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Tai Chi und Qi Gong - das Wunder einfachster Bewegungen - Heilung und mentale Klarheit

Eintrag von Iakchus im Blog Der Aufstieg der Erde und des Lebens. Ansichten: 1213

Wohlbefinden, körperliche Gesundheit, klarer Blick, und geistige Frische.
Es ist eine Frage der Energie.
Es ist eine Frage des Qi.
Qi ist die Lebensenergie.
Man kann sich mit Tai Chi nicht nur gesund halten, sondern auch Gesundheit zurückerhalten, wenn man es ein paar Wochen betreibt.
Die Betonung auf gesundheitliche Aspekte des Tai Chi wird oftmals Qi Gong genannt. Genau genommen dient Qi Gong dem Bewegen und Sammeln der "Qi Lebensenergie", und Tai Chi (Taijiquan) st eine eher allgemeine Bezeichnung für eine besondere Form von Kampfkünsten, die wir als Schattenboxen kennen. Beides, Qi Gong und Tai Chi kann man im Grunde als dasselbe bezeichnen. Aber man findet bei der Suche nach Qi Gong speziellere Übungen, die sich der Gesundheit von Organen oder dem Energiesystem des Menschen widmen, und die meist einfacher auszuführen sind.

Es ist nicht kompliziert, um erste Erfolge zu spüren. Man muss nicht erst wochenlang trainieren. Schon beim ersten Mal kann man einiges spüren, wenn man die jeweilige Wiederholung mehrmals ausführt. Hartnäckige gesundheitliche Probleme lassen sich aber nur über die Zeit angehen. Es ist bekannt, und oft gesagt worden, dass diejenigen, die Tai Chi regelmässig ausführen, nicht mehr krank werden, oder zumindest nicht mehr so oft.

Die Übungsfolge 8 Brokate ist ein sehr guter Einstieg in Tai Chi. Es wird auch Ba Duan Jin genannt.
Es ist einfach zu lernen, und dabei sehr effizient in der Wirkung. Alte Meister haben diese Bewegungen ausgewählt, um mit wenigen Bewegungen die nötigsten Aktivierung von Qi und Meridianen zu erreichen.
Wenn man mit dem zweiten Brokat noch Probleme hat, übt man einfach die anderen ein, bevor man zu diesem 2. Brokat kommt.

Die Acht Brokate (werden auch Ba Duan Jin genannt):


Die anderen Brokate (Videos 2-8).
Bei jeder dieser Bewegungsform werden ganz bestimmte Meridiane beeinflusst, oder Chi Energie geweckt oder Chi verteilt.

Variationen der Brokate gibt es vielfach.

Eine gute Beschreibung findet man bei Andrew Pitt (in englisch). Andrew Pitt war ein Jahr lang in einem Shaolin Kloster, um dort mehr zu lernen als durch Bücher oder ungenügende Lehrer. Er veranschaulicht in seinen Videos auch andere Variationen.

Oder diese hier (nur Videobilder ohne Ton).
Oder wie es bei den Shaolin zu finden ist (etwas vorspulen).
Verschiedene Ausführungen zu betrachten ist hilfreich, um gewisse Feinheiten zu unterscheiden und das zu übernehmen, was einem persönlich mehr zusagt.
Hier noch eine ausführliche deutschsprachige "Acht Brokate" Anleitung.

Ich empfehle allerdings zum Kennenlernen des Qi Gong oder Tai Chi die erste Bewegung aus dem Shibashi, die kinderleicht ist. Sie zeigt bereits wesentliche Elemente, auf die es ankommt.
Shibashi kennt 18 Bewegungen und ist eine beliebte Form des Qi Gong und hat wie die 8 Brokate eine Betonung auf der gesundheitlichen WIrkung.
Hier der erste Teil: .
Man beginnt mit leicht gebeugten Knien und wenn die Hände nach oben geführt werden, beginnt man einzuatmen, wenn die Hände nach unten sinken, atmet man aus und geht mit den Knien leicht in die Beuge.
So wird der erste Teil vom Begründer Housheng ausgeführt (chi: Einatmen. puh: Ausatmen). Man sieht im Vergleich, dass Housheng sehr weit in die Knie geht, was m.E. dafür sspricht, ein langjähriger Praktiker zu sein. Als Anfänger sollte man nur leicht die Knie beugen so wie im ersten Video von McNair. Um das richtige Ein und Ausatmen zu lernen halte man sich an Housheng (chi Ein, puh aus).
Eine Video Erläuterung in Deutsch zu Shibashi.
Hier wird bei der zweiten Bewegung eine Ausatmung geschildert, die sich vom Original (von Housheng) unterscheidet. Je nach Stelle, wo man ausatmet, ergibt sich eine andere Wirkung. Hinsichtlich der gesundheitlichen Wirkung sind die Unterschiede vernachlässigbar.

Es gibt auch kompliziertere Bewegungsformen, die nacheinander gereiht wie in einem Fluss ausgeführt werden. Beschreibung zB bei Daniel Grolle, der einen ausführlichen Lehrgang über den sogenannten Yang Stil auf Youtube veröffentlicht hat. Aber diese Ausführlichkeit ist un wirklich was für Enthusiasten.
Grolle nennt das Ausüben des Tai Chi übrigens Spiel.

