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Warum fühle ich mich so bedürftig, abhängig, sehn-süchtig ... wie ein kleines Kind?

Eintrag von AlphaOmega71 im Blog AlphaOmega71's blog. Ansichten: 536

"Wenn deine Einsicht meiner Lehre widerspricht, so sollst du deiner Einsicht folgen." Buddha

Vor einigen Jahren, als ich mir Wissen noch durch Lesen, und nicht wie heute durch eigene Erkenntnisse, angeeignet habe, fand ich nachstehende Ausführungen.

Es ist mir ein Bedürfnis, diese zu teilen, weil viele dieser Erklärungen meine eigenen Erkenntnisse sowie persönliche Ansichten wiedergeben. Ich habe noch keine nachvollziehbarere Erklärung für Bedürftigkeit und Sucht gelesen, als diese. Sie unterstreicht meine eigenen Ausführungen hier.

Anmerkung:
Es handelt sich lediglich um ein Kapitel des ganzen Buches.
(Evtl. stelle ich auf Nachfragen das gesamte Buch zur Verfügung.)

aus dem Buch „Blossoming the child“ von Tamarack Song (deutsche Übersetzung)

Kapitel 13 - Bedürftigkeit – die Wurzel kindlicher „Fehlverhalten“

Warum ist das Befriedigen der Bedürfnisse eines Kindes für eine Mutter so wichtig, dass sie, als letzten Ausweg ihr Kind umbringen würde, falls sie in einer Situation landet, in der sie chronisch nicht mehr in der Lage ist, das zu tun. Das trifft nicht nur für Menschen zu, sondern für die Mütter vieler unserer Tierverwandten.

Eine Mutter weiß instinktiv, dass wenn die Bedürfnisse ihres Kindes nicht befriedigt werden, dem Kind Schaden zugefügt wird und wenn die Bedürfnisse kontinuierlich unbefriedigt bleiben, zieht das irreparable Schäden nach sich. Der Schaden kann physisch oder psycho-emotional sein, wobei wir uns mit letzterem beschäftigen. Wenn das Bedürfnis nach Akzeptanz und Führung eines Kindes chronisch unbefriedigt bleibt, entwickeln sich seine Beziehungsmuster so, dass sie das kompensieren können. Diese Bedürftigkeit-basierten Muster beinträchtigen seine Fähigkeit zu geben und zu vertrauen. Er steckt in seinem Ego fest, was zu einem einsamen, selbstzentrierten Leben voller unstillbarer Bedürftigkeit führt.

Das wird dann klar, wenn Leuten, denen die Gelegenheit gegeben wird, anders zu leben, und stattdessen immer wieder das Alte/Gleiche wählen. Karl Marx hat gesagt: „der größte Wunsch eines Sklaven ist nicht der Wunsch nach Freiheit, sondern danach, selber einen Sklaven zu haben.“

Mutter Teresa drückte ihre Besorgnis in Anbetracht der seuchenhaften Verbreitung der Bedürftigkeit folgendermaßen aus:“ In den entwickelten Ländern gibt es eine Armut an Intimität, eine Armut des Geistes, Einsamkeit und ein Mangel an Liebe. Das ist heutzutage die schlimmste Krankheit. Heutzutage scheint jeder in Eile zu sein. Niemand hat Zeit dafür anderen Zeit zu schenken: Kinder ihren Eltern, Eltern ihren Kindern, Ehepartner sich gegenseitig. In den Häuser fängt der Weltfrieden an zu zerbrechen. Das größte Leiden ist, wenn man sich alleine, ungewollt und ungeliebt fühlt.“

