the_pilgrim 27. Januar 2017
Wenn Du Äpfel (die Samen bzw. Kerne enthalten) isst, ohne die Kerne hinterher ihrer Bestimmung zuzuführen, bist Du ebenfalls ein Mörder, genauer gesagt ein Säuglingsmörder, denn Du beraubst die Kerne der Möglichkeit sich zu entfalten - was übrigens in der Natur täglich passiert. Nicht jedes Saatkorn, nicht jeder Samen, hat die passende Umgebung um sich zu entfalten. Was ist mit hundert Ringelblumensamen, die um ihren Lebensraum kämpfen? Sind sie quasi Kannibalen, weil nur die Stärksten zu einer blüten- und saattragenden Pflanze werden? Absurd.

Jetzt mal ernsthaft: ist jedes Tier, das sich von anderen Tieren ernährt, ein Mörder? Ist jedes Tier, das sich von Früchten, Nüssen, Pflanzen etc. ernährt ein Mörder? Jeder Vogel, der Mücken frisst? Jeder Hase, der Löwenzahn frisst, ein Sadist? Wo ist das Problem? Steckt da die Angst vor dem Tod dahinter oder was?

Quark. Es geht meiner Meinung nach für Menschen eher darum, sich der Interaktion bewusst und dankbar zu sein. Es ist nicht selbstverständlich ein Ei, einen Apfel, ein Stück Fleisch zu essen, wir sollen dankbar für jeden Bissen sein, den die Natur uns schenkt. Wir sollen nicht aus Gier Tiere in unsäglichen Zuständen halten nur weil wir es können, wir sollen nicht mit chemischen Keulen Unkräuter oder Schädlinge töten, wir sollen nicht die Natur mit riesigen Monokultur-Feldern vergewaltigen. Aber es ist völlig in Ordnung unseren Platz in der Natur einzunehmen und dankbar für die Nahrung zu sein, egal ob sie pflanzlich oder tierisch ist. Ein sanftes, harmonisches, dankbares Miteinander - DARUM geht es. Jedenfalls wenn Du mich fragst...