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  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.
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  1. Selma, ein in sich zurück gezogenes Mädchen, Anfang zwanzig, das ein schweres Leben hinter sich hatte, war auf dem Weg in die Bibliothek.
    Sie war als Kind vom Stiefvater missbraucht worden, von der Mutter geschlagen, mit 14 ausgerissen von zu Hause. Sie lebte lange Zeit auf der Straße, rutschte in die Drogenszene ab, verdiente sich das Geld dafür mit Prostitution. Bis sie eines Tages nach einem Suizidversuch sagte, so jetzt ist Schluss, so will ich nicht leben. Sie versuchte einen Job zu finden, was nicht gerade leicht war. Als Teilzeitkassiererin in einem Supermarkt verdiente sie gerade so viel, dass sie sich ein kleines Zimmer leisten konnte und fing an zu malen, was ihr unheimlich Freude bereitete. Und das Lesen von spirituellen Büchern, denn sie spürte, dass etwas in ihr steckte, das sie ergründen wollte.
    In der Bibliothek stand sie vor dem Regal und wollte sich gerade ein Buch nehmen, als sie sah, dass eine zweite Hand von rechts gerade auf das Buch zugreifen wollte. Erschrocken schaute sie nach rechts, von wo sie ein alter Mann, so um die 80 genauso erschrocken anschaute. Er fing an zu schmunzeln und sagte: „ Na da hatten wir wohl den gleichen Geschmack, sie interessieren sich auch für das Spirituelle?“
    Selma nickte widerwillig, denn sie sprach nicht gerne mit Fremden. Doch irgendwie strahlte der alte Mann etwas Vertrauliches aus und als er sie zu einem Kaffee einlud, willigte sie ein.
    Er erzählte ihr, dass er Schriftsteller wäre, aber schon lange nichts mehr geschrieben hat. Es entwickelte sich ein für Selma angenehmes Gespräch und der alte Mann, er hieß Ralph, schlug vor, dass sie sich einmal in der Woche zu einem Gespräch treffen sollten.
    Uns so kam es , Selma zeigte ihm ihre Bilder und Ralph gab ihr seine Bücher zu lesen. Es entwickelte sich eine innige Freundschaft.
    Als die Weihnachtszeit näher rückte, fragte Ralph, was sie denn zu Weihnachten machen würde. Selma meinte, das was sie jedes Jahr mache, nichts.
    Da schlug Ralph vor: „ Gestalten wir uns unsere Weihnacht selbst, schaffen wir uns eine Anderswelt. Du malst, wie du es dir vorstellst und ich schreibe, wie ich es mir vorstelle. Sollten sich unsere Vorstellungen decken, dann geht es in Erfüllung.
    Selma schlug vor, dass sie sich am Heiligen Abend in einer alten verlassenen Kapelle vor der Stadt treffen sollten und ihre Anderswelt vergleichen.
    Als nun der heilige Abend kam, trafen sie sich in der alten Kapelle und Ralph fragte Selma, was sie sich noch für die Anderswelt wünschen würde. Selma meinte: „ Ich wünsche mir, dass alle verlassenen und einsamen Kinder mit uns in die Anderswelt kommen.“
    Sie verglichen ihre Vorstellung von dieser Welt, und siehe da, es deckten sich beide. Plötzlich wurde es hell in der Kapelle und beide wurden davongetragen von dem Licht und fanden sich in einer Welt wieder, die voll von warmen angenehmen Farben war und unzählige Kinder liefen lachend herum. Selma malte die Wünsche der Kinder und sie gingen in Erfüllung, und Ralph schrieb die Wünsche der Kinder nieder und siehe da, sie erfüllten sich.
    Je größer die Freude der Kinder und der Beiden war, desto wärmer strahlten die Farben der Anderswelt.
    „Ralph“ sagte Selma: „ ich glaube ich bin zu Hause angekommen.“
    „ Ja, Selma ich auch, ich auch…..

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  2. Der Junge stand am Bächlein und schaute traurig ins Wasser.
    Wieder einmal war er von zu Hause geflüchtet, vor dem Tyrannen, der sein Stiefvater war.
    Immer wenn er nicht weiter wußte, kam er an diesen Ort,
    der ihm irgenwie eine gewisse Geborgenheit gab.
    Ein leises Lachen ließ ihn aufschauen und er erblickte ein kleines ungefähr vierjähriges Mädchen,
    das in einiger Entfernung von ihm stand und ihn anstrahlte.