Vom bedürftigen zum habgierigen Kind
Unsere Erziehungsdefizite sind so verbreitet, dass sie buchstäblich unsere Kultur geformt haben. Die Tatsache, dass wir eine materialistische Gesellschaft haben, die von politischen und religiösen Führern regiert wird und dann Eroberer und Missionare losschicken, um den Rest der Welt an uns anzupassen, kann zu unbefriedigten Bedürfnissen in der Kindheit zurückverfolgt werden. Wir sind chronisch ärgerlich und depressiv, traurig und unerfüllt, süchtig und getrieben. Wieder, weil unsere Bedürfnisse in unserer Kindheit nicht befriedigt wurden Wenn man die Kultiviertheit und die Fallen der Erwachsenen-Fassade herunternehmen würde, kämen einsame, hoffnungslose kleine Kinder zum Vorschein, die probieren ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Ihr Leben wurde zu einer nie endenden Suche nach dem, an was sie als Kind verarmt waren.

Warum mögen Kinder kein Gemüse?
Anstatt kein Gemüse zu mögen, wurden diese Kinder nicht ordentlich gestillt.
Um das zu kompensieren, sehnen sie sich nach Essen mit viel Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten. Denn dieses Essen ähnelt mehr der Milch als dem Gemüse.

Andere Kinder wurden emotional nicht adäquat ernährt und deshalb versuchen sie, das mit gehaltvollem Essen zu kompensieren.

Ein natives Kind ist fast immer in einem Zustand der Zufriedenheit, da seine Bedürfnisse sofort befriedigt werden, wenn sie aufkommen. Sehr selten ist es nicht in Anwesenheit seiner Mutter, einer anderen vertrauten Frau oder anderer Familienmitglieder. Umso jünger das Kind ist, umso wichtiger ist diese Anwesenheit, besonders die der Mutter oder der Ersatzmutter, da tiefe emotionale Bedürfnisse nur von der Mutter befriedigt werden können.

Stillen z.B. nährt ein Kind physisch und emotional.

So ist es nicht für das gewöhnliche moderne Kind. In den USA gibt es zurzeit 2.3 Millionen Kinder unter 5 Jahren. 36 Prozent dieser Altersgruppe sind in Kindergärten und viele andere sind bei Babysittern oder Verwandten. Nach der Arbeit holt die Mutter sie ab und auch dann hat sie nicht viel Zeit, da sie Dinge im Haushalt zu tun hat, die ohne Einbezug des Kindes gemacht werden.

Unser Kinderbetreuungssystem ist eigentlich fehlerhaft, da Ernährung, physisch und emotional, im Jetzt geschehen muss. Verspätete Erfüllung ist ein Oxymoron (Widerspruch):
Nichts kann wiedergutmachen, was dem Kind im Augenblick des Bedürfnisses nicht gegeben wurde.
Das gilt besonders für die ersten Jahre.

In dieser Zeit tritt die Verletzung auf, die eine komplette psychoemotionale Entwicklung verhindert und dann in Verhaltensmustern von Bedürftigkeit auftreten, die einen ein Leben lang plagen.

Sogar Kinder, dessen Mütter zu Hause bleiben, können verletzt werden.

Eine nativ lebende Mutter reagiert sofort auf einen Schrei eines Babys. Viele westliche Leute jedoch, die Unabhängigkeit als Ideal betrachten, glauben, dass kontinuierliche Aufmerksamkeit Bedürftigkeit erschafft. Wenn es keinen erklärbaren Grund für das Schreien des Babys gibt, werden folgende Rationalisierungen angeboten, um das Schreien lassen des Babys zu unterstützen: „Er wird sich in den Schlaf weinen.“ „Lass sie weinen – du hast dich gerade um sie gekümmert.“ Wenn ich jedes Mal aufspringe, wenn er schreit, wird er nie aufhören.“

Wenn diese Kinder erwachsen werden, projizieren sie es oft auf die Große Mutter Erde. Sie ist die ultimative Quelle für die Ernährung all ihrer Kinder, also wird sie auch die letztliche Verantwortung für unbefriedigte Bedürfnisse übernehmen. Das bedeutet, dass sie oft auch der Empfänger von Beschuldigungen und Wut von Kindern, die von Bedürftigkeit besessen sind und nicht wissen warum oder wohin damit, ist. Wenn diese Leute ausrasten, geht es selten gegen die Mutter Erde. Meistens geht es gegen Gott, die Gesellschaft, oder die Familie. Oder sie holzen einen Wald ab und in extremen Fällen erschießen sie einen Fremden in einem Cafe.
Diese hoffnungslosen Leute haben keinen wirklichen Groll gegen eines der Kinder der Mutter Erde. Sie sind blind vor Wut auf das Leben als Ganzes, weil sie als hilflose Kinder nicht die Fürsorge bekommen haben, die sie brauchten.

