1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Politik und Gesellschaft: Murks-Kapitalismus

Eintrag von Iakchus im Blog Der Aufstieg der Erde und des Lebens. Ansichten: 75

Wir wissen ja alle irgendwie, dass Kapitalismus und was es mit sich bringt schlecht ist.

Aber oft sind es doch nur Gemeinplätze, allgemeine Aussagen, die gegen den Kapitalismus sprechen.

Zunächst: wieso über sowas wie Gesellschaftsordnung sprechen, wenn doch der Aufstieg in den nächsten Jahren alles verändern wird?
Antwort: Naja, ich weiss ja nicht was passieren wird, aber ich glaube, dass die Menschen schon jetzt das System in Frage stellen , besonders die jüngere Generation. Und dass diese leicht kollektive Wellenbewegung eben bereits Symptome des Aufstiegs sind.

So oder so, bleibt mit ja eh nur das Hier und Jetzt. Da kann man sich auch mal einen Gedanken zu dem Murks-Kapitalismus erlauben. Immerhin bietet die Welt viel Nebel momentan und düstere Wolken, und es hilft zu verstehen, woher diese rühren. Angst wird aufgebauscht, zB, nur damit Leute das Wirtschaftssystem am Laufen halten.

Der Gedanke an den Aufstieg soll , darf und kann uns erinnern, dass etwas gibt, das IN UNS geschehen wird. Vor allem IN UNS.

Der Stress und die Dynamik da draussen, die leicht dunkle Nebelhaftigkeit getüncht in Alltagssorgen, dieser Stress da draussen , wird ja auch von einzelnen Akteuren verursacht, und in der Masse gebündet. Es geschieht ALLES in uns.

Wer kann sich dem Leben verweigern, wir sind darin. Wir gehen einkaufen, oder arbeiten. Aber wir sind es, die dem allem Bedeutung beimessen.

So ist es für mich durchaus interessant, sich noch Gedanken über Gesellschaftliches zu machen.#

Mir hilft es auch, dass ich einsehe, wie derbe manches in der Welt ist - und dass es manchmal einen starken Kontrast zwischen meinen Vorstellungen, und denen der alten Erzieher und Gehirnwäschler gibt. Jene Prägewerkzeughalter, die wir in der Vergangenheit gehabt haben, die aber als Schatten oder Echo noch auf uns wirken können: Als leise Moral, oder leiser Druck, der uns einreden will, es wäre verkehrt, anders zu sein.
Man muss anders sein, um dem Wahnsinn zu entfliehen. Für diese Einsicht habe ich 40 Jahre gebraucht, seit meiner Geburt.
Natürlich ahnte ich es bereits mit 20, aber wie das ist mit Erkenntnissen, schwelt es lange und man weiss es nie recht und eindeutig zu klären.

Aus sozialer Anhänglichkeit neigen wir dazu, alles zu teilen. Wir nehmen an, was der andere für eine Welt vor sich sehen will, damit wir eine Gemeinsamkeit haben.

Gerade die Weltanschauung, wird auch übernommen, unbewusst. Es gibt da einen Sog, der uns dahin tendieren lässt, dass wir uns auf die Basis anderer stellen.

Wir brauchen nichts von anderen Menschen zu übernehmen, und können trotzdem genügend sozial d.h. kommunikativ sein.

Weil die Begegnung immer auch auf einer anderen , seelischen Ebene abläuft, die einem freilich auch unbewusst sein kann.

Aber die meisten Begegungen, die wir im Alltag haben, laufen sowieso recht oberflächlich ab und es macht meist keinen Unterschied für den anderen, ob wir eine andere innere Haltung gegenüber dem Anderen aufbringen als sonst.
Einfach, weil der andere nicht sieht, was in mir wirklich vor geht. Das ist nur Medien überlassen, die Menschenkenntnis, sondern einfache Einfühlung, die man üben kann.
Unser Problem ist, was wir selbst denken, was in den anderem vorgeht .
Manchmal haben wir auch direkte Angst vor dem, was jemand anderes denkt oder reagieren könnte.
Und wir wollen - das ist durchaus clever - dann die Situation in andere Richtung lenken, durch unsere Eindrücke, die wir dem anderen vermitteln .

Nun. Was ich über den Kapitalismus gerade bevor ich Schreiben wollte für eine Idee hatte ist in wenigen Sätzen auszudrücken.

Wenn wir mal überlegen, wir wollen ein Möbelstück herstellen. Da sieht es einfach so aus, dass es viele Leute gibt, die regional verfügbar sind. Viele machen so was. Und viele brauchen Möbel. Das normale Handwerkergeschäft.
Was ich sagen will: Man kann hier nicht einen Anbieter für alle schaffen. Es wäre übertrieben und würde absurde Probleme schaffen.

Dieses Beispiel kann man nicht auf Mobilfunk, Telekommunikationsdienstleister oder andere zentral angelegte Hersteller von Diensten beziehen.
Bei einem Möbelstück fährt man nicht nach Wien, um es zu kaufen. Wenn man in Salzburg wohnt.

Bei den meisten Anbietern von Diensten ist es allerdings überflüssig, wenn sie zahlreich regional zur Verfügung stehen. In der Regel haben wir das heute auch nicht so, bei Mobilfunk, Strom, Telekommunikation usw. Es liegt alles in der Hand weniger. Und manche Anbieter sind fern unserer Wohnorte.

Diese Firmen stehen daher irgendwie ausserhalb jahrhundertelanger Tradition des normalen Handels, bzw. einem natürlichen und vernünftigen Tauschgeschäft, das überschaubare Dynamik in Bezug zum gesamten Wirtschaftsleben und auch in Bezug zu den Produkten entfaltet.

