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Spiritualität und Wissenschaft?

Eintrag von Solis im Blog Solis's blog. Ansichten: 206

Inhaltsverzeichnis

- Vorwort
- Die Methodik des Messens
- Licht und Farben
- Mittelbares und unmittelbares Licht
- Die Hebung
- Optische Täuschungen?
- Täuschungen bei Tieren?
- Zentralkräfte und Universalkräfte
- Das Wasser des Lebens
- Gene, Zellen
- Resümee


Vorwort
Hier stehen die Inhalte des von mir erstellten Threads "Spiritualität und Wissenschaft?" in nur teils überarbeiteter und keinesfalls in endültiger Fassung.
Es soll hier die Frage behandelt werden, ob das, was heute unter Wissenschaft bezeichnet wird, mit Spiritualität verknüpft werden kann.
Verstehen wir überhaupt, was und wie genau die Denkweisen der so genannten Wissenschaft sind? Und wenn ja, können diese mit Spiritualität vereinbar sein?
Was also ist "Wissenschaft", was ist Spiritualität? Passen sie zusammen oder sind sie zwei ganz verschiedene Dinge?
Was als Wissenschaft bezeichnet wird, ist gegenüber dem Menschen etwas, das ihn durch ein autoritäres Auftreten binden will, an das er zu glauben hat. Diese Gefahr besteht auch bei der Spiritualität, dennoch hat man dort noch mehr die Neigung, sich selbst etwas vorzumachen.
Es ist ein sehr markanter Aspekt der so genannten Wissenschaft, etwas von Spezialisten erforschen zu wollen, das von der Allgemeinheit nicht nachvollzogen werden kann, sie hat nur die Wahl, es zu glauben oder nicht. Damit wird die Allgemeinheit nicht in die Lage versetzt, selbst forschend tätig zu sein.
Natürlich kann Ähnliches oder Gleiches auch gegenüber der Spiritualität gesagt werden, wenn zum Beispiel irgendwelche Personen mit erfundenen, irgendwie außerirdisch klingenden Namen angeblich aus einer höheren Welt Botschaften empfangen wollen, die für die Allgemeinheit bestimmt sein sollen. Diese "Medien" oder "Botschaften" verhalten sich gegenüber der Allgemeinheit wie die der so genannten Wissenschaft: Beide versuchen, den Menschen abhängig zu machen!
Allgemein bekannt ist die Beziehung der Spiritualität zum Übersinnlichen, aber wie verhält sich "Wissenschaft" dazu?
Die Spiritualität tritt in Beziehung zum Übersinnlichen, dann gibt es die sinnliche Wahrnehmung, die von der "Wissenschaftlichkeit" degradiert wird. Die sinnliche Wahrnehmung wird von ihr zum Beispiel nur benutzt, um an der Skala des Messgeräts den Wert abzulesen.
Wenn aber das eine dem Übersinnlichen zuspricht und das andere der sinnlichen Wahrnehmung, wie könnte dann das genannt werden, was die angebliche Wissenschaft betreibt, wenn sie nur das akzeptiert, was ihre Messinstrumente anzeigen? Übersinnlichkeit, Sinnlichkeit, und schließlich ...?
Gemäß der Begriffsbedeutungen Übersinnlichkeit und Sinnlichkeit, ist das Vorgehen der so genannten Wissenschaft weder dem einen, noch dem anderen zuzuordnen, sondern es bedarf eines neuen Begriffs, nämlich den des Untersinnlichen.

