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YIN und YANG in der Ernährung - Säftelehre der traditionellen chinesischen Medizin

Eintrag von Iakchus im Blog Der Aufstieg der Erde und des Lebens. Ansichten: 532

Die zwei Prinzipien Yin und Yang lassen sich einfach darlegen.

Man unterscheidet zwischen Yin Energien und Yang Energien.
Yin ist weiblich, kalt, zusammenziehend, absteigend.
Yang ist männlich, warm und fliessend, aufsteigend.

Ein Säfte-Ungleichgewicht kann entstehen, wenn zuviel Yin ohne ausgleichendes Yang vorliegt oder umgekehrt zuviel Yang ohne Yin.
Dessen Entstehung liegt oft an unserer Ernährung. Nicht an einem Tag, sondern über mehrere Wochen. Aus Ungleichgewichten können verschiedene Organschwächen resultieren. Diese können sowohl an einem Zuviel als auch Zuwenig an Yang liegen.

Organschwächen sind schwer zu beurteilen, ob es jeweils an Yin oder Yang liegt. Erst wenn man beobachtet, wie die Ernährung aussah in den letzten Tagen, bekommt man ein Indiz, ob ein bestimmtes Problem mit einem Organ an zuviel Yin oder Yang lag.

Nehmen wir, man leidet prinzipiell an einen Yin Überschuss oder Yang Schwäche.
Wenn man süßes, scharfes oder heisses ißt, wird das Yang gestärkt und das Yin geschwächt.

Wenn man salziges oder kaltes ißt, wird das Yin gestärkt, und das Yang geschwächt. Auch sauer und bitter ist gleich Yin.

Diese Einteilung von süß, scharf, sauer usw. ist zwar sehr grob und vereinfacht, reicht aber für eine grobe Orientierung aus. Tatsächlich gibt es viele Besonderheiten, die die Sache aber sehr kompliziert machen. Vor allem geht es dabei um Funktionskreisläufe, die mit Organen zusammenhängen. Man liest darüber auf entsprechenden TCM Seiten betreffend der Ernährung.

Wir haben nun viele Gewohnheiten, wo wir über längere Zeit ein Ungleichgewicht erzeugen könnten.
Zum Beispiel trinken wir fast alle Kaffee. Ein Yang Produkt. Auch Rotwein oder Whiskey ist ein Yang Produkt (Bier=Yin).

Kaffee, Rotwein und scharfe Speisen könnten nun an einem Tag eine gewisse Breite erhalten.
All das verstärkt Yang und schwächt das Yin. Um so einen Tag des Yang auszugleichen, bräuchten wir also Yin!

Sonst werden wir leicht unruhig, nervös, reizbar oder man bekommt Kopfschmerzen, der Kater nach einer durchzechten Nacht macht sich stärker bemerkbar.
Wenn zudem noch Anlagen oder aktuelle Ursachen hinzukommen, kann durch solche Ungleichgewichte auch mal eine Krankheit ausgelöst werden, die solche Symptome mit sich bringen. Etwa Hauterkrankungen (gereizte Haut) verschlimmern sich.

Freilich werden für eine Hauterkrankung noch andere Ursachen vorliegen, aber die Tendenz ist gegeben, dass bei einem Yang Überschuss sowas ausbricht, wenn diese anderen Ursachen vorliegen.

Selbst wenn man gesund ist, bleibt eine einseitige Yang oder Yin Wirkung nicht ohne Folgen, weil der Körper es einfach schwer hat, von sich ausgleichend zu wirken. Der Körper und seine Organe ermüden oder verausgaben sich - und wenn wir solche einseitigen Tage öfter haben, umso mehr. Bis nach Monaten irgendetwas an Problemen stärker in Erscheinung tritt.

Wie gesagt, es sind meist andere Ursachen, die ein Problem akut werden lassen. Aber eine momentane Phase von Yin oder Yang Überschüssen kann diese Probleme dann oft erst zum Ausbruch verhelfen.