Für Fortgeschrittene mit genügenden Englischkenntnissen gibt es diverse Videos auf Youtube und Lektoren: Dr. Lam mit Schwerpukt auf Gesundheit und Heilung (Dr. Lam erkrankte selbst an Arthritis seit er Jugendlicher war, und heilte es mit Tai Chi und nun wollte er auch andere von dieser Heiltechnik des Tai Chi profitieren lassen und wurde Doktor und Tai Chi Lehrer). In einer Doku wurde ein anderer Fall berichtet, wo jemand Leukämie mit Tai Chi heilte - und dieser Mann wurde ebenfalls Doktor und Tai Chi Lehrer. Die Erfahrung einer wundersamen Heilung durch tägliche Praxis von Tai Chi muss einen nachhaltigen Effekt auf die verschiedenen Leute ausüben. Sie erkennen den Wert und Nutzen. In China geht man um 6 Uhr morgens in einen Park und praktiziert Tai Chi, und irgendjemand bringt auch immer Entspannungsmusik mit. Diese Tradition ist so verwurzelt, dass auch Auswanderer in Chinatown New York dasselbe tun.

Meist allgemein auf Tai Chi ausgelegt: Ian Sinclair, Andrew Pitt, Michael Gilman, Erle Montaigue, Michael Winn, Jan Kain, Robert Linde, oder Rich Marantz: https://www.youtube.com/playlist?list=PLBF42FF5AE3D7DDFC . Die Liste ist nicht vollständig, es gibt noch ein paar andere Videos von Marantz (aber er hat keinen eigenen Kanal). Bei einigen, auch bei Marantz muss man unterscheiden zwischen jenen Videos, die Kampfbewegungen erläutern (schnelle Bewegungen mit Fausthieben und Tritten), und die klassischen Tai Chi Formen, die die Sanftheit betonen. Man erkennt erstere meist an Begriffen wie "martial", "attack", "defend".
Wenn man nach traditionellem Tai Chi für den Hausgebrauch sucht, kann man nach den Begriffen: Movements, postures, Form Ausschau halten. Das Tai Chi im weit verbreiteten YANG Stil ist wohl in den Wurzeln aus Kampfaspekten hervorgegangen. Es ist in erster Linie als eine Art Umleitung von Kräften gedacht. In manchen Bewegungen kann man erkennen, wie damit ein Faustschlag eines Gegenüber abgewehrt werden könnte.
Eine weitere Playliste: https://www.youtube.com/playlist?list=PL8A7F81E68CEE1BCB
Eine Form des Tai Chi ist der Wu Style, der aus dem Yang Stil hervorgeht und im Gegensatz zum Yang Stil nicht so viele grossräumige Bewegungsformen enthält sondern kleine und kompakte Bewegungen. Desweiteren gibt es noch den anspruchsvolleren Chen Stil, der auch "explosive" und ruckartige Bewegungen enthält und kampfbetont ist.

Noch eine Playlist, einfaches Qi Gong: https://www.youtube.com/playlist?list=PLnFAXvakfKZN1TdnQuT6ef8UlvH8l2xJH

Seltener als die anderen Stile ist der Hao Stil (Video), er wird auch Wu Hao Stil genannt - der Hao Stil betont vor allem die Bewegung des inneren Qi (Text).

Man kann einzelne Bewegungsfolgen lernen, und dann die einzelnen Bewegungsformen zusammenführend ausüben, wobei sich die Übergänge von Form zu Form in der Regel von selbst ergeben. Das ergibt dann zB die 108 Form (Wu Stil, eng.: Wu Style). Ein anderer Praktiker der Wu Stils in der 108er Form findet sich hier. Und ein Meistervideo über den Wu Stil.
Das sind 108 einzelne Bewegungsabläufe, die man fliessend nacheinander ausführt.

Weiters gibt es kürzer gefasste Serien, zB im Yang Style die sehr verbreitete 24er Form, oder dasselbe von Meister Tan. Das sind dann nur 24 Bewegungen, die nacheinander ausgeführt werden, mit fliessenden Übergängen. Zwischem ersten Video und Meister Tan erkennt man bereits Unterschiede. Meister Tan ist geschmeidiger, und wirkt weniger gehetzt in der Ausführung. Es wirkt beim Meister nicht wie abgespult.

Es macht Freude, und bedarf nicht viel Kenntnis, diese Bewegungen sich anzuschauen, besonders wenn es ein Meister ausführt.

Konkret haben alle diese zusammengesetzten Formen einen Namen, zB in der 108er Form ist die 4. Bewegung "einfache Peitsche", oder die 7. "das Knie streifen links" (Brush Knee left).

Tai Chi Chuang oder Taijiquan ist die eigentliche Bezeichnung, und Tai Chi eine Abkürzung. Bei Taijiquan im chinesischen Youtube Angebot findet man einige Kostbarkeiten, weil es mehr Meister zu finden gibt (einfach auf entsprechend aussehende Praktizierende achten, irgendwie sieht man es ihnen an).

Man muss nicht mal ein Buch kaufen, oder eine teure DVD. Das Internet, namentlich YOUTUBE (Suche Tai Chi), ist voll von Tai Chi. Am besten sind natürlich Anleitungen, die die einzelnen Bewegungen erklären. Wer des Englischen mächtig ist, erlebt eine wahre Fülle des Tai Chi Chuang.
Hier habe ich eine Playliste mit deutschen Anleitungen zusammen gestellt.

Wer Englisch kann, mag sich zB folgende sehr einfach gehaltene Veranschaulichung ansehen, in der der Meister Yun Xiang Tseng Aufschlussreiches über die Qi Energie erzählt.
Auf Deutsch: Bewege zwischen Deinen beiden Hände wie ein Gummiband die Energie.
Atme ein, wenn Du die beiden Hände auseinanderführt.
Atme aus
, wenn Du die beiden Hände zueinander führst.