Die Methodik des Messens
Zum Beispiel unterlegt man dem Sinneseindruck Gelb Wellen, die nicht erfahrbar sind, sondern nur durch Messung "existieren".
Die Methodik durch Messungen, an scheinbar wirkliche Ergebnisse zu gelangen, wie die Wellen eines farblichen Sinneseindrucks, wirkt so massiv, dass nahezu jedermann bereit ist, weniger vom qualitativen Sinneseindruck einer Farbe auszugehen, stattdessen man will nur noch von abstrakten Wellen sprechen und diese als Wirklichkeit betrachten.
Beim Farbspektrum will das Untersinnliche noch weitere Farben - Infrarot und Ultraviolett - anerkennen als nur die sichtbaren. Da man an diesen Bereichen zwar Wellen, Schwingungen bzw. Frequenzen messen kann, wie es bei den sinnlichen Farbeindrücken ebenso ist, werden sie durch einen Umkehrschluss zu Farben erklärt.
Solche Umkehrschlüsse, die sinnlich nicht nachvollziehbar, aber dafür umso abstrakter sind, können leicht zu dem Gedanken führen, man könne ja die gesamte Wirklichkeit nicht wahrnehmen, was bei dem einen oder anderen zur schieren Verzweiflung führen kann, wenn er zu realisieren meint, ihm sei es gänzlich unmöglich die ganze Wirklichkeit für sich wahrnehmen und erkennen zu können.
Wie es bei den als Farben suggerierten Beispiel mit Infrarot und Unltraviolett ist, so ist es auch bei der heiligen Kuh der untersinnlichen Wissenschaften, dem Atom.
Zur Vorstellung des Atoms kommt man durch die übliche Methodik des Messens. Dadurch findet man Wirkungen, die in ein sinnliches Bild übertragen werden. Jeder kennt zum Beispiel das Atommodell von Niels Bohr; beim einfachsten Atom, das Wasserstoffatom, in der MItte soll sich ein Proton und um es herum soll ein Elektron in einer Umlaufbahn fliegen.

Licht und Farben
Wie auch die gemessenen Wirkungen in ein Bild des Atoms ins Sinnliche umgeformt werden, so ist es auch mit dem Infrarot. So genannte Infrarot-Kameras zeigen nicht das Infrarot, sondern ändern es in sinnlich wahrnehmbares Licht um.
Ob das Infrarot dabei selbst ein Licht ist, ist eine müßige Frage. Was Infrarot ist, kann in dieser Hinsicht nicht beurteilt werden. Es zeigt sich der menschlichen Wahrnehmung aber als eine Wärmewirkung. Insofern darf vom Infrarot behauptet werden, es sei eine Wärme.
Es wird behauptet, manche Tiere könnten Infrarot oder Ultraviolett sehen. Aber was sie mit ihren Augen wahrnehmen, ob dies Farben für sie sind, ist Spekulation. Vielleicht verspüren sie mit ihren Augen eine Wärmewirkung, schließlich ist das Auge sehr sensibel für Temperaturen.
Was Tiere mit ihren Augen genau bzw. wie sie wahrnehmen, bleibt spekulativ. Schon äußerlich ist der Aufbau ihrer Augen anders als der des menschlichen Auges. Besonders bei Insekten, die zum Beispiel Fassettenaugen haben, ist es kaum vorstellbar, wie diese wahrnehmen. An ihnen tritt umso deutlicher die Frage hervor, ob die tierische Wahrnehmung mit der unsrigen überhaupt vergleichbar ist. Es heißt, man könne sich noch nicht einmal sicher sein, was ein anderer Mensch sieht, wenn er zum Beispiel ein Grün sieht. Man kann sich fragen: Nimmt er es wahr wie ich oder ist es doch ganz anders?
Es besteht in der so genannten Naturwissenschaft eine Widersprüchlichkeit, indem manche Tiere angeblich Farben sehen sollen, die wir Menschen nicht sehen, was sie aber höher bewertet als der Vergleich unterhalb der Menschen selbst.
Wie Ultraviolett und Infrarot suggestiv als Farben dargestellt werden, wodurch sie in ein Abstraktum fern von der menschlichen Wahrnehmung gewandelt werden, so wird auch mit dem sichtbaren Licht umgegangen, indem abstrakt erklärt wird, es sei eine elektromagnetische Welle.
Das ist eben so eine seltsame Umgangsweise der untersinnlichen Naturwissenschaft, dass sie glaubt, ein Phänomen, wie es zum Beispiel das Licht ist, nur durch eine Abstraktion verstehen zu können, zu sollen und gar zu müssen. So soll das Licht laut der untersinnlichen Optik angeblich Strahlen haben, doch bei einem schönen Sonnentag oder wenn das elektrische Licht eingeschaltet wird, sind keine Strahlen zu sehen. Nicht einmal das Licht selbst kann gesehen werden. Es kann erst gesehen werden, wenn es auf Materie trifft. Das lässt sich anschaulich beobachten, wenn Licht in einem vollig dunklen Raum einfällt und einzelne, im Raum schwebende Staubteilchen das einfallende Licht kreuzen, wie es mit Hilfe einer Taschenlampe nachgestellt werden kann. Dadurch erst werden die Staubteilchen sichtbar und über einen solchen Umweg wird Licht in indirekter Weise mit Hilfe der Materie erst erkannt.
Das durch eine schmale Blende einfallende Licht, fällt es auf schwebende Materieteilchen in der Luft, hat die Form wie ein Strahl. Wenn am Tage bei dichter Bewölkung eine Lücke in den Wolken entsteht, als ob sie eine Blendenöffnung formen würden, kann das Licht der Sonne durchfallen und es wirkt dann auf diese Weise wie ein Strahl, der durch das Zusammenspiel der Wolkenöffnung und der schwebenden Materieteilchen - wie zumeist der Dunst, der häufig fein verteilt in der Luft schwebt - geformt wird. Solche in der Natur geschaffene Strahlen sind etwas ganz anderes als jene, die die untersinnliche Optik durch Abstraktion künstlich entstehen lässt. Sie sind lediglich abstrakte Hilfskonstruktionen, um zum Beispiel so genannte Brennpunkte zu bestimmen, mit deren Hilfe Linsen technisch hergestellt werden können, wie sie in Brillen Fehlsichtigkeiten korrigieren oder gar in komplexen Linsensystemen wie in Lichtmikroskopen oder Ferngläsern zusammengesetzt werden.
Problematisch ist bei der suggestiven Übermacht des Untersinnlichen, dass ihre bloßen Hilfskonstruktionen schnell wörtlich genommen werden, als ob sie sinnlich-real seien und unbewusst gemeint wird, in der sinnlichen Wahrnehmung natürlicher Strahlen läge eine Bestätigung der untersinnlichen.