Warum sollen wir 5 und mehr Mobilfunkunternehmer haben, und warum bündeln wir die Kräfte nicht. Statt 5 Pförtner wird dann nur einer bezahlt, statt 5 Buchhaltungen braucht es nur eine , und statt man Werbebriefe 5fach rausschickt und für das Hochglanzpapier die 5fache Menge an "neuen" Bäumen fällen muss , wäre es dann auch nur in einem Bruchteil nötig.
Das machen wir bei allen Sachen so und wir meinen oder glauben, Konkurrenz belebt das Geschäft. Aber nur das Geschäft. Nicht die Waren.

Wenn wir jetzt mal zB ein komplexes Computer-Spiel nehmen, sieht die Sache auch dort anders aus. Es gibt nur wenige Softwaregiganten, die es organisieren konnten, dass Programmentwickler (die wahren Spielemacher) zusammenkamen.

So dass ein Projekt sich erfüllen durfte, nämlich das Spiel, das später verkauft wird.

Diese Softwaregiganten wollen nur Profit machen. Sie wollen jedes Jahr Geld rein bringen. Sie können nicht immer wieder mal an einem Spiel feilen, nur um es zu verbessern, wenn, dann wollen sie wieder was verkaufen.
In der Regel wird aber nicht weitergearbeitet an dem alten Spiel, weil sonst würden die Leute sagen, was ist das für eine Unverschämtheit, unfertige Spiele zu verkaufen und man muss bis zum fertigen Spiel immer nachkaufen. Daher gibt es die Updates, die noch umsonst sind, um die schlimmsten Probleme, die im Zeitdruck entstanden, zu beheben. Aber alles andere wesentliche kommt zu kurz: das Spielkonzept an sich, diverse kleinere Probleme, und vor allem der Spielwert, der sich über längere Zeit erhalten kann. Es gibt solche Spiele. Und es lassen sich unzählige Spiele denken, die man hätte wirklich rund machen können. Man muss nur genau hingucken. Man entdeckt Fehler, aber auch unausgereifte Ideen. Etwas was nie so ganz hinhaut. Und es kann nur wirklich gut hinhauen, wenn man wie einem Musikstück lägere Zeit daran arbeitet. Es kann in so kurzer Zeit kein wirklich ausgereiftes Spiel entstehen. Die Erfahrung zeigt es.

Sie können nicht lange an ein Spiel arbeiten lassen.
Daher sind die Spiele, ich habe wirklich viel ausprobiert, einfach regelmässig unreif. Diese Spiele mangelt es an Konsequenz, an dem Aus-Feilen diverser Konzepte, sie ermangeln an einer Qualität, die das Spiel lebenstauglich macht, das heisst, dass die Möglichkeiten ausgeschöpft sind , so weit dass man es nach einem Jahr noch weiter spielen möchte. So was ist eine Frage der Gestaltungsabsicht.

Diese wird nicht richtig eingebracht, wenn die Entwickler aus Existenzgründen einer andere Absicht Rechnung tragen müssen, nämlich so effizient wie möglich so gut wie möglich ein Spiel raus zu bringen. So gut wie möglich heisst dann, dass einige wichtige Dinge für den ersten Eindruck gut sind - aber wie das Spiel nach einem Monat ist, fragt die Zeitschrift, die gute Bewertungen über das Spiel verteilt, nicht.

Sie haben viel weniger Zeit, das Spiel zu erleben, und dann zu entscheiden, was man verbessern kann. Diese Verbesserungen kommen dann immer nachträglich als eine neue Variation, die man kaufen soll. Civilization 1, 2, 3, 4, bei 5 sind wir jetzt.
Battlefield 1, 2, 3, bei 4 sind wir jetzt. So geht es weiter und weiter. Und alle diese Spiele haben was Neues gemacht, das dann wieder unausgewogen war. Und die nächste Variation glättete dies vielleicht , und brachte wieder eine Neuerung rein, die unausgewogen bleibt. Das ist eine einzige Kunst geworden, dass die Konzerne Geld machen können, und man sich mittlerweile dran gewöhnt hat, dass kein Spiel wirklich ultimativ ist. Es gibt aber solche Spiele, sie tauchen manchmal auf. Und leider doch, findet man dort dann wieder andere Schwächen. Die man auch auf den Mangel an investierter Zeit zurückführen kann.

Ich will sagen, es fehlt vor allem die Zeit, die einem Künstler wie Programmierer zur Verfügung steht.

Das eigentliche, was das Spiel bezwecken soll, Freude, ist nur ein Mittel zum Zweck geworden!

Wie dem auch sei.
Dieses Beispiel der Spiele zeigt, dass der Kapitalismus tatsächlich an unseren Bedürfnissen auf einer gewissen Ebene zuwiderläuft. Und zwar direkt, und nicht nur zufällig. Es fehlt die Zeit, Waren können nicht wachsen, sich nicht verbessern, weil das hiesse, in vielen Fällen: DASS KEINER MEHR NACHKAUFT.
Die Spielgiganten haben einen Weg gefunden. Wo die Leute nachkaufen, das eigentliche Spiel ist egal. Es geht um eine gute Bewertung in den Zeitschriften . Der Spielgenuss über die längere Zeit wird nicht getestet. Wie schnell das Spiel langweilig wird.

Wenn man Kräfte bündelt, könnte man Werke schaffen, die der Ewigkeit stand halten.

Wenn man Kräfte splittet, wird es zwangsläufig andere Möglichkeiten geben, und die Realität muss zeigen, ob diese Möglichkeiten entsprechend gut sind. Das Beispiel mit den Möbeln zeigt, dass es immer auf die Sache selbst ankommt, und ein Dogma nicht reicht, um alles zu entscheiden.

Wir aber leben in diesem Dogma eines Gelderwerbes.
You need to be logged in to comment