Wie wurden sie so chronisch und hoffnungslos bedürftig, dass wir es nötig haben, solche Extreme auszuleben? Ein weiteres Mal treffen wir auf ein schon bekanntes Thema in diesem Buch, welches die Wurzel des heutigen Ungleichgewichtes ist: Die Isolation von der natürlichen Welt. Es begann als wir anfingen, uns von der Mutter Erde, der Quelle all unserer Nahrung, zu distanzieren. Als wir Landwirte und Bauern wurden, erschufen wir eine Grenze zwischen uns und dem Überfluss der Mutter Erde, der frei mit uns geteilt wird. Dieser künstliche Mangel brachte uns dazu in einem Zustand der Bedürftigkeit zu sein. Das hat einen tiefen Teil von uns infiziert: Unsere Herzen und die intimsten und am meisten geschätzten Aspekte unseres Lebens: Unsere Beziehungen

Die Anzeichen für ein bedürftiges Kind
- Kinder, die nicht beruhigt werden können sind Langzeit-Leidende, auch wenn es den Anschein hat, als würden ihre Bedürfnisse befriedigt werden
- Ältere Kinder, die ausrasten, erst bei ihren Müttern und dann bei anderen Leuten, um Nähe zu vermeiden. Es kann verbal geschehen: schreiend „Lass mich alleine“, und „Ich hasse dich“, oder physisch: schlagen, Dinge werfen, oder Selbstmissbrauch. Das geschieht normalerweise in der Anwesenheit derer, die ihre Bedürfnisse nicht befriedigen oder nicht befriedigt haben.
- Frustrierte Eltern sind verlässliche Warnschilder für bedürftige Kinder. Wenn sie sagen, „Ich kann mit diesem Kind nichts anfangen“, „Nichts ist gut genug“, oder „Diese Junge macht mich verrückt“, dann kann man sich ziemlich sicher sein, dass ihr Kind bedürftig ist.

Zeit: Das fehlende Element
Native Völker erleben Bedürftigkeit sehr selten, da sie permanent von der Mutter- Energie umgeben sind. Manche Menschen nennen diese Energie Liebe. Sie ist so allgegenwärtig wie Luft und wie bei der Luft gibt es keinen Grund darüber nachzudenken oder sie aus Verlustangst zu horten. Um Bedürftigkeit zu kennen, muss man sich verarmt fühlen.

Es gibt ein Sprichwort, Kinder buchstabieren Liebe Z-E-I-T. Zeit oder Kinder, es ist entweder das eine oder das andere, wenn wir das Eine nicht dem anderen geben können. Es gibt keinen Ersatz für Zeit: Wir können sie nicht kaufen, niemand kann sie uns geben und wir können sie nicht später schenken. Es gibt keine wichtigere Zutat als Zeit in der Kindererziehung. Als Eltern werden uns unsere Kinder wahrscheinlich so viel Zeit geben, wie wir ihnen geschenkt haben.

