wird.

    Das soll für's erste reichen. Bei Interesse gibt's mehr.
  11. Mal sehen, ob das mit den Kategorien klappt...

    Also: Vor einiger Zeit habe ich mich mal bei einer Internet-Singlebörse angemeldet. Das Leben allein hat zwar auch so seine Vorteile... aber eben auch Nachteile, die man nicht unbedingt ständig in Kauf nehmen will. Es ist zwar kein großes Problem neue Menschen kennen zu lernen, aber bei einer Singlebörse hat man den Vorteil, dass diese Menschen ziemlich garantiert auch auf der Suche nach einer Partnerschaft sind.

    Was sollte man beachten, wenn man ein Profil erstellt: Es sollte mindestens ein Foto von einem dabei sein... und zwar ein aussagekräftiges. Und man sollte ein wenig etwas von sich erzählen.

    Und ganz wichtig: Man sollte wissen, dass man auch wirklich eine Partnerschaft will. Ich schreibe das darum, weil mir einige Profile untergekommen sind, bei denen ich merkte, dass die eigentlich gar nicht wirklich auf der Suche sind.

    Ein Extrembeispiel: Eine Frau, die ein wirklich schönes Foto von sich in ihrem Profil. Es folgte allerdings dann eine lange Liste, was der Mann, der sie anschreibt nicht sein sollte. Er sollte weder ein Ja-Sager noch ein streitsüchtiger Macho sein. Er sollte kein Mama-Söhnchen etc. sein. Er sollte außerdem nicht schreiben, wenn es nur wegen des Fotos sei. Am Schluss folgte ein kurzer Satz, dass sie eine lebensfrohe humorvolle Frau sei. Nun gut... sie verlangt also, dass man (man soll sie ja nicht nur wegen des Fotos anschreiben) in einer Liste von don'ts und einem kurzen Satz über sie selbst nach inneren Werten sucht. Ich als Hobbypsychologe vermute dahinter, dass sie gar nicht wirklich auf der Suche ist, sondern "nur" als Alibi ein Profil reingestellt hat.

    Etwas, was man auch nitcht tun sollte ist von seinen persönlichen Problemen und Frust zu schreiben. Natürlich wünscht man sich eine(n) verständnisvolle Partnerin/Partner. Aber so lockt man die falschen Menschen an... Menschen mit Helfersyndrom. Und mal ehrlich: Was will man? Will man eine Partnerschaft mit Spaß oder eine Therapie? Über die Probleme kann und wird man sowieso irgendwann reden; das sollte aber nicht in der Kennenlernphase passieren und auch nicht der Kennenlerngrund sein.

    Allgemein üblich ist es, dass Männer Frauen anschreiben. Als Frau bekommt man in einer SInglebörse täglich einige Zuschriften; als Mann eher weniger. Ich wurde bisher "nur" etwa einmal im Monat initiativ angeschrieben. Bei Recherchen habe ich aber festgestellt, dass das durchaus normal ist.

    Eine Bitte an die Frauen, die in einer Börse aktiv sind: Wenn ihr angeschrieben werdet und Ihr Euch dabei keinen Kontakt wünscht: Schreibt zumindest eine Antwort, in der ihr das auch höflich sagt. Es kratzt schon ein wenig am Ego, wenn man eine Frau anschreibt und man sieht, dass sie die Mail gelesen und gleich wieder gelöscht hat. Es ist wesentlich leichter zu "verkraften", wenn eine Antwort kommt, in der dann sinngemäß steht: "Du bist nicht mein Typ", oder "ich habe schon einen Mailkontakt und will hier nicht zweigleisig fahren."

    Wenn ein Mailkontakt zustande kommt: Man sollte sich relativ schnell schon treffen oder zumindest mal telefonieren. Beim Mailen wird ein Traumbild vom Gegenüber aufgebaut, welches, je länger der Kontakt auf Mails beschränkt ist, sich verfestigt und ziemlich sicher enttäscht wird.

    Ich habe jetzt schon einige Treffen hinter mir. Zum Verlieben war noch nichts dabei, aber mit einer habe ich immernoch freundschaftliochen Kontakt. Und das ist ja auch viel Wert.
  12. Mönsch, das ist ja ein illust'rer Haufen hier. Mir schwirren gerade die Gedanken über die vielen neuen Möglichkeiten, die sich hier ergeben. Worüber kann ich schreiben? Über den Sinn wissenschaftlicher Methodik? Über Mathematik und Physik? Über meine Erfahrungen in einer Internet-Singlebörse? Über meine Lieblingsfilme (die sich bei mir als Extrem-Cineast ständig ändern)? ...? Ich fühle mich gerade wie ein kleines Kind in einem Zimmer mit 100 Spielsachen.