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  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.
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  1. Immer wieder taucht hier in diesem Forum die Frage auf, wie man diese oder jene spirituelle Fähigkeit erlernen könnte. Was mir bei solchen Themen auffällt, daß es dazu meist nur sehr diffuse und abstrakte Antworten gibt, welche in der gelebten Spiritualität nicht wirklich weiterhelfen.

    Meist werden bei spirituellen Praktiken künstliche Hürden aufgestellt, die man angeblich überwinden muß (Kurse, Einweihungen, Diplome usw.), die häufig auch mit Kosten verbunden sind. Dabei werden uns diese Fähigkeiten mit in die Wiege gelegt, es gilt also lediglich darum, sich diesen Fähigkeiten bewußt zu werden. Wie alle unsere persönlichen Möglichkeiten sind diese Dinge natürlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausgeprägt, aber man kann sie auch in gewissen Grenzen trainieren.

    Die zentrale Fähigkeit, um die es hier geht, möchte ich einmal als einen sinnlichen Draht zur spirituellen Welt bezeichnen. Eine unbewußte Verbindung zu dieser Sinnlichkeit, bei der es darum geht, gilt sie bildlich zu öffnen. In den alten Hexenkünsten der Seherinnen hatte man das mit dem Öffnen des Dritten Auges umschrieben. Dieses Auge wird in fernöstlichen Lehren auch mit dem Stirnchakra (Ajna) verbunden. Interessant dabei ist, daß es in im Gehirn mit der Zirbeldrüse tatsächlich ein verkümmertes Auge aus der fernen Vergangenheit unserer Evolution gibt, die auch eine entscheidende Rolle bei den feinstofflichen Prozessen und Wahrnehmungen hat.

    Es bleibt nun die Frage, wie man dieses Auge „öffnen“ und damit auch praktisch „sehen“ kann. Zwei Dinge spielen hier eine Rolle:

    1. Unsere feinstoffliche Sensorik, mit der wir ständig unbewußte Informationen aufnehmen. Wobei diese aber in im Seelenbereich gefiltert werden und nur ein kleiner Teil an das Bewußtsein für ein zielgerichtetes Handeln gelangt. Die große Masse wird im Unterbewußtsein abgespeichert oder gelöscht. Dieser Bereich ist also ein gigantischer Speicher, zu dem wir nur in ganz bestimmten Situationen einen Zugang finden.

    Zum einen ist das in den Traumphasen des Schlafes und den scheinbaren Ruhephasen, wenn wir uns langweilen, ausruhen oder meditieren. In der Gehirnforschung weiß man inzwischen, daß in diesen Situationen das Gehirn seine Aktivitäten nicht zurückfährt, sondern in diesen Phasen besonders aktiv und kreativ ist.

    2. Unsere ganzen Erinnerungen und Denkvorgänge sind an Bilder gebunden. Dieser Struktur unseres Denkens, ermöglicht es Dinge aus unserm Umfeld rasch mit den Erinnerungen für ein zielgerichtetes Handeln vergleichen können. Dieser Bilderwelt begegnet jeder in seinen nächtlichen Träumen und unbewußt in den Tagträumen über den ganzen Tag. Neurowissenschaftler haben herausgefunden, daß wir uns zu 52% in dieser Traumwelt befinden. Wenn wir keine wesentlichen Informationen aus der Umwelt aufnehmen, schalten wir automatisch auf diesen inneren Modus um.

    Wenn wir also diese beiden Faktoren verbinden, können wir auch auf die unbewußten Informationen aus unserem Seelenbereich ganz real zugreifen und auch visualisieren. Ganz praktisch heißt das, daß zunächst dieser kreative Ruhezustand erreicht werden muß. Dieser liegt in einer Gehirnfrequenz von 14-7 Hertz (Alphazustand) und den noch tieferen bei 7-4 Hertz (Thetazustand).

    Es ist also zunächst unabdingbar das Erreichen dieser Zustände über Entspannungstechniken zu trainieren. Mit einiger Übung und Ausdauer lassen sogenannten Auslöser mit einer Konditionierung verbinden, mit welchen verschieden Zustände in wenigen Augenblicken erreicht werden können. Meditationen, die eine Sinnentleerung zum Ziel haben sind als Training der Körpererfahrung zu den Bewußtseinsebenen nicht geeignet. Ich rate dazu gleich mit Techniken zu beginnen, die auch Elemente die Visualisierung oder Imagination beinhalten (sogenannte Reisen).