Nehmen wir an, irgendwo in uns ist eine latent vorhandene Entzündung (=Yang), die der Körper eigentlich in den Griff kriegen würde. Aber da wir extrem viel Yang zuführen, wird der Entzündungsprozess stimuliert und der Infekt oder die Entzündung erhalten sozusagen Auftrieb durch das Überschuss an Yang, ohne dass genügend Yin ausgleichend wirken könnte. Dasselbe gilt, wenn wir bereits eine Entzündung haben, dann sollten wir mit Yang vorsichtig sein, und einen leichten Yin Überschuss anstreben. Ich habe das selber mal ausprobiert bei einer leichten Herzbeutelentzündung, sowohl negative wie positive Folgen sind bei entsprechender Ernährung gut beobachtbar.

Ein typisches Symptom bei Yin-Mangel ist Müdigkeit, Erschöpfung, Unlust oder leichtes Frösteln. Neigung zu Erkältungen.
Wenn wir jetzt viel Rohkost (Yin) essen würden, verstärken wir das Yin Defizit. Es kann auch sein, dass eine längere Rohkostdiät ohne ausgleichendes Yang so ein Yin Defizit auslöst, oder sich irgendeine Organschwäche als Yin-Defizit zeigen.

Nicht jedes kalt gegessene Gemüse ist ein reines Yin Prinzip - es gibt auch Yang Gemüse, die bei einem kalten Verzehr sozusagen etwas ausgleichend wirken.

ZUVIEL YIN: Allgemein kann ein Zuviel an Yin diverse Stauungen auslösen (zB Gallenstau, Leberstau, Entgiftungsstau).
Yang Kräfte können wieder ins Fliessen bringen.

ZUVIEL YAN: Allgemein kann ein zuviel an Yang Entzündungen befördern (zB Haut, Organe, Gelenke).
Yin Kräfte helfen das Ausbreiten dieser Entzündungen zu verhindern.

Ich finde das hilfreich. Sobald man bemerkt, dass man gewisse Schwierigkeiten hat, schaut man sich die Symptome an, versucht sie auf Yang oder Yin festzulegen, und schaut sich die Ernährung der vergangenen Tage und Wochen an. Vielleicht stellt man eine fehlende Qualität fest und gleicht es entweder aus, oder setzt ein paar Tage auf die entgegengesetzte Qualität, um größere Beschwerden zu beheben. Eine Erkältung zB verlangt stets nach Yang.

Das erklärt, warum in leichten Phasen einer Erkältung Kaffee und Alkohol helfen, da sie Yang beisteuern.
Doch bei stärkeren Erkältungen überwiegen die Probleme für den Stoffwechsel und das Immunsystem, was bei Kaffee und Alkohol regelmässig zu beobachten ist.

Organschwächen können sowohl mit zuviel Yin als auch Yang zusammenhängen. Alle Organe scheinen sowohl Yin als auch Yang zu benötigen. Zwar lassen sich die Organe einteilen in Yin Organe, zB Niere, Leber usw., aber wenn Yang fehlen würde, kann es trotzdem zu Problemen kommen.
Das wollte ich dazu sagen, falls man meint, die Niere benötigt Yin, die Leber auch, weil man es irgendwo gelesen hat. Mir scheint aber wichtig, dass es da sehr komplexe Details gibt, und man nicht generell vereinfachen sollte. Zum Beispiel liest man, die Niere sei ein Yin Organ. Aber wir kennen vielleicht alle den Spruch, dass warme Mahlzeiten (=Yang) der Niere gut tun, und man mindestens einmal täglich etwas heisses essen oder warmes sollte. Wenn es Sommer ist (Yang-Zeit), mag das nicht so gravierend sein, wie im Winter (Yin-Zeit).

Hilfreicher ist es, nach der Erfahrung zu gehen. Also man guckt sich die Ernährung an, und bei irgendeinem Leiden überlegt man, ob man in den letzten Wochen zuviel Yin oder Yang zu sich genommen hat. Da findet man eher einen deutlichen Hinweis, ob man jetzt zum Ausgleich mehr Yin oder Yang benötigt. Auch liefern manche Beschwerdebilder wie Entzündungen oder Erkältungen sowieso schon Hinweise auf Yin oder Yang Überschüsse. Komplizierter wird es, wenn es zB um eine Leberschwäche geht. Ist es ein Zuviel an Giften (zB durch zuviel Yang Ausleitung?), oder fehlt der Leber als Yin Organ grundsätzlich das Yin?