Suche Dir eine Körperstelle, die Dein Problem ist (Kopf, Lunge, Darm, Herz usw.). Die Hände auf diese Stelle führen. Dabei hält man den Geist still, "pausiert die Gedanken" einen Moment. Dann visualisiert man warme, strahlende Energie, die aus den Händen strömt und in diese Bereiche einströmt.
Atme ein, während due die Hände ausstreckst, um schädliche Energie raus zu ziehen (pull).
Atme aus, um die positive Energie (QI) hinein-zu-"drücken". Drücken (press).

Die Zahl neun ist bei allen Bewegungen offenbar eine besondere Zahl. Jedenfalls sollte man einige Male diese Bewegungen ausführen und die Meister erwähnen immer wieder die Zahl neun.
Das ist eine sehr einfache Bewegungsform, und man sollte sie täglich üben um darin Fortschritte zu erzielen.
Wer seine Medialität schulen will, dem kann nichts besseres empfohlen werden, als Tai Chi und darin die essentielle Qi Energie zu spüren lernen.
Jetzt möchte ich noch einige Tips geben, wie man Tai Chi richtig ausführt.
Tai Chi ist an Leichtigkeit gebunden, an schmerzfreie Bewegungen, es ist nicht mit Kraft gekoppelt. Die Bewegungen sollten wie in Schwerelosigkeit ausgeführt werden, als ob unsichtbare Fäden den Arm hochziehen oder runterlassen. Der Komfort ist betont, man soll sich daher nur so weit strecken und dehnen, wie es angenehm bleibt. Mt der Zeit wird man beweglicher.

Das Wichtigste ist Atmen. Das Atmen bildet in der Regel einen Zusammenhang mit der Bewegung. Man atmet am besten immer durch die Nase ein und den Mund aus.

Hilfreich ist es, beim Atmen auf den Bauch zu achten. Oder überhaupt in den Bauch zu atmen, als sei dort ein Ballon. Also intentional nicht die obere Brust mit Luft füllen, sondern den Bauch.
Folgende einfache Übung: Man geht mit schulterbreit gestellten Füßen in die Hocke (Rücken gerade halten), ganz leicht in die Hocke gehen, als ob man nur die Knie ein 2 oder 3 centimeter nach vorne schiebt (wenn man geübt ist auch mehr), und atmet während der Bewegung nach unten aus. Die Hände an den Seiten der Hüften locker angelegt.
Nun richtet man seine Aufmerksamkeit auf den Bauch, und atmet ein. Der Körper richtet sich dabei auf. Man geht langsam aus der leichten Hocke in den Stand. Man nimmt dabei die Hände hinzu, die beim Einatmen von unten (zB neben den Hüften liegend) sich nach oben bewegen (leicht ausgestreckt aber nicht durchgestreckt in Brusthöhe).
Die Vorstellung eines Balles hilft. Dieser Ball geht räumlich über den Magen hinaus, so weit wie man die Aura vermuten kann, so weit wie die Hände reichen.
Wenn man ausatmet, und die Hände sinken, leert man den Ball bzw. den Bauch. Der sinkende Körper (in die Hocke) unterstützt dabei den Effekt des Ausatmens. Letztlich kann man dies auf alle Tai Chi und Qi Gong Bewegungen übertragen.

Häufige Fehler sind beim Beginn zu früh - d.h ohne Übung - zu weit in die Hocke zu gehen (typischerweise bei dem 2. Brokat). Es kann sonst zu genau den Problemen kommen, die man eigentlich mit Tai Chi verhindern will. Das wären beim 2. Brokat Knieprobleme.
Man geht nur so weit runter, wie es noch schmerzfrei ist. Nach Wochen kommt man immer weiter runter.

Ein weiterer Fehler ist es, den Rücken nicht gerade zu halten. Es hilft, wenn man sich an eine Wand stellt, und das Hohlkreuz dadurch vermeidet, dass man mit den Fersen an der Wand steht (eine evtl. Fußleiste, die da stört, ist nicht so relevant).
Diese "Hohlkreiz-Rückenzone", knapp über der Nierengegend, die muss an der Wand aufliegen. Das ist im Stehen natürlich einfach, aber im Tai Chi geht man oft mit den Füßen auf Schulterbreite, so dass man typischrweise wie hier steht.

Bei einer Ausführung einer Bewegung kommt leicht der Fehler zustande, die Bewegung mit den falschen Körperteilen zu machen. Das wird sehr gut hier veranschaulicht (englisch), wo es darum geht, mit der Hüfte die Bewegung zu machen. Man soll hier nicht die Arme bewegen, sondern die Ellenbogen liegen am Körper auf, und man bewegt den ganzen Körper und damit auch die Hände, indem man die S-Bewegung aus der Hüfte vollzieht.
Bei anderen Bewegungen kommt es dagegen an, die Hüfte überhaupt nicht zu bewegen und alle Bewegungen, die angezeigt sind, zB mit dem oberen Körperteil und Schultern zu machen.
Es gibt eine weitere Fehlerquelle, indem man den Rücken bewegt, dort, wo man nur die Schultern, Arme, oder Ellenbogen bewegen soll. Das kann man gut prüfen, indem man hin und wieder darauf achtet, ob der Rücken noch gerade ist.