    Meditation beginnt schon, wenn wir uns Zeit nehmen für unser Selbst. Ein gutes Beispiel dafür sind langweilige Vorträge, in denen man die Gedanken sich selbst überläßt und in die Traumwelt abtriften. Solche hypnotischen Zustände hat auch schon jeder auf langen Autobahnfahrten erlebt: Trotz geöffneter Augen, ist man völlig vom aktuellen Geschehen entrückt. Letzteres ist dann natürlich ein weniger sinnvoller Augenblick für eine Reise in die Anderswelt.

    Dieser Zustand ist also wie geschaffen, um auf die Hellfähigkeiten zugreifen zu können. Über diese Ebene kann man auch herausfinden, zu welchem spirituellen Weg man sich hingezogen fühlt und wie diese spirituelle Welt beschaffen sein muß, um sich geborgen und wohlfühlen zu können. In dieser Anderswelt kann man dann auch seinen spirituellen Begleitern begegnen.

    Solche Begleiter erfüllen gerade in der spirituellen Welt eine sehr wichtige Rolle, damit man sich in dieser Anderswelt zurechtfinden kann. Wichtig dabei ist, auf die eigene Intuition zu achten, damit man diese Begleiter auch erkennen kann. Über den Dialog mit diesen Begleiter wird dann auch der sinnlich Draht zur Anderswelt aufgebaut.

    Hier einmal eine kleine Reise, welche die Wahrnehmungsfähigkeit zu den verschiedenen Bewußtseinsebenen trainieren soll, und auch die Möglichkeit zur Begegnung mit einem Begleiter bietet. Es soll damit ein Gefühl für diese Zustände vermittelt werden, um diese dann auch später zu einem beliebigen Zeitpunkt abrufen zu können. Eines muß gleich zu Beginn klar gestellt werden, Seelendinge brauchen ihre Zeit. Erzwingen kann man da nichts, aber man kann seine Seele mit etwas Geschick überlisten.

    Egal, welche Richtung man als Sehender einschlägt, man muß sich unbedingt von dem Gedanken lossagen, daß etwas erreichen werden muß. Wenn die Visualisierung begonnen hat und sich die Reise entwickelt, solltest man auch nicht versuchen auf das Geschehen einen zu großen Einfluß nehmen zu wollen.

    Ich habe für diese Reise eine ganz natürliche Hinführung über den Einschlafprozeß gewählt, in dem wir diese Zustände allabendlich auch durchleben. In dem man sich ins Bett zum Schlafen legt wird bereits ein unbewußter Schalter umgelegt, der im Körper mit diesem Ritual automatisch die Botschaft verbreitet, daß alle Systeme heruntergefahren werden sollen. Das erspart dann auch ein Stück des Weges in die Entspannung, welche sonst in der Meditation erst erreicht werden müßte. Die Einleitung kann deshalb auch verkürzt werden.

    Als Vorbereitung darauf achten, daß keine unnatürliche Lichtquelle im Raum ist (z.B. digitaler Wecker mit Leuchtanzeige). Diese Quellen sollten entfernt oder mit einem Tuch abdeckt werden. Licht ist ein entscheidender Faktur im Schlafgeschehen, der häufig unterschätzt wird. Es muß ein intuitives Gefühl des Wohlfühlens und der Geborgenheit vorhanden sein. Wer diese Reise mit einer Meditation verbindet, sollte die Vorbereitung mit in die Entspannung einbeziehen.

    Fortsetzung im Teil 2​
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  2. Die Reise in die Anderswelt:

    Wenn Du Dich dann niedergelegt und die Augen geschlossen hast, prüfe nochmals nach, ob Du auch wirklich bequem liegst und Dich nicht stört. Wenn alles paßt, kannst du mit Deiner Reise beginnen. Versuche zunächst herauszufinden, wie Du Dich fühlst. Bist Du angespannt, aufgeregt oder fühlst Du schon die Nähe des Schlafes. Das Gefühl Deiner Stimmungslage findest Du im Brustbereich und die Nähe der Ruhe und des Schlafes in den Armen und Händen (sie werden schwer). Nicht vergessen, daß es da für Dich nichts zu tun gibt, außer diese Gefühle wahrzunehmen.