Mittelbares und unmittelbares Licht
Man darf zwei Arten des Lichtes annehmen: Das eine bleibt für das Auge unsichtbar, das andere wird erst sichtbar, wenn das unsichtbare Licht auf einen Gegenstand gestoßen ist. Das unsichtbare Licht ist daher ein unmittelbares und das sichtbare ein mittelbares. ("Mittelbar" bedeutet, dass ein Mittel - hier ist es die Materie - dazwischengesetzt ist, damit eine Wirkung irgendwelcher Art erzielt werden kann.)
Das unmittelbare Licht ist also physisch nicht sichtbar, es wird erst durch einen mittelbaren Akt sichtbar, wenn es auf die Materie stößt, was auch als "Reflexion" bezeichnet wird. Reflektiertes Licht ist also dasselbe wie ein mittelbares und sichtbares Licht.

Die Hebung
Wird ein Behälter, auf dessen Boden ein Gegenstand liegt, Wasser gefüllt, dann scheinen sich der Boden und der Gegenstand zu heben, was sich sinnigerweise als "Hebung" bezeichnet. - Aber wie geht das Untersinnliche damit um und wie könnte das Sinnliche damit erklärend umgehen?
Das Untersinnliche versucht eine Erklärung mit Hilfe von Strahlen zu finden, die - wie üblich - gar nicht vorhanden sind, was aber als "Erklärung" in den Lehrbüchern der Physik behauptet wird. Es heißt dort, das Licht breche sich an der Wasseroberfläche, was durch zwei Strahlen mit jeweils unterschisdlichen Winkeln dargestellt wird.
Nun, ein gebrochenes Licht habe ich ganau so wenig beobachten können wie jene Strahlen. Ein "gebrochenes" Licht entspricht wie den Strahlen der Welt der Abstraktion nicht der Realität.
Wenn ein Gas in einen Behälter gefüllt wird, das schwerer als Luft ist und somit am Boden des Behälters bleibt, dann entsteht keine Hebung, sondern eine Senkung.
Wollte der moderne Physiker wieder hingehen und diesen Effekt prinzipiell so erklären, wie er es bei der Hebung tut, ist seine Erklärung ebenso wenig nachvollziehbar, wie es bei der Hebung schon ist.
Einfach Strahlen hinzuzaubern, die nicht real existieren und daher nicht begrifflich nachvollziehbar sind, stellt nur ein Hilfskonstrukt dar, welches zur Fantasterei wird, wenn dem Realität zugemessen würde.