Ein weiterer Fehler ist, zu schnelle Bewegungen. Die Bewegungen korrespondieren in der Regel mit der Atmung. Wenn man Tai Chi oder Qi Gong beginnt, und direkt vorher etwas gemacht hat wodurch man ausser Atem ist, sollte man sich 2 Minuten gönnen um die Atmung zu beruhigen.
Generell soll die Bewegung mit der natürlichen Atmung Schritt halten: da man aber tiefer einatmet und ausatmet als sonst, hat man auch mehr Zeit für die Bewegung, und die jeweilige Bewegungsphase wird deutlich verlangsamt. Es gibt einen Tip von TCM-Praktikern, dass man beim Ausatmen noch ein wenig Reserven übrig halten soll, also nicht ganz zu tief aiszuatmen. Andere wiederum betonen, dass man alle Luft (Kohlendioxid) ausatmen soll. Ich würde schlussfolgern, dass man zwar tief ausatmen soll, aber am Ende des Ausatmens gibt es eine Schwelle, ab der man beginnen würde die Luft aus dem Bauch auszupressen, und das soll man wohl nicht tun.

In den meisten Fällen gilt die Einatmung, wenn man die Hände aufwärts oder auswärts bewegt, und es gilt das Ausatmen, wenn man die Hände abwärts oder einwärts bewegt. Es gibt manchmal Sonderfälle was einwärts und auswärts gerichtete Hände angeht, wenn es um verbundene komplexe Bewegungsabfolgen geht.

Einwärts? Wenn man die nach links und rechts ausgestreckten Hände von aussen in die Mitte vor seiner Brust bringt (wo sie zusammenklatschen könnten), dann ist es einwärts gerichtet.
Man kann das auch auf die Yin und Yang Energien beziehen. Yin ist zusammenziehend, und sinkt nach unten und entspricht dem Einatmen, und entspricht sowohl nach unten als auch einwärts gerichtete Bewegungen mit den Händen. Yang Energie steigt, und ist auswärts gerichtet: Einatmen.

Andere Fehler hat Daniel Grolle aufgelistet.
Besonders auf die Hüfte gilt es zu achten. Sie sollte immer waagerecht sein, und nicht gekippt.
Wenn man sich zur Seite dreht, während die Fußspitzen nach vorne gerichtet bleiben, sollte man die Bewegung weniger mit der Hüfte, sondern mit dem Oberkörper vornehmen (wenn nicht anders erwähnt in der Anleitung zu einer Bewegung).

Wichtig ist auch den richtigen Schwerpunkt zu finden, der sich im leicht gebeugten Stand spürbar unter dem Gesäß befindet, schwenkt man das Becken leicht in verschiedene Richtungen, findet man diesen Punkt.

Selbst wenn man die einfachen Abläufe kann, wird man immer noch viele Details erkennen, die sich verbessern lassen. Was in meinen Augen Tai Chi auch jederzeit einen Reiz gibt. Da kann man die Körperhaltung, den geraden Rücken oder die fliessende Art der Bewegung noch verbessern. Man kann die Armhaltung verbessern, die Handhaltung ebenso, oder versuchen den Fluß der Qi Energie zu spüren und das Gespür zu vertiefen.

Wenn man sich allein durch Videos, wo nicht viel erzählt wird, Tai Chi aneignen will, sollte man auf alle Bewegungen genau achten. Man sollte seinen Blick schulen, indem man Stück für Stück vorgeht.
Man prüft erst das Grobe, und dann das Feine. Gut zum Lernen ist es, zunächst ohne Atmen die Bewegungen zu lernen, und dann das richtige Atmen zu ergänzen. Weiterhin ist es nützlich , längere Bewegungen zu unterteilen, so dass man stückweise vorgehen kann.

Ein Beispiel von Meister Lin Housheng (dort geschildert wird der Shibashi Stil).
Wenn im Video jemand "chi" ausspricht, bezeichnet es den Zeitpunkt des Einatmems, bei "puh" gilt es auszuatmen.
Das Ein- und Ausatmen kommt bei diesem Beispiel an unerwarteten Stellen, aber es hat sseine Richtigkeit. Wenn es einem anfangs zu kompliziert ist, atmet man ainfach ein, wenn die Hände hoch gehen, und aus, wenn die Hände abwärts sinken. Es gibt auch dann eine Wirkung. Lin Housheng wollte aber eine spezifische Wirkung erzielen.

Eine Besonderheit stellt die 2. Shibashi Übung dar. Das Einatmen folgt, sobald die Hände beginnen sich von der Mitte zu beiden Seiten des Körpers zu bewegen. Das Einatmen geht noch weiter, wenn die Hände sich von den Seiten wieder zur Mitte zurück bewegen.
Dann erst wird ausgeatmet, wenn von dort die Hände nach unten absinken, das Ausatmen geht weiter, wenn die Hände unten die Kehtwende machen und wieder in Kopfhöhe kommen.
Von wo das erneute Einatmen beim Auswärtsbewegen der Hände wieder beginnt. Es so zu tun, hat eine andere Wirkung, als wenn man wie in anderen Videos beschrieben atmet.

In dem ersten Video von Meister Housheng (siehe obigen Link) kann man die Bewegung sehr leicht lernen, aber es gibt dennoch viele Feinheiten! Man schaue zB genau, wann der Körper beginnt, abzusinken. Das ist bereits kurz nachdem die Hände beginnen von Kopfhöhe herab zu sinken. Die Hände sind nur so lange nach vorne ausgestreckt, bis sie in Höhe des Oberschenkels sind. Dann kommen sie näher an den Körper.

So achtet man auf Körperbereiche, um mit ihrer Orientierung zu lernen (Oberschenkelhöhe, Bauchhöhe, Brusthöhe, Schulterhöhe, Kopfhöhe). Es geht darum, wie die Hände und Arme ausgerichtet werden (beim Aufwärtskommen sind die Hände auf Brusthöhe ausgestreckt, und auf Schulterhöhe beginnen die Ellenbogen sich etwas nach oben zu beugen, während der Oberam nicht höher als Schulterhöhe kommt, und beim Abwärtskommen auf Höhe der Leiste kommen sie näher an den Körper usw.). So achtet man also auf die Hände und Arme, wie sie nach aussen gestreckt werden, in der Aufwärtsbewegung und in der Abwärtsbewegung, und wann sie näher an den Körper gelangen.