    Wenn Du Dir dann Klarheit verschaffen hast, stell Dir dann vor, Du würdest auf einem Berg stehen. Es ist eine Vollmondnacht, alles ist in ein fahles Licht gehüllt und am Himmel kannst Du die flimmernden Sterne sehen. Betrachte alles genau und versuche Dir dieses Bild einzuprägen. Du bist auf dieser Reise als Kundschafterin in die Vergangenheit unterwegs auf der Suche nach Deinem spirituellen Begleiter. Er soll Dir helfen Dein Drittes Auge zu öffnen, um die Dinge aus der Anderswelt sehen zu können.

    Vom Hügel aus führt ein Weg in das Tal der dann irgendwo in einem der Wälder im Tal verschwindet. Geh diesen Weg, bis Du an diesem Wäldchen angekommen bist. Es ist der Wald der Erinnerungen und in ihm sind auch die geheimnisvollen Dinge verborgen, nach denen Du suchst. Du gehst Deinen Weg weiter, der sich durch den Wald schlängelt.

    Nach einiger Zeit kommst Du an eine Waldlichtung auf dem ein alter Hof steht, der mit einer Mauer umgeben ist. Durch das Eingangstor des Hofes siehst Du, daß in dem Haus ein Licht brennt. Präge Dir dieses Bild genau ein und wie Du Dich fühlst (Herzchakra, Arme und Hände). Laß Dir dabei Zeit, damit Du diesen Ort und Deine Gefühle später wieder finden kannst.

    Geh dann durch das Tor bis zu dem Haus, öffne die Tür und betrete es. Im Raum ist alles in ein behagliches Dämmerlicht getaucht. Die einzige Lichtquelle in diesem Raum ist das Feuer im Kamin.

    Auch hier solltest Du Dich genau umschauen, was es da zu sehen und zu „fühlen“ gibt (ganz wichtig). Wenn Du alles gesehen hast, solltest Du nach dem Bewohner dieses Hauses rufen (nicht real). Laß den Bewohner in dem Raum erscheinen. Versuche die Person zu erkennen, denn sie wird später eine wichtige Rolle als spiritueller Begleiter oder Begleiterin spielen.

    Ganz wichtig: was fühlst Du dabei?. Bitte da nichts erzwingen, wenn es zunächst eine neutrale Person bleibt, ist einfach noch nicht der richtige Zeitpunkt gekommen. Es kann sehr gut sein, daß Du diese Person in Gedanken erst im Alltag erkennst. Es ist dann, wie eine intuitive Erleuchtung: „Ja, das ist die Gestalt aus meiner Reise!“

    Du bittest nun Deinen spirituellen Begleiter darum, Dir beim öffnen des Dritten Auges zu helfen. Laß in dazu ein geheimnisvolles Gefäß mit einer Salbe öffnen. Es ist die Salbe des Seelenheils. Er wird davon einwenig nehmen und seine Hand auf Dein Herzchakra legen, um Deine Seele zu öffnen. Laß aus diesen Bereich in ein geheimnisvolles Licht erscheinen und achte darauf, in welcher Farbe es leuchtet. Laß den Gefährten nochmals in die Salbe tauchen ehe er seine Hand auf die Stelle legt, an der sich das Dritte Augen öffnen soll (Stirnchakra).

    Achte ganz besonders auf Deine Gefühle während des Rituals und präge Dir jedes Detail ein.

    Sofern Du vorher nicht irgendwann eingeschlafen bist, laß dann nach dem Ritual dem Geschehen einfach seinem freien Lauf. Nochmals die Ermahnung nichts erreichen zu wollen, denn damit schadest Du nur der eigentlichen Sache.

    Es ist auch nicht schlimm, wenn Dein Geist vorzeitig in die Traumwelt abtriftest, laß das einfach geschehen und versuche Dich an die Stelle in der Reise zu erinnern. Ziel und Zweck dieser Reise soll sein, Deiner Seele zuzuhören, ohne ihr unnötig ins Wort fallen wollen.

