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wissenschaftliche Methodik (Koinzidenzen)

Eintrag von Joey im Blog Joey's blog. Ansichten: 142

Jetzt will ich mal kurz eine starke Quelle von Fehlschlüssen anreißen: Die Koinzidenzen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Koinzidenz

Im Wikipedia-Artikel stehen zwei Definitionen, die schon gleich die Problematik erkennen lassen:

Die erste Definition ist:

Die zweite Definition:

Bemerkt? In der ersten Definition haben die Ereignisse nichts miteinander zu tun, außer, dass sie gleichzeitig oder am gleichen Ort stattfinden. Der kausale Zusammenhang kommt erst in der zweiten Definition dazu.

Wir scheinen darauf programmiert zu sein, kausale Zusammenhänge zu suchen und zu finden. Das ist für ein Überleben in der freien Natur ohne langes Nachdenken durchaus auch ein sinnvolles Verhalten. Für die Wissenschaft ist es allerdings geradezu hinderlich.

Aberglaube und gewisse Glaubens-Sätze beruhen auf der Beobachtung von solchen Koinzidennzen. Auch Tiere zeigen solches Verhalten: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,290219,00.html

Und auch hier ist niemandd wirklich davor gefeit: Ich entschloss mich diese Zeilen heute zu schreiben, weil ich mich dabei ertappe habe, wie ich eine Münze am Automaten gerieben habe, als sie das erste Mal von diesem abgelehnt wurde. Und die üblichen Kratzer nahe der Münzöffnung zeigten mir, dass dieser Aberglaube auch in Stockholm weit verbreitet ist.

Und, je mehr die Ereignisse miteinander zu tun haben scheinen, desto mehr sind wir geneigt, dazwischen auch wirklich einen kausalen Zusammenhang zu sehen.

Menschen die koinzident mit einer sog alternativmedizinischen Behandlung von einer Krankheit geheilt wurden, die sie vorher nicht in den Griff bekommen haben, sind natürlich sehr geneigt, den Erfolg auf diese Behandlung zu schieben. Und die Berichte, die ich in solchem Zusammenhang gehört oder gelesen habe, sind teilweise wirklich beeindruckend. In diesem Forum wurde u.a. von doppelter Heilung von Borreliose durch Homöopathie berichtet. Aber liegt es wirklich an der neuen Behandlung, oder spielen da noch andere Faktoren eine Rolle? Diese Frage kann mit dem Sammeln von Berichten (deren Wahrheitsgehalt nicht einmal angezweifelt werden muss) in keinster Weise beantwortet werden. Der kausale Zusammenhang, der psotuliert wird, ist in keinster Weise bewiesen. Das kann nur mit Hilfe gut durchgeführter Versuche geschehen.

Solche Zufalls-Koinzidenzen nähren auch Verschwörungstheorien. In diesem Vortrag http://video.google.com/videoplay?d...rner+Altnickel+Vortrag&hl=de&client=firefox-a erzählt Werner Altnickel u.a. von einer Frau, die von Krankheits-Symptomen an vielen Menschen nach der Beobachtung von Kondenzstreifen berichtet. Wir haben also die Koinzidenz der Ereignisse "Es wurden viele Kondenzstreifen beobachtet" und "Es fühlten sich viele Menschen in der Umgebung auf speziefische Weise krank." Haben diese beiden Ereignisse irgendeinen kausalen Zusammenhang? Für Altnickel und die anderen Chemtrail-Gläubigen ist dieser Zusammenhang längst bewiesene Sache, die ganzen gesunden enschen ignorierend, die täglich Kondensstreifen sehen. Dass Krankheits-Symptome auch andere - unsichtbare - Ursachen haben können, wird auch völlig ignoriert. Irgendeine ausgasende Mülldeponie kann das gleiche verursacht haben... und das ist nur ein Beispiel von vielen Möglichkeiten, die nicht einmal in Betracht gezogen werden, weil eine scheinbar sichtbare "ursache" ja schon gefunden wurde... und in keinster Weise hinterfragt wird.

Zauberkünstler und Illusionisten machen sich diesen Effekt zu nutze. Sie veranstalten auf der Bühne ein wahres Show-Brimborium, in dem sie dem Publikum eine Vielzahl an Trick-Lösungen - die alle nicht stimmen und teilweise offensichtlich nicht stimmen können - anbieten, so dass der wahre Trick untergeht; ja, das Publikum sich teilweise gar nicht fragt, ob es noch einen anderen Trick gibt.

Fazit: Auch teilweise sehr erstaunliche Koinzidenzen sind in keinster Weise Beweis für eine Gesetzmäßigkeit.

Viele Grüße
Joey
  • esoterix
  • Joey
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