Man sollte allerdings kein Pendant sein, und die Bewegungen lieber fliessend abspielen, statt irgendwelche abrupten Übergänge einzustudieren, weil man sich die einzelnen Phasen einer Bewegung zu sehr angewöhnt von einander zu isolieren.
Das meine ich, indem man vom Groben ins Feine kommct. Lieber erst grob, und in einem Fluß, und dann erst das Feine herausarbeiten, durch weitere Beobachtung des Praktizierenden im Video.

Einzelne Bewegungsphasen, die man unterscheiden kann, oder Körperbereiche, die passiert werden, dienen dann zur Intgeration des Feineren. Wenn man eine Fehlstellung bemerkt, korrigiert man diese nachträglich, anstatt die ganze Bewegung neu zu probieren. Denn auf diese Weise behält das Körpergedächtnis die korrigierte Haltung in Erinnerung und die Neigung ist da, bei der nächsten Ausführung die gewünschte Haltung einzunehmen.

Wenn man es genau nimmt, kann auf die Körperhöhe geachtet werden. Das Video oben von Lin Housheng: Wenn die Hände wieder aufwärts gerichtet werden, wird der Körper auf Höhe der Leisten schon aufgerichtet. Das ist anders, als beim Abwärtsinken der Hände: wo die Beine bereits mit dem Absinken der Hände aus Schulterhöhe gebeugt werden und der Körper gesenkt wird!
Gerade bei dieser Übung gilt es auch darauf zu achten, dass die Schultern sich kaum bewegen! Gerade in der Phase, wo die Hände oben sind: Nur Oberarm und Unterarm machen die Bewegung.

Es gibt von Meister Housheng weitere Videos über Shibashi (Nummerierung in der Liste von unten nach oben).

Man lernt im kleinen Schritten, man geht von Groben ins Feine. Umso mehr man Bewegungen gelernt hat und sie verfeinert, desto einfacher werden neu zu lernende Bewegungen.

Die Geschwindigkeit der Bewegung sollte während einer Phase (zB Hände aufwärts richten) so langsam sein, wie man Zeit für das tiefe Ein- oder Ausatmen braucht. Es ist eine Regel, dass man eine langsame Ausführung anstreben sollte, aber es gibt auch Ausnahmen.

Bewegungen sind leicht, entspannt und ohne Krafteinsatz. Ohne Anspannung, aber dennoch koordiniert und gleichmässig. Sich der Schwere überlassend oder gleitend, sinkend, getragen

Chi Energie kann mit schnellen Bewegungen nur selten bewegt und organisiert werden (wie gesagt, es gibt Ausnahmen). Chi Energie braucht einige Zeit sich aufzubauen, und bei langsamen Bewegungen, wird folglich auch mehr Chi Energie an einer Stelle der entsprechenden Bewegungsphase aufgebaut.

Das Lernen kennt methodische Vorteile.
Zum Beispiel gibt es beim 2. Brokat (im ersten Link oben) eine schwer zu lernende Art, vor Beginn der Bewegung das Bein zu bewegen. Es muss leicht geschehen, unter Beachtung eines natürlichen Empfindens, dieses Bein erst zu heben, um dann wie in einen Teich steigend hinabzusenken. Vor allem weil man es synchronisieren will mit den Armbewegungen stellt es eine Schwierigkeit auf. Man lernt am besten erst grob die Bewegung mit dem Oberteil des Körpers, also mit den Armen. Dann lernt man das Sinken und Steigen der Körperhöhe und integriert das in den bisherigen Lern-Fortschritt. Schliesslich übt man das Bewegen mit den Beinen, zunächst isoliert und dann integriert.

Man kann in verschiedener Art lernen. Man sollte prüfen, wie es einem selbst am besten geschieht.

Die Hand, "die den Bogen gespannt" hatte, wird in einer bestimmten Weise am Ende der Bewegung nach aussen gerichtet, aber das findet nicht in allen Variationen dieses Brokats statt.

Für die 8 Brokate kann man Andrew Pitt empfehlen. Der eine solide Form anbietet, die in der Tendenz auch "sauberes Lernen" fördert (saubere Bewegungen: dass die Bewegungen nicht so kompliziert werden, dass man öfter als nötig an Geschmeidigkeit einbüßt).

Man kann statt dem Ausfallschritt beim 2. Brokat von Anfang an einfach die Beine schulterbreit stellen und bewegt nur den Oberkörper in die entsprechende Richtung. Die Hüfte sollte sich dabei möglichst gar nicht bewegen.

Wichtig beim 2. Brokat ist, dass der Arm, der nach aussen gestreckt wird (der "den Pfeil hält") dieselbe Höhe hat, wie der angewinkelte Arm (der "den Bogen spannt"). Und dass kein Hohlkreuz entsteht.

Was ist das Besondere an Tai Chi? Es werden durch die verschiedenen Bewegungen, zB eine einfache Drehung mit dem Oberkörper oder dem Kopf, Energiepunkte aktiviert. Die Hände beinhalten eine Art Energiekugel, die bei der Bewegung über den unsichtbaren Energiekörper bewegt wird.
Die Hände sind der Teil im Tai Chi, der am meisten Einsatz erhält. Die Hände sind in Bezug zum Qi fundamental. Die Hände strahlen wie auch andere Körprteile kurz gesagt Energie aus, und je nach Bewegung kommt man damit energetisch in Interaktion mit Chakren, Aura und Energiesystem. Zu diesen Zusammenhängen gehört auch die Dualität der Energie, Yang und Yin. So werde Energien bewegt, vermischt und angeregt. Dazu kommen kosmische Enrgien und irdische Energien, die Chakren sind es, die diese Energien einfangen und durch Tai Chi wird das Sammeln dieser universellen Energie verstärkt.