    Ende der Reise


    Wie ich schon erwähnte, kann man auch diese Reise außerhalb des Schafprozesses in einem beliebigen Augenblick durchführen. Mit etwas mehr Zeit läßt sich das dann mit den Elementen aus der Engelbegegnung nach eigener Vorstellung weiter ausgestalten (siehe nachstehenden Link). Die Mudras sind auf jeden Fall nützlich.

    Auf diese Reise lassen sich dann auch Fortsetzungen aufbauen, welche dann immer weiter in diese Anderswelt führt und damit auch nach und nach die Wahrnehmung dieser Dinge. Man sollte sich dabei aber immer vor Augen halten, daß man damit auch seine Persönlichkeit verändert, also den Fortgang der Geschichte immer mit Bedacht gestalten.

    Eventuell findet der eine oder andere mit diesem Blog den Mut, zumindest einmal mit seinem Dritten Auge etwas zu blinzeln.


    Merlin
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  3. Immer wieder sehe ich im Forum Menschen, die nach einer Nähe zu den Engeln suchen. Nachdem ich mich schon eine halbe Ewigkeit mit den Menschen und den Mechanismen der Spiritualität beschäftigt habe, möchte ich einmal in meinen Erfahrungen kramen, um hier ein Tor zur transzendenten Welt aufzeigen.

    Ich habe dazu einmal einen Blick auf längst vergangene Rituale geworfen, wie die Hagazussen oder Druiden in den Schwellenzeiten eine Verbindung mit der Anderswelt herstellten. Einige dieser Rituale habe ich schon selbst in der Praxis durchgeführt, um sie zu erfahren und verstehen zu können.

    Zunächst wurde mir klar, daß die Tiefenentspannung dabei eine wesentliche Rolle spielt, denn damit können wir auch erst eine Bewußtseinsstufe erreichen, mit der wir auch Zugang zur feinstofflichen Sensorik unseres unterbewußten Seelenbereichs finden. Abweichend von der sonst üblichen Meditation richtet sich die Aufmerksamkeit aber nicht in erster Linie auf die Versenkung in uns selbst, sondern auf die Nahtstellen zwischen der Innenwelt und Außenwelt. Um ein Geistwesen erfahrbar zu machen, muß jedoch gerade diese Sensorik noch weiter sensibilisiert werden. Wir müssen also alle Register der Verhaltensmuster ziehen, die auf unsere Seele Einfluß haben.

    Schon die Vorbereitung zu einer Begegnung kann als Bestandteil zum Erfolg mit beitragen. Es ist also der Sache förderlich, wenn bereits in diesem Stadium eine gewisse Zuwendung und innere Ruhe geschaffen wird. Jegliche Störung aus dem Umfeld sollte ausgeschlossen sein (Telefon, Handy). Wir müssen nicht für jeden und ständig erreichbar sein, zumal wir ja für unsere Geistwesen auf Empfang gehen wollen.

    Zunächst muß ein Ambiente geschaffen werden, das mit absoluter Behaglichkeit, aber dennoch mit einem Gefühl des Geheimnisvollen verbunden sein soll. Ideal ist es, wenn uns das Dunkel einer Neumondnacht einhüllt. Es reicht aber auch schon, wenn man mit den Rolläden eine schummerige Stimmung erzeugt. Eine Kerze ist ein absolutes muß, denn mit ihrem Licht werden ein paar wesentliche Schalter für unser Vorhaben ausgelöst und dient zur Fokussierung unserer Aufmerksamkeit. Gerade im kleinen Kreis erzeugt es ein besonderes Gefühl der Gemeinschaft (nicht mehr, wie 8 Personen).

    Ich persönlich habe einmal bei einer solchen Begegnung etwas reinen Alkohol in den Sand einer Räucherschale geträufelt und entzündet. Das blaue Flämmchen, welches über dem Sand tanzte, hatte schon etwas ganz Besonderes für sich. Der Nachteil dieser Sache ist, die relativ kurze Brenndauer, denn es darf unter keinen Umständen Alkohol auf den heißen Sand geträufelt werden, denn das führt zu Verpuffungen. Eventuell läßt sich da je auch eine Schwimmkerze einbauen. Es ist nur die Frage, ob die Fokussierung der Teilnehmer nicht abreisen könnte. Ich selbst habe das noch nicht angewandt, man müßte das dann halt austesten. Mit Räucherwerk und entsprechende Hintergrundmusik läßt sich das beliebig weiter ausgestalten. Wichtig dabei ist, daß diese Dinge nicht in den Vordergrund rücken oder gar stören.

