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Sündenfall und -vergebung

Eintrag von Solis im Blog Solis's blog. Ansichten: 405

Ich fasse hier zusammen, was ich im Forum über das Thema schreibe. Der Blog ist daher im Prozess begriffen.
Ich halte das Thema für sehr wichtig, weil darüber sehr viel Verwirrnis besteht.


Inhalt
Die Grundhaltung der "Christen"
Persönliche Schuld und Weltschuld
Von Schuld, Gabe und Sündenfall



Die Grundhaltung der „Christen“

Wirft man einen distanzierten Blick in die Welt derer, die sich Christen nennen, so zeigen sie fast ausnahmslos eine Form der sentimentalen Grundhaltung, die nicht dem Erwachsenensein, dafür aber dem Kleinkindlichen entspricht. Ein Erwachsener, der sich wie ein Kleinkind verhält, ist seines Alters bzw. seiner Reife gemäß nicht angepasst und verhält sich albern. Die Grundhaltung fast aller derjenigen, die meinen, Christen zu sein, entspricht daher einer albernen Sentimentalität.

Gegenüber Personen, wie etwa Jesus, erwächst daraus eine Beziehung, die aus einem Kuscheln besteht und der Beziehung zwischen Kleinkind und Teddy gleicht. Wie das unmündige Kleinkind die stetige und unmittelbare Nähe seines ihm Schutz und Geborgenheit gewährenden Teddys braucht und sein jäher Verlust zu einem gewaltigen emotionalen Drama führt, so versucht das, was sich Christentum nennen will, auf dieselbe Weise eine Nähe zu Jesus, Christus und Gott zu erreichen.

In der Rolle der kindlichen Unmündigkeit soll der Erwachsene sich durch die Haltung des Kuschelns und der albernen Sentimentalität begeben, welche aber die Mündigkeit des Erwachsenseins missachtet. Mündigkeit wird nur im Verhältnis zum Weltlichen, nicht aber zum Göttlichen geschätzt.


Persönliche Schuld und Weltschuld

Wenn ein Mensch einem anderen ein Leid zufügt, ist das einmal eine persönliche Schuld, die der Leidzufügende hat. Aber diese Tat hat auch ihre Wirkung für die Gesamtheit des Lebens, für die Welt, für die Erde. Die Sünden, Vergehen und Schulden eines Menschen tragen daher in sich zwei Aspekte. Der eine ist subjektiv, also persönlich oder individuell. Demgegenüber muss der andere objektiv sein.

Wir sprechen - anlehnend an die indische Philosophie - von Karma und von der karmischen Schuld. Die karmische Schuld ist die persönliche oder subjektive, die der Mensch auszugleichen hat, aber die objektive Schuld ist keine persönliche und kann daher auch nicht persönlich ausgeglichen werden. Es handelt sich daher eher um eine, man könnte sagen, um eine Welt- oder Erdenschuld.

Man blickt zwar gerne auf die indische Religionsphilosophie, doch wie verhält sich die Bibel zu dem Aspekt der persönlichen Schuld? Sie sagt sinnbildlich, man würde aus dem Gefängnis nicht herauskommen, bis nicht jeder Heller zurückgezahlt worden wäre. (Mt. 5,26)

Welche Bedeutung hat das für den Kreuzestod, von dem es heißt, die Sünden seien vergeben worden? Es ergibt sich kein Sinn in der Sündenvergebung, wenn die persönliche Schuld bereits durch Karma und Zurückzahlung ausgeglichen werden muss. - Was bleibt denn da noch übrig? Damit kann der Kreuzestod sich nicht auf die persönliche, sondern nur auf die objektive Weltenschuld des Menschen beziehen, welche er persönlich nicht ausgleichen kann.


Von Schuld, Gabe und Sündenfall

„Christen“ trägen im Hinterkopf die Ansicht über einen beleidigten und rachsüchtigen Gott, was mit ihrer Einstellung über den Menschen verbunden ist, unmündiges Kind gegenüber der Gottheit sein zu müssen, weshalb in dem Sündenfall lediglich auf der Stelle tretenden Schuld statt eines Fortschreitens gesehen wird. Der Mensch soll wieder so sein, wie er im Paradies war: unmündig und zu keinen selbstständigen Schritten befähigt.

Doch hat der Mensch durch den Sündenfall die Gabe gewonnen, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden und entscheiden können. Diese Gabe ist gleichsam mit der Schuld verknüpft, welche von jenen, die meinen, Christen zu sein, eben nicht berücksichtigt wird und sie deshalb den Aspekt der Schuld einseitig vorziehen und so (unbewusst) versuchen, im Menschen Minderwertigkeitsgefühle anzusprechen oder entstehen zu lassen, die ein Fortentwickeln hemmen. Das ist nicht christlich, sondern eine Hemmung der Entwicklung des einzelnen Menschen, der Menschheit und damit der Erde selbst. Ein Interesse, das gesamte Erdenziel nicht zu erreichen, hat einzig und allein Luzifer.
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