Tai Chi fördert Qi und Qi fördert das Leben und Gesundheit und Freude.

Dass Energiepunkte aktiviert werden und die Hände eine besondere Rolle einnehmen, wird sehr gut bei folgenden Bewegungsformen gezeigt:

1. Medical Qi Gong

Diese Bewegungformen von Dr. Love haben stellenweise einige Ähnlichkeit mit Tensegrity von Carlos Castaneda. Tensegrity ist vermutlich ähnlich alt, wie Tai Chi, wenngleich Tensegrity erst im 20. Jahrhundert der Öffentlichkeit in abgewandelter Form vorgestellt wurde, weil es bis dahin von den Schamanen nur mündlich an andere Schamanen überliefert wurde.

Was Dr. Love praktiziert gehört nicht dem Tai Chi sondern dem Qi Gong zu. Das Qi Gong ist dem Tai Chi ähnlich; der wesentliche Unterschied besteht darin, dass Tai Chi in seiner klassischen Form die Aneinanderreihung verschiedener Formen ist, die zusammen, wie in einem längeren Tanz ausgeführt werden.
Während Qi Gong spezifischer auf isolierte Ausführung abgestimmt ist. Man lernt eine Bewegung und braucht die nächste nicht daran anknüpfen, und kann beides getrennt voneinander anwenden. Am offensichtlichsten ist das bei den Acht Brokaten zu erkennen, obwoh man Übergänge einbauen kann (und sollte).
Bei Qi Gong ist die Zugänglichkeit leichter; - es ist einfacher zu lernen, während gleichzeitig die medizinische Anwendung betont wird.

Dr. Love (keine Ahnung ob das ein Künstlername ist) hat weitere Bewegungen vorgestellt:
2. Dr. Love Medical Qi Gong "Stomach and spleen meridians",
und man findet noch einiges anderes von Dr. Love (siehe Playlist auf der rechten Seite!).

Bei diesen Bewegungen von Dr. Love kann man die für das Lernen nützlichen Prinzipien des Groben und Feinen erkennen. Die Assistentin führt die Bewegungen aus, und wir dürften ihr nicht nachstehen. Es ist eine grobe Ausführung, die das Essentielle verdeutlicht. Dr. Love führt am Schluss die Bewegungen aber noch mal aus, und man kann vom Groben ins Feine gehen, indem man versucht, es nun ihm nachzumachen, nachdem das Körpergedächtnis bereits die grobe Form gelernt hat. Die Bewegungen von Dr. Love erscheinen viel geschmeidiger.
Um das hier zu lernen, muss man allerdings einigermaßen englisch verstehen können.

Und zum Abschluss noch einige Bewegungen.
Hier muss viel auf die Beinarbeit geachtet werden; da gilt es Informationen von verschiedenen Seiten zusammenzusuchen. Es gibt dazu Daniel Grolle. Besser gefällt mir noch Andrew Pitt.

Wer es erst mal langsam angehen will mit Vertiefung in den dokumentarischen Aspekt: https://www.youtube.com/results?search_type=search_videos&search_query=doku tai chi&search_sort=relevance&search_category=0&page=

Tai Chi und Qi Gong sind eng verwandt mit der Philosophie des Tao. Über die Heilungsaspekte des Taos findet man viel von Mantak Chia, ein TCM Praktiker, der schon den Rang eines Weisen hat. Hier hat er einen Vortrag über das Immunsystem gehalten, und wie man mit einfachen Mitteln es stärken kann.
Leider auch nur in englisch. Wenn man es von Anfang an schaut, werden wichtige Begriffe auch bildlich erklärt. Manche Begriffe wie Kidney (Nieren) oder andere Organe sollte man nachschlagen. Mehr von Mantak Chia auf Youtube.

Wer mehr aus einem Anfangsinteresse machen will, sollte es zunächst langsam angehen lassen.
Die Gelenke und Arme sind es nicht gewohnt, so sehr gestreckt zu werden, vor allem über Schulterhöhe. Öftere Pausen oder abwechslende Bewegungen sind anzuraten, und lieber öfter am Tag, als stundenlanges Üben an einem Stück.

Das Anwenden von Tai Chi lässt sich später zeitlich dehnen, wenn der Körper (Sehnen, Bänder, Knorpel) mit der Praxis wächst und man zB beim 2. Brokat tiefer in die Hocke gehen kann. Man sollte ganz besonders darauf achten, dass man nach den Übungen keine Gelenksprobleme hat - denn dann übertreibt man das Strecken und Beugen. Es hängt teilweise auch mit dem richtigen Stand zusammen, oder dass man die Hüfte richtig bewegt, bzw. nicht bewegt (je nach Übung).

Es kann während des ersten Übens auch geshehen, dass sich bereits etwas öffnet, es eine Art Klick gibt, oder eine Verspannung sich löst, ein Wirbel einrenkt, oder auch eine Stelle geschaffen wird, die einem vorher nicht auffiel. Dann sollte man sich die Bewegung merken, mit der es geschah, und weiter prüfen, ob es mit der Bewegung auch wirklich besser wird, oder ob sich sogar eine unerkannte falsche Körperhaltung eingeschlichen hat. Manchmal ist einfach der Rücken nicht gerade.