    Obwohl ich bei Meditationen und Tiefenentspannung auch das Liegen bevorzuge, ist es gerade in diesem speziellen Fall ungeeignet. Jeder kann dabei so auf seiner Decke am Boden sitzen, wie er sich wohl fühlt. Wichtig dabei ist, daß der Rücken frei bleibt und der Hintergrund sich in Dunkelheit hüllt. Gerade bei mehreren Teilnehmern muß darauf geachtet werden, daß sich im Rückenbereich niemand aufhält. Dieser Punkt bekommt seine Bedeutung beim Ritual, mit dem dann der Kontakt zu den Engeln hergestellt wird.

    Mit dem Entzünden der Kerze wird das Ritual eingeleitet. An dieser Stelle würde ich auch dazu raten mit beiden Händen ein Mudra zu bilden, das als kleine Energiebrücke von dieser in die transzendente Welt der Engel verstanden werden sollte.

    Ich persönlich finde das Shuni-Mudra am effizientesten. Allgemein führt Shuni zu einem natürlichen Fluß der Gedanken. Mit ihm verbindet sich unser Bewußtsein (Daumen) mit unserem eigenen feinstofflichen Mikrokosmos. Wahrscheinlich entsteht auch hieraus die starke Wahrnehmung der realen Energie. Abweichend von der sonst üblichen Praxis der Mudras sollte sich hier Daumen und Mittelfinger nicht berühren. Man sollte die Finger soweit zusammenführen, bis man lediglich die Nähe der Fingerkuppen spüren kann (ca. 1mm Abstand). Alle Finger der Hand müssen frei von Spannung sein. Abweichend von der Abbildung, würde hier also zu einer weniger gestreckten Fingerhaltung raten.

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    Zur weiteren Einstimmung kann man seine Aufmerksamkeit auf die Flamme der Kerze richten, um zu einer inneren Ruhe zu finden. Erst wenn dieser Zustand erreicht ist sollte man die Augen für eine überleitende Visualisierung schließen. In kleinen Gruppen können natürlich die einzelnen Schritte durch einen Mediator geführt werden, was die Sache natürlich sehr erleichtert.

    Sobald die innere Ruhe eingekehrt ist, kann man zur Visualisierung übergehen:

    Sie beginnt damit, daß wir die Augen schließen und uns eine bunte Wiese vorstellen, an der ein breiter Strom gemächlich vorbeifließt. Es ist die Wiese unserer unbekümmerten Gefühle und Emotionen auf den wir uns umsehen und den Sonnenschein genießen.

    Wir lassen uns treiben, wie der Strom der gemächlich vorbeifließt. Vorbei an den Wäldern der Erinnerungen, ohne sie zu stören – denn sie sind im Augenblick für uns ohne Bedeutung. Unsere Reise beginnt also irgendwo an einer Stelle, an der wir auch den Geist zurückgelassen haben. Man sollte sich in diesem Augenblick einfach nur auf dem Strom der Gefühle treiben lassen, ohne einen Gedanken zu verschwenden sich festzuhalten oder nach dem Wohin fragen zu müssen.

    Es ist der Strom, der uns in die Tiefe unserer Seele führt, auf dem Weg zu unseren Engeln. Wir verfolgen den Strom auf dem Weg durch unseren Körper, bis er an der kleinen Brücke unseres Mudras angekommen ist und als kleiner Funken von diese auf die andere Welt überspringt.

    Wir lassen uns weitertreiben, bis wir in der Ferne einen kleinen See erkennen, an dem die Engel ihre Heimat haben. Wir lassen uns dorthin tragen, bis wir reglos und ruhig auf dem See liegen.


    Das ist dann der Punkt, an dem die Engel gerufen werden sollten. Die Aufmerksamkeit der Engel wird durch den hellen Klang eines Glöckchens oder eines Windspieles erregt (Ersatzweise geht auch ein dünnes Weinglas). Das hört sich nun etwas abgehoben an, hat aber eine reale Funktion, auf die ich der Sache wegen aber nicht weiter eingehen möchte.