Kinder erblühen, wenn ihnen Zeit geschenkt wird. Die Deutschen sagen, das wichtigste ist, dass du dir die Zeit nimmst, mit deinen Kindern zu spielen. Ersatzeltern helfen dabei nicht – es müssen die Eltern sein. Ein Vater ist wertvoller als 100 Lehrer, besagt ein altes englisches Sprichwort. Unsere Kinder können nur so viel Freundlichkeit, Respekt und Großzügigkeit geben, wie sie auch in ihrer Kindheit erhalten haben. Und sie können das nur erhalten, wenn sich jemand die Zeit nimmt, es ihnen zu geben

Was können wir tun?
Es mag ja fast so erscheinen, dass wir so chronisch bedürftig sind, dass es einen fundamentalen Lebenswandel benötigt, um zufriedene Kinder zu haben. Glücklicherweise ist die Welt eines Kindes sehr klein. Wenn wir die Verantwortung für diese kleine Welt wieder an uns nehmen, können wir gesunde Kinder erziehen. Unsere Kinder sind dann gut ausgestattet, um die Veränderung in der großen Welt herbeizuführen.

Hier sind 3 essentielle, machbare Schritte, um unsere Kinder nicht bedürftig aufwachsen zu lassen. Sie beziehen sich auf die ersten 3 Jahre eines Kindes – die formenden Jahre -, wenn wir einen echten Unterschied im Leben unserer Kinder machen können.

- Das erste Jahr Mutter und Kind sind permanent zusammen
- Das zweite Jahr Mutter und Kind können für kurze Zeiträume getrennt sein, solange die Mutter kein Stillen oder Nickerchen versäumt. Alle Nächte werden zusammen verbracht
- Das dritte Jahr die Mutter kann für längere Zeiten weg sein, solange wie ein enges Familienmitglied anwesend ist.

„ Wird das Kind nicht ein Muttersöhnchen werden?“
Diese Besorgnis höre ich von vielen Klienten. Ein junges Kind, weiblich oder männlich, braucht Mutterenergie in den ersten 3 Jahren und vor allem viel davon. Die Jungen der Yupik, die an der Nordwestküste Alaskas leben, sind mit ihrer Mutter und anderen Frauen zusammen, bis sie 5 sind. Danach leben sie zusammen mit den Männern in deren traditioneller Hütte. Das ist typisch für viele Native Völker und ihre Männer werden nicht Muttersöhnchen genannt.

Zusätzlich zu den oben genannten Richtlinien für die ersten 3 Jahre, gibt es Aspekte die ein nährendes Umfeld schaffen können:

- Viele Eltern und Erwachsene, die sich um die Kinder kümmern
- Permanente Gesellschaft anderer Kinder

Ein Kind jeglichen Alters ohne die Gesellschaft anderer Kinder ist unnatürlich. Wenn du Tagesbetreuung oder Babysitter für notwendig betrachtest, kannst du die negativen Auswirkungen verringern, indem auf deine Kinder in Gesellschaft anderer bekannter Kinder aufgepasst wird.

Gegenwart vs. Anwesenheit
Eltern können physisch anwesend sein und die körperlichen Bedürfnisse eines Kindes befriedigen, wenn sie jedoch von Herzen nicht anwesend sind, vermitteln sie kein Gefühl der Gegenwärtigkeit. Ein Kind brauch nicht nur Zeit, sondern qualitative Zeit. Da gibt es einen wichtigen Unterschied, da das Kind die Abwesenheit eines nicht gegenwärtigen Elternteils spürt, auch wenn dieser physisch anwesend ist. Das Kind fühlt sich unbefriedigt und ist deshalb unruhig, weinerisch und „belästigend“, auch wenn die Eltern da sind.

Lasst uns vor allem daran erinnern, dass Bedürftigkeit kein natürlicher Zustand ist. Also müssen unsere Kinder ihn nicht erleben oder darunter leiden. Die Gründe für Bedürftigkeit verschwinden, wenn wir zu unserer natürlichen Lebensweise zurückkehren. Um Inspiration und Vorbilder zu finden, wie man fürsorgliche bedürftigkeitslose Leben führt, können wir einen Blick auf unsere natürlich lebenden Verwandten werfen. Ob sie Menschen sind oder nicht, ist unwichtig, denn wie man im Gleichgewicht mit der Mutter Erde und dem Vater zusammenlebt, ist allen natürliche Lebewesen bekannt.
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