Um Tai Chi üben zu können, braucht man ein bisschen Raum im Zimmer. Dass es kein grosses Zimmer sein muss, hat sich mir bestätigt: ich übe auf weniger als 2 qm.

Und hier nun eine schöne Sache in Bezug zum Atmen (ohne Tai Chi Bezug). Es gibt eine chinesische Technik des Atmens, sie wurde von einem TCM Praktiker vorgestellt.
Man kann sich gesund atmen. Dabei atmet man in einer bestimmten Reihenfolge und benutzt die Zunge im Mund hinzu. Mit der Zunge und dem beteiligten Muskel im Mund wird in irgendeiner Weise ein Energiepunkt oder Meridian beeinflusst.
Das Einatmen erfolgt bei dieser Technik stets durch die Nase. Wenn man einatmet, wird die Zunge nach vorne gerichtet und an die vorderen oberen Schneidezähne gelegt. Wenn man ausatmet, egal ob durch Mund oder Nase, legt sich die Zunge an die unteren Schneidezähne.
Es gilt eine besondere Reihenfolge einzuhalten:
Einatmen durch Nase (Zunge liegt an den oberen Schneidezähnen).
Ausatmen durch Mund (Zunge liegt an den unteren Schneidezähnen).
Einatmen durch Nase (Zunge untere Schneidezähne usw.).
Ausatmen durch Nase.
Und wieder von vorne.
Also Einatmen Nase. Ausatmen Mund. Einatmen Nase. Ausatmen Nase.
Einatmen Nase. Ausamten Mund. Einatmen Nase. Ausatmen Nase.
Ein Nase. Aus Mund. Ein Nase. Aus Nase. Ein Nase. Aus Mund usw.

Man atmet also beim zweiten Durchgang durch die Nase aus, während man beim ersten Durchgang durch den Mund ausatmet.
Nachdem ich das beim Spazierngehen gemacht habe, hatte ich den (medialen) Eindruck, dass ich durch den Mund schlechte Yang Energie ausatmete und es funktionierte nur so lange, wie ich das Atmen in dieser Sequenz durchführte. Der Arzt (Video) nennt es eine ableitende Atemtechnik, besonders für Tumor Patienten. Aber man muss keinen Tumor haben, um negative Energien abzuleiten.

Tai Chi begeistert mich. Man hat mit Tai Chi ein Mittel, das in vielerlei Hinsicht unsere Aufmerksamkeit auf uns selbst richtet. Es fördert die Selbstwahrnehmung. Und intensiviert das uns zur Verfügung stehende Energiegefüge.

Tai Chi ist weit bekannt, und mit der Qi Energie findet sich ein grundlegendes esoterisches Konzept verankert in einem traditionellen Breitensport (zumindest was China angeht). Das ist bewundernswert. Denn die Praktizierenden (vor allem in Asien) befassen sich mit diesem Konzept der Lebensenergie, haben es integriert in eigene Anschauungen, und nehmen es nicht nur als Begleitumstand hin (wie im Westen, wo man auf "Kriegsfuß" mit alle dem steht, das die Schule nicht lehrte).

Tai Chi diszipliniert in positiver Weise, weil Disziplin hier gleichbedeutend mit Gewinn ist (Bewusstheit). Disziplin braucht man, um etwas neues zu lernen. Und was man hier lernt, tut einem konkret und nachhaltig gut.
Es begeistert mich das Wissen, das mit Tai Chi verbunden ist, und das in einer Nebentür direkt zur traditionellen chinesischen Medizin führt. Da gibt es nicht einfach nur viele Weisheiten, sondern auch überzeugendes und viele Praktiker, die letztlich eine ganz besondere Kunde geben: Dass es noch wunderlich zugeht in dieser Welt. Qi Energie und Lebensenergie, Organenergie, das sind alles Wunder. Oder sagen wir, es sind mindestens fantastische Dinge.

Mit der Qi Energie, der ätherischen Energie oder Lebensenergie, ist vieles möglich.
Es gibt (männliche) Leute, die hängen 300 Kilo an ihr Geschlechtsteil (kein Scherz). Bemerkenswert ist es nicht wegen der Erwähnung des Geschlechtsteils. Hier in der Doku, ab dem Video-Zeitpunkt ca. 21:10 wird am deutlichsten gezeigt, was es damit auf sich hat.
Hänge Kung Fu ebenso die eigentlichen Kampftechniken (zB Kung Fu, Chen Style Tai Chi) erscheinen wie Schnörkel und die Essenz ist eigentlich der Umgang mit der Qi Energie. Der damit verfolgte Zweck kann sehr vieles sein, Gesundheit, Spiritualität, Kampf... Qi Energie kann in jedem Fall Ausgabe bewahrt werden, mehr als dass an Kraft und Energie investiert wird.

Damals war das Sehen von Energien viel weiter verbreitet als in späteren Zeiten. Doch mit dem Tai Chi, werden wir zumindest sehend was Tai Chi betrifft. Die Leute spüren es bei Tai Chi: da ist Energie. Ob es Spüren oder Sehen ist, die Wahrheit wird greifbar.

Da braucht die eigentliche Bewegungsform keine komplizierte zu sein, sie kann einfach gehalten sein und die Ausführung ist dennoch eine besondere. Weil man als Ausführender den eigentlichen Blick auf die Wirkungen der Energien richtet, die da bewegt werden oder über die geglitten wird und die erzeugt oder gesammelt werden.

Eine andere Dokumentation, die sich diesmal ganz dem Tai Chi widmet.