Optische Täuschungen?
Hebung und Senkung werden zwar nicht als "optische Täuschung" bezeichnet, doch zeigen auch sie eine Wirkung, wie es bei den klassischen "optischen Täuschungen" der Fall ist.
Zu den so genannten "optischen Täuschungen" gehört auch das bekannte Phänomen der Linienverlängerung bzw. -verkürzung. Dabei werden zwei Linien mit gleicher Länge gezeichnet. Die eine Linie erhält an ihren Enden jeweils einen von der Linie wegführenden Pfeil, die andere erhält die Pfeile in umgekehrter Richtung. Die erste Linie wirkt länger als die zweite, obwohl beide Linien die gleiche Länge haben, werden sie mit dem Lineal gemessen.
Von Objekten können Wirkungen ausgehen, die als "Täuschung" interpretiert werden können. Doch können Linien in derselben Weise täuschen, wie etwa ein Soldat, der seine Feinde täuscht, indem er eine Tarnung benutzt?
Der Begriff der "Täuschung" spricht zwei unterschiedliche Bedeutungen an: Da ist einmal das Objekt, von dem die Täuschung ausgeht, und einmal der Getäuschte. In dem Fall, wo der Soldat eine Täuschung herbeiführt, wendet er bewusst eine kluge List an, sofern er nicht stumpf auf Befehl gehorcht, die aus eigener Überlegung hervorgeht, um eine Vorteilsnahme zu erreichen.
Eine so genannte "optische Täuschung" ist nicht wie ein Mensch in der Lage, eine Täuschung mit Absicht vorzunehmen.
Macht man sich diesen Unterschied nicht bewusst, so werden "optische Täuschungen" und die Fähigkeit eines sich selbst bewussten Wesens, mit kluger Raffinesse vorgehen zu können, unbewusst gleichgesetzt.
Der Begriff "optische Täuschung" ist daher irreführend.
Wenn schon angebliche "optische Täuschungen" nicht täuschen können, wo entsteht dann die Täuschung?
Das Phänomen der unterschiedlich lang erscheinenden Linien erscheint nicht im Gehirn, sondern im Auge, wobei der Begriff in sich eine gewisse erweiterte Bedeutung trägt. Das Auge sieht nur das, was es innerhalb seiner Beschaffenheit sieht, deshalb kann eine Täuschung im Auge nicht stattfinden, wie eine Anordnung von Linien nicht täuschen kann, dafür kann ein listiger Soldat eine Tarnung zur Täuschung seiner Gegner anwenden.
Aber was sieht das Auge tatsächlich? Die scheinbar unterschiedliche Länge ist unbestritten, doch die Frage, was das Auge eigentlich sieht, ist gegenüber der Lebendigkeit des Auges keine angemessene Frage; es muss gefragt werden, wie es sieht. Das Auge tritt mit dem, was es sieht, in eine Beziehung. So können Linien gleicher Länge auf das Auge anders wirken, wenn an ihren Enden Pfeile nach außen und bei der anderen Linie Pfeile nach innen gehen. Im Verhältnis zueinander hat die erste Zeichnung eine dehnende Wirkung und die andere eine verengende. Diese Verhältnismäßigkeit würde nicht auftreten, wäre nur eine Linie vorhanden.
Das messende Lineal hingegen kann eine solche Verhältnismäßigkeit nicht eingehen, es ist nicht lebendig wie das Auge, es kann lebendige Beziehungen nicht erfassen und ist daher tot.
Die Frage nach dem Wie wird also mit den Begriffen "Beziehung" und "Verhältnis" beantwortet: Das Auge tritt gemäß seiner Konstitution in Beziehung zu den Dingen, die es sieht, weil es lebendig ist.
Die Messung des Lineals und die Erscheinung im Auge, sind zwei völlig verschiedene Angelegenheiten. Doch wird ein Vergleich vom Untersinnlichen unentwegt zu Ungunsten des sinnlichen Wahrnehmung vorgenommen - das Tote der Beziehungsunfähigkeit wird zu Ungunsten des Lebendigen vorgezogen. - Warum wird das vom Untersinnlichen so gehandhabt?
Es stellt sich also als eine Täuschung heraus, dass "optische Täuschungen" täuschen sollen, wenn darüber genügend frei nachgedacht wird, ohne sich von der Suggestion des Begriffs oder von weiteren Suggestionen verleiten zu lassen.
Bei dem suggestiven Begriff der "optischen Täuschung" handelt es sich um eine wirkliche Täuschung, denn sie fußt nicht auf bloßer Optik, sondern auf bewusster Lebendigkeit. - Warum wird das vom Untersinnlichen so gehandhabt?
Jedenfalls fällt bei genauerer Betrachtung auf, dass auch in der so genannten Biologie, der angeblichen Lehre vom Leben, die Täuschung als ein wichtiger Faktor ihrer Evolutionslehre sei.
Es sollen angeblich auch Pflanzen täuschen.
Vom Sonnentau heißt es, er würde mit einem verlockenden Duft Insekten anziehen, die in eine Lösung fallen würden, dort nicht mehr herauskämen und zur Nahrung zersetzt würden. - Täuscht der Sonnentau den Insekten etwas für sie Attraktives nur vor, um sie so in eine Falle zu locken?
Wenn das so wäre, dann müsste eine Sonnentau-Pflanze die gleiche bewusste Fähigkeit zur Täuschung haben, wie ein Soldat, der eine Tarnung benutzt, um seinen Feind zu täuschen.
Es handelt sich hier um eine suggestive sprachliche Ungenauigkeit, die leicht falsche Vorstellungen hervorruft, wie sie auch bei den vorgegaukelten "optischen Täuschungen" benutzt wird.