    Man kann nun das Glöckchen dreimal anklingen lassen und läßt nach jedem Schlag den feinen Ton auf sich wirken. Man kann dabei die Augen schließen oder ach die Flamme der Kerze fokussieren. Es darf aber in keinem Fall der Blick auf das Umfeld gerichtet werden, denn damit reißt der so genannte Raport zur Visualisierung ab und man landet unversehens wieder im Hier und Jetzt.

    Nach den Glöckchen richtet man kurz seine Aufmerksamkeit mit dem Mudra auf die feinstoffliche Sensorik. Man sollte sich dabei eine Brücke vorstellen, die in die transzendente Welt der Engel führt. Nun richtet man seine Sensorik auf die Außenwelt, um die Wahrnehmung der Engel aufnehmen zu können. Ausgenommen von dieser Anstrengung ist das Sinnesorgan des Auges. Für Anfänger ist es ratsam während dieser Phase die Augen geschlossen zu halten. Erst wenn hier Wahrnehmungen erreicht wurden, sollte man es mit einer Fokussierung auf die Flamme einer Kerze steigern.

    Nachdem die Sensorik auf das Umfeld gerichtet wurde, sollte man sich seine Engel und ihre Nähe vorstellen und bewußt werden. Dies ist ein ganz schwieriger Punkt, der nicht auf anhieb gelingt, man sollte sich dabei aber nicht entmutigen lassen. Man darf da auch keine falschen Vorstellungen haben, Engel sind transzendente Wesen und bleiben es auch. In der Regel fühlen wir deshalb nur ihre besondere Nähe. Selbst im nächsten Schritt über die Fokussierung auf die Flamme einer Kerze können wir nur schemenhafte Schatten wahrnehmen.

    Wir können eine Weile in diesem Bereich der Begegnung verweilen, ehe uns bestimmte Anzeichen auf ein Ende hinweisen. Dieser Punkt ist dann erreicht, wenn sich Gedanken verselbstständigen oder sich eine innere Unruhe oder Anspannung aufbaut.

    Ich rate aber dringend das Ende einer Begegnung nach einem festen Muster ablaufen zu lassen. Es können mit solchen Begegnungen unbemerkt hypnotische Zustände erreicht werden, die unbedingt wieder aufgelöst werden müssen.

    Wir schließen dazu die Augen und verabschieden uns von unseren Engeln und richten unsere Gedanken wieder auf die Außenwelt, danach öffnen wir die Augen und suchen Kontakt mit dem Hier und Jetzt, indem wir ganz konkrete Gegenstände ansehen, die nichts mit der Begegnung zu tun haben (Stühle, Tische, Bilder etc.).

    Danach klatschen wir dreimal in die Hände, damit die Geistwesen wissen, daß wir im Hier und Jetzt angekommen sind und sie uns nicht im Alltag ablenken sollen. Erst nachdem die Verdunkelung aufgehoben wurde, sollte man das Erlebte nochmals Revue passieren lassen, um es auch verarbeiten zu können.

    Sofern man die Möglichkeit hat, die Begegnung in einem kleineren Personenkreis mit einem Mediator realisieren zu können, sollte man die Hinführung über die Visualisierung noch weiter ausgestalten. Die von mir angeführte Visualisierung ist nur für Einzelpersonen gedacht. Es macht auch wenig Sinn eine Begegnung mehrmals in kurzen Zeitabständen zu wiederholen, denn dadurch leidet die Aufmerksamkeit der Begegnung.

    Ich wünsche allen viel Spaß und Erfolg bei der Gestaltung ihrer Begegnung mit den Geistwesen.


    Merlin :zauberer2
  4. Im Forum wurden schon verschieden Phänomen angesprochen, die sich im Umfeld des Schlafens abspielen. Schemenhafte oder konkrete Gestalten, die plötzlich ganz real am Bett auftauchen oder eine Starre, aus der man nicht entrinnen kann.

    Diese Dinge geschehen häufiger als man glauben möchte und versetzt die Betroffenen in eine Spirale der Angst. Irgendwann wird dann auf diese Weise der Gedanke vom Schlaf zum Auslöser für immer neue albtraumhafte Erlebnisse.