    Sie war blond und hatte ein Mäntelchen an, das man in den fünfziger Jahren trug, auf ihren Kopf saß eine Pullmannkappe,
    wie man sie in der heutigen Zeit nicht mehr fand.
    " Zeigst du mir, wie man Steine flach über das Wasser springen läßt?"
    fragte es den Jungen.
    Er war verwundert und scheu nahm er einen Stein und warf ihn so, daß er dreimal über das Wasser sprang.
    Die Kleine machte es nach, aber sie stellte sich etwas ungeschickt an und der Stein plumste mit einem Klatsch ins Wasser.
    Beide lachten herzlich und der Junge verlor seine Scheu und fing an mit dem kleinen Ding zu scherzen.
    Sein Herz war auf einmal froh und alle Ängste waren plötzlich verschwunden.
    Das Mädchen sagte: " Wenn Du möchtest können wir uns ja öfters treffen und spielen".
    "Ja, ja komm wieder" antwortete der Junge.
    Von da an trafen sie sich regelmäßig und immer wenn er geprügelt von zu Hause ausrückte, war das Mädchen da.
    Diese Treffen machten sein Leid erträglicher und seine Seele wurde geschützt vor Verletzungen.
    Dies ging einige Jahre, der Junge wurde größer,
    doch das Mädchen blieb immer gleich.
    Eigentümlicherweise fragte er nie nach dem Grund.
    Eines Tages sprach das kleine Mädchen: " Du ich muß Dich jetzt verlassen, aber du wirst mich wieder treffen in einigen Jahren,
    wenn es dir schlecht geht, denke einfach an mich, es wird für Dich leichter."
    Vieles mußte er noch ertragen und immer wenn die Einsamkeit zu groß wurde, dachte er an das Mädchen.
    Viele, viele Jahre später traf er eine Frau, die vom Alter her seine Mutter hätte sein könnte.
    Er empfand eine eigentümliche Vertrautheit und fragte sie: "Wer bist Du ? Ich habe das Gefühl dich zu kennen."
    Sie lachte: " Natürlich kennst Du mich, ich bin das kleine Mädchen,
    das dich in Deiner Kindheit begleitet hat, um Dir dein Leid zu verringern.
    Ich bin aus der Zukunft in die Vergangenheit gereist um die ärgsten Verletzungen abzufangen,
    leider darf man nicht eingreifen und Vorkommnisse verändern,
    das würde eine Störung im Zeitablauf zur Folge haben."
    Da erkannte er das kleine Mädchen mit der altmodischen Kleidung wieder und seine Freude war riesengroß.


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  3. Er stieg die Stufen hinauf um an die Spitze des Turmes zu gelangen.
    Immer schon wollte er von oben auf das kleine Städtchen schauen und auf die Menschen sehen,
    die von oben wie Ameisen aussehen.
    Warum war sein Wunsch so gewaltig, es zu tun. Die Menschen, die ihn nicht verstanden, klein zu sehen?
    Atemlos erreichte er die Plattform, von der er auf das Gewürm runter sehen konnte.
    Er atmete heftig und war etwas schwach in den Knien.
    Doch langsam erholte er sich und ließ seinen Blick schweifen, über das Städtchen,
    über die Menschen und ein befriedigendes Gefühl stieg in ihm hoch.
    Der Druck in seinem Kopf und das Summen, das er ständig hörte ließ nach.
    Konzentriert betrachtete er eine Gruppe von Menschen, die auf dem Hauptplatz standen und sich offensichtlich unterhielten.
    Seine Neugierde ward geweckt. Das Summen in seinem Kopf fing plötzlich wieder an und schwoll zu einem Getöse an. Er glaubte es nicht ertragen zu können und hielt seine Hände an die Schläfen.
    Doch eigentümlicherweise begann das Summen sich in Wortfetzen zu verwandeln und er glaubte,
    zu verstehen, was die Menschen da unten miteinader sprachen. Seine Konzentration wuchs
    und der Schleier des Nichtverstehens lichtete sich.
    Die Leute beschwerten sich über dies und das und eine Wolke des Ärgernisses schwebte über ihnen.
    Der Mann am Turm hörte eine Weile zu und dann fragte er sich warum diese Menschen so verbissen sind und warum sie sich nicht einigen könnten und warum nicht jeder einen Schritt auf den Anderen zuginge.