Täuschung bei Tieren?
Wie ist das nun bei den Tieren? Können sie täuschen?
Es heißt beispielsweise, dass die Haut eines Geckos fast perfekt dem Farbmuster eines Baumstammes, auf dem er sich sonnt, entspräche, dann würden diese Tiere ein genetisch tief verwurzeltes Täuschungsmanöver zeigen, das als "Tarnung" oder "Nachahmung" bezeichnet würde.
Ist aber dieses, was als "Täuschung" bezeichnet wird, vergleichbar mit einem Soldaten, der sich tarnt?
Durch den Hinweis auf das angeblich tief verwurzelte genetische Täuschungsmanöver, kann der Gecko die Täuschung nicht freiwillig durch den Akt des freien Denkens vornehmen, sondern seine Gene nehmen den Akt in mechanisch-automatisierter Manier vor. Zudem wartet das Untersinnliche durch den Hinweis auf die Gene wieder mit Stolz erfüllt auf. Wie aber im Gehirn keine Gedanken und Bilder zu hören und zu sehen sind, würde ein menschlicher Schädel aufgeschnitten, so ist auch in den Genen nicht zu erkennen, dass ein Verhalten durch sie bedingt ist.

Zentralkräfte und Universalkräfte
Bei einem Wasserrad einer Mühle, lässt sich leicht erkennen, dass es durch das fließende Wasser eines Baches angetrieben wird. Was mit dem Rad noch als Einheit angesehen wird, erweckt heute, im Zeitalter einer Supertechnisierung, nostalgische Gefühle.
Bei komplizierteren Maschinen ist der Antrieb durch einen eingebauten Motor gewährleistet. Ihre Funktion wird, zum Beispiel bei Industrierobotern, durch ein elektronisches Programm vorgenommen, welches die auszuführenden Bewegungen des Roboters steuert. Bei einem Wasserrad ist das, was als komplex gelötete Platine den Roboter steuert, so nicht erklärbar bzw. übertragbar, denn die ganze Konstruktion besteht im Wesentlichen aus Programm, Antrieb und Bewegung in einem.
In der Mechanik des Maschinellen werden einzelne zentral wirkende Punkte gesetzt (Motor und ein Steuerungsprogramm), während beides beim Wasserrad eine Einheit ist und eine Übersichtlichkeit erlaubt.
Wichtig ist hier zu verstehen, dass anhand der Beispiele ein Einheitliches getrennt wird, wie es die Beispiele vom Wasserrad und dem Industrieroboter zeigen. So deutet das Beispiel des Wasserrads im Verhältnis zu komplizierten Maschinen, wie es bei einem Industrieroboter ist, an, dass die Zerklüftung von mechanisch-kräftewirksamen Zentralpunkten irgendwelcher Art (Motoren, Steuerungsprogramm, Regelkreis, Messfühler, Stellgröße usw.) mit einer Unlebendigkeit verbunden ist, wenngleich auch beim Wasserrad eine gewisse Zerklüftung erkennbar ist, auf diese es hier aber nicht ankommt.
Der große Wunsch des mechanistischen Denkens ist es eben, auch alles Lebendige durch jene Zentralpunkte mechanistisch-kybernetisch erklären zu wollen. Doch das Kräftespiel zum Beispiel in einem pflanzlichen oder in einem tierischen Keim kann auf diese Weise nicht verstanden werden. Wo Lebendiges hineinspielt, kann auf diesem Wege niemals erklärlich werden, weil die Kräfte, die für das Lebendige in Betracht kommen, keine Zentralpunkte sind.
Da das Lebendige nicht in Zentralkräften zu finden ist, kann es nur im Gegenteil von ihnen liegen, was dem mechanistisch ausgerichteten Denker ungeheuer schwer fallen mag. Man muss sein Denken erweitern, um das Lebendige zu finden, es muss metaphorisch an die Peripherie des uns umschließenden Umkreises außerhalb des Körpers und der Materie gegangen werden.
Der "Umkreis" ist nur metaphorisch begreifbar, welches nicht mit einem materialistisch dreidimensionalen oder mechanischen Denken begreifbar ist. Hilfsweise lässt sich der Umkreis aber als die Wölbung des Himmels zum Tage und zur Nacht sehen. Dort ist die Peripherie, wo keine Zentralkräfte, sondern Universalkräfte herrschen, die das Lebendige bewirken bzw. in es hereinwirken.