Ich denke, es ist das beste, an einem Tag sowohl Yin als auch Yang Produkte zu essen. Damit wird eine ausgeglichenes Säfteverhältnis begünstigt.

Übrigens entspricht der Computer, besonders die von Röhrenbildschirmen ausgehende Strahlung und allgemein der Elektrosmog dem YANG-Prinzip.
Kühle Mineralwässer sind also günstiger als Kaffee während man am Computer sitzt. YIN Tees oder zumindest neutrale Tees wie Pfefferminztee wirken ausgleichend.

Joggen oder auch schnelles Gehen mit dem darin liegenden schnellen Rythmus entsprechen dem YANG-Prinzip. Es wird als Mittel eingeschätzt, schädliche feurige Energien abzutragen, und gesundes YANG aufzubauen. Ein Extrem an Joggen führt allerdings zu Yin Schwäche und fördert Nierenschwäche (mit einem Mangel an Yin in der Niere).
Dennoch stellt Joggen im Maßen wohl ein vorzügliches Mittel dar, die Yang Energie zu reinigen und allgemein frisch zu bleiben.

Ein ultimatives YIN-Prinzip stellt das Meditieren und Nichts-Tun dar.

Man sieht schon bald, das Yang Prinzip ist leichter zu befördern und zu stärken, als das Yin Prinzip. Zum Beispiel sind wir kaum an kalte Speisen (Yin) gewöhnt.

Aber man kann Yin und Yang auch auf eine ganze Kultur beziehen, getrennt von der Ernährung oder Gesundheit. Vor allem psychische Folgen können aus kulturellen Begebenheiten entstehen. Und Gesundheit und Psyche hängen durchaus ein wenig zusammen.
Das generelle Problem bei unserem weltweiten Yang Überschuss ist die Zerstreuung der (vitalen) Energien. Viele sind nur aktiv, aber im Grunde ziellos. Verausgaben sich und andere. Die Massen werden herzlos, weil sie immer nur ans Erreichen von persönlichen Zielen denken, und kaum jemand den inneren Frieden gefunden hat. Das Fehlen von innerer Harmonie und Frieden sorgt zusätzlich für das typische Yang Problem der Herzlosigkeit und Unachtsamkeit gegenüber anderen Lebewesen.

Anspannung durch Aktivitäten aber auch Stress (Yang) und Entspannung durch Ruhe (Yin), analog Arbeit und Freizeit. Freizeit ist uns meist als ein passives Element geworden, weil wir nach der anspannenden Arbeit entspannen wollen. Beide Prinzipien sind nötig und wir versuchen generell - auch unbewusst - einen Ausgleich zwischen beiden zu finden. Liegt eines zuviel vor, fühlen wir uns nicht nur unausgeglichen, sondern es zieht oft auch weitere gesundheitliche Probleme nach sich. In sich zu ruhen schafft Stabilität und der Fels in der Brandung wird sprichwörtlich. Zu viel Yang neigt allgemein zur Instabilität. Man sieht das auch an unserem weltweiten Finanzsystem. Würden wir in einem Zeitalter mit Yin Überschuss leben, gäbe es sicherlich auch Probleme, doch ganz anderer Art. Insgesamt scheint mir das YIN Prinzip bezogen auf unsere Lebensweise näher zu unserer Verwurzelung (ERDE). Ich glaube daher, dass prinzipiell eine Kultur mit Yin Überschuss weniger Probleme aufstellt, als eine Kultur mit Yang Überschuss.

Die 5 Elemente der TCM sind natürlich eine komplexe Angelegenheit. Diese 5 Elemente sind nicht so wichtig, wenn man sich zunächst mit Yin und Yang zufrieden gibt.

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Einige Links zur raschen Orientierung:

http://www.diepause.at/2013/11/kraft-schoepfen-im-winter-mit-5-elemente-ernaehrung/

http://tcm-austria.com/index.php/ernaehrung/lebensmittel

http://www.shen-nong.com/ger/principles/whatyinyangorgans.html

Und man findet noch viele weitere interessante Seiten, wenn man "tcm ernährung" in die Suchmaschine eingibt. Oder Suchbegriffe mit Yin Yang und gezielte Symptomsuche mit Tcm ergänzt.
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