    Dieser Gedanke war so intensiv und er überlegte, wenn jeder die Gefühle des anderen fühlen könnte, würden sie sich dann besser in den Anderen einfühlen können und würden die Menschen sich einfach verstehen?
    Plötzlich änderte sich das Verhalten der Leute, sie standen stumm und starrten auf ihr Gegenüber.
    Nach einer langen Weile fielen sich die Leute in die Arme und weinten. Sie zerstreuten sich und jeder ging nach Hause.
    Elo, so hieß der Mann am Turm, erfaßte ein riesiges Glücksgefühl, es wurde ihm bewußt,
    daß er eine Fähigkeit hatte, die ungenutzt in ihm schlummerte, und die nun, nachdem er endlich diesen Turm erklommen hatte, zum Ausbruch gekommen ist.
    Er konnte die Gefühle der Menschen spüren, ihre Gedanken lesen und was noch wichtiger war,
    er konnte diese Fähigkeit auf andere übertragen.
    Wie fallende Dominosteine verbreitete sich diese Fähigkeit und ging in rasender Geschwindigkeit um die ganze Welt.
    Die ganze Menschheit veränderte sich, alle Menschen wurden Brüder und Schwestern,
    denn keiner wollte dem anderen antun, was er selbst nicht wollte.
    Woher immer Elo kam und wer immer er war, er verwandelte die gesamte Menscheit in eine paradiesische Gemeinschaft.


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  4. Vor 15 Mil. Jahre war es, da gab es dieses warme Meer mit der blauen Lagune.
    Alles war friedlich und ruhig, Seekühe tummelten sich in der Lagune
    und Schwärme von Fischen huschten im warmen Wasse zwischen bunten Korallen.
    Da tönte das Lied durch die Weite des Wassers, ein Klang voll Sehnsucht
    und ein Rufen nach dem zweiten Ich.
    Es war der Delphin, der diese Lied so sehnsuchtsvoll in die Ferne klingen ließ.
    Er wußte, es gibt sie, die Einzige die zu ihm gehört
    und die ihn erst vollkommen werden ließ, die seine Gedanken verstand und seine Gefühle teilte.
    Doch noch war sie nicht da und er verließ die Lagune um raus zu schwimmen
    und auf die Suche zu gehen.
    Er durchquerte viele Meere, traf andere, doch keines der Delphine entsprach dem Wesen,
    von dem er in seinem Inneren wußte, dass es zu ihm gehörte.
    Immer wieder schallte sein Lied durch das Wasser, immer wieder hoffte er,
    dass sie antwortet.
    Seine Melodien wurden noch kunstvoller und der Klang von umwerfender Schönheit.
    Viele der Anderen bestaunten ihn, wollten an seiner Seite sein.
    Er lehrte die Jungen zu singen und er führte sie ein in diese Kunst.
    Bald machten die Delphine, außer ihrer normalen telephatischen Kommunikation,
    die Kunst des Singens zur allgemeinen Verständigung.
    Doch eines Tages trieb ihn eine undefinierbare Unruhe zurück in die blaue Lagune
    und etwas war anders, er spürte es sofort.
    Ein Kribbeln durchströmte seinen Körper und er ließ tief aus seinem Innersten einen Gesang ertönen,
    der all seine Sehnsucht zum Ausdruck brachte.
    Es erschallte eine liebliche Melodie ganz in seiner Nähe und ein Schatten näherte sich.
    Da sah er und er wußte sofort das war sie, nach der er so lange gesucht hat.
    Sofort schwammen sie gemeinsam und sprangen übermütig aus dem Wasser,
    drehten Piruetten und sangen die schönsten Lieder, die in der Lagune je gesungen wurden.
    Sie spürten beide die Nähe, die sie verband und ihr Glück war vollkommen.

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  5. Es gibt einen Ort, ich habe ihn vor einigen Jahren entdeckt,
    der für mich eine ungeheure Sehnsucht weckt,
    nämlich sich loszulösen von der Erde und frei in den Lüften zu schweben.
    Man fährt durch ein langes Waldstück bergauf und oben angekommen
    ist ein kleiner Landgasthof, nach diesem geht es wieder bergab,
    allerdings eröffnet es einem einen Blick in ein Tal mit sanften Hügeln,
    die sich bis zum Horizont hinstrecken.