Das Wasser des Lebens

Das von den Gebrüdern Grimm gesammelte Märchen "Das Wasser des Lebens" erzählt von einem sehr kranken König, dem nur noch das "Wasser des Lebens" helfen könne. Erfolgreich tritt sein dritter und jüngster Sohn als letzter die Reise an. Er muss dazu ein verwunschenes Schloss finden, in dem ein Brunnen ist, aus dem das Lebenswasser quillt.
Das verwunschene Schloss kann mit der Peripherie verglichen werden, zu der nur jemand mit bestimmten Charaktereigenschaften Zugang hat, während die beiden älteren Brüder durch deren Gier nach dem Königreich und ihrer Unbetragenheit zwischen Felsen eingeschlossen werden.
Gier spiegelt sich in der materialistisch-profanen Haltung wider, welche im Märchen in das symbolische Bild eines Eingeschlossenseins zwischen Felsen gekleidet wird, wie auch die materialistische Wissenschaft den Quell des Lebens nicht finden kann und durch ihre Borniertheit bzw. ihre Gier, nur sie sei der richtige Weg, wie auch die beiden älteren Königssöhne es von sich meinen, in sich selbst eingeschlossen ist.
Nicht nur für den erklärten Materialisten dürfte es wohl nicht möglich sein, das "Wasser des Lebens" für sich so begreiflich zu machen, wie es für die Autoren des Märchens einst gewesen sein musste. Oder sollte man davon ausgehen, dass es sich nur um eine willkürliche Fantasie handeln würde?
In anderen überlieferten Schriften wird ebenso über das Wasser als eines gesprochen, das in irgendeiner Form Leben spendet. Im Koran, Sura 29, Vers 63, heißt es, das vom Himmel nieder gesendete Wasser belebe die Erde. - Der Begriff "Erde" dürfte nicht nur im Koran als ein Universalbegriff angewendet werden, womit nicht nur der Erdenplanet gemeint sein dürfte, sondern auch der menschliche Körper, der ja aus dem Erdenstoff gebildet ist. So spricht der Koran, Sura 41, Vers 39, der, der die Erde belebe, würde sicher auch die Toten (mit Wasser) lebendig machen.
Auch die Bibel berichtet an einigen Stellen vom Wasser in Verbindung mit dem Leben, so heißt es beispielsweise in der Offenbarung, Kapitel 22, Vers 17: "Wer da will, nehme das Wasser des Lebens umsonst!"
"Wasser" ist also in der Geheimsprache die Bezeichnung für das Leben oder für das Lebendige. Es ist eine Universalkraft, kommend aus der Peripherie und nicht aus Zentralpunkten wie Gene usw., wie der Materialismus und seine Wissenschaften es glauben und glauben müssen, weil sie einseitig den Materialismus als einzig wahre Grundlage zur Anschauung des Lebens gemacht haben.
Wie in der Mechanik an Gelenken zwischen Hebeln Zentralkräfte gemessen werden, so wird die mechanische Denkweise auf alles, was mit Leben begabt ist, übertragen. Der mechanistische Begriff für die Äußerungen des Lebendigen heißt „organisch“. Dazu wird der Mensch im ersten Schritt wie ein mechanischer Roboter angesehen. Im zweiten Schritt werden nun nicht nur an den Gelenken verursachende Zentralkräfte gesucht, sondern organisch am ganzen Körper: in den so genannten „Genen“, den Chromosomen, den Zellen oder im Gehirn.
Das Wort "Gen" bedeutet "Macher" oder "Erzeuger", weshalb "Gene" die Ursache darstellen, um ein Verhalten, eine Krankheit usw. mit ihnen erklären zu wollen. Nun will der Materialismus in der organischen Körperlichkeit etwas gefunden haben, das er "Gene" nennt und ihre Bedeutung zentralistisch darauf überträgt. Beispielsweise soll eine Anlage zur Schusseligkeit mit einem "Schusselgen" erklärt werden. Man könnte über das "Schusselgen" lachen, doch wurde allen Ernstes darüber in der Sendung "Lokalzeit Köln" des Westdeutschen Rundfunks am 29.03.2014 berichtet.