    Diese Phänomene erklären sich aus der Art, wie wir einschlafen. Man hatte bis vor kurzer Zeit noch angenommen, daß beim Einschlafen die Leistungsfähigkeit des Gehirns, wie bei einem Dimmer kontinuierlich heruntergefahren wird. Inzwischen weiß man aber, daß bei einem bestimmten Melatoningehalt einzelne Funktionen nach und nach einfach abgeschaltet werden, bis wir die Bewußtseinseben des Schlafes erreicht haben. Das erklärt auch, warum wir bei Übermüdung Auto fahren können, obwohl unsere Wahrnehmungsfähigkeit immer deutlicher ausgeblendet wird.

    Normalerweise geschieht dieses Abschalten in einer bestimmten Reihenfolge und ist mit Auslöser verbunden. Wenn man sich also auf´s Bett legt, wird das vom Unterbewußtsein als Schalter zur Inaktivität verstanden, die Körperfunktionen werden heruntergefahren.

    Es gibt nun im Gehirn eine wichtige Schaltstelle (Hippocampus), die darüber entscheidet, ob eine Information im Gehirn als traumhaftes oder reales Erleben codiert wird. Wenn nun diese Kontrollinstanz beim Einschlafen zu früh ausgeschaltet wird, werden auch die visuellen Bilder aus dem Unterbewußtsein als reales Geschehen betrachtet. Das Schließen der Augen ist auch einer der Schalter, denn damit fließen keine Informationen mehr aus der Außenwelt in unsere Seelenwelt und eine Codierung von real und virtuell wird überflüssig. Das ist dann auch der Grund, warum Träume so realistisch erlebt werden.

    Der Betroffene erlebt also im Grunde nichts Ungewöhnliches. Bei verschiedenen Entspannungstechniken lassen sich solche Gefühle einer imaginären Begleitung bewußt herbeiführen. So lassen sich zum Beispiel in einer speziellen Meditation Engel oder andere Geistwesen spirituell erfahrbar werden.

    All´ diese Dinge erlebt der Träumende nun diesseits der Grenze von Traum und Wirklichkeit.

    Dieser Umstand erklärt auch das Durchleben der Schlafstarre. Hier erlebt man dann ganz bewußt die abgeschaltete Motorik des Körpers und die ungeheuere Schwere der totalen Entspannung, die den Schlaf begleitet.

    Wenn wir jedoch diesen eigentlich normalen Zustand in einer bestimmten Bewußtseinsebene wahrnehmen, wird diese Unbeweglichkeit vom Unterbewußtsein, als lebensbedrohlich verstanden und löst damit Ängste und ein Gefühl der ohnmächtigen Beklemmung aus – eigentlich eine logische Reaktion.

    In beiden Situationen sollte man versuchen, den Bezug zum Hier und Jetzt herzustellen, indem man die Augen öffnet, um Eindrücke aus dem Umfeld aufnehmen zu können (Schrank, Fenster usw.). Es ist deshalb auch sinnvoll nach dem Erlebnis sofort das Licht einzuschalten, aufzustehen und umherzulaufen. Manchmal gelingt es auch aus bedrohlichen Träumen durch einen realen Schrei zu flüchten.

    Der Schrei ist die ultimativ letzte Waffe des Menschen, um sich aus einer bedrohlichen Situation zu retten. Mit ihm sollen alle Kräfte mobilisiert werden und Raum für den erhöhten Sauerstoffbedarf einer folgende Befreiungsaktion geschaffen werden.

    Es ist auch klug eine übergeordnete Instanz als Beistand anzurufen, denn damit nehmen wir auch deren Kräfte an. In einem meiner Blogs habe ich schon über den Sinn spiritueller Begleiter geschrieben und wie nützlich uns diese Geistwesen (z.B. Engel) durchs Leben begleiten können. So läßt sich auch der Druck aus den Albträumen nehmen, wenn wir kurz vor dem Einschlafen unseren Engel bitten, uns durch die Traumwelt zu begleiten. Das gelingt jedoch nicht immer gleich, aber mit Geduld läßt sich diese Botschaft im Unterbewußtsein verankern. Man sollte nie vergessen, daß Seelendinge halt ihre Zeit brauchen


    Merlin