    Nach der ersten Serpentine befindet sich eine Wiese,
    die so gelagert ist, dass man freien Blick hat in diese Weite.
    Ich machte schon mal ein Picknick auf dieser Wiese und genoß den Anblick.
    Jedesmal wenn mich die Einsamkeit zu erdrücken droht oder die Probleme mir über dem Kopf wachsen,
    stelle ich mir dieses Tal vor, wie ich auf der Wiese sitze und in die Ferne
    schaue und will abheben und rausschweben,
    die Probleme unten lassen um die totale Freiheit zu spüren.
    Lange Zeit dachte ich, ich müßte diesen Flug mit jemand machen,
    der mir nahe ist, doch ich habe begriffen,
    dass es diesen jemand nicht gibt und ich diesen Flug alleine machen muß.
    Noch ist es mir noch nicht gelungen, doch ich gebe die Hoffnung nicht auf,
    dass ich eines Tages die Schwingen ausbreite, sanft in die Lüfte steige
    und über dem Tal kreise, eins bin mit unten und oben.

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  6. Auf dem Bauernhof von Bauer Gunhold wohnten neben einigen Tieren auch das Hängebauchschwein Elise und der Eber Bert. Beide kannten sich von Ferkelbeinen an, denn sie kamen zur selben Zeit zu Bauer Gunhold auf den Hof. Sie verstanden sich gut und erzählten sich viele lustige Grunzgeschichten. Gemeinsam wälzten sie sich in der Suhle und hatten großen Spaß. Als beide sich der Geschlechtsreife näherten, bemerkte Elise, dass Bert sie eigentümlich anschaute und ein kribbeliges Gefühl machte sich in ihrem Hängebauch breit.
    Doch eines Tages änderte sich alles. Bauer Gunhold kam mit seinem Auto mit Anhänger vorgefahren und ein rosa Schwein entstieg dem Anhänger. Es schaute sich gelangweilt um und trottete dann in Richtung Elise und Bert. Elise begrüßte das Schwein freudig und stellte sich vor. „ Hallo ich bin Elise, ich freue mich, dass Du da bist.“ Das Schwein maß sie von oben bis unten mit einem arroganten Blick und sagte „ Gerda“. Sie drehte sich um und trottete zu Bert und hauchte ein laszives „ Hallo ich bin Gerda“. Bert schnaufte überrascht und verdrehte die Augen. Er stampfte hinter Gerda her und Elise hatte den Eindruck, dass sie überflüssig sei. Das ging über Tage und Wochen so und Elise wurde immer trauriger. Es gab keine gemeinsamen Grunzgeschichten und erquickenden Bäder in der Suhle.
    Elise ging kaum mehr nach draußen und lag in ihrem Kotter in der Ecke und weinte still vor sich hin. Doch plötzlich hörte sie Berts Stimme, der fragte: „ Elise warum weinst Du?“ „ Da fragst Du noch? Du hast mich doch total vergessen und läufst ständig hinter Gerda her.“ antwortete Elise. „ Ja“ sagte Bert „ es stimmt was Du sagst, ich war verwirrt von der Schönheit von Gerda, doch nun bin ich zur Besinnung gekommen, denn Gerda ist ein hohles Geschöpf und ich kann mit ihr keinesfalls so sprechen, wie mit Dir und Spaß versteht sie auch nicht. Kannst Du mir verzeihen Elise.“ Elise erhob sich und lachte, „ natürlich verzeihe ich Dir Bert, wenn nur alles wieder so ist, wie es war.“ Von nun an verbrachten beide wieder ihre Zeit gemeinsam. Gerda jedoch wurde eines schönen Tages von Bauer Gunhold im Anhänger weggebracht und nun hängt sie beim Fleischer am Haken, denn Gerda war ein Mastschwein und zum Schlachten bestimmt. Elise und Bert jedoch sind Zuchtschweine und können ihr gemeinsames Leben am Bauernhof genießen.
  7. Wohin der Weg auch führt
    niemand kann es mit Bestimmtheit sagen
    nur Ungewisses man immer spürt
    gequält durch unzählige Fragen
    wann ist man angekommen
    gibt es ein Ziel
    wird das Wenige auch noch genommen
    oder ist es nur ein undurchsichtiges Spiel
    doch solange Hoffnung im Herzen wohnt
    das Streben nach mehr sich lohnt
    ralrene und starman gefällt das.