Die Bedeutung dieser materialistischen Denkweise ist schier katastrophal, denn wenn ein erdachter Zentralpunkt wie ein „Schusselgen“ verantwortlich ist für ein Verhalten, so ist der Mensch für sein Verhalten in dem Maße nicht verantwortlich, wie der Zentralpunkt verantwortlich ist. Daran ändert sich auch nichts, würden viele Zentralpunkte angenommen, die miteinander ein erdachtes Zusammenspiel betreiben. Auch hier wäre der Mensch von ihnen anhängig.
Das akademische Denken - und hier speziell das mechanistische Denken in Zentralpunkten - wird von der Bevölkerung ganz wie von selbst in ein anderes verwandelt. Es lässt sich durchaus von einer gewissen Weisheit sprechen, die in der Bevölkerung latent vorliegt, die unbewusst das tote mechanistische Denken zum Leben erweckt, wenn umgangssprachlich nicht von Genen oder anderen Zentralpunkten gesprochen wird, die wie beim „Schusselgen“ einen regieren würden, sondern die Steife wird verwässert mit Hilfe des Begriffs „Adrenalin“. Es wird oft wird vom eigenen „Adrenalin“ gesprochen, wenn man sich in einer Form der seelischen Wallung befindet, womit das Zentralistische durch ein Fließendes ersetzt und somit verlebendigt wird, wohl deshalb, weil es eben dem Fließen des Lebens entspricht, was an das „Wasser des Lebens“ der alten Überlieferungen anknüpft.
Wie die Bevölkerung in ihrer Spracheigenheit dazu neigt, die Verhärtung des toten mechanistischen Denkens aufzulösen, so ähnlich löst auch der jüngste Königssohn im Märchen "Das Wasser des Lebens" die Problematik: Die ersten beiden Königssöhne suchen lediglich aus egoistischen Absichten das Wasser des Lebens für ihren kranken Vater und werden gemäß ihrer Absichten zwischen harten und toten Felsen verbannt. Erst der dritte und jüngste Königssohn schafft es, das den Vater gesunden lassende Wasser ausfindig zu machen und zudem die beiden älteren Brüder aus der Gespaltenheit des polaren und verhärteten Denkens zu befreien.
Jenes Wasser ist es, das den verbindenden Fluss zwischen den beiden gespaltenen Polen herstellt. Es lässt sich äußerlich nicht finden, wie es die beiden älteren Königssöhne als Repräsentanten der Polarität wohl zu glauben meinen - es ist nur im Okkulten zu finden.
Der Koran berichtet in der zweiten Sura im Vers 60, wie Moses von der Gottheit (die übrigens hier mit „Wir“ im Plural steht, wie es auch vom ersten Schöpfungsbericht der Bibel verwendet wird) aufgefordert wird, durch einen Schlag mit einem Stock auf einen Felsen zu schlagen, wodurch gleich zwölf Quellen heraussprudeln. - Ähnlich wie im Märchen ist hier ein Zusammenhang zwischen der Verlebendigung des Toten und Verhärteten durch das okkulte Wasser gegeben.
Aber auch das Alte Testament kennt das Schlagen mit einem Stab (oder Stock) auf Felsen: "Und Mose erhob seine Hand und schlug den Felsen mit seinem Stab zweimal; da kam viel Wasser heraus, ..." 4. Mose 20,11
In einem solchen Fall würde es sich auch gar nicht mehr um Zentralpunkte handeln, was aber dem Ideal und der Suche des mechanischen Denkens entspricht: Ein Punkt entspricht einer Kraft bzw. einem Verhalten oder einer Krankheit usw. Ein Geflecht solcher „Zentralpunkte“ wäre selbst ein Zentralpunkt.


