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Wertvorstellungen eines sterbenden Schwans

Eintrag von JustInForAll im Blog JustInForAll's blog. Ansichten: 70

Auf wie viele Dinge legen wir wert in unserem bescheiden kurzen Leben?
Die Einen bevorzugen das Geld und leben und arbeiten Zeit ihres Lebens dafür bis sie sterben und sich die Erben riesig darüber freuen.
Andere arbeiten für ihre Hobbys. Sie basteln, sammeln und müllen ihren Lebensraum damit zu. Dann sterben sie und die Erben sind entweder erfreut, wenn einige Stücke darunter sind, die sich gut verkaufen lassen. Oder sie verfluchen den Verstorbenen, weil sie viel Geld ausgeben müssen, um den Müll, den sie hinterlassen haben, teuer wegräumen zu lassen.

Doch Zeit unseres Lebens sind wir ständig am Arbeiten und Konsumieren, arbeiten und konsumieren, arbeiten und konsumieren, arbeiten und konsumieren, arbeiten und konsumieren………!
Täten wir das nicht, würde unsere ganze Gesellschaft zusammen brechen wie ein Kartenhaus.
Die ganze Gesellschaft erwartet von uns, dass wir ständig arbeiten und konsumieren und damit den Geld- und Güterkreislauf aufrecht halten und im übertragenen Sinne damit das Leben unserer Mitmenschen mit finanzieren.
Damit sind wir ALLE Schmarotzer, die von der Arbeit und Konsum eines jeden, unser Leben finanzieren. Was heißt das eigentlich?
Du kannst arbeiten und produzieren bis der Arzt kommt; wenn aber keiner deine Produkte kauft und konsumiert, wirst du nichts für deine Waren von niemanden bekommen und darfst verhungern.
Meist kaufen wir obendrein noch so total unnützes Zeug, die wirklich kaum zu gebrauchen sind. Wir zahlen aber horrende Summen dafür. Und warum? Weil irgendwer gesagt hat, dass ausgerechnet dieses Produkt ein jeder haben muss, das es absolut IN ist und wir nicht darauf verzichten dürfen, wenn wir den Respekt unserer Mitmenschen behalten wollen.
ACHTUNG: Diese Aussage ist eine PR-Propaganda für ein Produkt, dass SIE nicht wirklich brauchen und es daher schmackhaft durch psychologische Maßnahmen gemacht werden muss, damit SIE es trotzdem kaufen, damit der Verkäufer statt zu verhungern, sich eine Villa auf einer Trauminsel kaufen kann.

Herbert geht in die Stadt und sieht sich um: Jeder auf der Strasse hat das Produkt, jeder spielt daran rum, jeder spricht darüber, welches Modell er zuletzt gekauft hat und wie viel Spaß ihm das Produkt macht. Das überwältigt ihn! Er muss es auch haben und mit anderen darüber sprechen, welch eine Qualität er bekommen hat. Er will auch für andere Menschen interessant sein. Er will auch, dass man ihn um der Ware willen bewundert, die er nun teuer erworben hat und dafür hart gearbeitet hat. Er will auch! Er will auch geliebt, akzeptiert und bewundert werden.
Und damit: Hat es sich für den Verkäufer gelohnt, Propaganda für sein Produkt zu machen.
Er bekommt womöglich durch den Verkauf das Geld für gleich mehrere Villen auf mehreren Paradies-Inseln, während Herbert für sein bescheidenes Gehalt, womit er solalà über die Runden kommt, recht teure Produkte gekauft hat, für die er nun an so manch einer Stelle, wo das Geld besser angelegt wäre, einsparen muss. Herbert kommt gelegentlich in Geldnot. Das macht aber nichts. Er kann ja noch arbeiten, solange er noch jung und leistungsfähig ist.
Wenn er alt wird und in der Zwischenzeit viel Teures gekauft hat, damit man ihn darum beneidet, respektiert und liebt, wird er kaum angespart haben, um die bescheidene Rente aufzubessern, die die Gesellschaft ihm als Dank für all die Jahre Unterstützung durch Arbeit, Konsum und Mit-Finanzierung all ihrer Villen anerkennt. Und wenn er im Alter nicht mehr viel Geld für Werte übrig hat, um die man ihn auch im Alter beneidet, respektiert und liebt, wird er sterben und seine Erben werden fluchen, wenn sie wiederum für all das abgenutzte Zeug auch noch Müllabtransport-Gebühren bezahlen müssen, um sie wieder zu beseitigen. Denn Müll-Beseitigung kostet auch Geld und der Unternehmer will auch ein bis zwei Villen auf einer Insel.
Und die, die den ganzen Müll beseitigen, verstehen sich prächtig mit denen, die ihn produzieren und verkaufen. Sie leben beide davon, dass ihnen jemand den Müll erst abkauft und hinterher noch mal draufzahlt, damit sie sie wieder abholen. Sie leben beide sehr gut davon, besser als irgendein Herbert, der dafür schuftet, um Schmarotzer zu unterhalten.

Wenn ich nun Politiker mir anhöre, die „Arbeitslose“ „Schmarotzer“ nennen, frage ich mich, warum sie die Dinge so verdrehen? Und: Ob sie es bewusst oder unbewusst so verdrehen?

Es kommt ja nicht von ungefähr, dass Manager besser bezahlt werden als z.B. irgendein Bauarbeiter. Die Gesellschaft meint, dass der Manager viel härter arbeiten muss, um Müll an z.B. den Bauarbeiter zu verkaufen und wieder gegen eine bescheidene Gebühr wieder abzuholen, wie Quark von Star Trek - Deep Space Nine es so schön ausdrückt.

Dann sterben die Menschen irgendwann und haben umsonst die ganzen Jahre über sich das Allerwerteste aufgerissen, um geliebt, bewundert und respektiert zu werden.
Man sollte: „Er hat gut geschuftet, gezahlt, konsumiert und unsere Villen damit bezahlt.“
auf seinen Grabstein schreiben.
Und Pfarrer Otto behauptet immer noch, man würde es Herbert im Paradies vergelten.
Was will man ihm denn vergelten? Dass Herbert sich selbst so wenig geliebt hat, um Liebe einzukaufen? Im Grunde wollte er ja nichts anderes, als Liebe.
Das Paradies soll Herbert was geben, was ihm selbst fehlt.
Solange unser einziger Trost aber das Paradies bleibt, wird die Erde immer mehr zur Hölle.
Auf die Existenz eines Paradieses kann der Mensch nur in seinen wunderschönen Träumen und Phantasien hoffen.
Die Phantasie deckt und ersetzt aber die Realität nicht.
Oder wachte schon mal irgendein Bauarbeiter Herbert in der Villa eines Managers am Morgen auf?
Nein, Herbert wacht immer im selben Bettchen auf und der Tag beginnt für ihn, wie jeder andere, bis er in die Kiste steigt. Dann kommt Otto der Pfarrer und sagt: „Gott und das Paradies werden ihn empfangen und es ihm vergelten.“
Er ist tot, was will man dem noch vergelten.

Aber da soll es ja noch eine Seele geben, die alles empfängt. Ob es diese Seele gibt, hat noch nie einer rausgefunden. Und wenn es irgendwas gibt, was danach noch kommt, dann wird es aber sicherlich nicht mehr der Herbert sein.
Bleibt die Frage: „Wofür hat dann Herbert gelitten und geschuftet?“
Diese ganzen Religionen sind mir höchst suspekt. Sie halten die Herberts der Welt zusammen mit den Müllverkäufern zum Narren.

Quarkvolle Grüße
Justi
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