Die ganze asiatische Esoterik ist mit dem Tai Chi weit verbreitet.
Feng Shui ist ein weiteres Konzept mit Tiefenwirkung. Feng Shui ist als ein Ausgleich der Energien zu betrachten, indem man den Fluß der Energien im Raum gestaltet.
So gesehen, ergeben die Altäre, die im asiatischen Raum rumstehen, einen wirklichen Sinn. Vieles ist kulturell etabliert und dabei energiebezogen (eine Seltenheit heute!).

Die Natur ist Qi-trägerin.
Man übt Tai Chi gerne in der Natur aus, nicht allein aus Liebhaberei an der Natur , sondern weil es um die QI Energien geht, die durch Tai Chi eingesammelt werden. Qi Energie ist die lebenserhaltende, belebende Kraft, eine Kraft jenseits von Yin oder Yang. Eine Kraft, die man zum Heilen, zur Magie ebenso wie zur Wahrnehmung verwenden kann.

Berge haben eine andere Energie, als Wasserläufe usw.. Spitz zulaufende Dinge sind Yang, buschige und runde Dinge entsprechen dem Yin. Flüsse besitzen als Grundenergie das YANG, und Seen das YIN.
Trotz dem mitklingenden Yang Anteil irgendwo in der Natur, ist in der Ruhe immer alles sehr auf Yin bezogen. Wer geübt ist, ignorieren den Straßenlärm (Yang; wirkt zerstreuend). Und er hält sein eigenes Aufmerksamkeitsfeld der Ruhe aufrecht, so dass der ganze Raum davon (Qi!) erfüllt wird, und das passiert nämlich auch, man kann die Qi Energie formen, und damit zB einer Absicht Nachdruck verleihen: Denken wird Schöpfen.
Wenn in China die Leute zum Tai Chi zusammenkommen, haben sie 0ft die Musik an, weil es mehr Qi Lebensenergie erzeugt, als wie in Städten die Natur fehlt.

Es gibt Konzepte, die beim Tai Chi mit zum Einsatz kommen aus der traditionellen chinesische Medizin (TCM) oder der Tao Philosophie.
Ein wichtiger aber nicht offensichtlicher Teil dieses Konzepte ist der dreifache Erwärmer.

Hin und wieder trifft man auch auf den Begriff Meridiane, die mit jeder Bewegung im Tai Chi angeregt werden.

YOGA
Was hinsichtlich der Energie und Merdiane gilt, gilt auch ganz besonders für Yoga. Die ungewöhnlichen Stellungen fördern die Beweglichkeit des Körpers und seiner Gelenke. Ganz besonders beim Yoga sollte man es anfangs sehr behutsam und langsam beginnen. Die Verletzungsgefahr ist größer als beim Tai Chi (ein Bandscheibenvorfall bei zu starker Dehnung und hohem Ehrgeiz trat schon mal bei einigen Akteuren auf). Ich glaube, man muss mehrere Monate praktizieren um sich an schwierige Yogastellungen heranzuwagen und sollte niemals die Dehnungen übertreiben. Playliste zu YOGA.

Meiner Erfahrung nach hilft YOGA auch bei lauernden (nicht akuten) Rückenproblemen oder Wirbelsäulenproblemen. Bei Gelenks- oder Hüftproblemen, würd ich allerdings eher auf Yoga verzichten, bis diese Probleme nicht mehr akut sind und auch nicht mehr im Hintergrund lauern.
Ich würde bei bestehenden kleineren Problemen eine YOGA Figur erst ausprobieren, und zwar ganz langsam in die Figur kommen, vorsichtig das eine Körperteil in die Position bringen, dann das nächste, die Figur im Ganzen einnehmen und nur einige Sekunden halten, und sehr vorsichtig aus der Figur aufrichten oder aufstehen. dann ein paar Minuten verstreichen lassen, prüfen ob es minimal besser wurde oder jedenfalls nicht schlimmer, und dann ganz vorsichtig weiter versuchen mit weiteren Figuren, wieder ein paar Minuten verstreichen lassen. Wenn man meint, es hilft, dann am nächsten Tag etwas mehr. Aber niemals überanstrengen, denn das kann den gegenteiligen Effekt haben. Dabei würde ich zunächst eine einfach aussehende Figur bevorzugen und solche, die nach Akrobatik aussehen vermeiden. Yoga ist kein "Body-Building", kein Stretchprogramm, kein Fitnessprogramm wie Joggen. Es geht nicht um "immer besser, immer weiter", "mehr Erfolg durch mehr Kraftaufwand". Es geht um die Yoga-Figuren, die man einnehmen muss - nach genügend Übung kann man die Figuren etwas länger halten und auch komplziertere Figuren einnehmen.

#Ich würde empfehlen, vor dem Yoga keinen Kaffee zu trinken. Am besten sowieso keinen Kaffee mehr trinken. Kaffee erhöht allgemein das Verletzungsrisiko, besonders der Gelenke und Hüfte.

Es ist sicherer, mit wenig Yoga und einfachen Figuren zu beginnen und das Pensum einige Wochen gering zu halten - sobald man irgendwo ein Zwicken oder Pochen spürt, oder wenn wie nach einem Marathon die Gelenke ausgeleiert scheinen, dann doch lieber einen Tag komplett pausieren bis das nicht mehr zu spüren ist.
Ich werde für mich mir einige Yoga Figuren aussuchen, die nicht nach Akrobatik aussehen und nicht bedeutend anders sind wie die verschiedenen Haltungen während zB Hausarbeit und Putzen, oder so wie man sich beim Schlafen hinlegt.
engelchen2308 gefällt das.
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