Resümee
Es steht die Frage im Vordergrund, inwieweit die Welt wirklich ist, wenn fleißig Wissenschafts-Sendungen gesehen oder –Berichte gelesen werden, die uns erklären wollen, dass Gehirn und Sinne uns nur eine Welt vorgaukeln würden. In diesem von mir erstellten Thread "Spiritualität und Wissenschaft?" unter der Rubrik "Wissenschaft und Spiritualität", den es hier auch als einen meiner Blogs gibt, habe ich ein anderes Bild darzustellen versucht. Es lässt sich als Resümee kurz sagen, dass nicht Gaukelei, sondern unser an das Gehirn gebundene Denken sowie unsere Wahrnehmung in Beziehung zur Außenwelt stehen.
Es ergibt sich meines Erachtens die Notwendigkeit, dieses Wissenschaftsdenken wegzulassen und stattdessen Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt zu erkennen. Dann erst ist der Weg frei, ein Werkeln und Wirken spiritueller Art im Leben erkennen zu können. So erst lässt sich sagen, dass mein jetziges Lebens eine Beziehung zu einem vorherigen usw., was als Karma oder als Schicksal bezeichnet wird; es wirkt und werkelt in meinem derzeitigen Leben. Und das aktuelle Leben wirkt und werkelt an dem nächsten usw.
Daher ergibt sich nicht die Frage, die nur auf einem Wortspiel und auf dem Materialismus des Wissenschaftsdenkens beruht, wie wirklich die Wirklichkeit sei, sondern es ergibt sich die Notwendigkeit, das Wirklichkeit aus spiritueller Sicht - ganz gleich, was auch immer passiert - demgemäß also immer wirklich ist.



Eine Fortsetzung ist geplant.
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